Mackie Mischer rauscht

Erstellt 71 Antworten72 Beiträge
Antwort#21
Übertrager kann man mit Anzapfungen bauen.
Kennst Du die Schaltung von Dr. Corinth?
Sie ist übertragersymmetriert und ist einstellbar von 0...70 dB !
Mir geht es oftmals so, daß mir mein Gefühl für Schaltungen einen Fehler meldet,
Wird damit nur noch spezieller und wahrscheinlich entsprechend teuerer - auch in
größeren Serien. Es bleibt dabei: ein paar Transistoren sind billiger.
Ich habe den Artikel (aus der Funkschau 22/1986) vorliegen.
Dr. Corinth setzt sogar zwei Übertrager ein, einen Haufe für die hohen Verstärkungen
(40, 50, 60 dB) mit festem Übersetzungsverhältnis von 1:30, einen "preiswerteren"
Picatron für die geringeren (0, 10, 20 30 dB), der tatsächlich 4 Sekundärwicklungen hat.
Nicht übersehen sollte man bei der Schaltung den Aufwand, der allein für die Umschaltung
der Verstärkung getrieben wird. Corinth setzt einen Schalter mit fünf Ebenen ein!
Bisher ist mir noch keine Corinth-Schaltung untergekommen, die nicht Hand & Fuß hat.
Als Beispiel sei auf den Trittschallfilter mit 40, 80 und 140 Hz Einsatzpunkt verwiesen
- m.E. genau die praxisrelevanten Werte. Bemerkenswert auch der Aufbau der Schaltung:
Übertrager - Impendanzwandler T1/T2 - Trittschallfilter - Verstärkungsstufe
Ein "Zumüllen" des Verstärkers durch Infraschall ist damit ausgeschlossen.
Nur bei dem Impendanzwandler aus T1/T2 denke ich, daß man heute andere Lösungen
wählen könnte.
Der Aufwand - 5-Ebenen-Schalter, drei Symmetrieübertrager - wird seinen Preis haben.
Der Rest der Schaltung ist dagegen "Billigzeug". Die Mackie-Schaltung besteht - wie viele
andere Produkte auf dem Markt -nur daraus.
Mit diesem Entwurf dürfte Corinth einen Vorverstärker hingelegt haben, der 1986 an der
Grenze des Machbaren war und sicherlich auch heute noch manches (Nobel-)Produkt in
den Schatten stellt.
So fit bin ich leider nicht.
Da dürftest Du mir wohl ob Deiner Ausbildung einiges voraus haben.
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Antwort#22
In den professionellen Mikrofonverstärkern der V x76-Reihe wird die Verstärkung
in Stufen eingestellt, was teilweise an Übertrageranzapfungen erfolgt,
Ich kenne lediglich die Schaltungen von V76, V276 und V476. Dort findet man
primärseitig lediglich Abschwächer aus Widerständen!?
(Über V376, V576 und spätere Varianten habe ich keine Unterlagen.)
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Antwort#23
Hallo Juppy,
soweit ich die Schaltung von Dr. Corinth im Kopf habe, sind die beiden FET's nicht nur Impedanzwandler, sondern wirken auch obendrein noch als Begrenzer und begrenzen sich gegenseitig.
Verbessern läßt sich da mit modernen IC's auch nichts mehr, weil die Schaltung bereits vom Rauschen her an der physikalischen Grenze arbeitet. Die von Dr. Corinth gemessene Rauschzahl beträgt nur 0,3 dB ! Und da geht nichts mehr drüber - auch nicht mit rauschärmeren IC's, sodaß jede ander Schaltungsvariante einfach mehr rauschen muß. Und bei den Transistorlösungen von Macki und anderen, fehlt dann folglich die "kostenlose" (sprich nahezu rauschfreie) Spannungsverstärkung der Trafos.

