Mikrofone für die Violine

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Antwort#41
Du mußt Dir mal eines merken: Je kleiner die Membranfläche ist, desto klangneutraler ist das Mikrofon. Und je neutraler ein Mikrofon ist, desto universeller ist es einsetzbar. Gerade bei Geigen machen sich Verfärbungen bzw. Verbiegungen im Frequenzgang besonders auffällig bemerkbar.

MfG
Rainer
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Antwort#42
""Fazitziehend muss ich wohl feststellen, daß die Herren Tontechniker offenbar keinerlei konstruktive Vorstellung oder systematisches Wissen zu haben scheinen, um zielgerichtet ein Mikrofon zu selektieren. Es wird wohl ausgepackt, was vorhanden ist, darf man dann sicher vermuten.""
Auch mir gefällt Ihr "Ton" nicht! Wenn Du mit Tontechnikern reden willst, dann gewöhne Dir zuerst mal einen "Ton" an, der "harmonisch" zu dem der Tontechniker ist.
Wenn Du Rezeptbuch-Mikrofonanordnungen/-auswahl treffen willst, dann bitte! Aber wundere Dich dann nicht, wenn Du Dir dann von Deinen eigenen Kollegen negative Kritik einhandelst. Von Kritik durch Tontechniker ganz zu schweigen.
So wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück!

MfG
Rainer
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Antwort#43
Es wäre sinnvoll und angebracht, wenn Du bei der Auswahl Deiner Mikrofon, Mikrofonabstände und -aufstellungen mal Deine eigenen Ohren benutzen würdest!
Jeder von uns hat individuelle Vorstellungen von Klangbildern, genauso wie jeder Interpret eines Musikwerkes seine eigenen Vorstellungen hat.
Benutze Deine Ohren, die geben Dir besser Auskunft über Mikrofone und ihre Anwendung als 1000 Lehrbücher. Und benutze zum Abhören vor allem neutrale Lautsprecher.
Meine persönliche Meinung: Ein Musiker der Aufnahmen machen will und nicht weiß welche Mikrofon er benutzen soll, sollte es besser sein lassen und weiter sich mit aktivem Musizieren befassen. Für die Tontechnik sind WIR da.
Es gibt keine Mikrofone "für die Violine", oder "für den Kontrabaß" oder "für die Trompete" oder für was auch immer. Es hat aber jeder Ohren und damit läßt sich am leichtesten feststellen welches Mikrofon man wie anwendet.

MfG
Rainer
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Antwort#44
"Fazitziehend muss ich wohl feststellen, daß die Herren Tontechniker offenbar keinerlei konstruktive Vorstellung oder systematisches Wissen zu haben scheinen, um zielgerichtet ein Mikrofon zu selektieren. Es wird wohl ausgepackt, was vorhanden ist, darf man dann sicher vermuten. "
Selbstverständlich. Wieso sollten wir uns auch irgendetwas überlegen? Dazu sind wir doch nicht da!
Wir greifen einfach in unsere Mikrofonkiste und nehmen was uns in die Finger fällt. Wenn es ein SM57 ist, ein SM57, wenn es ein CMC5 ist, ein CMC5.
Unterschiede hören die dämlichen und lästigen Musiker doch sowieso nicht.



