informativer Link

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
hier ein Link zu den Skripten "Theorie der Tontechnik" von Jürg Jecklin für das Tonmeister-Studium Wien. Sehr informativ, durchaus auch für Fortgeschrittene. http://www.mdw.ac.at/I101/iea/tm/scripten.php?navId=5
Und hier http://www.mdw.ac.at/I101/iea/tm/download/zulassungTMwien.pdf ein Beispiel-Test für die schriftl. Aufnahmeprüfung des Tonmeisterstudiums Wien. Ich denke das das Niveau in etwa dem der deutschen Unis gleicht, also interessant für angehende Studenten die in etwa wissen wollen was bei der Prüfung verlangt wird.
Und wenn ich schon dabei bin, noch ein Artikel zu Jecklins neuer Surround-Aufnahmetechnik....:-) http://www.avguide.ch/index.cfm/show/page.view/uuid/38FEC5DA-8A11-97B0-40EA24BD8BAC07BE
Mit einem schnellen Laserdrucker und ein paar Kilo Papier macht der erste Link richtig Spass!
Grüsse, Michi
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Antwort#2
Stimmt, der erste Link macht Spaß. (auch ohne einen Laserdrucker und viel Papier)
Das erste Skript, das ich willkürlich heraus gepickt habe war "Aufnahmeleitung". Darin findet man folgende Zeile:
Kopfbezogene Mikrofonanordungen (ORTF, etc)
ORTF ist kopfbezogen??? Ich dachte es würde zu den raumbezogenen Mikrofonanordnungen gehören.
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Antwort#3
Hallo du Halbtonschritt 1.05946,
sicher gehört das ORTF-Mikrofonsystem zur Lautsprecher-Stereofonie und nicht zur "Binauralen Aufnahmetechnik".
Juri
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Antwort#4
Die ORTF-Mikrofonanordnung gehört zur Äquivalenzstereofonie oder auch zur gemischten Stereofonie (gemischt aus Laufzeit- und Pegeldifferenzen) für Lautsprecherwiedergabe und hat nichts mit der Kopfhörerwiedergabe zu tun.
Da wir alles immer mit unserem Kopf hören, ist das Wort "kopfbezogen" irgendwie wischi-waschi.
Ich höre Musik über Stereolautsprecher vor mir und gleichfalls auch über einen aufgesetzten Kopfhörer nur mit meinem Kopf und den Ohren dran - womit denn sonst. :-) Also was soll da der Ausdruck "kopfbezogen"?
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Antwort#5
Hallo,
habe mir mal den zweiten Link mit der Beispiel-Aufnahmeprüfung genauer angesehen. Da ich Musiker war und sogar einige Jahre in einem Orchester gespielt habe, habe ich da natürlich einige Vorteile, aber ob ich den Teil mit dem Gehör, den Harmonien, ... geschafft hätte? Wohl eher nicht. Der technische Teil hätte mir dann wieder weniger Probleme bereitet.
Weiß jemand zufällig auch noch, welchen Anteil der Fragen ungefähr zu beantworten sind, um noch aufgenommen zu werden?
Viele Grüße
Wolfgang
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Antwort#6
Hallo,
jetzt am Samstag, den 22. Januar ist ab 9.00 Uhr die schriftliche Zulassungsprüfung zum Studiengang "Diplom-Tonmeister"
für das Sommersemester 2005 an der Universität der Künste in Berlin (UdK).
Ort: Fasanenstraße 1B in Berlin-Charlottenburg - Nähe Bahnhof Zoo, Raum 322.
Um sich zu testen, kann man probeweise daran teilnehmen.
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Antwort#7
Jürg Jecklin hat die berühmte Scheibe 1982 ausgetüftel und meines Wissens eben NICHT als typische Variante zum Abhören über Kopfhörer.
Eines meiner ersten Tontechnik-Bücher war vor über 20 Jahren "Jecklin: Musikaufnahmen, 2. Auflage". Dort beschreibt der Pragmatiker Jecklin die ganz neue OSS-Technik als bessere Alternative zu den sonst üblichen Stereo-Verfahren ("Sie kann in den meisten Fällen ein Intensitäts-Stereomikrofon ersetzen ... das Klangbild ist sehr natürlich").
Die Scheibe hat laut diesem Buch einen Durchmesser von 30 cm , die beiden leicht nach außen gewinkelten Druckempfänger haben einen gegenseitigen Abstand von 16 cm. Interessanterweise hat die heutige Jecklin OSS-Scheibe laut Herrn Jecklin's Script (Version Mai 2003) einen Durchmesser von 35 cm, die Mikrofone sind parallel ausgerichtet und 36 cm voneinander entfernt.
Honi soit qui mal y pense.
ORTF bezeichnet er als "die gebräuchlichste One Point-Anordnung" und die beiden Blumlein-Mikros sind 30 cm voneinander entfernt.
Hm.
Klingen muss es halt ... ;-)



