Wo kann man Tontechnik studieren???

Erstellt 50 Antworten51 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo allerseits!
Im Prinzip habe ich nur die Frage, ob mir jemand sagen kann an welchen Unis man Tontechnik studieren kann und wieso ich jetzt schon mehrmals gehört habe, dass das schlecht sein soll an einer staatlichen Uni diesen Studiengang zu machen.
Und diese privaten Lehrgänge, wieviel kosten die im Schnitt?
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Antwort#2
Hi,
das SAE ist wohl die bekannteste Private_Ausbildungs"anstalt" für den Beruf des Audio_Engineer.
Ich hatte auch drüber nachgedacht den Studiengang Audio_Engineer zu belegen, wurde aber in fast jedem Forum ( auffallend oft auch von SAE Absolventen ) davor gewarnt, da es wirklich sch... teuer ( bis zum Abschluss ca. 20-30.000 Euro ) und staatlich NICHT! anerkannt ist.
Ausserdem wird der Abschluss von vielen Arbeitgebern ( Tonstudios, Veranstaltungsfirmen ) nur mit einem müden lächeln wahrgenommen.
Mein Tipp:
--- Informiere Dich gut und überleg es Dir dreimal, bevor Du Dein Geld in ein Privates Studium investierst.
--- Überleg Dir ob Du nicht lieber eine Ausbildung als "Fachkraft für Veranstaltungstechnik" machst und Dich auf PA-/Tontechnik speziallisierst ( und es gibt auch noch Geld dafür und ist staatlich anerkannt !!! )
Über die Preise eines privaten Studiums kannst Du Dich am Beispiel des SAEs unter http://www.sae.edu/de/content/prospekt.php informieren.
Wenn Du Deine Adresse eingegeben hast und das gratis Info-Material bestellt hast, kannst Du Dir auf der nächsten Seite ( die sich nur dann öffnet ) das Info-Material auch als pdf downloaden.
Beste Grüsse und viel Glück,
frankki
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Antwort#3
Detmold, Berlin, Düsseldorf.
Von der Abschlußqualifikation die beste Ausbildung, dafür Aufnahmeprüfungen so schwer
wie zu einem Musikstudium "Hochschulklasse" mit Abschlußziel Konzertexamen. Ohne etliche
Jahre Instrumentalunterricht (Klavier oder Soloinstrument + Klavier), Gehörbildung,
Harmonielehre etc. nicht zu schaffen.
Das Berufsbild des "Tontechnikers" gibt es nicht (mehr), deshalb ist er nicht anerkannt,
folglich haben SAE-Absolventen einen Abschluß, der sein Geld nicht wert ist.
Alternative wäre die Ausbildung zum Veranstaltungstechniker mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
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Antwort#4
Hanna: Was ich jetzt schon mehrmals gehört habe, dass das schlecht sein soll an einer staatlichen Uni diesen Studiengang zu machen.

Komisch, das habe ich noch nie gehört. Das betraf immer eher die auf Geld und Kommerz ausgerichteten privaten Tonbastel- und Klinkenstecker-Schulen.
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Antwort#5
Auf der Seite vom Verband Deutscher Tonmeister gibt es Hinweise für ein anständiges "staatliches" Studium:
http://www.tonmeister.de/vdt/modules.php?name=WebEditorContent&file=content/aus_und_fortbildung/studium
Auch sind gerade Studiengänge in der Entwicklung, wie den "Bachelor Degree at the University of Fine Arts".
Einen nicht anerkannten Audio Engineer kann man zur Not immer noch machen, wenn alles andere nicht klappt.


Hier kann man 'Tontechnik' studieren
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Antwort#6
Geht auch in Österreich.
Klassische Tonmeisterausbildung an der Kunstuni Wien.
SAE in Wien.
Toningenieur in Graz. Das mach ich. Ist eher technisch, zumal ein Großteil an der Technischen Uni stattfindet, zusammen mit den E-Technikern. Die Musikalische Ausbildung läuft parallel dazu an der Kunstuni Graz.
Näheres im Netz.
Vieler meiner Studienkollegen kommen aus Deutschland, da hier in Graz die Aufnahmebedingungen und die Aufnahmeprüfung nicht allzu schwer sind.
Nachteil: hier gibts Studiengebüren.. 370 Euro im Semester.
Mank
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Antwort#7
"...., wie das "Bachelor Degree at the University of Fine Arts"."
Oh, great, funny, we like that.
Es fasziniert immer wieder, über welch' albernes Gesabbel jene doch wohl deutschsprachigen Institute ihre Uraltideen pseudo-runderneuert verkaufen wollen, gibt der Halbamerikaner
Hans-Joachim
kopfschüttelnd zu bedenken. Worauf sollen wir noch hereinfallen?
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Antwort#8
Moin...
Man mag ja vom Bachelor, von manchen als "Schmalspurdiplom" bezeichnet, halten, was man will, aber in einem zunehmend auch internationalisierten Arbeitsmarkt um Vergleichbarkeit der Abschlüsse bemüht zu sein, halte ich nicht unbedingt für einen Fehler. Jedenfalls nicht, solange "alte" höherqualifizierende Studiengänge nicht geopfert werden.
