Hi alle, aufnahme eines Streichquartett´s Also ich bin kein Tontechniker (absolut nicht) habe Dynamische Mikrofon´s da geht mal gar nicht´s deshalb die Frage: Welches mikro sollte man sich da zulegen? und wie plazieren? danke scho ma Heifetz
Hallo Heifetz, tja das lässt sich leider so pauschal überhaupt nicht beantworten. Da gibt es einfach so viele Faktore die man beachten sollte, die man so nicht einfach niederschreiben kann. Ich setzte jetzt mal voraus, Du hast wirklich keine Ahnung (ist nicht bös gemeint, Du schreibst es ja selber) Vielleicht kommen ja noch andere Anregungen ich denke aber am sichersten fährst Du wenn Du dir ein vernünftiges Stereo-Mic besorgst, z.B. ein Neumann USM 69 i , die Kapseln 90° auf Niere und dein Quartett im Halbkreis davor setzt. Wenn die Musiker das ausgewogen spielen, sollte die Aufnahme auch so werden.
Hallo, solange Du keine besonders hochwertigen Resultate erwartest darfst Du auch als blutiger Anfänger so etwas machen ;-) Dynamische Mikros würden schon gehen, aber dann bitte keine SM58-Schiene sondern z.B. Sennheiser MD441/421 - die gammeln überall noch rum, soll meinen: Kann man sich evt. für umsonst leihen. Kondensatormikros kann man sich auch leihen. In diesem Falle nehme gleich recht hochwertige, z.B. Neumann KM, Microtech Gefell, Schoeps, DPA/B&K, Sennheiser MKH, AKG C4xx (Meinungen zu den unterschiedlichen Fabrikaten/Typen gibt es zuhauf im Forum, günstig+einfach käme man eher an AKGs, weil viele PA-Verleifer die haben). Zur Aufstellung: Ich würde ORTF mit zwei Kleinmembran-Nieren empfehlen, hier kann man IMHO die wenigsten Fehler machen, bitte mal die Forumsuche bemühen. Das ganze also Stereo ohne weitere Stützen mit einem halbwegs brauchbaren Mischpult oder einer Vorstufe auf ein Medium Deiner Wahl (vorzugsweise Computer mit guter Soundkarte oder DAT/CD-Recorder) aufnehmen. Das Ergebniss sollte zufriedenstellend sein - so es die Leistung der Musiker war. Gruß, Christopher
Hallo, wenn Du absoluter Anfänger bist, nimm einfach 2 Deiner dyn. Mikrofone, ordne diese im ORTF-Layout an (17 cm Kapselabstand / 110° Versatzwinkel) und stelle diese vor das Streichquartett - etwa so 1 Meter und auch so ca. 1 - 1,5 Meter hoch. Lasse Stützmikrofone weg, wenn Du noch keine Übung damit hast, sonst kann es passieren, daß Du Dir mit den Stützen das ganze Klangbild verhunzt.
Das (U)SM69 würde ich für einen Anfänger nicht empfehlen, weil er die Beziehungen der Parameter zueinander (Versatzwinkel, Richtcharakteristik und Abstand zur Schallquelle) noch nicht kennt und auch nicht richtig einschätzen kann. Da fährt er mit einer ORTF besser.
gerade weil man als Anfänger die Abhängigkeit der Parameter wie Abstand und Winkel etc. zu einander nicht kennt würde ich eine Stereo-Mic empfehlen. Der 90° Winkel ist markiert und mit dem Abstand der Kapseln zueinander kann man ausser mit sehr grober Gewalt nix falsch machen. Die Charakteristik ist eindeutig aufgezeichnet. Aber davon abgesehen ist natürlich OTRF nix falsches oder schlechter. Gruß Stephan
Hallo, ich weiß nicht, wie da Deine Erfahrungen sind mit den Anwendern. Ich habe sehr oft die Beobachtung gemacht, daß gerade Anfänger mit den koinzidenten Mikrofonen grobe Fehler machen, weil sie eben diese genannten Parameter falsch einschätzen. Meist sieht man es, daß die Kapseln mit ihrer 0°-Richtung auf die Ecken der Schallquelle ausgerichtet werden, unabhängig von der Richtcharakteristik. Das Ergebnis ist dann häufig eine zu geringe Ausnutzung der Basisbreite. Auch macht man gelegentlich die Beobachtung, daß sich manche scheuen, eine andere Chrakteristik zu verwenden als Niere. Das aber ist gerade beim SM 69 von ausschlaggebender Bedeutung. Alles in allem: Nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen würde ich das (U)SM69 nur einem Anwender in die Hand geben, der schon mit der Problematik der Koinzidenzmikrofone näher vertraut ist - einfach um ihn vor Enttäuschung zu bewahren.