So ein Schwachsinn....
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Antwort#45
Ich habe den Artikel in vollem Bewußtsein geschrieben und bin in der Lage, einen in meinen Augen angemessenen Stil zu wählen.
Leider kam es wohl aber zu spät, um Sie vom
Schreiben des Artikels abzuhalten. Schade!
Stellungnehmend sei bemerkt, daß ich erstens
deutlich ausgeführt habe, was ich hören wollte
Diese bedürfen also in keinster Weise irgendwelcher
Klangverbesserungsmassnahmen oder Abschwächungs/
Überdeckungsmassnahmen durch Sondermikrofone.
Es ging darum, auszusagen, unter welchen Umständen
welches Mikro angewendet wird.
Fazitziehend muss ich wohl feststellen, daß die
Herren Tontechniker offenbar keinerlei konstruktive
Vorstellung oder systematisches Wissen zu haben scheinen,
um zielgerichtet ein Mikrofon zu selektieren. Es wird wohl
ausgepackt, was vorhanden ist, darf man dann sicher vermuten.
???
???
Ist mir immer noch unklar.
Oder wollen der Herr Geiger eine Bestätigung, daß er auch ein TLM103 benützen kann? - Ja, kann er!
WAS WILL ER?
Seine Geige braucht keine Klangverbesserungsmaßnahmen.
Also muß doch ein neutrales Mikrofon reichen?
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
(und schon wieder diese borniert-arrogante Ansprache)
Warum auch nicht?
Ich habe meine Mikrofone nach den Kriterien "Neutralität, Zuverlässigkeit, Seriösität des Herstellers und sogar technischen Daten" gekauft. Eine Strad wird mit diesen Mikrofonen schon nach Strad klingen. Welchen Kapseltyp ich einsetze, wird sich nach der konkreten Situation richten.
Vielleicht "hilft" dem Herrn Geiger der angegebene Link weiter. Mehr als darin steht, gibt es zum Thema "Geigenmikrofon" nicht zu sagen.


Ratgeber zur Mikrofonauswahl (SCHOEPS)
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Antwort#46
Unterschiede hören die dämlichen und lästigen Musiker doch sowieso nicht.
Nicht, daß Du jetzt lachst:
Ich hatte einen Musiker, der der festen Überzeugung war, die MK4 klänge scharf.
Deshalb habe ich eine Demo-Aufnahme vor der Produktion am Aufnahmeort gemacht,
um ihm unter bekannten Bedingungen einen Vergleich zwischen MK4 und MK2H zu
ermöglichen. Wärend dieser Probeaufnahmen war er sofort von der MK2H begeistert
- hier klänge sein Instrument sehr viel ausgeglichener und überhaupt nicht mehr scharf.
Von dieser Mikrofonprobe bekam er eine Zusammenstellung auf CDR.
Im Laufe der nächsten Tage kam er mit der Frage, ob der ihm überlassene Tonräger
wirklich beide Mikrofontypen enthielte oder mir ein Fehler unterlaufen sein könnte ...
Selbst auf seiner bescheidenen Anlage waren die Unterschiede eklatant.
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Antwort#47
Und? Liegt denn wirklich so ein großer Unterschied zwischen diesen beiden Kapseln vor ?
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Antwort#48
also als kollege (violinist) kann ich das hier so nicht stehen lassen! was soll denn das?
das einzig richtige mikrofon ist das in der hand eines guten tontechnikers!
und die frage wie "hochaufgelöst" die aufnahme sein soll ist nur mit den ohren zu beurteilen, da gerade die violine ein klangspektrum mit vielen geräuschen nah am instrument generiert. hier ist guter geschmack gefragt, bzw. was mann will!
für piazzolla würde ich z.b. näher an die fidel rangehen , da da viel mit kratz und martele ist. auch ne solosonate verträgt ne hohe auflösung bis zu feinsten details. aber wenn ich beim brahmskonzert auf CD die ohren quasi einerseits an geigenschalloch habe, andererseits das orchester 50 m weiter weg spielt (nur damit die solostimme und geige schön deutlich ist- ich weiß ja nicht, aber das ist k...e.
also viel spaß bei der suche nach dem richtigen mikro- ohne tontechniker ist das geldverschwendung ;-)
andererseits: für soloaufnahmen oder streichquartett-wenn man halt ewig probiert und immer wieder abhört-versuch macht kluch ;-)
sinnvoller ist, sich genau zu überlegen, wie die aufnahme klingen soll um den techniker hinweise zu geben.
lg matthias
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Antwort#49
Das eine (MK4) ist eine Niere, das andere (MK2H) eine Kugel
mit leichter Höhenanhebung. Aufstellung war in einer Kirche.
Da macht sich so ein kleiner Unterschied durchaus bemerkbar. :-)
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Antwort#50
Mehr Gedanken als um die benutzten Mikrofone mache ich mir bei der Wahl des Aufnahmeraumes.
Dessen Klangverhalten tut mehr zur Aufnahme dazu als das eingesetzte Mikrofon, mit dem letztlich
nur eine Anpassung an die Klangvorstellungen und die akustischen Gegebenheiten vorgenommen wird.
Ein SM58 - wie der werte Kollege ORFler vorschlägt - werde ich leider nicht einsetzen können - ich
besitze nämlich keins. :-((
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Antwort#51
"Es ging darum, auszusagen, unter welchen Umständen welches Mikro angewendet wird. Es sollte wohl möglich sein, festzustellen, daß man bei einem gegebenen Ziel ein bestimmtes Mittel einsetzt"
Klar geht das! Aber der Zusammenhang, der zu der Entscheidung Mikro und Mikroposition führt, ist ein mehrdimensinaler: Wie klingt der Raum an welcher Stelle, wie wird gespielt, was wird gespielt, wo wird es gespielt, von wem wird es gespielt, wie klingt das Instrument an welcher Stelle, was ist das Ziel, welche Mischreserve benötigt man im Punkto Hall, etc?
Wollte man hier alle Möglichkeiten durchspielen und Handlungsanweisungen vorgeben, so wäre dies eine gigantische Monstertabelle. Das lässt sich aus praktischen Gründen nicht verbal kommunizieren. Das sollte man doch einsehen können, oder ???

