Ich wollte mal in Erfahrung bringen, wie die Herren Tonspezialisten eine Solovioline bzw. Geigen im Orchester aufzeichnen. Bevor jedoch geschrieben wird, daß es kein Patentrezept gibt und auf nicht vorhandene Erbsensuppenlöffel verwiesen wird, folgende Info: Ich fertige regelmässig Tonaufnahmen für unser kleines Streichquartett an und spiele selbst Geige (kleine und große Besetzung sowie als Solist mit Klavierbegleitung). Im Rahmen von CD-Produktionen werden wir meist von professionellen Tonschaffenden aufgenommen- für private Zwecke hingegen, habe ich ein "ererbtes" Neumann TL103, das auch im Kleinorchester zum Einsatz kommt. Nun habe ich kein Aufnameequipment, sondern nur einen MD, daher lassen wir es bei eigenen Aufzeichnung bewenden und bemühen bei unserer neuen CD (Klavier und Geige) auch ein Studio. Kürzlich sagte mir nun der Tontechniker, daß das TLM103 für Geige sehr unüblich sei und die meisten mit KM184 (ebenfalls Neumann) aufzeichneten und dies sowohl als Zusatzmikro im Orchester als auch für Solo. Von anderen hört man jedoch Gegenteiliges - Wie schaut's? Welches wäre denn ein wirkliches Spitzenmikrofon, das man einen Geiger von Weltruf im Studio vor die Nase stellt, bzw. bei einem der tutti-Schweine der Müncher Phils platziert?
Das Neumann KM184 ist für Geige sicher eine gute Wahl, wobei ich nur die Nierenverion habe und für Soloinstrumente die Kugelversion sicher besser sein dürfte. Ausprobiert gabe ich es nich nicht.
Hallo, Du gibst die richtige Antwort doch schon: es gibt da kein Patentrezept. Ich habe Violisten erfolgreich jegliche Neumänner, Schoepse und was weiss ich vorgesetzt. Es ist wichtiger, wo das Mikrofon steht, als welcher Typ verwendet wird. MfG, Dirk
Ja, DPA Breitniere 'rules'! Da hätt' ich auch gerne vier von. Weitere Empfehlung meinerseits ist vielleicht noch Gefell M295 (im Nahfeld) oder besonders das M296 ...
Hallo, ich habe oft und gerne Violine aufgenommen mit den 4011, sowohl Tutti-Streicher als auch solo-Geige. Es ist doch viel wichtiger, in welcher Kombination man Mikrofone verwendet, z.B. abhängig vom Hauptsystem. Gr. Dirk
ja da gebe ich Dir schon recht - da ich selbst mit 4006, 4006AE und 4015 arbeite und auch sonst die DPA Pallette eigentlich sehr gut kenne, bin ich nur der Meinung dass dieses Mikro wirklich aus der Schiene fällt. Als Paukenstütze ist es wirklich nett, aber für Streicher und Bläser jeglicher Art ist es einfach zu scharf. Habe das auch oft genug mit Steffen Moller von DPA besprochen, er meint dann immer ja, aber das ist doch ein Druckgradient erster Ordnung..... Sicherlich kann ich's mit einem EQ zurückdrehen, wieso soll ich das aber wenn ich in meinen Ohren bessere Alternativen habe? Da habe ich doch die etwas - man möge mir verzeihen - wärmeren und "weniger klaren" MK4 viel lieber.
Also vereinfacht gesagt: " überall, wo ein 'K' drinsteckt". :-) Ich habe auch schon das von Dir erwähnte 184 eingesetzt, kann aber auch das Gefell M300 empfehlen. Ich sehe auch nict, was gegen ein TLM103 spräche (solo). Musst es Dir eben anhören, ob es Deinen Wünschen entspricht.
... aber in Schoeps CCM4 steckt nun wirklich kein 'K', wäre mein Tip für Violine. Das Grundmikrofon als Nieren-Kapsel heißt bei Schoeps MK 4. CCM 4 hat die gleichen akustischen Eigenschaften. Es ist mechanisch nur eine Miniaturisierung des Mikrofonkörpers. Ich hoffe nicht, dass dein Miniatur-Tip für eine klanglich falsche Nahaufnahme an der Geigenbrücke gedacht ist.
