Interferenzen bei ORTF?

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Kollegen,
bei meiner letzten Aufnahme hatte ich ein bisschen Zeit, mal ein paar Dinge in Ruhe auszuprobieren. Mein Sohn ist etwa 3m vor einem ORTF-Hauptmikrofon (die Standardeinstellung 17cm, 110°) hin- und hergewandert und hat ein Lied gesungen. Beim Abhören über einen Kopfhörer konnte ich deutlich sich schnell ändernde Klangfarbenänderungen und schnell wechselnde Richtungsänderungen wahrnehmen. Diese waren besonders stark, wenn sich mein Sohn etwa in der Mitte des Abbildungsbereiches bewegte.
Der Rahmen:
kleine Kirche mit ca. 2s Nachhall
2*C414 auf Stereoschiene, ca. 2m hoch
Mein Sohn ging ca. 3m vor dem Mikrofon von links nach rechts
Die beiden Mikrofone waren kanalmäßig exakt getrennt, die PANs also in den Extrempositionen. Deshalb glaube ich eigentlich nicht an Interferenzen. Aber was könnte das sonst sein?
Viele Grüße
vom etwas ratlosen Wolfgang
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Antwort#2
Sind die C414 nicht großmembranige Mikrofone? Verwende mal Kleinmembraner.
Ich vermute eher, daß die Klangfarbenänderungen mit der Frequenzabhängigkeit der Richtcharakteristik zusammen hängen. Denn Interferenzen zu hören über KH, halte ich für unmöglich, solange keine Monoaddition stattgefunden hat.

MfG
Rainer
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Antwort#3
Waren die 414 gfs auch "8" geschaltet ?
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Antwort#4
Hallo studio96,
nein, die Schalter standen ganz bestimmt auf Niere mit 0dB Vordämpfung und 150Hz Hochpassfilter. Ich habe mir nämlich angewöhnt, nach jedem Aufbau und vor jedem Aufnahmebeginn alle Mikrofone nochmal persönlich unter die Augen zu nehmen. Notfalls mit Leiter.
Wieso kommst Du auf die Idee mit der Acht-Charakteristik?
Ich bin schon mal auf die Idee gekommen, dass ggf. doch Interferenzen aufgetreten sein könnten. Und zwar durch die Reflektionen am Boden. Die Mikrofone standen nämlich nur ca. 2m hoch, später sogar noch etwas tiefer, und waren leicht nach vorne gebeugt, so dass die 0°-Richtung der beiden Kapseln leicht von oben auf die Kinder zeigte (wohlgemerkt mit 110° Anwinklung, da Standard-ORTF).
Viele Grüße
Wolfgang
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