"... daß die Herren Tontechniker offenbar keinerlei konstruktive Vorstellung oder systematisches Wissen zu haben scheinen, um zielgerichtet ein Mikrofon zu selektieren ..."
Doch, sicher haben sie es. Sie haben ein Arsenal an Mikros, und haben exemplarisches, empirisches Wissen, wie sich ein Mikro in bestimten Situationen verhält. Dann hört man die Situation und entscheidet sich, was man stellt- hört nochmal und korrigiert die Entscheidung.
Ich habe das schonmal gepostet und wiederhole es: hier: Man könnte auch fragen, wie man sich zu einem heranfliegenden Tennisball zu stellen- und wie man auszuholen und draufzuhauen hat, um das Spiel zu gewinnen. Da spielen Wind, Position des Gegners, Platzbeschaffenheit, Schlägerspannung, Handgelenkposition, Schlagkraft und Vieles andere mehr eine Rolle.
Wie wollte man dies verbal darstellen?
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Antwort#52
Kann es vielleicht sein, dass der Geigen-Steg auf Englisch bridge heißt
und zu uns wörtlich als Brücke wieder zurückkommt?
Eben das war ja meine


Anfangsvermutung... ;-)
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Antwort#53
Kann es vielleicht sein, dass der Geigen-Steg auf Englisch bridge heißt
und zu uns wörtlich als Brücke wieder zurückkommt?
Eben das war ja meine


Anfangsvermutung... ;-)
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Antwort#54
MK4 und MK2H ...wie war das noch mit den Äpfeln und Birnen? :-)
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Antwort#55
Guten Abend! Inwiefern gefällt Ihnen mein "Ton" nicht?
Gehen Sie bitte meine ursprüngliche Frage an, und zeigen Sie mir auf, was an diesem Beitrag irgendwie aggressiv gewesen wäre, und Anlass geben hätte, flappsige Antworten zu schreiben, abzuqualifizieren oder mich sonst in einer Weise formal zu kritisieren? Lesen Sie den Text und trennen Sie dabei alles ab, was Sie selbständig hinzuaddiert oder hineininterpretiert haben!
Daß Sie inhaltlich meine Frage nicht besonders intelligent finden, mag ja sein, rechtfertigt aber nicht Kritik an der Frage selbst. Ich habe nun einmal nicht das Wissen, daß man für allemöglichen Instrumente auch allemöglichen Mikrofone nutzen kann. Dies scheint das wertlose Ergebnis der Frage zu sein! Überdies scheinen Fragen von Laien hier überhaupt nicht sonderlich erwünscht, wie man einem anderen Thema "nervt" entnehmen kann.
Dr. Horst Fischer


Meine Frage zur Aufnahme von Geigen
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Antwort#56
"Ich habe nun einmal nicht das Wissen, daß man für allemöglichen Instrumente auch allemöglichen Mikrofone nutzen kann. Dies scheint das wertlose Ergebnis der Frage zu sein"
Das ist aber schlussendlich die Quintessenz...
Wenn Sie es nicht glauben wollen empfehle ich Ihnen ein Tonmeisterstudium in Wien, Graz, Berlin oder Detmold.
Sie schreiben einerseits dass Sie keine Kochrezepte wollen, andererseits verlangen Sie eine genaue Zutatenliste für ein uns unbekanntes Gericht inklusive Beschreibung des dabei herauskommenden Geschmacks - was nun?

