De-Essing "von Hand"

Erstellt 15 Antworten16 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallöchen zusammen,
hat jemand eine Idee oder Erfahrungen wie man eine Gesangsspur per Editor in der Nachbearbeitung de-esst?
Ich arbeite mit LA/Win. Man findet ja S-Laute in der Hüllkurve ziemlich deutlich. Anstatt jetzt einfach die "Esse" im Pegel zu senken würde ich gerne für den markierten Bereich einen EQ reinrechnen lassen. Der Editor von LA macht aber nur Echtzeiteffekte, zumindest bei mir ;-(
Hat jemand einen Tipp?
thx,
Mazze
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Antwort#2
Also jeder Editor der Effekte in Echtzeit berechnet, hat bestimmt auch die Möglichkeit diese zu rendern. Wenn LA für Logic Audio steht, ist das kein Problem (Bounce, Mixdown...)
Zum mauellen Deessen: Einfach einen parametrischen EQ nehmen und mit der Verstärkung, Frequenz und Güte so lange probieren schrauben bis es am besten passt, meistens so um die 3kHz herum.
Mank
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Antwort#3
Die Geschichte ist nicht so simpel. Durch Anwendung des EQs ergebn sich bei einem fixen Ausschnitt oft genug Phasensprünge. Die so bearbeitete Passage passt nicht mehr rein, sondern klickt massiv beim Ein- und Austritt. Du musst also 2x Faden. Und das ergibt neue Probleme undmacht bei einem so kurzen Laut keinen Sinn. Das Effektivste ist immmer noch Multiband-Comp der so arbeitet wie Du beschreibst und damit als De-Esser agiert.
Das Problem ist aber, daß MBC's oft mit statischen Pegeln als Indikator arbeiten- nötig wäre eine Relativbewertung des Höhen- genge den Gesamtanteil. Bei Vorhandensein eines "s" wird der EQ-Zweig entsprechend gesenkt. Mitlaufen muss der ständig.
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Antwort#4
Doch, das ist simpel. Sowas mache ich sehr oft.
Zwei Möglichkeiten:
1. Bei nervigen "Sss" einfach per Automation leiser machen.
Also das was der De-Esser von alleine macht.
2. Irgendwie eine Audiofile erzeugen welches mit anderem EQ versehen ist
Dann Stückchenweise die Stellen ersetzen.
In Cubase mache ich das so, dass ich das neue Audiofile in den selben Audiopart kopiere. Dort sind sie dann untereinander und ich schneide alles vom 2ten File weg, was ich nicht brauche. An den Stellen hört man dann das oder die anderen Files. Innerhalb eines Tracks macht Cubase die Fades automatisch.
Wer Probleme hat mit Knackern bei sowas, hat sie mindestens genauso, wenn er punch-In und punch-out macht oder zwei Versionen editieren will.
Ehrlich: sowas verlange ich von einen Audioprogramm, dass sowas ohne viel nachzudenken geht.
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Antwort#5
Bei nervigen "Sss" einfach per Automation leiser machen. Also das was der De-Esser von alleine macht.
In Cubase mache ich das so ...
Innerhalb eines Tracks macht Cubase die Fades automatisch.
Wer Probleme hat mit Knackern bei sowas, hat sie mindestens genauso, wenn er punch-In und punch-out macht
oder zwei Versionen editieren will.
Wo ist da der Vorteil zum Durchlauf durch outboard oder Plugin?
Klar, aber das Problem der Fades bleibt. Es müssen Fades bleiben- wennauch kurze.
Ja, nach Voreinstellung.
Moment, ich sprach von den Knacksern durch Phasensprünge. Punchinphrasen werden gefaded.
Bei einer Versionen hauen automatisierte Fades ja hin, aber bei verschiedenen Versionen, vor allem wenn mehrere Stimmen vorhanden sind geht ein Schnitt nicht an jeder Stelle.
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Antwort#6
Bei nervigen "Sss" einfach per Automation leiser machen. Also das was der De-Esser von alleine macht.
Wo ist da der Vorteil zum Durchlauf durch outboard oder Plugin?
Klar, aber das Problem der Fades bleibt. Es müssen Fades bleiben- wennauch kurze.
Innerhalb eines Tracks macht Cubase die Fades automatisch.
Moment, ich sprach von den Knacksern durch Phasensprünge. Punchinphrasen werden gefaded.
Bei einer Versionen hauen automatisierte Fades ja hin, aber bei verschiedenen Versionen, vor allem wenn mehrere Stimmen vorhanden sind geht ein Schnitt nicht an jeder Stelle.