Grüße
Rainer
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Antwort#24
Was ich schon immer mal fragen wollte.
Ist die Schaltung (bzw. Derivate) eigl. irgendwo in einem kommerziellen (Massen-)Produkt verbaut worden?
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Antwort#25
Nein, Dr. Corinth hat sie für sich entwickelt und - ich nehme an als Demonstration dafür, daß man auch mit konventionellen Bauelementen eine Qualität erreicht die an die theoretische Grenze heranreicht - auf einer TMT vorgestellt.

Grüße
Rainer
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Antwort#26
Hi,
ich weiss, dass dies schon oft vorher gefragt wurde, aber wo finde ich noch einmal den Schaltplan?
Gr.
Dirk
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Antwort#27
Bei Bekanntgabe der @mail-Adresse könnte ich es zuschicken.
Ich habe den Artikel in gescannter Form auf der Festplatte.
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Antwort#28
... hab' auch Interesse! (damit man vielleicht mitreden kann ;-))
Swen
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Antwort#29
Hi,
wenn Du mir den Scan schicken koenntest an: [E-Mail-Adresse entfernt]
dann waere ich Dir sehr dankbar!
Gr.
Dirk
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Antwort#30
Wenn Du schonmal dabei bist ...
info(at)noizelab.de
Vielen Dank!
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Antwort#31
Bitte ebenfalls um Zusendung der Dr. Corinth Schaltung.
Vielen Dank!
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Antwort#32
Nene, wat'se plötzlich alle heiß sind.
Dabei ist der Verstärker zwanzig Jahre alt, hat bei 40 kHz einen Höhenabfall von
20 dB - das macht doch im Zeitalter von Samplingraten bis 192 kHz keine Sinn?
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Antwort#33
Und wenn schon "vintage" ist noch nicht mal ne Röhre drin...
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Antwort#34
Wo wir gerade dabei sind:
Was legt DJ Corinth denn eigentlich so auf?
;-)
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Antwort#36
Ich hätte auch Interesse daran :)

Danke
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#37
Das macht auch im Zeitalter von 192 kHz Sinn!. Denn: 1. hört es keiner, ob bei 20 kHz oder bei 40 kHz begrenzt wird, und 2. HÖRT es jeder, wenn bei 40 kHz hochfrequenzte Einstrahlungen erfolgen, die dann Interferenzen mit Frequenzen im Hörbereich erzeugen. Ich würde auch keinen Mikrofonverstärker breiter als 20 kHz machen.

Grüße
Rainer
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Antwort#38
ich auch! ich auch!
wäre großartig
danke, schonmal
grüße
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Antwort#39
dieses Statement hätte ich jetzt auch erwartet.
Ich schliesse daraus, dass du in diesem Zusammenhang auch der Meinung bist, dass ein CMC6xt, MKH800 (und vielleicht gibts inzwischen noch mehr Schallwandler, die bis 40kHz übertragen), ein Marketingscherz der Mikrofonbauer ist? Zumal der Frequenzgang oberhalb 20kHz noch ziemlich unausgeglichen ist. ...aber das war ja jetzt hier nicht das Thema. :)
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Antwort#40
Die Firma Schoeps ist von der Erweiterung des Frequenzbereiches über 20 kHz hinaus auch nicht überzeugt, sondern baut diese Wandler nur "damit die arme Seele Ruhe hat". Nicht nur, daß der Frequenzgang oberhalb 20 kHz ziemlich buckelig ist, sondern auch die Tatsache, daß bei seitlichem Einfall des Schalls, diese hohen Frequenzen stark im Pegel abfallen. D.h.: Die Richtcharakteristik ist dann keine Niere oder gar Kugel mehr, sondern eine scharfe Keule.
Und in der Praxis? Welcher Musiker bleibt schon so starr auf seinem Stuhl sitzen, daß das Mikrofon immer exakt frontal beschallt wird....?
Ich sehe also in dieser Entwicklung keinen Sinn - es ist rein Psychologie.

Grüße
Rainer
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