Recording
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Antwort#8
Hallo Uwe L,
"Jürg Jecklin hat die berühmte Scheibe 1982 ausgetüftelt und meines Wissens eben nicht als typische Variante zum Abhören über Kopfhörer."
Bisher ging es im Thread überhaupt nicht über das Thema "Scheibe".
Zur Klarstellung: Poster 1.05946 schrieb über die von Jecklin so seltsam bezeichnete "kopfbezogene" Mikrofonanordnung ORTF. Juri schrieb allein vom ORTF-Mikrofonsystem und auch Urs behandelte nur das ORTF-System für die Lautsprecherwiedergabe. Sicher wurde bei dem Wort "kopfbezogen" die Kopfhörer-Stereofonie (Binaurale Aufnahme) erwähnt, aber eben in der fraglichen Beziehung zum ORTF-System.
Jürg Jecklin beschrieb das damals neue Optimale Stereo System als bessere Alternative zu den sonst üblichen Stereo-Verfahren: "Sie kann in den meisten Fällen ein Intensitäts-Stereomikrofon ersetzen und das Klangbild ist sehr natürlich".
Die Zeit hat gezeigt, das dieses nicht ganz zutrifft und darum ist es wieder ruhig um die Scheibe geworden. Eine düsseldorfer Diplomarbeit (Hudelmayer) erforschte die hörbaren Kammfiltereffekte bei seitlichem Schalleinfall bei dieser Trennkörpermikrofonie.
Die neuen Surround-Sound-Klangbeispiele mit der OSIS 321 sind nicht überzeugend. Eine Image-Scheibe mit 35 cm Durchmesser und 2 Kugelmikrofonen DPA 4006 (black grid) zeigt nach vorne auf den Klangkörper und eine zusätzliche Superniere MKH60 mit verringertem Pegel erfasst die Mitte. Für die Raumsignale gibt es eine recht nah dabeistehende Space-Scheibe, die einen Durchmesser von 28 cm und zwei parallel nach hinten gerichtete Nieren hat.
Jecklin bedauert, dass es keine Nierenmikrofone mit Diffusfeldfrequenzgang gibt. Da muss er etwas falsch verstanden haben.
"ORTF bezeichnet er als "die gebräuchlichste One Point-Anordnung" und die beiden Blumlein-Mikros sind 30 cm voneinander entfernt.
Hm."
Ich schließe mich deinem "Hm" an.
Gruß
Noch ein Jens
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Antwort#9
Du hast Recht, es ging nicht wirklich um die Scheibe. Mir gingen aber diese Dinge (und Unstimmigkeiten) durch den Kopf, als ich den Beitrag las. Ich bitte um Nachsicht, falls ich damit OT war.
Mich wundert das alles (ORTF, Blumlein und ein paar andere Dinge) aber wirklich, weil Jürg Jecklin ja nicht "irgendwer" ist. Also: Warum kommt JJ zu diesen Äußerungen? Einige Dinge stehen schlicht im krassen Widerspruch zu anderen seriösen Statements.
Ich maße mir in keiner Weise an, die Themen voll durchdrungen zu haben und bitte deshalb um Aufklärung.
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Antwort#10
Mir ist aufgefallen dass auch einige Rechtschreibfehler in den Skripten vorkommen. Vielleicht war er beim Verfassen ein wenig im Stress und dadurch hudelig...;-)
Grüsse, Michi
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Antwort#11
Hallo UweL,
Jürg Jecklin ist ein Selfmademan und darum ist er ein sympatischer Mensch. Er ist ein "Macher" und er sagt immer locker, was er denkt und fühlt.
So gibt es zum Beispiel unhaltbare Aussagen in seinem Buch "Musikaufnahmen", Seite 43: "Der Pegel eines Stützmikrofons sollte allerdings mehr als 20 dB unter dem des OSS-Mikrofons liegen, da das Hauptmikrofon eindeutig dominieren muss."
Ein Stützmikrofon mit solch einem homöopathisch niedrigen Zumischpegel bringt nichts und kann vergessen werden. Solche Aussagen sollte man einfach übergehen.
Deinem Satz kann ich nur zustimmen: "Einige Dinge stehen schlicht im krassen Widerspruch zu anderen seriösen Statements."
Das ist eben so. Er bringt damit aber frischen Wind und neue Gedanken in die Aufnahmetechnik; auch wenn ich seine am Mikrofonort durch die Scheibe künstlich erzeugten Spektraldifferenzen (das sind dort nicht vorhandene Klangfarbenunterschiede) bei seitlichen Schallquellen klanglich nicht richtig empfinde.
Jovi
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Antwort#12
Denke dran, Jürg ist Schweizer. Da gibt es ein Spript und zwei "Skripten".
Seien wir einfach nachsichtig.
Eigentlich hoffe ich, dass seine Studenten ihn auf Tippfehler im Script hinweisen. Dem ist wohl nicht so.
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Antwort#13
Da gibt es ein "Script" und zwei "Skripten".
So schnell macht man selber Schreibfehler.
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Antwort#14
Die Scripte von Jürg Jecklin wimmeln von Fehlern - darum sehr aufpassen.
Nur mal als kleines offensichtliches Beispiel in "Grundlagen 1. Diplomprüfung":
http://www.mdw.ac.at/I101/iea/tm/scripts/jecklin/special/tts1diplomgrundlagen.pdf
steht unter Punkt 1.1. Dezibel:
Auch Spannungsverhältnisse lassen sich in dB angeben.
Leistung = Spannung im Quadrat mal Widerstand
Das ist leider falsch.
Da sollten zumindest die Wiener Studenten mal etwas korrigierend helfen.



Jürg Jecklin - Grundlagen 1. Diplomprüfung
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