SNare und bassdrum abnahme

Erstellt 9 Antworten10 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo werde demnächst mal wieder nen gig mischen müssen :)
und ich hab immer probleme die snare und die bassdrum vom drumset vernünftig abzunehmen
ich nehme die snare mit einem shure sm 57 ab.
kann mir jemand genaue einstellung sagen bezüglich bass mitten tiefen damit die schön knackig klingt?
die bassdrum geht eigentlich auch so aber falls wer tipps hat nehme ich sie gerne an...
Flowa
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Antwort#2
Es ist wie immer schwierig 0815tips zu geben, denn jede "Trommel" hat ihre eigene Stimmung und ihr Resonanzfrequenzen die du entweder betonen oder rausfiltern musst. Um mehr Druck aus einer SN oder BD zu bekommen macht es sich gut einen Kompressor mit mittlerer bis langer Attackzeit zu nehmen so dass der 1te teil des Signals (meist der Schlag) den Kompressor unbearbeitet passieren kann und erst der Nachhall komprimiert wird. Auch sehr zu empfehlen ist ein Gate.
Bei einer BD hebe ich meist die Fq um 100 Hz an (wenn es die Anlage schafft) ->gibt den gewissen Druck und die Fq um 3-5 khz --> für den ?Klack? um 300 Hz etwas abgesenkt (wegen der Bassgit) und in den hohen (meist 12khz) beschnitten.
Bei einer Snare kann ich die keine Richtfq geben das die sehr verschieden sind es gibt aber meistens eine Fq wo der "Bauchton" ist und eine wo der "Klick der Sn" liegt ist aber sehr unterschiedlich (Holz/ Metall / Felle...)
Bedenke +-3db bewirken schon so manches Wunder (es müssen nicht immer 15db sein) und mit der richtigen Micposition ist viel mehr gewonnen, als mit dem besten EQ der Welt.
Snare Micwinkel je Senkrechter desto mehr "Bauch" je flacher desto mehr "Anschlg"
Bdrum Mic je näher beim Klöppel des so mehr "Anschlag" je weiter weg (auch bei Verdrehung) desto mehr "Bauch" --> man kann eine BD auch auf der Vorderseite oder auch einmal direkt am Schalloch (wenn vorhanden) abnehmen -> es müssen nicht immer die ?alten? Positionen die besten sein
TESTEN TESTEN TESTEN
Viel Spass Benne
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Antwort#3
Hallo Flowa,
Pauschalantworten gibt es nicht wirklich. Du mußt von Fall zu Fall heraushören, wo meinethalben der "Druckbauch" einer Snare liegt.
Das Problem liegt aber grade bei Drums oft nicht (nur) am Mischer. Ein und das selbe Schlagzeug kann absolut traumhaft klingen, wenns ein richtiger Schlagzeuger bedient, und fünf Minuten später mit der selben EQ Einstellung total untergehen, weil ein Popstar-Nachwuchsbubi drauf rumdrischt oder die Felle nur streichelt. Und meistens ist es so, daß vor dem Anfänger kein Profi an dem Set war und es für ihn gestimmt hat.
MfG
Janko
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Antwort#4
HEY
netten dank an alle antworten hier gehts ja mal gut zur sache
mit kompressoren wollt ich erst nach ein paar anderen gigs arbeiten
hab einen glockenklang zur verfügung.
der mic winkel wird mir schon um einiges weiterhelfen danke.
dennoch wollt ich die trommeln erst mal direkt abnehmen also über multicore direkt ins pult.
um diese KLACKEN bei der base hinzukriegen heisst also das bassmic muss so nah wie möglich an das fell von INNEN?
oder kann ich es auch direkt am klöppel abnehmen?
danke schon mal
Flo
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Antwort#5
Hallo Flowa,
jeder Ton, der von einem akustischen Instrument ausgeht, entwickelt seinen Ton erst in einem gewissen Abstand von der Schallquelle. Das ist das Naturgesetz. Darum kann ein Mikrofon den großen vollen Ton des gesamten Instruments erst in einem gewissen Abstand aufnehmen. Dieser Satz ist wahr, wird aber von Anfängern nie geglaubt.
Nur für bestimmte Effektaufnahmen geht man ganz nahe an die Schallquelle ran, also dort wo das akustische Chaos herrscht, und man nimmt dann dieses Chaos nicht auf sondern ab, wobei dann kräftig EQ und auch Gates eingeschleift werden, um den optimalen Wunschklang mit einem noch nie dagewesenen auffälligen Biss zu erzeugen. Man nimmt dabei nicht den "natürlichen" Klang des Instruments auf, sondern nur einen bestimmten kleinen Ausschnitt. Das möchtest du ja so, wie du im Betreff schreibst. Häufig klingt dann das Instrument eben auch "klein", wie es an der zu nahen Stelle eben so klingt (Halte mal dein Ohr da hin) und man muss es trickreich erst wieder größer klingend machen. Das musst du versuchen zu verstehen.
Dieses nur zur Klärung deines Satzes "Aha, das Mikrofon muss so nah wie möglich an das Fell".
Antwort: "Jein", wenn man nicht den Anfängerfehler machen will. Nah macht klein!
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Antwort#6
Nah macht klein!