BTW: Die Einführung von BA und MA und deren angloamerikaische Benennung ist teilweise staatlich verordnet, und insofern nicht zwingend der Hochschule anzulasten.
Jens
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Antwort#9
Es sind wirklich alle deutschen Universitäten und Hochschulen gehalten, das Studium mit Batchelor- and Master-Degree voranzutreiben. Natürlich soll dabei noch Geld gespart werden, es dürfen dazu keine Lehrkräfte zusätzlich eingestellt werden. Das muss nebenbei eben einfach noch mitgemacht werden.
Vielleicht kann man noch Computer als Kräfte dazu beschaffen.
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Antwort#10
Oder man stellt einfach alles auf Massenlehrveranstaltungen (1000 und mehr Studenten im Audimax, Vorlesungen in Kinosälen) um, richtet eine Internet-Lernplattform ein, und die Prüfungen werden in großen Locations wie der Stadthalle per Multiple Choice (computer-auswertbar) abgenommen.
Albtraum? Nein, noch schlimmer: Realität.....
weitere Informationen: www.wu-wien.ac.at
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#11
Die europäischen Kultusminister haben in Bologna und Berlin beschlossen, die Studienbedingungen in Europa bis 2010 zu harmonisieren. Um diesen strukturellen Kraftakt zu unterstützen, hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ein Förderprogramm ausgeschrieben. Die jetzt ausgewählten Hochschulen werden zwei Jahre lang vor Ort von je einem Experten bei dem Reformprozess aktiv begleitet.
Hier geht es schon kräftig los mit dem Bachelor, denn man will Förderungsmittel bekommen:
http://bak-information.ub.tu-berlin.de/berlin_links/studium.html
Und hier in Düsseldorf kann man den Bachelor machen:
http://www.verwaltung.uni-duesseldorf.de/abteilung42/study-guide/subjects_faculties_degrees.html
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Antwort#12
Ich war vergangenen Sonntag in der SAE in Zürich (Tag der offenen Tür) und einfach mal neugierig, was da läuft, wer da hinkommt und mit was die so arbeiten.
Es gab dann Präsentationen zu den einzelnen 'Studiengängen' und jetzt hab ich mal ein konkreteres Bild von dem Laden. Mein Eindruck: Die Volkshochschule der Medienbranche. Leider an meinem Bedürfnis vorbei, denn ich hätte einfach nur ganz gerne mehr Praxis in ProTools und eine fundierte Weiterbildung in Copyright&Co. Die theoretischen Grundlagen hat mir bereits (auch teuer) der Staat an der Uni vermittelt. Schade, dass man nicht einfach nur einen einzelnen Kurs 'kaufen' kann...
So wie die anderen Interessenten aussahen, kamen die grad aus dem Übungskeller ihrer Band und haben den Begriff dB vermutlich irgendwo schonmal gehört und das ist im allgemeinen vermutlich auch die SAE Klientel.
Beeindruckend waren allerdings ein paar gezeigte Abschluss-DVDs der Filmleute, die aber fast ausnahmslos alle in Zürich auf die HDK gegangen sind und nicht in einen Job.
Wie mit den Jobhoffnungen der jungen Leute gespielt wird, finde ich schamlos und dass es besch... eiden aussieht hat da natürlich niemand so direkt gesagt.
Mein persönliches Fazit: Es ist nicht so, dass man dort nichts lernt. Aber besser die 30'000Fr in gutes Equipment stecken und sich statt SAE-Studium lieber viel Zeit für die Bedienungsanleitungen nehmen. Ein paar Bücher kaufen und vielleicht noch im Internet in diversen den Userforen herumhängen, davon hat man mehr. Wer einen Job in der Branche sucht, bekommt diesen eher durch Connections und Referenzen, als mit einem SAE-Schein. Da stimmt Preis/Leistung einfach nicht.
So. Das war jetzt mein ganz subjektiver Eindruck von dieser Info-Veranstaltung vergangenen Sonntag, vielleicht gibts ja andere Meinungen?
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Antwort#13
moin
...und die Prüfungen werden in großen Locations wie der Stadthalle per Multiple Choice (computer-auswertbar) abgenommen.
in den usa gibt es gerade superbillig ausrangierte lochkartensysteme ;)
grüße
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Antwort#14
Hallo Jens,
ich halte von dem BA und MA auch nichts. Nach wie vor gilt der/das gute alte deutsche "Diplom-xxxx" noch etwas. Man sollte nämlich nicht vergessen, daß der BA und MA in England und in USA ganz was anderes sind als hier in Europa vorgesehen ist. Das wurde uns hier auf unserer Hochschule auch schon erzählt und daß man in Amerika bereits wieder darüber nachdenkt, den alten "Diplom-xxxx" wieder einzuführen.
