Chor Live Beschallung

Erstellt 46 Antworten47 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo, ich arbeite oft mit versch. Chören zusammen (Gospel-, Kinder-, Schulchor). Was ist das ultimative Microfon zur Abnahme und versärkung des Chores. (Personen 20 - 60 Stk.) Der Chor soll dabei die Choraufstellung beibehalten und sich nicht um die Mikros positionieren. Habe bisher 4-6 AKG C1000s eingesetzt, dabei musste sich der Chor aber immer um die Mikros herumstellen um gute ergebnisse zu erhalen.
Hoffe auf eure hilfe
Maurice
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Antwort#2
Geh doch einfach mal in unsere Forum-Suchmaschine und gib das Wort Chor ein.
Suche dort mal das ultimative Mikrofon zur "Abnahme". Was immer du da auch abnehmen willst.

Dein Worte "Abnahme" ist schon seltsam.
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Antwort#3
BITTE!!! nciht schon wieder :-(
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Antwort#4
Für den Fall der Verstärkung funktioniert nur diese Nahstellung der Mikros. 4-8 Mikros bei 20-80 Leuten ist das schon nicht falsch. Mit den unzureichenden Abbildungen musst Du eben leben.
Die Mikros stehen entweder in einer Reihe, über Kopfhöhe und zeigen auf die hintere Reihe oder stehen im Zickzack vor / über dem Chor.
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Antwort#5
In dem Chor mit dem ich mal gearbeitet hatte, hatten wir pro 2-3 Personen ein c1000. Die 2-3 Personen standen dann "im Halbkreis" das 1000er.
Vorteil gute Abnahme
Nachteil teuer langer Soundcheck (20 1000er)
Benne
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Antwort#6
""Was ist das ultimative Microfon..."
Klar ist, das es das ULTIMATIVE Mikro nicht geben kann - für nichts.
Gut dafür ist ein Mikro mit hoher Enpfindlichkeit - also praktisch jedes Kondensatormikro. Kleinmembraner sind im Vorteil. Besonders praxisgerecht sind
Mikros mit Schwenkgelenk,, wie es sie u.a. von AKG und Schoeps gibt.
Die sind nicht billig, haben aber den Vorteil das sie beim Abhängen perfekt ausgerichtet werden können.
Ich benutze AKG C460 (C480) mit A61 Schwenkgelenk + CK61 ULS Nierenkapsel.
Das C1000 ist dafür wirklich dritte Wahl.
Dann schon lieber die Mittelklasse-Mikros, die auch die meisten Beschaller im Sortiment haben: C391, C451, SM81, AT 30er/40-Serie.
Für einen mittleren Chor sind übrigens 4 Stück vollkommen ausreichend.
Viel wichtiger aber ist ein gutes Entkoppeln der PA - das erfordert eine Menge Erfahrung.
Gruß,
Christopher

