Welches Mischpult Tascam oder Mackie?

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi,
nachdem mein Fostex 8-Spur Digital-Pult seinen Geist aufgegeben hat, bin ich am überlegen mir wieder ein analoges Mischpult zu holen. Gebraucht hab ich jetzt schon gesehen, das z.B. ein Mackie 8 Bus fast teurer gehandelt wird als ein "großes" Tascam vom Typ M 2500 - M 3500. Fragt sich bloss welches qualitativ besser ist? aufnehmen werde ich sowohl mit meiner Tascam TSR 8 Bandmaschine als auch mit meinem ADAT Fostex RD 8. Was sagt ihr dazu?
mfg
Jürgen
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Antwort#2
Hi,
m.E. sind beide keine grandiosen Mischpultentwuerfe. Ich habe selber keine wirklich guten Erfahrungen gemacht mit den Tascam Analogpulten, sowohl Vorverstaerker als Filter sind nicht berauschend (dafuer aber rauschend... :-) ).
Die Mackie 8-Bus Serie ist ja schon recht alt, und die Preamps wurden meines Wissens nicht an die neueren VLZ-pro X angepasst. Dennoch wuerde ich eher ein solches nehmen als ein Tascam.
Gibt es denn nicht guenstigere Loesungen fuer Deinen Zweck? I.A. sind die Pulte in der von Dir angestrebten Preisklasse alle recht ordentlich heutzutage. Auch wenn manche anderer Meinung sind: schaue doch auch mal bei den Behringers vorbei.
Dirk
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Antwort#3
..dehm kann ich nur zustimmen, da auch alle tascam pult die ich besaß rauschten wie wasserfall, klangen aber nicht schlecht.. z.B. das m2524 oder 3000...

gruuhs

dB
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Antwort#4
Hallo!
Welches analog-Pult rauscht dann weniger oder gar nicht?

mfg
J.Bohl
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Antwort#5
Das analoge Mischpult Studer 960/961.


Analoges Mischpult: Studer 960/961
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Antwort#6
Hallo
ich meinte in der Preisklasse der beiden anderen... aber da wirds wohl keine geben. Für mich wäre das fehlende Rauschen der einzige Vorteil eines Digital Pults.
mfg
J.Bohl
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Antwort#7
Bei digitalen Mischpulten ist der Gewinn der Hersteller viel größer.
Schlechte analoge Mischgpulte rauschen immer stark, aber dafür klingen sie "wärmer".
Das ist ein psychoakustischer Effekt.
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Antwort#9
subjektiver Klangeindruck und Psychoakustik sind aber zwei paar Schuhe, oder etwa nicht?? :))
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Antwort#10
Subjektiver Klangeindruck und Psychoakustik sind *ein* paar Schuhe.
Die Psychoakustik versucht aus dem subjektiven Klangeindruck vieler Probanden Gestzmäßigkeiten abzuleiten. Siehe Kurven gleicher Lautstärkepegel.


Kurven gleicher Lautstärkepegel
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Antwort#11
Hi!
Ich benutze seit Jahren Mackie - Pulte und bin damit mehr als zufrieden. Meiner Meinung nach ist der Rauschpegel bei den Mackie 8-Bus und VLZ-Pro Mischpulten zu vernachlässigen. Man kann sehr gut damit arbeiten. Desweiteren sind alle Ein- und Ausgänge (Ausnahme Inserts) symetrisch. Allerdings weiß ich nicht, wie es bei den Tascam -Pulten aussieht. Ich habe ein M-50 aber da sind alle Anschlüsse als Chinch ausgeführt.
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Antwort#12
hmm, schon... ich wollte eher darauf hinaus, dass 'Geschmacksfragen', vielleicht eher in die Psychologie anstatt in die Psychoakustik gehören.
z.B. die Aussage 'Analog klingt warm' lässt sich rein Messtechnisch nachvollziehen. (siehe Harmonische- oder Intermodulationsverzerrungen). Aber vielleicht gibt es ja ein Modell in der Psychoakustik, dass die 'Angenehmheit' rein analoger Signalverarbeitung beschreibt. So betrachtet gehört das Thema natürlich auch in die Psychoakustik.
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Antwort#13
Das ist Psychoakustik: Man hat eine digital auf CD aufgenommene Symphonie genommen und diese mit ganz leichtem Plattenknistern hinterlegt.
Dann wurden auf einer Tonmeistertagung die Zuhörer befragt, wie sie diese verschiedenen Aufnahmen aus unterschiedlichen Zeiten gefühlsmäßig empfinden
Jetzt kommt das Seltsame: Die "alte" knistige und rauschende Aufnahme strahlt mehr Ruhe aus, klingt wärmer und runder. Der Dirigent war besser drauf und die Musiker auch. u.s.w.
Die neue Aufnahme klingt kalt, ist unruhig und gehetzt im Tempo, klingt oberflächlich - war eben nicht beseelt.
Dieses soll nun nicht zu dem Schluss führen: Leute kauft billige rauschende Mischpulte, dann klingt alles "wärmer" und wird für besser empfunden.
Rauschende Mischpulte sind ätzend.
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Antwort#14
ja aber man muss da strikt Psychoakustik und Psychologie auseinanderhalten. In der P.ak. interessiert mehr die Physik, die diesem Phänomen zugrunde liegt.
Ich erwarte übrigens, dass in Zukunft nur noch mit leichtem Vinylrauschen gemastert wird, das beschert der am Boden liegenden Musikindustrie wieder ungeahnte Umsätze... Warum macht das eigentlich keiner, wenns doch angeblich besser sein soll? :))


wikipedia: Psychoakustik
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Antwort#15
Hallo Jürgen,
bei der Wahl zwischen Tascam und Mackie, würde ich ein Mackie-Pult nehmen. Die Tascam Analogpulte sind unterste Schublade. In der Preisklasse des Mackie Pultes kannst Du ja auch mal nach Allen&Heath und vor allem Soundcraft schauen. Die bauen noch sehr gute Analogpulte, die halbwegs bezahlbar sind. Ich weiß gar nicht, ob es die kleinen hier schon erwähnten Studerpulte noch gibt. Die sind natürlich absolute Spitzenklasse und über jeden Zweifel erhaben. Der Preis ist dann aber doch in einer ganz anderen Klasse....
Gruß
Markus P.
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