Übertrager kann man mit Anzapfungen bauen.Wird damit nur noch spezieller und wahrscheinlich entsprechend teuerer - auch in
Kennst Du die Schaltung von Dr. Corinth?
Sie ist übertragersymmetriert und ist einstellbar von 0...70 dB !
Mir geht es oftmals so, daß mir mein Gefühl für Schaltungen einen Fehler meldet,
größeren Serien. Es bleibt dabei: ein paar Transistoren sind billiger.
Ich habe den Artikel (aus der Funkschau 22/1986) vorliegen.
Dr. Corinth setzt sogar zwei Übertrager ein, einen Haufe für die hohen Verstärkungen
(40, 50, 60 dB) mit festem Übersetzungsverhältnis von 1:30, einen "preiswerteren"
Picatron für die geringeren (0, 10, 20 30 dB), der tatsächlich 4 Sekundärwicklungen hat.
Nicht übersehen sollte man bei der Schaltung den Aufwand, der allein für die Umschaltung
der Verstärkung getrieben wird. Corinth setzt einen Schalter mit fünf Ebenen ein!
Bisher ist mir noch keine Corinth-Schaltung untergekommen, die nicht Hand & Fuß hat.
Als Beispiel sei auf den Trittschallfilter mit 40, 80 und 140 Hz Einsatzpunkt verwiesen
- m.E. genau die praxisrelevanten Werte. Bemerkenswert auch der Aufbau der Schaltung:
Übertrager - Impendanzwandler T1/T2 - Trittschallfilter - Verstärkungsstufe
Ein "Zumüllen" des Verstärkers durch Infraschall ist damit ausgeschlossen.
Nur bei dem Impendanzwandler aus T1/T2 denke ich, daß man heute andere Lösungen
wählen könnte.
Der Aufwand - 5-Ebenen-Schalter, drei Symmetrieübertrager - wird seinen Preis haben.
Der Rest der Schaltung ist dagegen "Billigzeug". Die Mackie-Schaltung besteht - wie viele
andere Produkte auf dem Markt -nur daraus.
Mit diesem Entwurf dürfte Corinth einen Vorverstärker hingelegt haben, der 1986 an der
Grenze des Machbaren war und sicherlich auch heute noch manches (Nobel-)Produkt in
den Schatten stellt.
So fit bin ich leider nicht.
Da dürftest Du mir wohl ob Deiner Ausbildung einiges voraus haben.
