@ hafi69 wegen Gs3 ... M3500ér sym / asym D-Outs

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Chr. (und alle die was sagen wollen)
Also ich habe mich ein bisschen schlau gemacht über das Tascam m3500 und finde es von den Möglichkeiten echt voll O.K. für meine Zwecke, nur eine Sache stört mich das die D-Out (Gruppen ...) asym (-10 dBu) ausgeführt sind. Ich habe mein ganzes Equipment momentan auf +4 bBu ausgerichtet weil man da meiner Meinung nach weniger Probleme mit Einstreuungen hat.
Also nun meine Frage was bringt es mir wirklich das Multicore vom Mixer zum Wandler sym oder asym auszulegen (ca. 4-5m am Computer vorbei)? Habe ich da vielleicht Probleme mit Einstreuungen? (Verluste dürften ja bei diesen Längen nicht so gravierend sein.
Danke Ben
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Antwort#2
Ja, das ist gravierend.
Du hast nämlich nicht die Möglichkeit, aufgrund von Brummschleifen die Erdung einseitig zu kappen.
Und Du solltest Dir mal anhören, wie hoch die Einstreuungen von Billignetzteil (z.b. von TFT-Schirmen) bereits auf 0,7m unsymm. Kabel sind.
Wenn die Option auf symmetrisch besteht: IMMER wählen (ausnahmslos). Spätestens in einem halben Jahr wirst Du Dein unsymm. Multicore wegwerfen und nochmal ein symm. machen (müssen).
Grüße,
Hermann
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Antwort#3
Hallo Ben,
naja, natürlich ist eine symetrische Verkabelung immer vorzuziehen, allerdings
wird bei einer Kabellänge von 4-5m auch eine unsymetrische Verbindung problemlos funktionieren. Das mit dem Pegel könnte da schon eher ein Problem werden, allerdings hast Du ja noch Spiel mit den Kanalfadern. Hatte damals meine ADATS über die symet. +4dbU Verbindungen an dem Pult laufen und es gabe keine Probleme. Wobei ich damals noch davon ausging, das das symetrische +4dbU Buchsen seien...
Am Samstag machte ich einen Livemitschnitt mit einem gestellten, uraltem Sountracks MXR, auch das war vermutlich unsymetrisch und -10db Pegelich, aber der HD 24 bekam genug Pegel, wenn auch ein bißchen mehr nicht geschadet hätte ;-)
Also, in der Praxis lässt sich damit gut leben, theoretisch vielleicht weniger.
Grüße,
Christopher
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Antwort#4
Wie gesagt, Theorie und Praxis können sich immens unterscheiden!
Wobei bei hochdynamischen Klassikaufnahmen die Sache sicher etwas anders aussehen könnte. Aber Unsymetrisch heißt nicht automatisch schlechter bei dieser kurzen, hochpegeligen Anwendung, gute Kabel und ordentliche Masseführung vorausgesetzt.
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Antwort#5
Im Prinzip kenne ich das Pult nicht. Deshalb blauäugig der Vorschlag, das Pult nachzurüsten:
Funk Tonstudiotechnik in Berlin bietet hervorragende und dabei preiswerte Modele an,
die zwischen sym. und unsym. Verbindungen mit Pegelanpassung wandeln. Sofern ausreichend
Platz im Pult ist, könnte man ggf nachrüsten. Dabei gibt es eine Karte mit 8 Kanälen, die
über DSUB-Stecker verbunden wird. In Zusammenhang mit TASCAM-Recordern die einfachste
Lösung, zu der auch einige andere Geräte kompatibel sind.
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Antwort#6
Danke für den Tipp doch lider finde ich in nicht realistisch umsetzbar. (Pultwert ca 1000? 8-fach Symmetrierverstärker ca 300? 3-4 stg werden benötigt --> 900-1200? ist etwa der Pultwert)
Benne
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Antwort#7
Preiswertere Alternative wäre - wenn Du es selber machen könntest - eine Aufrüstung mit sym. Ausgangsstufen, die mit nur einem IC SSM2142 und wenig zusätzlichen Bauteilen aufgebaut sind.
(Wobei der SSM2142 und seine Ersatztypen nur 6 dB Verstärkung bringes - dies könntest Du als Deine Aussteuerreserve betrachten. Allerdings verschenkst Du dann einige dB Rauschabstand.)
Noch billiger könnte es mit einem DoppelOpAmp werden, wenn einer als Puffer und der zweite als Inverter geschaltet wird.
Allerdings sollte man dazu Platinen herstellen und bestücken können. Dazu gehört aber auch das Wissen, welche Details beim Schaltungslayout zu beachten sind.
Sofern im Pult genügend Platz ist, müße man die gesamte Schaltung für einen sym. Ausgang sogar mit der XLR-Buchse auf einer kleinen Platine unter bekommen.
Hast Du schon mal ausgerechnet, was allein die XLR-Buchsen kosten? Ich schätze, daß Du sogar mit im Selbstbau mit "Billig"bauteilen auf 5 ? pro Kanal kommen wirst.
Letztlich würde ich mich lieber nach einem anderen Pult umsehen.
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Antwort#8
also, ich will ja nicht unken....
aber wir haben mal vor etlichen Jahren ein M3500 mit den Tascamschen Symmetrier-Platinen vom zugereisten Techniker (!) nachrüsten lassen. (Weil wir mit verschiedenen Maschinen immer umständlich umpegeln mussten...)
....und naja....
der Techniker musste nach zwei Tagen wieder kommen und den ganzen Mist wieder ausbauen. Die ganze Chose war definitiv anfälliger geworden und rauschte erstaunlich deutlich.
kann man nicht empfehlen, diesen Umbau.
mit dem ssm2142 hab ich schon diverse Sachen symmetriert, das gab noch nie Ärger..
grüße
Opi
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Antwort#9
""Unsymetrisch heißt nicht automatisch schlechter bei dieser kurzen, hochpegeligen Anwendung, gute Kabel und ordentliche Masseführung vorausgesetzt""