Wie immer: kommt drauf an.
Stichwort Lupeneffekt.
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Antwort#7
Ein kleiner Ausschnitt (mit einer Lupe) aus einem großen Foto macht eben noch keine große und ganze Julia Roberts.
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Antwort#8
um diese KLACKEN bei der base hinzukriegen heisst also das bassmic muss so nah wie möglich an das fell von INNEN?
oder kann ich es auch direkt am klöppel abnehmen?
Erstens: das Ding heisst Bassdrum, Bass wie Bass! Mit doppel-S und ohne e.
Um das Klacken hinzubekommen (um den sich bei Bassdrumsound 70% dreht, der Wumms ist bei einigermassen Fell einfach) muss du rumprobieren. Je nach Soundvorstellung ("click", Metallica like fetten "platsch") ist das vorgehen anders. Grundvoraussetzungen sind 1. ordentlich gestimmte Bassdrum, d.h. nicht so hoch. Drummer stimmen immer zu hoch, z.T. muss das Fell fast schlackern für "platsch", für mehr "click" legen kleben manche auch Plastikscheiben auf dei Felle. 2. Orgentliche Klöppel (auch hier experimentieren) runde Filzklöppel klingen dumpfer als flache hölzernen. 3. ein Drummer der ordentlich zutritt.

Bei zwei unterscheidlichen Drummern klingt eine Bassdrum bei gleicher Mikrofonierung und Einstellung manchmal von miess bis sehr gut.
Mikroposition ist abhängig von Mikro, Bassdrum und Soundvorstellung.
Als Standard sehe ich mal ein Bassdrum-Mikro wie D112, Beta52 etc. an.
Diese Mikros sehen nicht nur beeindruckend toll und optisch passend gross aus,
sondern sie haben einen für Bassdrum optimertierten (und gar nicht neutralen)
Frequenzgang. (Bassbetonung, wenig Mitten, hohe Mittenbetonung)
Also Ausgang würde ich die Mitte der Trommel vorschlagen, leicht seitlich bzw. wenn Resonanzfell mit Loch, dann am Loch. Oft klingt es am Loch nämlich schon gut und es erspart das herumgewürge in der Trommel durch das Loch...
Näher am Fell: mehr Platsch/Klick
Näher am Klöppel: mehr Klick
Weiter weg: mehr Bauch, voller, "grösser"
EQ: Als Anhaltspunkt:
Bassdrum:
Bei 300Hz - 500Hz rausdrehen. (ist fast imme notwendig)
Druck, Bässe bei 60Hz - 120Hz je nachdem
Klick, Platsch bei 2kHz - 8kHz (3kHz-6kHz)
Wenn nur einmal parametische Mitten, dann entscheiden ob
Mittenabsenkung oder Klickanhebung mehr bringt, Klick kann
auch durch Höhen-EQ verstärkt/gedämpft werden, allerdings
nicht so gezielt
Snare:
Druck bei 100Hz - 200Hz
"Snarige" bei 3kHz
Mitten bei 400Hz kann man auch leicht absenken
Toms:
Ähnlich wie Bassdrum nur ist hier der Druck bei
100Hz - 200Hz und der Mulm bei 300Hz - 500Hz, also etwas höher.
Der Anschlag ist auch bei 3-6kHz.
Ich weiss, Rezepte gibt es nicht, aber bei Rock-Trommel kommen obige Bearbeitungen fast immer so vor.
Am besten bei parametrischen EQ die Verstärkung voll auf und mit Frequenzregler in dem Bereich rumsuchen bis man die Frequenz gefunden hat. Am besten noch (die eventuell vorhandene Güte Q hochdrehen (schmalbandiger). Wenn Frequenz gefunden dann Gain und Q entsprechend einstellen. Vorallem beim Bassdrum-Klick und Snare und Tomschlag kann man so vorgehen.
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Antwort#9
Hi Flowa,
hast du mitgekriegt, dass ein Mikrofon besser als 1 cm am Bass-Drum-Fell eben *nicht* 1/2 cm am Fell ist!
So falsch denken meistens Anfänger.
Aus dem Posting von ThomasT geht dieser Sachverhalt nicht soooo deutlich hervor.
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Antwort#10
um diese KLACKEN bei der base hinzukriegen heisst also das bassmic muss so nah >wie möglich an das fell von INNEN?
oder kann ich es auch direkt am klöppel abnehmen?
danke schon mal
Flo
TESTEN TESTEN TESTEN und nicht unbedingt von unseren (Vor)Urteilen leiten lassen. Es sind nur Hilfestellungen wenn du Zeit hast nimm ein D112 und stelle es(besser bitte eine andere Person) einmal an verschiedenen Positionen und höhre einfach .... ACHTUNG jede Bassdrum bewegt sich im Laufe eines Konzertes einige cm nach Vorn (außer bei speziellen Verankerungen wie z.B. ein Drumteppich mit Laschen zur fixierung) --> also 1. Mic-stativ so positionieren dass es mit "wandert" 2. genügend Luft zwischen Schlägel und Mic lassen (sonnst hast du zwar den ultimatifen Klick aber nur für ein paar Schläge :):)) oder einfach ein beta 91 nehmen :)
Viel Spass beim Testen Benne
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