Bin mal gespannt, ob man im Jahre 2020 und darüber wieder anfängt den ganzen BA und MA-Mist wieder abzuschaffen und das gute alte "Diplom" wieder einführt. Denn bekanntlich kommt ja das was in Amerika propagiert/praktiziert/exportiert wird, mit einer Zeiverschiebung von 5...10 Jahren auch zu uns.
Die Ausbildung zum BA und/oder MA ist für meine Begriffe nichts halbes und nichts ganzes.
Wer spricht z.B. heute noch von der "Mengenlehre" die man vor in den 70-ern in den Schulen eingeführt hat? Heute ist sie längst in Vergessenheit geraten.
Unser ganzes Schul- und Hochschulwesen ist seit dem 2. WK ein einziges Experimentierlabor der Politiker Bürokraten, so jedenfall sehe ich das.

MfG
Rainer
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Antwort#15
Die sind aber nicht zuverlässig, da kannst passieren dass du was angekreuzt hast, was du gar nicht angekreuzt hast.
Softwarepatente ist ein gutes Thema.
Ich hätte mir folgenden Code patentieren lassen sollen.
void countVotes(const Vote& v){
if (votesBush
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Antwort#16
Hallo Hanna,
bin selbst an der SAE und kann frankki nun wirklich nur vehement widersprechen.
Punkt 1: Die Kosten meiner Ausbildung bis zum Audio Engineer würden 8590 ? betragen...ich habe allerdings 13550? schon berappt für das Studium zum Bachelor...darin enthalten ist der Audio Engineer und der Bachelor...siehe Prospekt...
Punkt 2: staatlich anerkannte Fachkraft klingt zwar cool - aber: dir muss im Klaren sein, dass dein Ausbildungsniveau super stark davon abhängt, wer da dein Ausbildungsbetrieb ist...das bedeutet auch, Du wirst dort zu dem ausgebildet, was der Veranstalter am meisten macht(vor allem aber hat das mit Audiotechnik nur am Rande zu tun)...geniesst im Gegensatz aber keine fachlich breit gefächerte Ausbildung, die Dir später den Einstieg in ein viel breiteres Spektrum an Jobs ermöglicht!
Punkt 3: staatliche Anerkennung/Jobaussichten: tatsächlich werde ich mit meinem Audio Engineer Diploma keine staatliche Anerkennung ernten...dafür aber mit Sicherheit die Anerkennung der Industrie...wenn ich alleine an unser schwarzes Brett kucke, an dem wirklich viele Jobangebote aushängen die ausdrücklich SAE-Absolventen suchen kann ich auch in diesem Punkt frankki nur widersprechen. Dazu lohnt sich vielleicht auch ein Blick auf die Seite des Ehemaligenvereins der SAE : www.sae-alumni.org (speziell die "Hall of Fame"!!!)
Punkt 4: eines hat frankki noch vergessen zu erwähnen: man kann sich an der SAE super weiterbilden, d.h. ich kann (und werde) noch zu akademischen Würden gelangen und den Bachelor of Arts (Honours) Recording Arts machen...später sogar den Master of Creative Media Practise...und die sind dann sogar staatlich anerkannt...weltweit!!!
Ich kann mich frankki in einem Punkt anschliessen und dir empfehlen das Infomaterial zu bestellen und einen Tag der offenen Tür zu besuchen...Termine findet man auf der Homepage...
Viel Spaß,
Michael
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Antwort#17
Ich hatte mit vor ein paar Jahren das Kölner Institut angeschaut.
Davon ausgehend, daß "Tontechnik" viel mit Musik zu tun hat, folgende Anmerkungen:
Laut Lehrplan wird die Aufnahme verschiedener Instrumente vermittelt.
Ich habe in dem Kölner Institut nicht ein Klavier - geschweige denn Flügel - gefunden.
(Aber in einer Büroetage kann man eh keine Kammermusikaufnahme machen.)
Instrumentenkunde habe ich auf dem Lehrplan nicht gefunden.
Was ist mit einer musikalischen Grundausbildung?
Bei der SAE kann (konnte) man sogar ohne ein Indtrument spielen zu müssen, aufgenommen werden.
Mein Eindruck von der Schule war, daß man lediglich lernt, an welchem Gerät welche Knöpfe
was bewirken können.
Für meine Tätigkeit - E-Musikproduktionen - geht die SAE-Azusbildung völlig an der Praxis vorbei.
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Antwort#18
"dafür aber mit Sicherheit die Anerkennung der Industrie..."
ja - man kommt für die meisten Jobs nichtmal auf die Shortlist wenn SAE im Lebenslauf steht. SAE Absolventen? Dann doch lieber Autodidakten.
Prinzipiell in dieser wie in jeder anderen Branche: WEnn jemand gut und motiviert ist, wird er seinen Weg machen. Und daran ändert kein Titel und/oder Diplom etwas.
Wenn jemand schlecht ist, würde ihm auch ein Diplom aus Detmold nicht helfen. Früher oder später wird er erkannt und ausgesiebt.
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Antwort#20
" Nach bestandener Abschlussprüfung erhält der Absolvent das Tone-art Diplom."
wie niedlich....
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