Hallo, witzig, ich würde den Klang des 4011 eher "andersherum" beschreiben: mir fehlen da vor allem Tiefen. Das Ding ist ja aber auch konzipiert, um auf sehr kurzem Abstand linear zu sein. Wenn ich stütze (!) mit 4011, dann will ich vor allem den Teil des Klanges, den das 4011 mir gibt. Ein MK4 würde dann zuviel überflüssige, auch störende Information übertragen. Und diese Gegebenheit ändert sich nach Gebrauch des Hauptsystems. Gerade bei Gesang, z.B. Chor hinter Orchester, wirken für mich die 4011 Wunder. Gr. Dirk
Ich nehme an, du meinst den *Steg* der Geige? ;-))
Ein Steg (mittelhochdt. stec) ist eine relativ kleine Brücke, die meist nur von Fußgängern und Radfahrern zum Überqueren von Gewässern genutzt wird. In der ursprünglichen Bedeutung des Wortes musste dazu ein Anstieg bewältigt werden. Die Rede ist von der Wiedergabe des akustischen Klangs (neben dem vielleicht schon installierten magnet. TA). Dafür gibt es schon vorgefertigte Ebenholzbrücken, die in der Höhe verstellbar sind. Im oberen Teil der Brücke ist ein Piezo-TA integriert, der eine gute Wiedergabe des akustischen Klangs gewährleistet. Bridge Brücke. In der Regel die Bezeichnung für eine zusammengefasste Saitenhalter-/Steg-Kombination. Bridge: Steg, Brücke (Instrument) oder im Song Bindeglied zwischen Strophe und Refrain. Ich meine die Steg-Brücke oder den Brücken-Steg :-) an der Geige.
Ein Steg (mittelhochdt. stec) ist eine relativ kleine Brücke, die meist nur von Fußgängern und Radfahrern zum Überqueren von Gewässern genutzt wird. In der ursprünglichen Bedeutung des Wortes musste dazu ein Anstieg bewältigt werden. Die Rede ist von der Wiedergabe des akustischen Klangs (neben dem vielleicht schon installierten magnet. TA). Dafür gibt es schon vorgefertigte Ebenholzbrücken, die in der Höhe verstellbar sind. Im oberen Teil der Brücke ist ein Piezo-TA integriert, der eine gute Wiedergabe des akustischen Klangs gewährleistet. Bridge Brücke. In der Regel die Bezeichnung für eine zusammengefasste Saitenhalter-/Steg-Kombination.
Interessant. Man lernt nie aus... ;-) Das wird ja immer interessanter! Das Teil kannte ich noch nicht; gibt es das auch für den Kontrabaß? Hast du evtl. sogar einen Link? Die Frage wäre auch, ob bei fester Installation der Klang des Instrumentes negativ verändert. Ich versuche gerade, mir dieses Konstrukt vorzustellen, als Streicher fällt mir das etwas schwer....
Die Rede ist von der Wiedergabe des akustischen Klangs (neben dem vielleicht schon installierten magnet. TA). Dafür gibt es schon vorgefertigte Ebenholzbrücken, die in der Höhe verstellbar sind. Im oberen Teil der Brücke ist ein Piezo-TA integriert, der eine gute Wiedergabe des akustischen Klangs gewährleistet.
Und das funktioniert? Zum magn. Tonabnehmer: Eine Reihe von Saiteninstrumenten haben keine Stahl-, sondern Kunststoff- oder sogar Darmsaiten. Zum Steg mit integriertem (Piezo-)Tonabnehmer: Ich kann mir nicht vorstellen, daß Piezotonabnehmer lineare Schallwandler sind. Zum anderen denke ich, daß das Übertragungsverhalten vom Steg durch einen Tonabnehmer - z.B. dessen Masse - recht stark beeinflußt wird. Da erscheint mir eine Lösung, wie sie z.B. SCHOEPS mit den verschiedenen "Intrumentenadaptern" gefunden hat, die bessere (das Schwingverhalten des Instrumentes weniger beeinflussend) Variante zu sein. Aber dies ist neben der "Geschmacksfrage" vor allem auch eine finanzielle.