"Daher wird er die Aufnahme entweder einem zweiten Kollegen überlassen "
Nö. Im konkreten Einzelfall redet er dem live übertragenen Chor ein, daß man ja aus dem Mischpult einen prima Abzug machen kann, den man für die CD nutzen könnte.
Das ist so im Leben. Damit haben wir aber den Knackpunkt. Beschallung = Tonaufnahme. Sieht man doch an den Mikrofonen. Aua - aua!
Moin... "Nö. Im konkreten Einzelnfall redet er dem live übertragenen Chor ein, daß man ja aus dem mischpult einen prima Abzug machen kann, den man für die Cd nutzen könnte." Moooment... Da muss man IMHO unterscheiden, ob die Aufnahme oder die Beschallung im Vordergrund steht. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn ein ohnehin aus Beschallungsgründen mikrofonierter Chor o.ä. mit minimalem Zusatzaufwand direkt aus der Beschallungsanlage "mitgeschnitten" wird - z.B. zur Selbstkontrolle oder zu "Dokumentationszwecken". In so einem Fall wird man nicht noch unbedingt extra Mikrofone aufstellen. Wenn die Aufnahme im Vordergrund steht bzw. neben der Beschallung noch eine CD-taugliche Aufnahme entstehen soll, dann wird man ggf. mehr Aufwand treiben. Ich selbst habe auch schon bei Rock-Liveaufnahmen erlebt, dass der Tontech neben Ambience-Mikros auch noch zwei, drei Extramikros z.B. für die Gitarre und den Bass (der für die Beschallung nur DI-mäßig vorgesehen war) spendiert hat. Und dort wäre der zusätzliche Aufwand in vielen Fällen gar nicht so nötig, weil ohnehin (Beschallung wie Aufnahme) ähnlich mirkofoniert wird. Deine Aussage ist mir dann doch etwas zu pauschal. Es ist natürlich auch eine Frage, inwieweit der Beschaller mit _Aufnahmen_ überhaupt vertraut ist. Das ist nicht jeder, aber es wäre auch falsch zu sagen "die können das alle nicht". Darüberhinaus kommt es auch drauf an, wofür man bezahlt: Wer eine Beschallung bucht, der kann wohl erwarten, dass man ohne Mehrpreis am Tape-Out des Pults einen DAT-Recorder mitalufen lassen kann. Man kann sich auch oft darauf einigen, dass der Mischer einem als kostenlosen Bonus einen Aux-Mix für die Aufnahme erstellt oder aus ein paar Sub-/Matrixausgängen eine Mehrspur füttert. Aber wenn zur Dienstleistung "saubere Beschallung" auch noch die Dienstleistung "saubere Aufnahme" kommt, dann sollte man damit rechnen, dafür separat zur Kasse gebeten zu werden. Dann allerdings kann man auch erwarten, dass für die Aufnahme ggf. gesondert mikrofoniert wird. Ich würde als Künstler ohnehin darauf bestehen, dass sich in so einem Fall zwei Personen drum kümmern, weil ein FOH-Techniker, der einen guten Frontsound und womöglich noch drei, vier Monitore zu betreuen hat, nicht unbedingt automatisch die Kapazitäten frei hat, sich auch noch um eine Aufnahme zu kümmern. Das, was du beschreibst, halte ich für ein ganz legitimes Angebot, wenn der Mensch für die Aufnahme keinen Mehrpreis bekommt. Wenn er den aber abrechnet, dann war das schlicht und einfach "Abzocke" - und das wäre in meinen Augen nicht der Normalfall, sondern ein trauriger Einzelfall. Jens
""Alle Tontechniker wollen immer an die Geigen einen Tonabnehmer anbringen. Egal, ob das für Beschallung oder für eine Studiotonaufnahme ist."" Das wundert mich... In was für Studios "verkehrst" Du denn? ;-) Fakt ist: Mit einem Miniatur-Mikro am Steg lässt sich eine Geige ganz gut ABNEHMEN (!) - also für Beschallungszwecke, wenn es wirklich Rückkopplungsproblematisch ist, also wenn weitere LAUTE Instrumente auf der Bühne sind. In jedem anderem Umfeld geht das aber auch mit Abstand zum Instrument - auch LIVE. Im Studio sind solche Mikrofonierungen oder PU's eher was für den Bereich "Effektsound". Allerdings haben auch nicht viele Studios die Möglichkeit einen guten Raum mit Einfließen zu lassen (z.B. durch Klein-AB mit > einem Meter Entfernung), so das hier wohl häufig versucht wird durch "Close-Miking" Raumeinflüsse zu unterbinden, natürlich auf Kosten der Natürlichkeit. Gruß, Christopher
Ein "sauber" mikrofonierter Chor läßt sich ohne irgendwelche Abstriche sowohl für PA UND Recording nutzen, ohne wenn & aber. Zusätzliche Raum-Mikros, getrennte Pulte/Techniker sind weitere Detailfragen die meist nur um Budget scheitern.