PS. An alle Klugschei*er: "Abnahme" ist ein in der PA-Szene vollkommen etablierter Begriff, daß läßt sich durch nichts mehr wegdiskutieren - schon gar nicht mit dem Argument, das dies "falsch" sei - das ist er nämlich nur aus der Sicht der Mikrofon-Theoretiker - deren Sicht hat hier keine Relevanz, damit macht man sich eher lächerlich in der Beschallerinnung!
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Antwort#7
"Abnahme" ist ein in der PA-Szene vollkommen etablierter Begriff
... damit macht man sich eher lächerlich in der Beschallerinnung
Richtig, und was etabliert ist, ist auch gut! Genauso etabliert ist das sog. Gaffa-Tape, ein Verbandmaterial für verletzte Mikrofonständer und Becken, das einst in der israelischen Stadt Gaffa (genau zwischen Haffa und Jaffa) erfunden wurde, wo bei einem besonders miesen Konzert ein beherzt eingreifender Tontechniker, sein gerade aufgenommenes Material opferte, indem er das Tape abspulte und damit dem Sänger erdrosselte.
In einer von Änfängern und Quasiprofis durchsetzten "Innung" macht sich jeder auf Exaktheit Bedachte sicher sehr leicht lächerlich.
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Antwort#8
"In einer von Änfängern und Quasiprofis durchsetzten "Innung" macht sich jeder auf Exaktheit Bedachte sicher sehr leicht lächerlich"
ich als mein Leben lang nur "Aufnehmender" ziehe meinen Hut vor vielen Beschallern...Mit welch widrigen Umständen sie fertig werden und mit welchem Improvisationstaltent sie das bewältigen, ist bewundernswert, und es sind Dinge die wir aus der "wohlgeordneten Studiotechnik" kaum kennen (auch wenn wir womöglich liveaufnahmen machen).
Die Herren Tonmeister die sich zu gut sind um mit "denen" zu kommunizieren, sollten lieber mal vor der eigenen Türe kehren und gefälligst vom hohen Ross herabsteigen!
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Antwort#9
Hier macht sich niemand lächerlich.
Wollen wir die Tonaufnahmen-Macher, die akustische Instrumente und Stimmen in wohlklingenden Räumen richtig "aufnehmen" gegen die PA-Beschaller ausspielen, die nur "Gaffa"-Tape und das "Abnehmen" im Kopf haben?
Das bringt doch nichts.
Es sollte nur allen klar sein, dass es dabei ziemlich gegensätzliche Klangvorstellungen in den Köpfen gibt, ohne eine Bewertung vorzunehmen.
Gruß Moin-Moin
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Antwort#11
Moin...
"Richtig, und was etabliert ist, ist auch gut!"
Spart Euch doch bitte mal immer diese Nickeligkeiten. Genauso etabliert (und genauso falsch!) sind in der Aufnehmerfraktion Begriffe wie "Abhören" (ist der Ton hinterher nicht mehr auf dem Band?) oder "Mitschneiden" (wer arbeitet aufnahmeseitig noch mit Schellack?)... Da sollte sich mal ein "Fachfremder" hier drüber aufregen. Ich kann mir schon den Sturm der Entrüstung vorstellen.
Also einfach mal den Ball flachhalten und nicht Kollegen einer verwandten Zunft als Unwissende darstellen, nur weil sich dort eine etwas andere Fachsprache entwickelt hat.
Für den "Aufnehmer" braucht es nur einen Begriff, weil die Mikrofone stets ausschließlich zu Aufnahmezwecken aufgestellt werden.
Ein Beschaller dagegen möchte schon differenzieren, ob er "Aufnehmen" oder "Abnehmen" möchte - "Mikrofonieren" ist in der täglichen Praxis einfach zu länglich. Ob "to mike" als gebräuchliches Verb hier mehr Anklang fände?
"In einer von Änfängern und Quasiprofis durchsetzten "Innung" macht sich jeder auf Exaktheit Bedachte sicher sehr leicht lächerlich."
Oh, da ist sie ja wieder, die typische Häme. Bitte, Euer Gnaden, haben Sie doch bitte den Mumm, die Kritik am Wort "Abnahme" und den obenstehenden Satz mal nicht hier im heimischen Nest anzubringen, sondern z.B. im PA-Forum. Die dort vertretenen Amateure und Unwissenden werden sicherlich sehr freundlich reagieren.
Unglaublich, sowas!
Jens
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Antwort#12
Jens meint: Genauso seltsam wie "Abhören"...
Wenn man darüber etwas nachdenkt, dann merkt man, dass hier etwas nicht stimmt:
Es gibt "aufnehmen" und "abnehmen" von Tonwellen. Das eine mit Akustik - das andere ohne Akustik.
Aber das im Beitragstitel genannte "Abhören" gehört doch zum Gegensatz "Aufhören".
Vielleicht ist das ja bei diesem Thema gemeint.
Dann gehört dieses Thema doch besser in das Forum:
Tontechnik mit Siggi: Für Tontechniker - Tonassistenten - Beschaller
http://f27.parsimony.net/forum67884/
Nebenbemerkung: Ist bei euch die Schrift jetzt auch so klein und anders geworden? Oder hat sich meine Schriftart und Größe automatisch verstellt?
Günni




Tontechnik mit Siggi: Für Tontechniker - Tonassistenten - Beschaller
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Antwort#13
Moin...
"Es gibt "aufnehmen" und "abnehmen" von Tonwellen. Das eine mit Akustik - das andere ohne Akustik."
Sagt wer? Und was bitteschön soll "ohne Akustik" sein? BTW (und das hatten wir hier auch schon n-mal) spricht keiner in der PA-Technik davon "Schallwellen abzunehmen", sondern davon, "Instrumente abzunehmen"...

"Aber das im Beitragstitel genannte "Abhören" gehört doch zum Gegensatz "Aufhören"."
Nein. Die beliebteste Argumentation der Fachsprach-Inquisitoren zum Thema "Abnehmen" ist diese: "Das Mikrofon nimmt Schallwellen auf, nicht ab. Denn die Schallwellen sind ja hinterher nicht weg, der Ton ist auch hinter dem Mikro noch da."
Mit der gleichen Argumentation verbietet sich das Wort "Abhören", denn das wäre gewissermassen die Revision von Bandmaterial bei gleichzeitiger Löschung.

