das "ohr"... was meint ihr dazu?

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
hi alle!
hab hier grad mal so ein bi�chen nach kugelflächenmikros gesucht und bin auf gute threads gesto�en. sehr interessant.
jetzt deshalb meine frage: wie findet ihr das sogenannte "Ohr"? vor schreck wei� ich jetzt gar nicht wie das mikro hei�t, aber das sind einfach 2 kapseln, die man sich ins ohr steckt (beim konzert o.s.ä.) und sozusagen mit dem eigenen kopf aufnimmt.
wenn man jetzt davon ausgeht, da� ich also damit aufnehme und auch nur selbst mir das über kopfhörer anhöre- was haltet ihr davon?
ist das rein tontechnisch gesehen richtig gut? oder gibts da auch so viel an unstimmigkeit, daÃ? sich das nicht lohnt? insbesondere, weil ja die kapseln jetzt nicht soooo high endig sind.
aber das prinzip originalkopfstereofonie ;-)...?
lg matthias
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Antwort#3
Zur Werbung vom "Original-Kopfmikrofon (Surround-Mikrofon???)" unter der Adresse:
http://www.bluthard.de/preise/mikrofone/mikrofonevonokm.htm
ist folgendes zu sagen:
Zwei Mikrofone im eigenen Ohr machen hier eine "Binaurale Aufnahme". Anstatt eines "Kunstkopfes" wird dein eigener Kopf benutzt und du musst die Aufnahme über Kopfhörer abhören. Das ist Kopfhörer-Stereofonie.
"Kopfhörer-Stereofonie" hat nichts mit der üblichen "Lautsprecher-Stereofonie" zu tun. Bei der Aufnahme mit den Mikrofonen in deinen Ohren werden Ohrsignale aufgenommen, die über Lautsprecher wiedergegeben von jedem Lautsprecher auf beide Ohren abgestrahlt werden, während sie über Kopfhörer nur jeweils ein Ohr treffen. Das sind große Prinzip-Unterschiede.
Solange du deine Aufnahme selber mit deinem Kopfhörer abhörst, kann das ein Spaß sein. Wenn du dieses aber etwa produzieren möchtest und damit CDs herstellen und vertreiben möchtest, dann wird man merken, dass etwas nicht stimmt. Weder über Lautsprecher klingt die Aufnahme gut, noch über Kopfhörer auf anderen Ohren.
Was die Werbung sagt, ist gelogen. Was dort in deinen Ohren steckt ist kein Stereomikrofon, denn richtige Stereomikrofone machen Aufnahmen für unsere übliche Lautsprecher-Stereofonie.
Das Wort Surroundmikrofon ist sehr falsch, denn unter Surround-Sound verstehen wir 5.1 als DVD-A oder SACD, also Mehrkanaltechnik. Hier bei dem Kopfmikrofon geht es nur um zwei Kanäle einer binauralen Aunahme, die mit herkömmlichen Stereo nichts zu tun hat und mit Surround-Sound schon gar nichts.
Wenn du das jetzt weißt und so haben möchtest, dann ist das sicher in Ordnung.
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Antwort#4
danke. DAS war mir schon klar, dank eurem guten forum und den phänomenalen seiten von ebs (danke!) mir gings eben ganz speziell um die kombination "eigener kopf" bei aufnahme und "eigenes ohr" beim höhren (über kopfhörer). speziell darum inwieweit, da die "normalen" probleme der kunstkopfstereofonie nicht so reinspielen. oder eben doch die ganze "vorn-hinten-lokaisationsproblematik" noch zu sehr reinspielt... klar, daß man theoretisch bei aufnahme und wiedergabe etwas steif dasitzen müßte, oder sich mit genaus denselben bewegungsmuster bewegen müßte... :-)
aber ich entnehme deiner antwort, daß das OKM II evtl. durchaus ein preisgünstiger einstieg in echte kopfhörerstereofonie sein könnte?...
vielleicht hat ja jemand damit erfahrung gemacht?
lg matthias
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Antwort#5
Im Link kann man erfahren: "Wie nehme ich ein Life-Rock-Konzert heimlich auf?"
Dafür sind also die Dinger gedacht.
Ich habe damit schon mal aufgenommen. Was ganz lustig ist, wenn man schlucken muss oder Hustenreiz hat, dann ist das bei der Kopfhörerwiedergabe eigenartig echt. Man muss dann auch mit-Schlucken.
Auf die Dauer ist aber Kopfhörerhören anstrengend und langweilig.
Ein Rockkonzert habe ich auch aufgenommen, aber das klingt überhaupt nicht, nicht nur weil um einen rum das Publikum so laut rumbrüllt.



