Oktava vs Rode

Erstellt 37 Antworten38 Beiträge
Startbeitrag#1
Schönen guten Abend!
Hat jemand schon einmal ganz konkret die von DAS modifizierten Oktava MK 012 gegen die Rode NT 5 verglichen und könnte mir darüber berichten? Evtl. auch Eindrücke von den Mikros alleine?
Ich suche ein Stereopärchen in ungefähr dieser Preisklasse (bis ca. 450?) und habe hierzu eigentlich nur diese beiden (ernstzunehmenden) Kandidaten gefunden. Habe ich evtl. andere Hersteller übersehen?
Die Mikros sollten möglichst "Allrounder" sein. Ich möchte Sie aber auch mal als Hauptmikrofon für eine klassische Aufnahme ( z.B Klavier+Stimme ) nutzen können.
Wäre für Tipps und Erfahrungsberichte sehr dankbar!
Gruß!

Philipp
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Antwort#2
Zum Beispiel wäre da das Stereopärchen SE 1 Stereoset, Niere, matched zu empfehlen. Klingt erstaunlich gut...


SE 1 Stereo set
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Antwort#3
Hallo!

StudioProjects C4 dürfte auch in die Kategorie fallen die Du suchst.
Gruß
Sebastian
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Antwort#4
Ich habe drei Oktava MC012 (unmodifiziert) mit allen Kapseln (1x bei Thomann, 2x bei Ebay gekauft) und bin von der Preis/Leistung begeistert. Mir gefällt besonders die Hypernierenkapsel, aber auch Kugel und Niere sind sehr brauchbar. Ich verwende sie meist als Stützmikrofone, da ich auch 4x Neumann und 2x Schoeps habe, der qualitative Unterschied ist aber lange nicht so groß, wie die Preisdifferenz vermuten lässt. Auch Rauschen ist kein ernsthaftes Thema (18dBA vs. 17dBA bei Neumann KM84).
Beste Grüße
Hermann
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Antwort#5
Ich hab zwei SE2a, und bin mit der Qualität zufrieden. Haftet nur leider ein bisschen der Geruch eines "China-Herstellers" dran :-(
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Antwort#6
Hallo,
die Oktava hätten den grossen Vorteil eines Modularsystems (ohne Achter aber).
Einen Tip kann ich dir noch geben: Die MC012 bei Thomann sind recht günstig weil sie einzeln und unselektiert gekauft werden können.
Bei Digital-Audio-Service in Hamburg bieten sie nach einer Vorselektion gematchte Stereopärchen an bei denen auch der Preamp ausgetauscht wurde und dadurch ein verringertes Grundrauschen haben. Da kostet das Stereopärchen 379,- (einzeln 189,-).
Grüsse, Michi
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Antwort#7
Hi!
Vielen Dank erst mal für die Antworten!
Hab heute bezüglich der C4 mit den Leuten von Digital Audio Service telefoniert und um eine Einschätzung gebeten. Mir wurde gesagt, dass die C4 im Gegensatz zu den Oktava durch leichte Frequenzanhebung so um 11kHz moderner bzw. poppiger sein sollen. Das würde leider gegen die C4 sprechen, da die Mikros möglichst universell einsetzbar sein sollen.