""In einer von Änfängern und Quasiprofis durchsetzten "Innung" "" Deine Ahnungslosigkeit ist erstaunlich... Leider muß man aber eines Anmerken: Es gibt für einen "Veranstaltungstechniker" kaum eine Möglichkeit, tiefer in die Audio-Materie einzudringen. Das ist ein Bereich für "Spezialisten", die meist gar keine offizielle Ausbildung gemacht haben (wie meine Wenigkeit). Weder das echte Studium, noch "SAE", noch die VT-Ausbildung vermitteln ein brauchbares Profil. Und ein "Ing." wird sich naturgemäß nicht dafür begeistern. Und daher gibt es in der "Innung" so viele ungelernte, ja auch untalentierte "Tonis", die mit Halbwissen unter oft widrigen Umständen und schlechtem Equipment irgendwas "zum rennen" kriegen müssen. Wie relevant hier z.B. die genuin korrekte Schreibweise von GAFF*#>-Tape ist kann sich jeder mal selbst überlegen! (Übrigens: Wer kennt denn noch den Unterschied zwischen einem Laptop und einem Notebook und die Entstehung dieser Begriffe??) Häme und Pauschalisierungen von außenstehenden Besserwissern darüber ist feiner Charakterzug.
To Whom it May Concern: "Notebook" (engl. Notizbuch) oder "Laptop" (Klapprechner), oft auch Mobilrechner, Klapprechner oder scherzhaft Schlepptop genannt, ist ein kleiner, tragbarer Personal-Computer. Wenig bekannt ist, dass "Laptop" ein als Warenzeichen geschützter Begriff ist. Notebooks wiegen zwischen 1 kg (Sub-Notebook) und etwa 5 kg (DeskNote) und sind meist etwas größer als ein DIN A4-Blatt. Sie enthalten im wesentlichen die gleichen Komponenten wie ihre Desktop-Kollegen, allerdings miniaturisiert und für den mobilen Einsatz optimiert. Üblicherweise werden bei Notebooks heute TFT-Flachbildschirme in Größen zwischen 12 und 17 Zoll verwendet. Die Maus wird am Gerät durch ein berühungsempfindliches Sensorfeld (Touchpad) oder einen Trackpoint (Früher oft Trackballs) ersetzt. Eine weitere Notebook-Spezialität sind die oft vorhandenen PCMCIA-Steckplätze zum Anschluss von Erweiterungskarten und die besondere Bauform der Speicher-Bänke (SO-DIMM). Im mobilen Einsatz verwenden Notebooks NiMH- oder LiIon-Akkumulatoren zur Stromversorgung und erreichen damit Laufzeiten zwischen zwei und sechs Stunden, je nach Stromverbrauch des Geräts. In Zukunft sollen auch Miniaturbrennstoffzellen zur Versorgung der Notebooks mit elektrischer Energie eingesetzt werden, um die erreichbaren Laufzeiten zu erhöhen. Durch die Fortschritte in der Mikroelektronik sind Notebooks heute in ihrer Rechenleistung mit Desktop-PCs vergleichbar, haben gegenüber diesen sogar einige Vorteile, so dass die Hersteller eine neue Geräteklasse eingeführt haben, die so genannten DeskNotes. Diese Notebooks werden als "Desktop-Ersatz" verkauft.
Es gibt keinen sauber mikrofonieren Chor! Es gibt nur Kompromisslösungen, die aufgrund der Randbedingung "Rückkopplungsfreie Beschallung" so ausfallen, daß eine übertriebene und aus musikalischen Erwägungen heraus sogar kontraproduktive Nahmikrofonierung ohne Hauptsystem stattfindet Und selbst wenn man nur die Stützen heranzieht und betrachtet, so macht es einen Unterschied ob ich "Beschallung" oder Beschallung mit Aufnahme" habe. Es macht einen Unterschied für die Mikros (keine Hypernieren möglich), es macht einen Unterschied für die Aufstellung der Lautsprecher sowie den Pegel derselben. Reine, P.A.-lastige Mikrofonierung ist zwar denkbar, doch da habe ich keinen "sauberen" Chorklang, wobei wir uns sicher einig sind, daß auch ein Kompromiss zwischen Aufnahme und Beschallung weitgehend P.A-lastig ist und daher meilenweit entfernt von einem sinnvollen Chorklang.