Dass man es genau Steuern kann und genau diesen einen nervigen Laut gezielt bearbeitet. Automatik geht manchmal schlecht.

Es müssen immer Fades sein. Im Gegensatz zum weitverbreiteten Mythos knackt es auch beim Nulldurchgang. Auch die Ableitungen der Kurve müssen stetig sein.
Ein Sinus genau bei 0 beendet knackt nämlich auch!
Es ist egal wo der Sinus beendet wird.
Ja, nach Voreinstellung.
_Ein_ Klick. Ok, zwei um den Track anzuwählen.
Nicht standardmässig bei HD-recording.
Unterschiedlich EQte oder komprimierte Stücken des ehemalig selben Audiofiles lassen sich sogar oft ohne Fades aneinander schneiden, wenns vom Pegel her einigermassen passt. Im Gegensatz zu ge-in-punchten Parts.
An jeder Stelle nicht. Aber Samplegenau braucht man auch nicht schneiden.
Wenn ich jeden Schnippel samplegenau schneiden müsste, dann gute Nacht.
Dann kann ich auch das ADAT wieder entstauben.
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Antwort#7
...für die vielen Tipps. Ich werde sie alle mal ausprobieren und dann auf Knacksen, Phasensprünge etc checken.
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Antwort#8
1. Moment! Ein echter Deesser macht nicht einfach leiser, sondern arbeitet Frequenzselekiv! Alles andere nennt man Pseudo-Deeser (ein Compressor mit EQ im Sidechain ist eben kein echter Deesser).
Von Hand ginge das i.d.T. nur mit einem EQ, was aber nur in besonderen Problemfällen Sinn machen täte.
Daher sehe ich 2. auch keinen Sinn in solchen Aktionen. Ein ordentlicher Deesser-Plugin wie z.B. das von SPL oder Waves (je nach Anwendung) arbeitet
vollkommen zufriedenstellend. Bei zeitgemäßen PC-Programmen wie SX o.Nuendo ist der SPL sogar schon mit dabei. Auch ein guter MB-Compressor - richtig justiert -kann das ohne Abstriche.
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Antwort#9
"Dass man es genau Steuern kann und genau diesen einen nervigen Laut gezielt bearbeitet. Automatik geht manchmal schlecht. "
Nun verstehe ich garnichts mehr. Du sprachst doch ausdrücklich von Automation (??)
Wie habe ich mir das vorzustellen? Lässt Du den Track laufen und blendest bei drohendem "S" den HF-Kanal / EQ-Zweig runter ?
Das mit den stetigen Ableitungen war genua mein Einwand und daher funktioniert ein volles Punch-In niemals zuverlässig- bestenfalls zufällig.
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Antwort#10
Ich habe einige Deesser plugs durchprobiert und finde leider nicht, daß die zufriedenstellend arbeiten. Je nach Treshhold-Einstellung werden auch sehr deutliche "s" in leisen Passagen nicht erkannt und auch nicht weggenommen.
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Antwort#11
Gerade das SPL-Plugin ist (ebenso wie sein Hardware-Derivat) anerkantermassen
sehr gut. Aber ein Deeser ist auch kein Wunderwerkzeug, doch wenn der schon nicht mehr hilft, würde ich eher woanders ansetzten: An der Mikro-Technik.
Im Normalfall brauchts dann erst gar keinen EQ oder Deeser. Für schwere Fälle
kann ich (und Bob Clearmountain ;-)) den BSS DPR901 empfehlen - ist aber teuer und analog (!). Ansonsten natürlich noch Waves C4.
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Antwort#12
"Dass man es genau Steuern kann und genau diesen einen nervigen Laut gezielt bearbeitet. Automatik geht manchmal schlecht. "
Nun verstehe ich garnichts mehr. Du sprachst doch ausdrücklich von Automation.
Wie habe ich mir das vorzustellen? Lässt Du den Track laufen und blendest bei drohendem "S" den HF-Kanal / EQ-Zweig runter ?
Das mit den stetigen Ableitungen war genua mein Einwand und daher funktioniert ein volles Punch-In niemals zuverlässig- bestenfalls zufällig.
Automation != Automatik!
Automation _ist_ per Hand.
Z.B. oder nur den Pegel.
Gut genug bei kurzen Fades.
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Antwort#14
Ein analoger Dolby A als Effektgerät in der Wiedergabe oder in der Aufnahme?
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Antwort#15
...kommt drauf an wie du arbeitest und welchen sound du willst...
...kann ich dir nicht sagen!
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Antwort#16
Deesser bei 3k...
...hab ich nur einmal erlebt, da hatt ich vocals durch n c4000 (die HÖLLE!)...
oder meinst du ab 3k?
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