Hallo. Das Wichtigste nicht vergessen: Du brauchst einen guten Raum!!!! Also besser etwas mehr Geld für die Miete eines Raumes investieren, als für die Miete von Mikrofonen. Wenn Du einen guten Raum hast, ist das Mikrofonsystem gar nicht mehr so entscheident. Irgendein Hauptmikrofonsystem (ORTF, AB, Blümlein, XY, MS ...) vor´s Quartett stellen und los gehts. ORTF halte ich auch für die Lösung, bei der am wenigsten schief gehen kann. (Klein-)AB oder DeccaTree wird wahrscheinlich besser klingen, aber dafür braucht man jede Menge Erfahrung, die Du ja scheinbar noch nicht hast. In jedem Fall rate ich zu Kleinmembran Kondensatormikrofonen. Günstig z.B. Oktava 012 oder Rode Nt5, beide liegen so ca. bei 350 Euro das Paar. Und beide sind gut geeignet für ORTF- oder XY-Aufnahmen. Viel besser wären natürlich entsprechende Mikros von DPA, Neumann oder Schoeps. Aber die liegen in einer ganz anderen Preisregion. Viel Glück bei der Aufnahme. Gruß, Lars
Nachdem die anderen sich auf ORTF einschiessen: 4 Musiker sind wenige und daher kann man lokalisationsmässig mit einem AB sehr gut auskommen. Wenn der Raum gut klingt, würde ich zwei Kugelmikros in AB-Technik nehmen. Das passt dann klanglich für die tiefen besser.
Wenn es aber wirklich DIESE Mikros sein sollen, dann eben ein ORTF möglichst nahe - also so, daß der Aufnahmewinkel die beiden äusseren Musiker noch erfasst. Dazu könnte man noch ein / zwei Mikros weiter entfernt und etwas höher aufstellen.
Also ich dachte ehre an ein mikro zwischen 300 und 500? das Neumann USM 69 i ist mir da als Student etwas zu teuer :-) also ich weiß nicht ob es so etwas in guter qualität gibt. Ich hoffe das beste. Heifetz
Gucke mal in dem Produktkatalog von Sony. Meines Wissens gibt es da etwas in der von Dir gewünschten Preisklasse. Die Kapseln lassen sich da verstellen, nur die Charakteristiken nicht.
Halbkreis war vielleicht ein wenig übertrieben ausgedrückt. Die untere Doppelmembran-Kapsel sitzt fest, die obere ist um 90° drehbar. Die Charackteristik ist für jede Kapsel einzel schaltbar. Ich habe mit diesem Mikro genau solche Aufnahmen schon zu haufe gemacht und aller beste Erfahrungen gemacht. Meistens mache ich allerdings dann eine MS -Aufnahme
"MS-Aufnahme" ... Aha - das erklärt, warum die Kapsel fest auf 90° stehen! Ansonsten wären mir die drehbaren lieber! Ich habe allerdings kein solches Mikro und stelle mir die benötigten Charakteristiken immer selber her.
Gibt es soundkarten bis 150? (usb od. pcmcia)die brauchbar sind??
Es gibt externe Soundinterfaces mit eingebautem Mikrofonvorverstärker, an denen Du Kondensator-Mikrofone direkt anschliessen kannst (wichtig: symetrischer Eingang und 48V Phantomspeisung). Es gibt immer wieder z.B. ein gebrauchtes Edirol UA-5 für unter EUR 200,00 zu haben. Gegenwärtig wird das Nachfolgemodell (UA-25) mehrfach angeboten. Es hat den Vorteil (wie übrigens das Tascam US-122 auch), dass es die Speisung über den USB-Anschluss bezieht. Beachte aber, dass es bei USB zu Treiberkonflikten kommen kann. Christian-B