Du siehst mir das zu dogmatisch... Eine "Pa-Lastige" Aufstellung (was immer Du damit meinst) impliziert noch lange kein Close-Miking mit Hypernieren - das klingt nämlich auch über PA nicht (Außerdem ist das ein Ammenmärchen das Hypernieren weniger koppeln als Nieren!). Rückkopplungsprobleme werden eh meistens übrerbewertet - eine saubere Entzerrung der PA ist das A&O, kaum die Mikrofonierung. Wenn der Chor sich nicht unbedingt gegen eine Band durchsetzen muß ist das erst recht kein Problem. Mit der von mir oft + erfolgreich praktizieten Lösung mit vier Nieren (bei ca. 40 Sängern, ansonsten auch weniger Mikros) ließ sich ein natürliches Klangbild umsetzten UND den Chor "gegen" eine Begleitband durchsetzen. Und eine optionale "Haupmikrofoniereung" ist bei PA-Betrieb überdies sehr fraglich, wenngleich doch einen Versuch wert. Abgesehen davon ist es auf Bühnen auch eher unerwünscht, Dutzende von Mikros vor den Chor zu stellen, weil es keine praktikale Kombilösung geben könne - die gibt es sehr wohl. Um mehr ging es mir nicht.
...was kann man bei der Sommerhitze schon erwarten :) Vielleicht machen wir mal einen Punkt: Tontechnik hat ausschliesslich den Zweck der Beschallung und sonst nichts! Ob in Echtzeit oder ort- und zeitversetzt, es ist halt jeweils mit anderen Unbekannten zu rechnen und auf die kommt es an. Diskussionen um Worte haben noch keinen guten Ton gemacht.
Was tut aber der Mensch, der ausdrücken will, daß er ein Live-Konzert aufnimmt, und dem das Wort "Aufnahme" zu allgemein (weil zuwenig von "Produktion" abgegrenzt) erscheint? Er benutzt das Wort (Konzert-, Live-)Mitschnitt. Vielleicht auch deswegen, weil sich das Wort im _allgemeinen Sprachgebrauch_ so eingebürgert hat, daß es vom Radioaufsager bis hin zum "kleinen Mann" völlig Usus geworden-- Verzeihung, in Gebrauch ist. Warum Begrifflichkeiten umschmeißen, nur weil sich der Stand der Technik ein wenig weiterentwickelt hat - wenn doch jeder sofort weiß, was gemeint ist? Ich gestehe - andererseits habe ich mit dem Begriff "Abnahme" ebenfalls Schwierigkeiten (ich denke da eher an Wäsche-, Kreuz-, TÜV-Abnahme..;-) - aber wenn dadurch, wie beim "Mitschnitt", Situationen schärfer getrennt werden können (Produktion vs. Livesituation resp. PA vs. Aufnahme auf Tonträger) - warum nicht?? andee (der grad zu faul ist, sich Gegenbeispiele auszudenken..)
Moin... ich wollte mit dem Beispiel "Mitschnitt" auch nicht ausdrücken, dass dieses nun ebenfalls "auszurotten" wäre - eben weil ich derselben Meinung bin wie du: wenn klar ist, was ein Wort meint, noch dazu, wenn das vermeintlich "richtigere" unpräziser ist oder weniger genau abgrenzt, dann möge es doch gerne benutzt werden. Mir ging es nur darum, dass all jene, die sich immer wieder aufs neue über "Abnahme" echauffieren, sich zunächst mal an die eigene Nase fassen sollen. Und dann entweder beides tolerieren, oder konsequent beides nicht benutzen. Mich stört nur dieses ewige Messen mit zweierlei Maß... .Jens
Wer an Ton-Abnahme denkt, der macht bei der "Tonaufnahmetechnik" einen Fehler. Da ist die innere Klangvorstellung falsch. Das geht nicht wieder geradezubiegen und das merkt der Techniker noch nicht einmal. Wer am Ton-Abnahme denkt, der macht es bei der "Beschallung" eher richtig. Die Denkweise passt nur hier zusammen. Beides zusammen geht nicht gut. Das kann man täglich in der Praxis erleben. Was da so klanglich technisch danebengeht. Einer hat ja gerade gesagt: Tontechnik ist einzig und allein Beschallung. Dann ist ja alles geklärt. Her mit der Tonabnahme.
