Noppenschaumstoff gesprühen

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich habe hier ein paar Matten Noppenschaumstoff in ursprünglich weiß/grauer Farbe.
Nun ist es so, dass die Oberfläche etwas unschön vergilbt. Jetzt frage ich mich, ob ich die Matten einfach mit einer Farbe besprühen kann.
Hat es gravierende Auswirkunge auf die akustischen Eigenschaften, weil ja durch die Farbe die "Poren" geschlossen werden?
Könnte man jede X-beliebige Farbe nehmen (Acrylbasis, Kunstharzbasis ....?)
Vielen Dank schonmal.
Gruß,
Lars
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo Lars,
leider kann ich Dir nicht sagen welche Farbe Du benutzen kannst, aber ich kann Dir sagen, dass der Schaumstoff seine akustischen Eigenschaften verliert wenn man diesen mit "normaler" Handelsüblichen Farbe bestreicht oder besprüht.
Ich hatte mal genau das gleiche Problem und hab es ausprobiert.
Mein Tipp: Lass es !!
Gruß
ZitierenPost melden
Antwort#3
Mit Sicherheit verändert sich der Absorptionsgrad des Schaumstoffs. Vom Besprühen mit Farbe würde ich daher dringend abraten. Abgesehen von der Tatsache, dass Noppenschaumstoff für den unteren Frequenzbereich eh nicht sehr wirksam ist, ist das Material immerhin besser als nichts.
Was ich in Deinem Fall mal versuchen würde: über den optisch hässlichen Schaumstoff relativ grob gewebtes Textil in der Farbe Deiner Wahl spannen, da ist es egal, ob der Stoff schlicht und einfarbig ist (dunkel ist optisch von Vorteil). Selbstverständlich kann der Stoff auch ein Blümchenmuster haben... ganz nach Geschmack, wie es beliebt :))
ZitierenPost melden
Antwort#4
Man sollte dabei aber beachten, dass der Strömungswiderstand der Stoffabdeckung geringer sein muss, als derjenige des dahinterliegenden Absorbers!
ZitierenPost melden
Antwort#5
Ich habe auchmal den Fehler gemacht und "weissen" Schaum gekauft. Der ist nur halbgelb! Ekelhaft! Momentan hängt bei mir ein violeter Stoffvorgang vor den Wänden, sodaß es keiner sieht. Ich habe zudem noch niederfrequente Basotecabsorber, die keine Oberfläche haben und so auch verdeckt sind. Das Billigste für Dich ist, die Dinger abzumontieren und neue, schwarze zu kaufen!
Dann legst Du die Dinger in die Sonne und hast nach 1 Woche gleichförmig ockergelbe, die Du an Jugendliche für ihren Probenraum verschenken kannst.
ZitierenPost melden
Antwort#6
Na klar, aber geh mal in einen Laden für Heimtextilien und frag da nach Stoffen mit geringem Strömungswiderstand :)
Deshalb meinte ich ja auch einfach nur 'relativ grob gewebt' - Textilien vom Kaliber einer Lautsprecherbox-bespannung dürften da ja wirklich keine Probleme machen. Ein altes Bettlaken aus Leinen schon eher. Wenn ich aber einen schweren, faltigen Vorhang vor den Noppenschaumstoff ziehe, kann ich den hässlichen Schaumstoff ruhigen Gewissens gleich weglassen und habe sicher noch einen höheren Absorptionsgrad bei tieferen Frequenzen.
(hab grad mal nachgeguckt, Absorptionsgrad schreibt sich tatsächlich mit "p", auch wenn es "Absorber" heisst und nicht "Absorper" :))
Hier noch ein interessanter Link zum Thema Bauakustik. Die Tabelle über die Schallabsorptionsgrade ist da recht aufschlussreich.
(Dass aber unterschieden wird zwischen den Absorptionsgraden für unterschiedliche Frequenzen bei einer männlichen Person mit Anzug und einer weiblichen mit Kleid - naja, wüsste gerne, wie die das gemessen haben : )


Uni Essen: Bauphysik/Akustik
ZitierenPost melden
Antwort#7
Ich habe mal meinen Vorhang in etwas vermessen, auch um den Leuten klarzumachenm, daß solches Hängematerial keine Bedeutung hat für die angebliche Klangverbesserung. Der Dekostoff, den ich verwende, schluckt ober halb von 8-10kHz nahezu 30% in isch weg, der Rest geht durch. Der sollte als gar keine BEdeutung haben, wenn man ihn vor Schaumabsorber hängt. Auch meine BAB-Breitbandabsorber haben einen blauen Dekostoff. Ich glaub nicht, daß der irgendeine Bedeutung haben kann.
ZitierenPost melden
Antwort#8
Stoff ist nicht gleich Stoff ...sag ich ja :) Ein dicker, faltiger Vorhang (keine Gardine!) ist von der Absorption so mit die beste Massname, wenn auf einfache Weise was optimiert (absorbiert) werden soll und wenn man auch im unteren Frequenzbereich was weggeschluckt haben will. Da kann man den Noppenschaumstoff dahinter getrost weglassen.
Die ursprüngliche Frage war aber eine andere hier und meine Antwort bezog sich ja auch um eine optisch einigermassen ansprechende Lösung zu dem vergilbten Schaumstoff. Der wird dann halt mit was dünnem, akustisch unwirksamen Material bespannt. Das Noppenmaterial habe ich jetzt mal grundsätzlich nicht in Frage gestellt, könnte man aber...
...noch ein Link zum Thema, einfach erklärt (zwar aus der HiFi-Ecke, aber dort gelten ja auch die bekannten physikalische Gesetze):


Raumakustik (pdf)
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.