Kann jemand diese Einschätzung bzgl. der C4 teilen oder hat jemand andere Erfahrung gemacht?
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Antwort#8
Die Auskunft von Marketingleuten "durch leichte Frequenzanhebung so um 11kHz klingt das Mikrofon moderner bzw. poppiger" ist doch lächerlich.
Da fehlt dann nur noch die "Glaubwürdigkeit" einer Aussage wie: "Die neuen Hochglanz-Mikrofone haben einen noch "druckvolleren" Sound.
Auch wenn das die Mehrzahl der Anwender sicher so unqualifiziert hören möchte.
Dann weiß man aber doch, dass die Aussage nichts wert ist.
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Antwort#9
Das sollte jetzt nicht falsch verstanden werden! Ich habe den Berater lediglich gefragt wo der Unterschied denn läge und er hat versucht, das (soweit dies überhaupt am Telefon möglich ist) möglichst plastisch darzustellen.
Er hat poppiger, bzw. moderner in diesem Zusammenhang im Übrigen keinesfalls positiv ausgelegt, sondern eher negativ!
Dass man im Endeffekt um eine Hörprobe nicht herumkommt ist selbstverständlich klar, aber ich denke, dass hier viele sehr viel mehr Erfahrung haben und mir einige Tipps geben können.
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Antwort#10
Was ist mit den Audio Technica Kleinmembranmikrofonen für ca 210 - 220 ? pro Srück?
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Antwort#11
Du meinst wohl die AT3031 (Niere) oder AT3032 (Kugel).
Sind zwar "nur" Elektret (wie auch DPA...) aber dafür klanglich wirklich
ganz vorne und ohne "Chinageruch". Klare Empfehlung!
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Antwort#12
Genau diese Mikrofone meinte ich.
Audio Technica ist zumindest ein seriöser Hersteller, der selber seit Jahren eigene Entwicklung betreibt und dessen Ergebnisse selbst von Firmen wie SCHOEPS beachtet werden.
Bei SE, Soundking, 797 (979?) Bejing Audio etc. habe ich meine Zweifel. Hinzu kommt die Frage nach Garantie und Service. Bei Läden wie Music Store kommen und gehen die verschiedenen Billighersteller, AT ist aber seit Jahren konstant in den Katalogen vertreten. Hatte der deutsche Vertrieb von SE nicht sogar seine Zusammenarbeit aufgekündigt ob der schwankenden Qualität?
Muß nicht immer billig sein, preiswert tut's auch.
Frage - auch an Rainer:
Unter dem aufgeführten Link findet man auch ein phantomgespeistes Röhrenmikrofon, wie es auch eines von Microtech Gefell gibt. Was sind das eigentlich für Röhren, die hier eingesetzt werden?
Selbst die AC701, die schon "sehr sparsam" ist, benötigt 0,4 Watt Heizleistung. Bei einer Stromaufnahme von 3 mA beim AT3060 Röhrenmikrofon steht nur eine Gesamtleistung von 0,114 Watt zur Verfügung.