Hallo Jens und andere: Bitte hört doch endlich jetzt mal auf Euch über solche Lapalien zu streiten ob es "Aufnahme" oder "Abnahme" heißt, ob es "Anhören" oder "Abhören" heißt, ob es "Mitschnitt" oder Konzertaufnahme heißt oder was auch immer. Es ist doch darüber schon oft genug hier diskutiert worden und es kommt doch nichts dabei heraus und hilft keinem weiter. Ich finde, ein solches Forum ist doch zu schade um es immer wieder mit solchen Haarspaltereien zuzumüllen. Die Leute die nur passiv mitlesen lachen sich doch nur über uns kaputt und Ihr wundert Euch hinterher wenn solche Postings oder ein solcher Subthread gelöscht wird. Die Diskussionen sollten sich auf technische und künstlerische Aspekte der Tontechnik beschränken, ggf. auch auf Fragen des Urheberrechts in der Musik und nicht ständig solche Lächerlichkeiten ob etwas Aufnahme oder Abnahme heißt. Es weiß doch jeder was gemeint ist. Wer heute noch von "Mitschnitt" spricht dem ist halt nicht zu helfen, genausowenig wie sich Politiker der roten Fraktion immer noch mit "Genosse" anreden. Die sollen sich dann halt mit Hammer und Sichel rasieren...
Lieber Joe. Die blosse Wiederholung althergebrachter Denkweisen allein macht die Sache nicht wahrer. Wer natürlich beim Thema "Abnahme" gerne Schwarzweiß malen möchte und auch einer etwas differenzierteren Sichtweise (hast du die gelesen?) nichts abgewinnen kann, braucht natürlich auch keine Argumente zu bringen... Erkläre mir eins: WAS ist an meiner Klangvorstellung falsch, wenn ich den Begriff der "Abnahme" als Oberbegriff für nahe, ferne Mikrofonierung, induktive "Abzweigung" sowie Direktabgriff verwende? Wenn schon wegen eines Begriffes Haarspaltereien betreiben, dann doch bitte mal konkret werden! Sowas wie "Wer abnimmt, hat nichts verstanden" ist doch nur eine leere Worthülse... Jens
Nur eine Frage, Rainer, und die habe ich dir hier auch schon öfter gestellt: Du hast völlig recht mit der Feststellung, dass diese Streitereien nichts bringen. Nur: wieso schreibst du das regelmäßig als Antwort auf _meine_ Postings (und damit mir ins Kontor), anstatt mal diejenigen ins Gebet zu nehmen, die solche Diskussionen erst aufs Tapet bringen (namentlich hier: "mitleser - der echte" und "Jupp") - und das zudem noch in einem derart provokanten Tonfall, dass man sich als Angehöriger der betreffenden "Zunft" einfach nicht zurückhalten möchte? Ich will mal davon ausgehen, dass deine - völlig berechtigte - "Standpauke" nur deshalb genau unter meinem Beitrag steht, weil zum Zeitpunkt deiner Antwort mein Beitrag gerade der neueste war... ;-) ? Jens
Hallo Jens, genauso ist es, weil ich Deinen Beitrag als den "neuesten" gelesen habe. Deshalb habe ich ja auch in der Anrede dazugeschrieben "und andere". Mit diesen "Mitleseren" ist ebenso so eine Sache. Auch diesen werde ich in Kürze mal ein paar Worte zu ihrem "Mitlesertum" sagen.
Hallo Rainer... Gut, dann bin ich beruhigt. Dennoch ein kleiner Hinweis: In Foren (und gerade in solchen wie diesem, die als "Baumansicht" daherkommen) ist es eignetlich so, dass man implizit hauptsächlich den anspricht, auf dessen Posting man antwortet. Es sei denn, man macht das sehr deutlich, z.B. durch einen Betreff a la "An alle" o.ä. Deswegen wäre es evtl. günstiger, sich mit mahnenden Worten an der Stelle ("Verästelung") eines Threads einzuklinken, an der das logisch am sinnvollsten ist... mfG Jens
"Ich bin Pianist. Wer den Wohlklang meines Flügels "abnehmen" will, den nehme ich nicht für voll. Das kann im Klang nichts Brauchbares werden. Sollte mein Flügel jedoch mal verstärkt werden, dann halte ich "abnehmende" Mikrofone dicht am Resonanzboden für ideal. Den engen Klang kann ich dabei hinnehmen. Ich erkenne, dass das zwei grundsätzlich unterschiedliche Gegebenheiten sind." Hoffentlich sehen das die Tontechniker auch so. Leider habe ich einige kennengelernt, die das weniger wissen."
Du bist sicher einer von diesen neunmalklugen Musiker die alles besser wissen und überhaupt nur auf uns Tonmeister/-techniker herabschauen. Wenn wir uns dann umdrehen, verschiebst Du die Mikrofone so wie Du es für richtig befindest. Und am Ende regst Du Dich auf dass die Aufnahme scheise klingt. Da wünscht man sich manchmal 380V Phantomspeisung die am Gehäuse aufliegt....zum Kotzen sowas.