Chorgesang mit Klavierbegleitung

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
habe einen Männerchor aufgenommen. Ca. 40 Männer . Besetzung Tenor1 und 2 sowie Bass 1 und 2. Aufstellung von links nach rechts: T1, B1, T2 B2
Habe den einzelnen Stimmgruppen je eine Stütze, Kleinmembran Niere, gegeben und eine A/B mit MK2H in einiger Entfernung vor dem Chor für den Raumklang.
Ergebnis ist bei A capella Repertoire voll zufriedenstellend.
Jetzt kommt noch bei einigen Stücken eine Klavier hinzu. Das Klavier habe ich nach mehreren Positionen relativ nah vor die Stützen "geparkt" mit dem Resonanzboden zum Chor. Das war akustisch die einzig denkbare Position. Allerdings ist es dort eine "Idee" zu laut.
Das Klavier geht, wenn es weiter weg vor den Stützen steht zu sehr in das A/B ein und ist dann nicht mehr präsent genug.Selbst wenn ich das KLavier separat stütze bekomme ich zuviel von dem diffusen Raumklang aus dem A/B mit.
Ich würde das Klavier am liebsten akustisch mehr isolieren und dann separat stüzen. MAcht in diesem Zusammenhang eine extra Einspielung des Kavieres sinn, die dann dem Chor über Monitorboxen dezent zu Gehörgebracht wird? Oder sollte ich lieber weiter versuchen die ausgewogene Balance zwischen Chor und Klavier durch Lageveränderung zu erzielen?
HAbe auch schon darüber nachgedacht das Raum A/B mit Nieren zu realisieren, aber dann ist der schöne durchmischte Chorklang wohl futscht.
Mit Dank für Anregungen
Gruß
Jörg
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Antwort#2
Hallo Jörg,

ich würde bei Klavierbegleitung das A/B mehr in den Raum stellen u.ggf. mit Druckempfängern bestücken und dann das Klavier separat stützen.
Frage: Ist's wirklich "Klavier" oder "Flügel"?
Ein weiterer Vorschlag an den Dirigenten: T2 und B2 im Platz tauschen (also die T's außen und die B's innen), dann wird das Klangbild nicht zu tiefenlastig auf der rechten Seite.

Grüße
Rainer
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Antwort#3
ich würde bei Klavierbegleitung das A/B mehr in den Raum stellen u.ggf.
mit Druckempfängern bestücken und dann das Klavier separat stützen.
Frage: Ist's wirklich "Klavier" oder "Flügel"?
Du meintest Druckgradienten bzw. Nieren?
Oder die Kugeln als reine "Athmo"?
Nach meinen Erfahrungen bestimmt ein grausiges Schulklavier von Schimmel ...
Durch Ausrichtung des Klaviers kann man auch seinen Anteil im Haupt/Raummikrofon beeinflussen. Allerdings gibt es Einschränkungen wie nötiger Blickkontkakt zwischen Pianisten und Dirigenten oder das sich gegenseitig hören können.
Zur Abnahme/Stütze des Klaviers:
Statt die Mikrofone von oben in das Klavier zu richten, sollte man versuchen, von der Rückseite den Resonanzboden mit zwei Mikrofonen abzunehmen. Mitunter ein wenig Tüftelei, aber kann sehr gute Ergebnisse bringen.
Mit dem Klavier sollte man sehr vorsichtig sein - so manches schlechte oder gar ungestimmte Klavier hat schon ganze Choraufnahmen versaut. >:->
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Antwort#4
Hallo Rainer,
es ist ein Klavier. Ein Grotrian Steinweg und es ist halbwegs gestimmt.
ICh hab bereits Kugeln auf dem A/B.
Ist diese Aufstellung der Stimmen (T1, B1,T2,B2)beim Männerchor eher typisch oder untypisch? Oder mit anderen Worten gefragt: Ist dein Vorschlag mit den Bässen in der Mitte eine für eine Aufnahmesituation günstigere Aufstellung?
Gruß
Jörg
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Antwort#5
ich habe das Klavier probehalber von hinten mit zwei Supernieren gestützt. So im Abstand von ca 50cm. Das Klavier ist dann klanglich o.k., aber eben zu laut im A/B zu hören obwohl das A/B mit ca 7m vor dem Chor schon etwas weiter weg als gewollt stand. DAs KLavier hatte ich bei diesem Versuch in der Mitte zwischen A/B und Chor. Bin dann mit dem Klavier immer weiter nach vorn bis es fast vor den Chorstützen stand.
Ich vermute jetzt, dass es eine Tüftelei werden wird, sodass das Klavier im A/B eher zu leise erscheint, sodass ich es über die Stützen dann ins Klangbild einfüge.
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Antwort#6
@ Juppy: Gemeint sind DRUCKempfänger, also Kugeln.
@ Jörg:
Ich würde die A/B notfalls ganz weg lassen, wenn keine Möglichkeit des Playbacks besteht und ggf. auch künstlich verhallen. Das muß keineswegs immer schlecht sein.

Grüße
Rainer
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Antwort#7
"T1, B1,T2,B2)beim Männerchor eher typisch "
Kommt auf die Literatur auf die Leistung des Chores an. 2-Stimmige Stücke profitieren in leinen Räumen von der Teilung der T/B- allerdings nur, wenn die Register gut ohne das Korrespondent singen können. Bei 4stimiigen Stücken ist es Wurscht, kann aber auch da akustisch von Vorteil sein.
Ich würde das Klavier NICHT aus der Dose zuspielen, auch wenn dies klanglich vorteilhaft sein kann.
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Antwort#8
es ist ein Klavier. Ein Grotrian Steinweg.
Nur aus Neugier: Wie alt?
Ein richtig alter Grotrian kann ein sehr schönes Instrument sein,
richtige Pflege und Wartung vorausgesetzt.
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Antwort#9
Wie alt genau weiß ich leider nicht. Aber der erste Eindruck, ransetzen, spielen und hören befriedigte mehr als ich eigentlich erwartet hatte. Klingt klasse.
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Antwort#10
Dass ein Klavier Klasse klingen kann, habe ich noch nicht gehört. Besonders wenn man damit Aufnahmen macht - was selten passiert - hört man immer ein Klavier.
Da wünsche ich mir lieber einen schönen Flügelklang. Klavier ist deutlich der Klang für Arme, aber selbst bei Tangos ist immer ein Flügel dabei.
Wo das Klavier akzeptiert wird, ist beim "Reißnagelklavier, bei dem als Effekt extra in die Filze Reißzwecken gedrückt sind. Das klingt etwas banjohaft nach Kneipe, besonders wenn dieses Klavier extra leicht verstimmt ist.
Das kommt bei Filmmusik häufig vor.
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Antwort#11
...das war nur "Klasse" im Bezug auf den Vergleich der Klaviere untereinander. Da gibt es himmelweite Unterschiede.
Das ein ständig gespielter, gepflegter und frisch gestimmter Flügel die erste Wahl ist, steht außer Frage.
Gruß
Jörg
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Antwort#12
... zu Hause lieber ein gutes (altes!!!) Klavier von Bösendorfer, Blüthner, Ibach, Kaps, usw.
als ein billiger Flügel wie Yung Chun, Astor oder aus den Billigserien von Bechstein und sonstigen, die irgendwo zwischen Polen und China hergestellt werden.
Bei Aufnahmen haben solche Flügel - eigentlich - nichts zu suchen, auch wenn man sie in machnen Studios findet.
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