die sämpelfrequenz und der differenzton

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
hei, ich hab mich gerade mit samplefrequenzen und deren vor und nachteile beschäftigt, leider behaupten viele, dass durch das aufnehmen in höheren frequenzen differenztöne noch mitgenommen werden, die ich sonst nicht im audiomaterial hätte(und deswegen würde es auch natürlicher klingen).
meiner meinung(und überlegung) nach ist der differenzton aber entweder nur a) ein akustisches phänomen das im kinetischen bereich auftritt, oder b) ein psychoakustisches phänomen...beide geben höheren samplefreq´s (bei der aufnahme) keinerlei vorteile diesbezüglich. MAN SETZE VORRAUS, DASS ICH NUR AUF DIE CD WILL UND AUCH NUR ABHÖREN HABE DIE BIS CA. 20khz GEHEN.
dazu hätt ich gerne eure ansichten.
danke
dB
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Antwort#2
Wenn man voraussetzten soll, dass du "ohne zu brüllen" eine Aufnahme auf einer handelsüblichen CD haben möchtest, dann ist bei der Abtastfrequenz von 44,1 kHz im Audiobereich alles in Ordnung. Da gibt es keine Differenztöne von höheren Frequenzen.
Das liegt am Antialiasingfilter bei 20 kHz, einem Tiefpaßfilter mit besonders steiler Übergangskennlinie (ideal rechteckig) vom Durchlaß- zum Sperrbereich und dient der Bandbreitenbegrenzung eines abzutastenden Signals, um das Auftreten von unerwünschten Faltungsfrequenzen zu verhindern.
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Antwort#3
genau so ist es, aber bei einer DVD entstehen differenztöne resultierend aus höheren frequenzen doch auch nur, wenn ich ls habe die die töne die differieren auch wiedergeben können, z.B. trompeten bei ca 40khz..oder nicht?
gruuhs
dB
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Antwort#4
ich will wissen, ob differenztöne psychoakustischer natur sind, oder ob sie im gemessenen spektrum einer aufnahme vorkommen...
grüsse
dB
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Antwort#5
Ich will wissen, ob Differenztöne psychoakustischer Natur sind, oder ob sie im gemessenen Spektrum einer Aufnahme vorkommen...
Wenn im Spektrum bei 30 kHz Frequenzen gemessen werden, so werden diese Frequenzen bei der mit 44,1 kHz getakteten Aufnahme normalerweise nicht gespeichert. Wegen des 20 kHz Tiefpasses sind diese 30 kHz nicht mehr in der Aufnahme vorhanden.
Würde das Antialiasingfilter nicht vorhanden sein, dann würden die in den Hörbereich gespiegelten Differenztöne störend hörbar. Das ist dann "nicht psychoakustisch", das ein reiner physikalischer Fehler.
Auch das Spielen von zwei Blockföten, die bisweilen zwischen den zwei Tönen noch einen Differenzton bilden ist nicht psyoakustischer Natur, denn wir hören das mit unseren eigenen Ohren, wenn wir danebenstehen. Genauso hört das auch ein Mikrofon, welches das aufnimmt. Dieses Töne sind in einer Aufnahme vorhanden. Das ist reine Physik und "nicht Psychoakustik".
Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychoakustik
http://home.arcor.de/mfiedler/psychoakustik.html
http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Winter00-01/psychoak.htm
http://www.mmk.e-technik.tu-muenchen.de/~tal/demos/demos_content.html
Diese Darbietung soll die im Gehör selbst erzeugten Differenztöne veranschaulichen. Dazu wird ein 1620 Hz-Ton und gleichzeitig ein sich verändernder zweiter Ton (1800 Hz bis 2200 Hz) dargeboten. In Teil I sind diese beiden Töne gleichzeitig gespeichert. Die Differenztöne sind wahrnehmbar, insbesondere der kubische Differenzton mit der Frequenz 2f1-f2 ist deutlich, weil er bei Erhöhung der Frequenz des zweiten Tones von 1800 Hz nach 2200 Hz sich in der Frequenz verringert und dadurch dem Klangeindruck der beiden Primärtöne entgegenläuft.
Es könnte vermutet werden, daß die Übertragungsanlage soviel nichtlineare Verzerrrungen erzeugt, daß diese wahrnehmbar werden können, d.h. daß die wahrgenommenen Differenztöne nicht im Gehör, sondern im Übertragungssystem auftreten. Deswegen ist in Teil II ein konstanter Ton von 1620 Hz aufgesprochen. Dieser Ton soll während Teil III gepfiffen werden. In diesem Fall ist in Teil III die Erzeugung der beiden Töne getrennt: während die Platte den frequenzveränderlichen der beiden Primärtöne (1800 Hz bis 2200 Hz) liefert, wird von dem getrennten Generator (Pfeifen) der 1620 Hz-Ton geliefert. Daß dennoch die kubischen Differenztöne sehr eindeutig wahrgenommen werden können, ist ein Zeichen dafür, daß die Differenztöne tatsächlich im Gehör und nicht in der Übertragungsanlage erzeugt werden.



Wikipedia: Differenzton
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