Verzögerung der Center-Mikrofons

Erstellt 9 Antworten10 Beiträge
Startbeitrag#1
Wir hatten hier das Thema von der eventuellen Verzögerung des Centermikrofons beim Decca-Dreieck (Decca-Tree).
Eine Verzögerung kannten natürlich die Ingenieure von Decca nicht und ich würde so etwas auch nicht machen wollen.
Das IRT hat gerade ein neues Dreier-Hauptmikrofon OCT-2 vorgeschlagen.
Darin wird das um 40 cm "vorwitzige" Center um 1 Millisekunde (!) ängstlich verzögert, damit das Mikrofon um 33 cm zeitlich zurückgesetzt wird.
Dann bleiben theoretisch noch 7 cm Vorlage übrig.
Es gibt eben nichts, was es nicht gibt.
Viele Grüße
ebs




OCT-2 mit Center-Verzögerung
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Antwort#2
Ich fürchte dass bis das IRT kein Hauptmikrofon ausgedacht hat, was mit Druckmikrofonen arbeitet, bleiben diese Vorschläge unrealistisch.
Gr.
Dirk
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Antwort#3
Ich habe das (also den alten Vorschlag, Verzögern wegen nötigerweise verstellter Mitte) inzwischen mal simuliert um eine bessere Übersicht über die sich wo ergebenden Phasenbeziehungen zu erhalten. Wie man sich denken kann, wirkt die Kompensation nur für geradlinig postiert Quellen so, wie berechnet. Eine um 1m nach hinten gestellte Stütze nimmt nur den von vorne kommenden Schall exakt 3ms später auf. Für die Schrägen ist es entsprechend weniger, daher wird zuviel kompensiert. Müsste / könnte man daher so verzögern, daß der zeitliche Schwerpunkt kompsensiert wird?
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Antwort#4
Du meinst, die reale Richtcharakteristik von Quelle und Mikrofon einrechnen, und das getrennt für Direkt- und Diffusschall?
Hm.
Grüße,
Sebastian Gabler
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Antwort#5
... getrennt für Direkt- und Diffusschall?
Wie das?
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Antwort#6
Sowas steckt da noch nicht drin- habe ich aber auch vor. Zunächst geht es nur um den Direktschall- Reflexionen werden noch nicht berücksichtigt. Ich habe das bisher mit einem Excelblatt gemacht, das für eine Matrix eines Klangkörpers die positionsabhängigen Pegel- und Laufzeitdifferenzen berechnet. (Zunächst für 2 Mikros in AB). Dann muss man sich nahand der Hörkurven die sich ergebenden Positionen auf der Stereobasis zusammenfriemeln,
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Antwort#7
.. das ist ja das Problem. Wahrscheinlich sind bei einer Orchesteraufnahme die Frühen Reflexionen sogar wichtiger als der Direktschall, (Klngfarbe, Raumeindruck...) und für die stimmt's hlat gar nicht mehr, wenn man anfängt zu verzögern...
Sebastian Gabler
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Antwort#8
Sengpiel und Griesinger sind auch der Meinung, dass das Verzögern der Stützmikrofone (und auch des Center-Mikrofons) nicht zur Stereoaufnahmetechnik gehört.
Da scheint von einigen irgend etwas nicht verstanden worden zu sein. Besonders, wenn zu wenig von dem zu stützenden Signal im Hauptmikrofon vorhanden ist. Warum sollte denn dieses Signal gegen das schlappe Signal im Hauptmikrofon verzögert werden?
Der größte Witz wäre bei einer Aufnahme mit Gesang und großem Orchester den "Pavarotti" zu verzögern. Wogegen denn?
Wir sind doch froh, wenn etwas in der Stütze zu früh kommt und damit mehr Biss hat und außerdem braucht man dann weniger Stütz-Zumischpegel.
Dafür bin ich doch dankbar.
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Antwort#9
Ja mei, kann ich da nur antworten, Du hast halt bei Sengpiel gut aufgepasst und quasi wortwörtlich wiedergegeben. Brav. Uli Vette und viele andere sind beim Thema Stützenverzögerung anderer Meinung. Ich denke, man kann das so oder so machen. Die "Stereoaufnahmetechnik" gibt es zum Glück nicht. Jeder darf so wie er es für richtig hält.
SG
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Antwort#10
*Die* Stereoaufnahmetechnik gibt es zum Glück nicht. Jeder darf so wie er es für richtig hält.
Ein fundamentaler richtiger Satz.
Dann packen wir es doch mal an und machen die Augen schön zu und die Ohren auf - woll?
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