Werbung zum Originalkopf-Mikrofon
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Antwort#6
Hier gibt es unterschiedliche Preise zum Ohrwurm.
Auch unten in der Liste mal in ebay reinschauen.
Da gibt's billige Angebote.


Verschiedene Angebote zum Ohrmikrofon
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Antwort#7
So nun oute ich mich mal als Besitzer eines solchen Dings. Aber eine heimliche Konzertaufnahme hab ich damit noch nie gemacht, erstens weil gesetzeswidrig, zweitens weil man den Kopf stillhalten muss, damit sich hinterher beim Hoeren nicht das ganze Panorama verschiebt.
Die OKM II packe ich in einen Sennheiser MKZ 2002 Kunstkopf (den zum MKE 2002), das geht sehr gut.
Aufgenommen wird mit diesem Kunstkopf:
- Proben der eigenen Band von einem *virtuellen Publikumsplatz* aus
- Auftritte der eigenen Band aus dem Publikum
- Just-For-Fun Mitschnitte eines mir bekannten Hobbyorchesters, und zwar mitten aus der Orchesteraufstellung (als wenn der Kopf auch ein Musiker waere)
- Naturaufnahmen
- Leider fehlt mir die Zeit, sonst würde ich auch mal eine Art Hoerspiel-Inszenierung machen.
Erfahrungen damit:
Die Aufnahmen, wenn man sie ueber Kopfhoerer/Ohstoepsel hoert, sind wegen der Außer-Kopf-Lokalisation viel angenehmer zu hoeren als solche mit Stereomikrofonen.
Die Aufnahmen haben einen sehr natürlichen Bassanteil, weil die Mikros Druckempfaenger sind.
Die perfekte Illusion "Als waere man beim Schallereignis dabeigewesen" wird leider nicht ganz erreicht, aber unerwartete Geraeusche von der Seite oder schraeg hinten kommen taeuschend echt rueber, man dreht auch beim Abhoeren unwillkürlich den Kopf in die Richtung des Geraeusches.
Gerade bei Naturaufnahmen merkt man das Grundgeraeusch des Mikrofons, es rauscht dann doch hoerbar.
Viele Gruesse
Michael
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Antwort#8
Die perfekte Illusion "Als wäre man beim Schallereignis dabeigewesen" wird
leider nicht ganz erreicht, aber unerwartete Geräusche von der Seite oder
schräg hinten kommen täuschend echt rüber, man dreht auch beim Abhören
unwillkürlich den Kopf in die Richtung des Geräusches.
Ergänzung: Die typische Hörrichtung genau in der Ebene vor deiner Nase gibt es nie, wenn man solche Aufnahmen über Kopfhörer abhört.
Hinten als Richtung funktioniert etwas besser.
Täuschend echt würde ich auch nicht sagen. Aber da sind unsere Köpfe und unsere Meinungen wohl recht verschieden.
Kunstkopfaufnahmen sind doch immer eine "Notlösung" und über Lautsprecher gehört eben unbrauchbar, wenn man kritisch die Klangfarbe und Räumlichkeit betrachtet. Darum haben sie sich auch nie durchgesetzt - nach anfänglicher kurzer Hörspiel-Euphorie.
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