Geräusche bei Sinussweep

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich habe mit mehreren Mikrofonen sinussweeps aufgenommen, bei einigen mit überraschendem ergebnis. eines macht z.B. es ist zufälligerweise das billigste von allen bei ca 5.1 kHz drei bis vier oberhalb 5k liegende Frequenzen dazu, mit ähnlich starker energie wie die 5,1k selbst. was ist das???
leider kann ich kein audiofile uppen oder so...
Fakt: mein mikro erfindet bei einem sinus von 5,1khz oberhalb mehrere frequenzen dazu. wie nennt man dieses problem und woher kommt das?
danke Tomtom
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Antwort#2
Hallo Thomas,

ich will mal versuchen zu erklären, welche Möglichkeiten infrage kommen können:
Normalerweise, wenn das Mikrofon aus irgendwelchen Gründen zu verzerren anfängt, sind die Verzerrungsprodukte ganzzahlige Vielfache der jeweiligen Frequenz. Also in diesem Fall, wären das dann : 10,2; 15,3; und 20,4 kHz.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß die Verzerrungen so extrem sind, daß sich hörbare Oberwellen bilden.
Eine andere Möglichkeit könnte sein, daß die aufgenommenen Töne irgendwelche Interferenztöne bilden mit Geräteinternen Frequenzen, die nicht sauber aus dem Verstärkungsweg gefiltert wurden. Vielleicht ist es sogar so, daß Dein Mikrofon irgendwelche hochfrequenzten Stösignale eingefangen hat, die dann mit den Tönen oder deren Verzerrungsprodukten interferieren.
Eine Ferndiagnose hier zu geben ist schwierig.
Allerdings: Was willst Du mit einem Sinussweep über Mikrofone durchmessen? Für Räume auszumessen ist dieses Signal ungeeignet. Da muß man zumindest einen gewobbelten Sinussweep nehmen.
Sinussweep läßt sich gut gebrauchen wenn man z.B. den Frequenzgang eines Aufnahmegerätes oder eines Verstärkers durchmessen will.
MfG
Rainer
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Antwort#3
Es handelt sich bei den Mikrofonen nicht zufällig um solche von Wang-Fang SuperSone,
die auf der vergangenen Messe auf dem Neumann-Stand präsentiert werden sollten?
Die technischen Daten unter dem unten angegebenen Link sind immer nicht korrigiert!


http://home.arcor.de/ritteraudio/wangfang/index.html
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Antwort#4
Hallo Rainer!
Woher bekomme ich so einen "gewobbelten" Sinussweep, oder wie kann ich ihn erzeugen?
(bzw. was IST "gewobbelt" überhaupt?)
Ich versuche gerade, Messungen in meinem Raum durchzuführen und habe bisher nur einen eher schlechten Freeware-Frequenzgenerator.
Vielen Dank im Voraus!
Michael
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Antwort#5
Wikipedia zu fragen ist da immer sehr hilfreich...
Das Problem ist halt, dass ein gewöhnlicher Sinus als Anregung für ein zu untersuchendes System einen schmalbandigen, eingeschwungenen Zustand darstellt und sich somit für die Messtechnik nur eingeschränkt eignet. Gerade wenn man komplexere Sachen, wie zum Beispiel eine Signalverarbeitungskette untersuchen will, kommt man mit einzelnen Frequenzen nicht weit.
Ich weiss nicht, ob gewobbelte Sinussignale heute noch oft Anwendung finden. In diversen Normen sind zum Beispiel auch Multisinus, Rauschen (in rosa oder weiss...) oder sogar auch künstliche Sprache als Messsignale festgelegt.



wikipedia: Wobbelgennerator
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Antwort#6
Es gab mal von Neutrik einen einfachen Pegelschreiber, der einmal auf Gleitsinus schaltbar war, und zusätzlich auf Gleitsinus mit Wobbelung. Es erfolgte zusätzlich zum Gleitton noch eine Frequenzmodulation mit ca. 4Hz.
Ob es das Gerät noch gibt weiß ich nicht. Wahrscheinlich nicht, da man heute modernere Geräte hat als elektromechanische Pegelschreiber mit Thermopapier.

Grüße
Rainer
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