Audio Technica Mikrofone 30er Serie
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Antwort#13
Unter dem unten genannten Link habe ich das AT4051 (Niere, "Echt-"Kondensator) gebraucht für 200 ? gefunden. Neu kostet das Mikrofon ca 500 ?.


Audio Technica AT4051 - gebraucht -
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Antwort#14
Vorsicht vor Phantomspeisungs-Röhrenmikrofonen!
Das Kondensator Röhrenmikrofom von Microtech Gefell
hat folgende angegebene Daten:
Betriebsspannung: 120 V
Anodenstrom: 1 mA
Heizspannung: 5,8 V
Heizstrom: 200 mA
Röhre (rausch- und klingarm) EF 86.
Da sieht man doch ganz klar: hier wird unbedingt ein kräftiges Spezial-Netzgerät gebraucht.
Das geht niemals über den dreipoligen XLR-Stecker mit einer schlappen 48 Volt Phantomspeisung.
Auch braucht man ein 7-kabliges Kabel mit 7-poligem Spezialstecker.
Das ist auch bei den DPA (B&K) Röhrenmikrofonen so!
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Antwort#15
Digital-Audio-Service in Hamburg bietet nach einer Vorselektion gematchte
Stereopärchen an bei denen auch der Preamp ausgetauscht wurde
Mich wundert dabei nur, daß die technischen Daten zwischen den PreAmps (Original/Austausch) so ähnlich sind. 300 Ohm Ausgangsimpendanz bei beiden Pres fide ich etwas merkwürdig. Mag sein, daß Oktava für die PreAmps in die Grabbelkiste greift und herausnimmt, was gerade da ist - angeblich soll es drei unterschiedliche Schaltungen geben. Wenn schon neuer Vorverstärker, dann hätte man auch an solchen Details arbeiten können.
Insbesondere, wenn Mikrofone auch mobil genutzt werden, sollten auch längere Kabelwege möglich sein. Bei derart hohen Impendanzen wird es schnell kritisch.
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Antwort#16
Da sieht man doch ganz klar: hier wird unbedingt ein kräftiges Spezial-Netzgerät gebraucht.
Auch braucht man ein 7-kabliges Kabel mit 7-poligem Spezialstecker.
"Spezial" ja, aber kräftig?
Die Leistungsaufnahme des aufgeführten Mikrofons liegt unter 1,5 Watt. (Was jedoch weit mehr Leistung ist, als die Phantomspeisung liefern kann.)
Das Problem ist die Stabilisierung der Anodenspannung. In vielen Netzteilen wird im Verhältnis zum Nutzstrom ein Vielfaches in der Regelung "verbraten", egal ob mit Zenerdiode(n), "schwimmenden" Längsreglern, Shuntreglern oder dem für kurze Zeit chicken - und heute nicht mehr hergestellten - VB408.
Ein Grund, weshalb die Netzteile für Röhrenmikrofone so "dick" sind, ist der Umstand, daß die Drähte der Sekundärwicklung für die Hochspannung bei der benötigten geringen Leistung zu dünn werden und damit zu leicht brechen, wenn der Trafo nicht unmäßig überdimensioniert wird.
Es gibt ein wesentlich gravierenderes Problem: Je nach Röhrenschaltung des Mikrofons fließen Störspannungen aus dem Netzteil - auch der Heizspannung -direkt in das Nutzsignal des Mikrofons ein. Die Kunst des Designs von solchen Netzteilen liegt darin, Störspannungen von nur wenigen µV zu erreichen. Nur mit einem 78xx/79xx sind diese Werte nicht erreichbar.
Es ginge auch mit nur 5-adrigen Kabeln:
Signal +
Signal -
Anode
Heizung
0 V
(Schirm, hier nicht als Ader mitgezählt)
PS: Welche Anbieter für Röhrenmikrofonkabel gibt es außer MOGAMI und SommerCable?
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Antwort#17
Hallo Juppy,
ich würde die Heispannung nicht einseitig mit 0 Volt verbinden, sondern immer separat führen. Die E-Röhren und die AC701 sind alle indirekt geheizt.
Störspannungen die über den Netztrafo kommen, können schon durch die Konstruktion des Trafos gemindert werden, indem man ihm eine Schirmwicklung aus Cu-Folie zwischen Primär- und Sekundärwicklung verpaßt (habe selbst mal in einer Transformatorenfabrik als "Stift" gelernt und auch später bis zum Studium noch eine gewisse Zeit). Und natürlich ein HF-Filter vor den Netztrafo.
Die Anodenspannung z.B. für eine AC701 könnte man noch über einen Gleichspannungswandler aus der Phantomspeisung gewinnen, nur bei der Heizung geht das dann nicht mehr, da reicht die Leistung des Phantoms nicht mehr aus.
MfG
Rainer
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Antwort#18
Hallo Jupp,
ich denke, Du hast die Angaben der Microtech-Mikrofone M990 bzw. UM92.1 gepostet. Bei diesen Mikrofonen wird ein koventionelles Netzgerät benötigt!
Juppy hat aber vermutlich das UM900 gemeint, das tatsächlich mit 48V-Phantomspeisung mit einer Stromaufnahme von 4 mA betrieben wird lt. Prospektangaben.
Dort steht auch, daß eine "Subminiaturröhre" verwendet wird.
Gruß Rolf
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Antwort#19
... so wie beim AT3060. Feine Sache mit Standard-Kabel, gutes Mikrophon!


Recording
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Antwort#20
Tach!
Es gibt kein "konventionelles" Netzgerät für Röhrenmikrofone.
Es gibt auch keine Norm für den Stecker und die Kontaktbelegung
zwischen Netzgerät und Mikrofon. Jede Firma hat ihre private Hausnorm.
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