Und das richtige Wort bzw. der "Gegensatz" zu abhören wäre nicht "Aufhören", sondern "Anhören".
Solange aber diejenigen hier, die beim Thema "Abnehmen" gedörrte Weintrauben aus ihrem Verdauungstrakt entlassen, ihre Aufnahmen oder Mischungen nicht "anhören" (das sollten sie vielleicht mal tun!), sondern "abhören", nehme ich jegliche Kritik an der Wortwahl "Abnahme" schlicht nicht für voll.
Jens
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Antwort#14
Ich bin Pianist. Wer den Wohlklang meines Flügels "abnehmen" will, den nehme ich nicht für voll. Das kann im Klang nichts Brauchbares werden.
Sollte mein Flügel jedoch mal verstärkt werden, dann halte ich "abnehmende" Mikrofone dicht am Resonanzboden für ideal. Den engen Klang kann ich dabei hinnehmen. Ich erkenne, dass das zwei grundsätzlich unterschiedliche Gegebenheiten sind.
Hoffentlich sehen das die Tontechniker auch so. Leider habe ich einige kennengelernt, die das weniger wissen.
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Antwort#15
Nebenbemerkung: Ist bei euch die Schrift jetzt auch so klein und anders geworden? Oder hat sich meine Schriftart und Größe automatisch verstellt?
Probier mal Strg+Mausrad.
Du wirst Dich wundern ;)
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Antwort#16
Moin...
"Ich bin Pianist. Wer den Wohlklang meines Flügels "abnehmen" will, den nehme ich nicht für voll. Das kann im Klang nichts Brauchbares werden."
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum (der allerdings gerade hier im Forum gern geschürt wird), dass "abnehmen" gleichzusetzen wäre mit "naher Mikrofonierung".
Mit "abnehmen" meint der beschallende Tontechniker schlicht die Gewinnung eines elektrischen Tonsignals von einem beliebigen Instrument. Ob das per induktiver Abnahme (Pickup/DI-Box), einem elektrischen Direktausgang (z.B. Synthesizer) oder per Mikrofon erfolgt, ist dabei erstmal egal. Und wenn Mikrofon, dann wird es in einer Live-Beschallungssituation natürlich oft auf nahe Mikrofone hinauslaufen, um Übersprechen und Feedbacks zu vermeiden.
Dass dieses für AUFnahmezwecke (und jetzt sieht man, wie sinnvoll diese Unterscheidung ist!) nicht immer wünschenswert ist, ist aber dem Beschaller ebenso klar. Daher wird er die Aufnahme entweder einem zweiten Kollegen überlassen oder ggf. selbst noch weitere Mikrofone stellen - z.B. ein entferntes Mikro, was nicht auf die PA gemischt wird.
"Sollte mein Flügel jedoch mal verstärkt werden, dann halte ich "abnehmende" Mikrofone dicht am Resonanzboden für ideal. Den engen Klang kann ich dabei hinnehmen. Ich erkenne, dass das zwei grundsätzlich unterschiedliche Gegebenheiten sind."
Eben drum. Das hat aber mit dem Wort "Abnahme" in erster Näherung nichts zu tun.
Jens
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Antwort#17
Danke Jens für die Aufklärung. Alle Tontechniker wollen immer an die Geigen einen Tonabnehmer anbringen. Egal, ob das für Beschallung oder für eine
Studiotonaufnahme ist. Das sieht mir immer nach dem Wunsch nach einer Tonaufnahme ohne Schall aus. Das geben die sogar auch zu.
Einer meinte: Schade, dass man in die Geige nichts reinbohren darf. Aber dieser gebohrte Ton klingt doch nicht.
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Antwort#18
Probier mal Strg+Mausrad.
Du wirst Dich wundern ;)
Danke, Samplituder. Da hast du mir
aber schnell geholfen.
Jetzt ist die Schrift wieder "normal".
Ich dachte schon, das Forum hat was verändert.
Günni
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Antwort#19
Moin...
"Alle Tontechniker wollen immer an die Geigen einen Tonabnehmer anbringen. [...]
Einer meinte: Schade, dass man in die Geige nichts reinbohren darf."
Also erstmal: "alle" bestimmt nicht. Allein die hier im Forum überwiegende Mehrheit wird das nicht tun wollen. Und wenn die "alle" auch noch deine Violine zerstören wollen, dann bist du bisher nun wirklich an seltsame Exemplare geraten - DAS sind Amateure, nicht jene, deren Wortwahl nicht Dickreiterkonform ist...
"Das sieht mir immer nach dem Wunsch nach einer Tonaufnahme ohne Schall aus. Das geben die sogar auch zu."
Nun ja, auch Körperschall ist Schall - und ein Piezo-Stegtonabnehmer ist auch ein Schallwandler. Insofern geht "Tonabnahme ohne Schall" eigentlich gar nicht.
Dass allerdings für _Beschallungsaufgaben_ ein Tontechniker u.U. einen (geklemmten!) Stegtonabnehmer bei einer Geige vorziehen wird, ist kein Zeichen für mangelnde Profenssionalität. Zumindest, wenn nicht von Klassik die Rede ist, sondern z.B. von Jazz, Country o.ä., also "U-Musik mit Violine" (ich hasse dieses Wort!). Denn da wird man aus verschiedenen Gründen nah an die Geige herangehen müssen - und wenn sich der ausdruckstarke Geiger dann bewegt, wird man vorzugsweise den Schallwandler auch nicht auf ein Stativ stellen, sondern irgendwie an der Geige befestigen wollen. In dem Fall ist sogar ein Stegtonabnehmer IMHO das kleinste Übel - sowohl klanglich als auch der Geige zuliebe.
Aber nu sind wa endjültig vom Thema ab, wa?
Jens
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Antwort#20
"Daher wird er die Aufnahme entweder einem zweiten Kollegen überlassen "
Nö. Im konkreten Einzelnfall redet er dem live übertragenen Chor ein, daß man ja aus dem mischpult einen prima Abzug machen kann, den man für die Cd nutzen könnte.
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