PreMaster erstellen

Erstellt 39 Antworten40 Beiträge
Antwort#21
Hallo.
Also ich hatte bisher noch das Problem das eine Premaster-CD vom Presswerk zurück kam und ich mache nie eine Fehlerüberprüfung des Rohlings!
Ich habe bisher normale Brenner von Teac, Plextor und LG benutz. Als CD nehme ich einfach einen etwas besseren Rohling, also nicht den billigen Aldi -Rohling, sondern z.B einen von Phillips o.ä. .
Brenngeschwindigkeit nicht auf Maximum stellen, sondern z.B. nur auf 8-fach. Während des Brennvorgangs sicherheitshalber Finger weg von Maus und Tastatur und möglichst keine Programm im Hintergrund laufen lassen. Den Rohling behandeln als wäre er aus Gold, keine Fingerabdrücke hinterlassen und keinen Staub.

Ich stecke die Premaster CD nach dem Brennen nur genau einmal in einen CD-Player, schaue, ob er sie annimmt und zappe einmal durch. Dannach sofort wieder in die Hülle und nicht mehr anrühren.
Wie gesagt, bis jetzt kam noch keine CD zurück. Ein halbwegs anständiger Brenner und ein guter Rohling sind eigentlich fast Garant dafür, das nichts schief geht.
Ich sehe da keinen Sinn extra in einen speziellen Brenner oder ein Exabyte-Band-Laufwerk zu investieren. Es sei denn man braucht spezielle Funktionen (z.B. CD-Text schreiben). Und DAT-Tapes sind natürlich überhaupt nicht gern gesehen bei Presswerken, bzw. erzeugt unnötige Kosten.
Gruß,
Lars
ZitierenPost melden
Antwort#22
Die Frage ist natürlich: Was bringt es wirklich? Für ein richtiges Masteringstudio wäre eine solche Anschaffung sicher naheliegend - aber für wen noch wenn die Verwendung von CD-Rs in der Praxis keine Probleme macht und nur in der Theorie zweitklassig ist - wenn überhaupt.
ZitierenPost melden
Antwort#23
Mahlzeit...
Gleichzeitig frage ich mich: Wozu überhaupt?
Einen ähnlichen Test wird jedes gewissenhafte Presswerk selbst herstellen.
Und da werden wohl selten 100% perfekte CD-Rs angeliefert. Und was machen die dann wenn zu viele Fehler auftreten? IMHO das gleiche wie mit den DAT-Bändern: Digital Auslesen über einen CD-Player, also mit unhörbarer Fehlerkorrekur. Im Ergebniss: Ein checken der Lesbarkeit auf einem CD-Pläyer und der Track-Index-Punkte wird sicher ausreichen. Alles weitere ist Aufgabe der wirklichen Spezialisten im Presswerk.
ZitierenPost melden
Antwort#24
Ich bin von den Exabytes weggegangen weil neben den hohen Materialkosten auch die lauwerke rar werden. ich arbeite zwar weiterhin mit DDP Images, schicke die jedoch auf einer DVD ans Presswerk.
Ist zwar wieder ein optischer Datenträger mit möglichen Datenfehlern, nur da beim Übertragen ja die Fehlerkorrektur das DDP Master wieder eindeutig herstellen kann, habe ich trotz evt. Error-Correction wieder ein fehlerfreies DDP-Image. Ausserdem wiesen auch die Daten im DDP image selber eine höhere Redundanz als auf einer normalen Audio-CD auf....


Tonzauber - einfach klassisch!
ZitierenPost melden
Antwort#25
Wenn sog. "E32-Fehler" auftreten wird die CD vom Preßwerk zurückgewiesen. Die Fehler müssen vollständig korrigierbar sein.
Bei Exabyte-Bändern wird überhaupt kein Check gemacht, weil das Datenformat weit sicherer ist als das auf der CD - die lesen das Band direkt in die Glasmasteranlage ein.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#26
Höhere Kosten durch Prüfen von Exabyte-Bändern hatte ich noch nie, weil die die Bänder ohne Check direkt einlesen.
Beim SADiE-System ist eine Check-Funktion schon implementiert, wobei das Band mit der Original-Imagedatei verglichen wird. Ich mache das grundsätzlich bevor ich das Band ans Preßwerk schicke.