P.S: Sind Sie Österreicher? Normalerweise verwenden nur wir unsere Titel um zu protzen und andere einzuschüchtern, Herr Doktor...
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Antwort#57
Hallo Horst,
vielleicht liegt es daran dass Du uns unterstellst dass wir "keinerlei konstruktive Vorstellung oder systematisches Wissen zu haben scheinen, um zielgerichtet ein Mikrofon zu selektieren."
Das ist eine Beleidigung, denn Du unterstellst uns damit dass wir uns weder vorher mit einer Aufnahme beschäftigten noch dass wir Fachwissen und Erfahrung hätten.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir beginnen uns, hoffentlich genauso wie die ausführenden Musiker, bereits lange vor einer Aufnahme mit dem MAterial auseinanderzusetzen, wir studieren Partituren, sprechen mit den Künstlern über ihre Vorstellungen, etc.
Wenn wir den Raum und das Ensemble kenn in dem wir aufnehmen, wird es auch eine ziemlich genaue Vorstellung darüber geben, wie und mit welchen Mikrofonen wir aufnehmen werden. Wenn wir diese Variablen nicht kennen werden wir vor Ort entscheiden, wie zu mikrofonieren ist.
Entscheidungsparameter hierfür sind neben der Raumakustik auch die Größe des Ensembles, Art der Musik und der Komponist (und in macnhen Fällen auch die Qualität des Ensembles - wenn ich weiss dass die 2. Geigen sehr unsauber spielen werde ich sie nicht extra stützen...oder die Geige des Solisten sehr scharf klingt, werde ich nicht noch ein höhenbetontes MIkrofn einsetzen) sowie nicht zuletzt der Geschmack.
Jeder von uns Tonschaffenden hat sich in vielen guten und manchen schlechten Aufnahmen die Erfahrung erarbeitet, welches MIkrofon wann in welcher Aufstellung funktionieren kann, und welche Ergebnisse es erzielt. Basierend auf dieser äusserst komplexen Erfahrung wählt er dann das Mikrofon aus. Das lässt sich nicht auf Papier bringen, das lässt sich nur erhören und erarbeiten, und das wichtigste, man lernt nie aus, bei jeder Aufnahme erfährt man Neues und lernt dazu.
Deine Frage zu beantworten ist also unmöglich, was aber noch lange keinen Grund darstellt dass wir uns von Dir beleidigen lassen müssen.
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#58
Schön, daß Sie direkt auf die Quelle und den Stein des Anstoßes verweisen.Zitat daraus:
Ich wollte mal in Erfahrung bringen, wie die Herren Tonspezialisten
"Gehen Sie bitte meine ursprüngliche Frage an, und zeigen Sie mir auf, ..."
Der Tonfall erinnert mich an ein Gespräch in einem HiFi-Geschäft:
"Was haben Sie denn anzubieten? Ich habe mich auf Backes&Müller eingeschossen."
Ein Tonfall, der bei mir nur den Eindruck bornierter Arroganz hinterläßt.
Auch diese Mail wirk auf mich mit der Einleitung
nicht gerade ein höflich bittender oder fragender "Ton", sondern fordernd. Die Krönung ist das Signet "Dr. Horst Fischer" als Abschlußformel. Sollen wir jetzt vor Respekt und Hochachtung vergehen? - Sorry ... kann ich nicht. Die "Herren Tonspezialisten" haben auf ihrem Gebiet mit Sicherheit eine Ihnen abgehende Kompetenz - manche sowohl technisch wie auch musikalisch - die ebenfalls Hochachtung erfordert und damit einen anderen "Ton". Insofern ist Ihr Verweis auf ein anderes Diskussionsthema nicht ganz so abwegig.
Der Vorwurf der Agressivität ist nirgendwo gemacht worden.
Zu Ihrer Ursprungsfrage zurück:
Es ist eine Reihe von Mikrofonen genannt worden, die bedingt untereinander austauschbar sind.
