'the ear capsule'

Erstellt 10 Antworten11 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
gestern auf der ProLight&Sound/Musikmesse gabs neben all den asiatischen Karaoke-Mikrofonen auch noch andere Kuriositäten zu sehen. Am Stand der Estnischen Firma 'Violet-Design' (http://www.violet-design.com) macht man grosse Augen beim Anblick der grossen Mikrofonkapseln...
Generell würde ich sagen, diese Mikrofone decken den überbewerteten 'Vintage'-Markt ab und ich find es mutig, in welche Richtung da so manche Firmen gehen. Dass sowas nicht immer die richtige Richtung sein muss, zeigt sicher die Physik, aber Mikrofone sind schliesslich dazu da, um eine eigenständige Klangvorstellung zu realisieren und wem es gefällt - na bitte (mir sicher nicht).
Diese Monster-Kapsel vom Modell 'Flamingo' da will ich hier mal zur Diskussion stellen:
http://violet-design.com/index.php?option=news&task=viewarticle&sid=8


the ear capsule
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Antwort#2
Was bitte soll es bringen, eine Kapsel wie ein Ohr zu bauen. Ginge es um Kopfhörer, läge das wohl eher nahe.
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Antwort#3
Die Firma "Violet-Design" versucht Mikrofone über die "Optik", also mit buntem Design an den Kunden zu bringen. Siehe: http://www.violet-design.com
Wir Dummies sollen diese Halbwahrheiten glauben:
The larger diaphragm surface provides higher output and a better low frequency response beginning at 16Hz, but high frequency response is transparent as on smaller size capsule the same time.
Hier wird vergessen, dass Mikrofone keine Lautsprecher sind, sondern Sensoren, die möglichst punktförmig klein das Schallfeld scannen sollten. Größere Kondensator-Membranen geben zwar wirklich mehr Spannung bei einigen verschwiegenen Problemen ab, aber dass damit weit tiefere Frequenzen aufgenommen werden können, ist immer wieder der bekannte Schwachsinn. Die hohen Frequenzen sollen angeblich dabei so transparent sein, wie kleinere Mikrofone sie aufnehmen.
Die lustige Ohrform der Membran ist genauso seltsam unbegründet, wie Lautsprechern die Form von Streich- oder Blasinstrumenten geben zu wollen. Ich erinnere an misslungene Versuche mit Lautsprechern in Form von Violoncello oder Sousaphon.
Ein ausgeflipptes Design:
http://www.violet-design.com/downloads/finger.pdf
Was soll man davon halten?



Viele bunte Mikrofone
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Antwort#4
Ich halte das für einen Marketing-Gag. Genau so, wie die Farben, Namen und Gehäuseformen. Für Kopfhörer /Lautsprecher macht das übrigens ebensowenig Sinn und ich kann mir vorstellen, dass so eine Form nicht unbedingt vorteilhaft ist. Aber es kann ja ein aussergewöhnliches Verzerrungsspektrum entsehen, das manche User klanglich durchaus gut (oder interessant) finden. Ich habe aber nicht am Stand diskutiert, so doll hat mich das dann auch nicht interessiert, ausserdem kann man mit Leuten aus dem Vertrieb in der Regel sowieso nichts technisches diskutieren...
Jedoch hätte ich mal ein ingenieursmässiges Interesse die Partialschwingungen nicht kreisförmiger Membranen zu untersuchen :)


Schwingungsmoden (runde Membran)
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Antwort#5
Link: Schwingungsmoden (runde Membran)
Hey, Leute, kopiert nicht einfach die Links, ohne auf evtl. Copyrighthinweise
oder Quellenangaben zu aufzuführen!
Immerhin macht sich mancher Mühe, seine Arbeitsergebnisse zu präsentieren.
Die Seite, auf die hier verwiesen wurde, gehört mit Sicherheit zu den lesenswerten
in der Masse des Internetmülls.
Dies sollte respektiert und mit dem entsprechenden Hinweis anerkannt werden.
Ansonsten darf man sich nicht beklagen, wenn westliches knowhown China
schamlos kopiert wird.
Im dem Fall dieses Links zitiert aus den Copyrighthinweisen des Autors:
"Linking or Deeplinking to specific pages.
I have absolutely no problem with linking to any of my webpages from another website.
However, I would ask that you link to either the main page
_Acoustics and Vibration Animations - Dan Russell, Kettering University_
or to the specific page you wish to refer students to
_The Doppler Effect and Sonic Booms - Dan Russell, Kettering University_"
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Antwort#6
oh, das war keine Absicht... Sorry!!
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Antwort#7
Mein Hinweis war als Bitte und weniger als Tadel gemeint, bei
angeführten Links auch auf die Urheber hinzuweisen, soweit dies
möglich ist.
Jeder fände es nett oder sogar selbstverständlich, wenn auf seine
Autorenschaft hingewiesen wird.
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Antwort#8
Übergroße Membranen hatten wir doch schon mal: Grundig GKM17, Durchmesser ungefähr 10 cm
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Antwort#9
DJ hat noch andere nette Angebote auf seiner Website, außer dem wunderschönen GRUNDIG-Großmembranmikrofon: (http://djvomght.dyndns.org:8008/d:/pics/gkm%2017.jpg) Google gab unter "The ear capsule" leider nichts her.
http://djvomght.dyndns.org:8008/d:/
Hier sind doch öfter Nachfragen, wie man die Ladung auf die Membran der Kondensatormikrofone bekommt:
Die Batterielösung:
http://djvomght.dyndns.org:8008/d:/pics/battery.gif
Die niederohmige Phantomspeisung:
http://djvomght.dyndns.org:8008/d:/pics/phantom.gif
Gerald
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Antwort#10
Hallo,
danke für die Blumen :-).
Mit den Schaltungen laufen übrigens auch die Sennheiser MKE2 und Verwandte, wer also die Mäuse für die originalen Adapter sparen will: Viel Spaß beim Basteln.
Gruß Jörg
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