Grüße
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#27
Hallo,
meiner Meinung nach wird lange nicht bei jedem Presswerk so sorgfaeltig mit den angelieferten Premastern umgegangen, wie ihr jetzt vermuten lasst. Ich habe das Gefuehl, dass nur die "grossen Namen" wirklich eine sorgfaeltige Qualitaetskontrolle durchfuehren, denn nur diese haben meist eine Person fest im Dienst, die nur fuer solche Sachen zustaendig ist - und auch diese verschwinden langsamerhand im Zuge der finanziellen Lage.
Gr.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#28
Rainer,
das ist doch genau, was ich meine. Oder laesst Du Deine Kunden nicht fuer Deine Arbeitszeit zahlen? Auf dem Sonic habe ich auch immer eine Validation durchgefuehrt. Damals habe ich beim Schreiben des DDP Exabytes mitgehoert, dann den Master nach der Validation wieder durchgehoert.
Heutzutage guckt man schon schief, wenn man vorschlaegt, die CD-R noch einmal durchzuhoeren, bevor sie weggeschickt wird.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#29
... was erklärt, daß sich kaum ein Presswerk wegen fehlerhafter Datenträger rührt. Andererseits sind das ja auch keine Trottel. Wenn die CD nicht lesbar ist, werden die sich schon melden. Ich hatte einmal diesen Fall, der darauf zurückzuführen war, daß die CD einen Kratzer hatte. Offenbar ist die dort irgendwie runtergefallen. Seither sende ich, wie auch bei den Daten-CDs, immer zwei PM ein, in dem sicheren Bewusstsein, daß man dort - falls es ein mechanisches Problem mit der CD gibt - nicht umständlich versucht, die CD DOCH zu lesen, weil man sich die Blösse nicht geben will, zurückzufragen.
Stillschweigend nehme ich an, daß man in ähnlicher Weise bei Vorhandensein von Lesefehlern auf einer CD, nicht lange darüber sinniert, ob es Sinn macht, den Kunden anzusprechen oder es riskiert, daß die gefertigten CDs nicht ok sind, was dann den eigenen Ruf verschlechtern dürfte, sondern stattdessen lieber nochmal die zweite einschiebt und schaut, ob die nicht weniger Fehler hat.
Ich benutze einen Audio-CD-Recorder zum Schreiben der PMs, habe aber auch schon mal ein Livekonzert vorort zusammengeschnitten und mit einem Brenner in 4-fach geschrieben, weil die CD noch am selben Tage sofort zum Vervielfältigen sollte.
Ich habe dann im Nachinein einige der auf einer Vervielfältigungstation im Presswerk gefertigten CD-R-Kopien zurückgelesen und digital verglichen und siehe: Alles ok.
Praktisch habe ich also keine Ahnung, ob im Presswerk Fehlerkorrekturen greifen. Wenn das Ergebnis stimmt, soll es mir egal sein. Jede andere Form der Datenübergabe kostet mehr Zeit und Geld und beides hat heute ja heute keiner.
Im Übrigen habe ich auch nicht den Eindruck, daß man sich dort über DAT-Bänder noch sonderlich freuen würde. Die meisten sind auf die CD-R als PM ausgerichtet. Als Daten-CDs nehme ich übrigens IMMER CDs, die ich bei DIESEM Presswerk gekauft habe. Da kann mir dann keine kommen, und behaupten, ich hätte die falschen Rohlinge :-)
ZitierenPost melden
Antwort#30
Hallo Dirk,
also was das Bezahlen betrifft, rechne ich nicht nach Zeit ab. Das ist mir viel zu umständlich, daß ich noch meine Stunden mitzähle... Ich setze ein festes Honorar für alle Arbeiten die ich mache und fertig. Höchstens wenn die Produktionszeit weit über den Erfahrungswert hinausgeht, erhöhe ich das Honorar.
Zum DDP-Schrieb: Das Abhören dabei nutzt nichts, auch nicht nach dem Verifizieren. Da ändert sich nichts mehr. Beim Sadie kann man sowieso nicht mithören weil der DDP-Schrieb mit 5-facher Geschwindigkeit läuft, anderenfalls meldet das System Fehler "Disk to slow".
Und was soll nach dem Verifizieren nochmaliges Abhören bringen? Wenn ich die Verifikation vorgenomen habe, kommt das Band nicht mehr in den Recorder, sondern sofort in die Schutzschachtel und wird erst im Preßwerk wieder ausgepackt. Ich habe noch nie ein DDP-Band zurückbekommen wegen Fehler.
Das Einzige was ich mache, daß ich bevor ich das DDP schreibe, eine CD schreibe und sie auf dem Player prüfe, ob die PQ-Codierung stimmt, also ob nicht ein Track- oder Subindex zu früh oder zu spät sitzt. Und die Übergänge zwischen den Tracks prüfe ich auch im SADiE, das hat eine derartige Prüffunktion die die Trackanfänge und -enden nebst Zwischenpausen/Coundt-Downs kurz anspielt und dann zum nächsten springt.
Auf reines "Durchhören" der CD oder des DDP gebe ich nichts - diese Arbeit erspare ich mir. Der Checker erkennt jeden Fehler, selbst dann wenn man ihn längst noch nicht hört. Durchhören tue ich höchstens die ganze EDL bevor ich sie brenne bzw. das DDP schreibe um festzustellen, ob ich nicht irgendwo einen Schnitt oder Bearbeitungsschritt vergessen habe.

Wenn ich selbst CD's vervielfältige mache ich mir eine Master-CD mit SADIE und vervielfältige sie mit "Feurio". Das Brennen auf SADIE mache ich mit 2-facher Geschwindigkeit und nicht höher, weil die Datenfehlerrate nachweislich bei 4-fach oder gar noch höher immer größer wird (Feurio zeigt die Fehleranzahl der C2-Fehler nach dem Einlesen an). 1-fach Brennen geht mit meinem Brenner unter SADIE nicht.
Noch was zum Selbstbrennen: Wie reinigt Ihr denn Eure Master-CD's vor dem Einlesen? Ich habe es mit Isopropanol probiert, habe es mit entsprechend imprägnierten Tüchern probiert - alles Mist! Meine bewährte Mehtode: CD anhauchen und 1 mal über den Hemdärmel streifen zum sauberwischen! Funktioniert am besten!