Hast Du schon mal Messungen von symmetrischen und unsymmetrischen Leitungen gemacht bei korrekter Masseführung und hochpegeligen Quellen? Ich habe es erlebt bei einer Regieanlage wo sowohl hochpegelige Quellen als auch korrekte Masseführung als auch hochwertige Kabel vorlag UND die unsymmetrische Verbindung NUR 50 cm betrug! Ergebnis: wesentlich schlechtere Störabstände als bei gleichwertiger symmetrischer Signalfürhrung und wurde so vom Kunden (einer ARD-Rfk-Anstalt) nicht abgenommen. Wir haben den ganzen unsymmetrischen Mist wieder rausgeschmissen und durch symmetrische Quellen und Senken sowie entsprchende Leitungen ersetzt und siehe da, der erreichte Störabstand war wie gewohnt innerhalb der Spezifikationen.
Aussage unseres Chefs: Mache nie wieder etwas unsymmetrisches!

MfG
Rainer
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Antwort#10
Hallo Rainer,
ist mir schon klar das eine ARD-Rundfunkanstalt sich nicht mit Unsymetrie abfindet. Fraglich, warum ihr das überhaupt versucht habt (oder ging es wirklich nur um 50cm...?).
Aber im vorliegenden Fall geht es doch eindeutig um semiprofessionelle Technik, und vermutlich noch nichtmal um den klassischen Bereich. Das leite ich ganz einfach von der Auswahl eines Pultes in der unteren Preisklasse ab - ich denke das ist logisch. Und in diesem Segment ist es gang & gebe, unsymetrische Leitungen anzuwenden. Als Beispiel: Die meisten 1/2" - 1" Multitrackmaschinen von Fostex und Tascam hatten Cinch-Anschlüsse! Ebenso Unsymetrisch wurden die meisten ADAT-Recorder angefahren. Und zu dieser Zeit war das Tascam 3500 ein herausragrendes Pult, Symetrie hin oder her. Auch stehen in großen Studios immer noch Geräte wie das PCM70 - trotz Unsymetrie. Rein meßtechnisch magst Du recht haben, in der Praxis eines kleines Studios mag es Wichtigeres geben als wenige dB mehr Störabstand,
erst recht im Low-Budget-Bereich, sprich wenn das Pult gar nicht erst viel hergibt.
Gruß,
Christopher
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Antwort#11
Was sind denn nun die Vor und nachteile von einer sym Verkabelung
- Rauschabstand
- wenniger Störgeraüsche durch Auslöschung
- Höhenverluste bei längeren Längen
so mehr fällt mir nicht ein kann (weis ich noch nicht) kann mir einer noch mehr sagen?
welches Pult währe den jetzt mit dem M35000 (3700) vergleichbar bei komplett sym Aufbau (Preise ca?)
Danke Benne
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Antwort#12
Das beliebte Thema: "Symmetrisch oder unsymmetrisch"
Da kommt immer der Satz: Bei kurzen Verbindungskabeln ergibt sich kein nennenswerter Vorteil, ohne zu erklären, was nennenswert bedeutet, wie z.B. hier:
http://www.hifiaktiv.at/diverses/symmetrisch+unsymmetrisch.htm
http://www.hifiaktiv.at/diverses/haeufig_gestellte_fragen.htm
Wenn man ergänzen würde: bei Line Level oder Hochpegel könnte man dem vorsichtig zustimmen; bei niedrigen Mikrofonpegeln aber bestimmt nicht.
Sehr gute Erklärung:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-42-58.html


Symmetrisch oder unsymmetrisch
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