Gemeinsam ist diesen Mikrofonen, daß sie alle Kleinmembranmikrofne und weitgehend neutral sind. Der Einfluß der Position des Mikrofons ist signifikanter als die Auswahl des Mikrofons aus Reihe vergleichbarer Typen (s.u.). Das ideale Mikrofon wäre kleinstmöglich, gäbe es nicht physikalisch bedingte Eigenschaften, die einer beliebigen Verkleinerung entgegen stehen.
Unterschiede zwischen den genannten Mikrofonen bestehen jedoch in ihrer Richtcharakteristik. Da gibt es Nierenmikrofone, die den Schall vorwiegend von vorne aufnehmen, wie Kugelmikrofone, die nach dem theoretischen Ideal aus allen Richtungen freqeunzunabhängig gleich empfindlich aufnehmen.
Aus der jeweiligen Situation und dem Einsatz heraus ergibt sich die Wahl des "richtigen" Mikrofons.
Soll eine Geige aus einem Klangkörper einzeln aufgenommen (gestützt) werden, muß zwangsläufig ein Mikrofon mit ausgeprägter Richtcharakteristik eingesetzt werden, um andere Insrumente auszublenden - hier wählt man üblicherweise eine Niere oder sogar eine Hyperniere.
Wird die Geige als Solo-Instrument oder im Ensemble aufgenommen (nicht gestützt), ist man in der Wahl der Richtcharakteristik freier. Hier gelten als Kriterien der Auswahl das Aufnahmeverfahren (XY, AB, MS, ORTF, ...) sowie die Klangeigenschaften des Raumes, der gewünschten Balance zwischen Direktschall und Raumklang, sowie auch dem Abstand der Mikrofone zur Schallquelle.
Dies sind aber prinzipielle Fragen der Aufnahmetechnik und gelten für alle Instrumente, nicht nur für die Geige.
Einem neutralem Mikrofon ist es egal, welches Instrument vor ihm steht. Sogar eine gute Bratsche wird damit gut klingen, eine schlechte aber nicht. Bei Geigen und Gitarren und Klavieren und Orgeln ist das nicht anders.
Ein Mikrofon, das in einem guten Raum m.E. hervorragend zu einer (Geigen-)Aufnahme geeignet sein kann, bisher jedoch noch nicht erwähnt wurde, ist mein geliebtes SCHOEPS KFM6 Kugelflächenmikrofon. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
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Antwort#59
... Österreicher? Normalerweise verwenden nur wir unsere Titel
um zu protzen und andere einzuschüchtern, Herr Doktor ...
:-))))
An den Herren ORFler!
Auch wenn dies Sie in Ihrem Nationalstolz kränkt, komme ich nicht umhin,
Sie darauf hinweisen zu müssen, daß die oben beschriebene Eigenschaft
keinesfalls eine alleinige Eigenart des österreichischen Nationalismus ist.
Auch in deutschen Landen wird in gewissen "höheren Kreisen" der Etikette
große Bedeutung beigemessen (insbesondere von jenen Damen selbst), daß
die werte Frau Gemahlin mit dem korrekten - wenn auch nur angeheirateten -
Titel "Frau Doktor" angesprochen wird.
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Antwort#60
dazu ein Auszug aus dem Lied "Feine Damen" von Reinhard Fendrich:
....
Sie beugen sich sehr gerne aus Theaterlogen,
an ihren Hälsen baumelt es millionenschwer,
denn sie behängen sich mit Ringen, Ketten Broschen,
der, der bezahlt, geht meistens ängstlich hinterher.
In den Gesprächen lieben sie es akademisch,
sie sind gebildet und belesen allesamt.
Doch böse Zungen kichern leise, aber hämisch,
denn promoviert haben sie erst am Standesamt.
Was wär', wenn wir
die feinen Damen nicht mehr hätten?
Wo wär' der Glanz
auf all den Bällen und Banketten?
Denn das Gefühl
für Etikette und für Stil,
das hat man heute nirgends mehr
und darum kämpfen sie dafür,
denn diese Welt ist so vulgär.
....
den gesamten Text gibt es unten im Link...


Feine Damen...
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