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#31
"Wie reinigt Ihr denn Eure Master-CD's vor dem Einlesen?"
???
Ich nehme sie erst kurz vor dem Brennvorgang aus der Umhüllung und schaue kurz drüber, ob sie einen optisch erkennbaren Mangel hat. Ich nutze dazu aber die linke Hand, wei die rechte das Honigbrötchen hält. Vorher nehme ich noch die Kaffeetasse vom Gerät, damit nicht das Öffnen der Laufwerkschublade einen Ruck auslöst und der Kaffee verschlabbert.
ZitierenPost melden
Antwort#32
Hallo Rainer,
das mit dem Abhören während des Schriebs und danach hatte ein wenig mit einer Eigenart von Sonic zu tun. Wie auch immer, ich bin absoluter Verteidiger des Abhörens eines fertigen PreMasters, denn es gehört sich das Komplettprodukt noch einmal unter anderen Unständen einer Qualitätskontrolle zu unterziehen. Es kommt erstaunlich oft vor, dass selbst ein Team von verschiedenen Produzenten, Engineers und Editors / Mastering-engineers etwas nicht gehört hat, was erst am allerletzten Schritt auffällt, wenn man mit etwas mehr Abstand das ganze bewertet.
Fr. Gr.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#33
Genau, ich höre auch immer seltener von Problemen seitens des Presswerks mit angelieferten Premastern. Ich glaube nicht, dass das mit technischen Fortschritt allein zu tun hat...
Ich schicke auch immer eine Safety-Copy mit, damit bei Problemen auf diese zugegriffen werden kann.
Gr.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#34
Ich habe noch 8 Jahre alte 650er rumliegen, aber die nutze ich selber nicht mehr, weil sie mutmasslich zu alt sind.
Wie sieht es eigentlich diesbezüglich mit den neuen 870ern aus ?
Schon mal 99min gemastert ?
ZitierenPost melden
Antwort#35
Worin unterscheiden sich denn eigentlich die 80min Rohlinge von den kürzeren? An sich ist doch eigentlich nur der Schreibvorgang verschieden, nicht das Medium?
Ich erinnere mich noch an die Michael Jackson CD, die damals länger als 74min war, wo man dichter bei einander liegende "Furchen" geschrieben hatte und, glaube ich, etwas weiter zum Rand gegangen ist.
Garantiert demnach ein 80min Rohling nur, dass bis nach aussen die reflektierende Schicht genutzt werden kann?
Gr.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#36
Hallo Jürgen,

ich glaube Du hast mich mißverstanden: Gemeint war ein fertig gebranntes Master, was dann mit entsprechenden Brennprogrammen vervielfältigt werden soll.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#37
Doch die Medien sind verschieden. Die 80-er Rohlinge nutzen die Toleranzen voll aus. Das vermindert natürlich die Lesesicherheit.
Mir sind die 74-er auch lieber. Nur bekommt man sie nicht mehr.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#38
Moin...
"Garantiert demnach ein 80min Rohling nur, dass bis nach aussen die reflektierende Schicht genutzt werden kann? "
Nein. Ein "leerer" Rohling ist nicht wirklich leer. Es ist schon ein sog. "pregroove" drauf, also die Spur, allerdings ohne Daten. Daran orientiert sich der Schreiblaser. Somit liegen zwangsläufig auch beim 80er-Rohling die "Rillen" enger zusammen.
Das ist zwar genaugenommen eine volle Ausnutzung der RedBook-Toleranzen, allerdings haben sich 80er Medien zum aktuellen Standard gemausert, so dass sich die de-facto-Toleranzen etwas verschoben haben. Ein PC-Laufwerk zumindest darf heute mit 80er Medien keine Probleme mehr haben - das wäre ein Garantiefall.
Wenn also im Presswerk nicht mit Hardware aus den 80er Jahren ausgelesen wird, wird ein 80er Rohling kein Problem darstellen.
Jens
ZitierenPost melden
Antwort#39
Hallo Rainer, das hatte ich als zweite Interpretation durchaus noch im Kopf, habe aber mal unterstellt, daß Du ein Master brutzeln wolltest. Mein Beitrag war überdies nicht ohne Absicht ironisch angelegt. :-)
Allerdings sollte es keine Probleme geben: Das MAster wird ja digital ausgelesen, sodas man merkt, ob es ein Problem gibt, oder ?
Ichhatte noch nie Probleme mit verschmutzten CDs, lasse allaerdings auch nix rumliegen. Wenn ich so sehe, wie andere mit ihren CDs umgehen, die dann trotz Staub und Schmutz immer noch abspielen ...
ZitierenPost melden
Antwort#40
Heisst das nun, daß Du glaubst, daß die die Fehler einfach unterschlagen?
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.