Startbeitrag#1
Rainer, ich werde mich kurz fassen.
Mir ist klar, dass ohne Grundlagenwissen nichts geht. Und dass das bei vielen fehlt, ist auch klar - und in der Tat beschämend.
Ich bin auch kein "Theoretiker" der Physik, der an allem zweifelt. Ich weiß aber, dass die Physik bei allen(!) Modellen Vereinfachungen macht, die in der Realität so nicht gelten.
Und genau deshalb ist eine mathematische Formel zwar ein sehr brauchbares Werkzeug (weil man vernünftiger Weise Modelle nur in Bereichen anwendet, wo ihre Voraussetzungen in guter Näherung erfüllt und damit die Fehler vernachlässigbar sind), aber keineswegs "die ganze Wahrheit".
So ist z.B., wenn man sich über Nichtlinearitäten unterhält, der Ansatz mit einem linearisierten Modell schon Grundfalsch. Es gibt ja Modelle, die die höheren Ordnungen (Nichtlinearitäten) berücksichtigen, nur sind diese i.A. für alltägliche Berechnungen zu kompliziert. Man sollte aber immer im Hinterkopf haben, dass die lineare Beschreibung in vielen Fällen zu stark von der Realität abweicht und deshalb immer Abweichungen auftreten können von dem, was man erwartet.
Jens
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