Da das Thema Stereoaufnahme, in was für einer Form auch immer ja grade im Raum steht, mal eine Gewissensfrage: Monokompatiblität ! Braucht man die noch? Achtet ihr drauf. Wenn der Correlator kaputt geht ? Fragen über Fragen Stephan
Wenn man aus Klanggründen in der mehr und mehr beliebten AB-Laufzeit-Stereofonie aufnimmt, ist die Anzeige eines Korrelationsgradmessers völlig nichtssagend. So ein Korrelationsgradmesser hatte guten Sinn bei den typischen "koinzidenten" Rundfunkaufnahmen (Es lebe das SM-69-Stereo-Mikrofon), die unbedingt monokompatibel zu sein hatten. Siehe: Deutliche Gedanken zum Sinn und zum Unsinn des Korrelationsgradmessers. In USA ist so ein Correlation Meter in üblichen Studios unbekannt. Nur die "klassische" High Society kennt so etwas.
Gedanken zum Sinn und zum Unsinn des Korrelationsgradmessers
Dochdoch...ich hör zwischendurch schon mal mono auf ner Küchenquake. Korrelationsmesser finde ich nicht besonders ausssagekräftig, ich kenne sehr amtliche und monokompatible Produktionen, die über sehr lange Zeiten negative Korrelation aufzeigen. Sehr kunstvoll effektiert eben...na und? Aber anhören sollte man sich das schon mal... Grüße Opi
Die Monokompatibilität ist bei den heutigen digitalen Tonträgern m.E. nicht mehr sonderlich von Bedeutung. Früher bei der Schallplatte bestimmte ja die M. maßgeblich auch den Tiefenschriftanteil und damit den nutzbaren Platz. Selbst dann wenn die Stereokanäle voll gegenphasig sind, geht beim digitalen Tonträger kein Frame Zeit verloren. Ich achte da gelegentlich schon darauf, denn wenn bei Addition der Kanäle zu Mono zu viel Baßanteil wegfällt ist das auch beim Stereohören nicht gut und ein Zeichen dafür, daß im Baßbereich der Anteil der gegenphasigen Komponenten zu groß ist, was dann den bekannten unangenehmen Druck auf die Ohren erzeugt. Ich schalte hin und wieder während der Aufname die Abhöre mal auf Mono um. Ich habe bei meinem Abhör-/Meßverstärker aber auch die Möglichkeit, nicht nur das Summensignal abzuhören sondern auch separat das Differenzsignal auf beide Lautsprecher (gleichphasig) zu geben. Somit steht mir der unmittelbare Umschaltvergleich des extrahierten M- und S- Signals zur Verfügung. Das Abhören des S-Signals kann mitunter auch für die Qualtitätsbeurteilung der Aufnahme von Bedeutung sein. Ist nämlich das S-Signal gegenüber dem M-Signal zu stark verfärbt, kommt es im Stereosignal zu spektralen Aufspreizungen der Phantomschallquellen, d.h. die Phantomschallquellen werden dann nicht mehr punktförmig, sondern irgendwie "verschmiert" abgebildet. Die Spektralanteile erscheinen in diesem Fall dann über einen gewissen Teil der Stereobasis verteilt. Der Korrelationsgradmesser ist kein allgemein aussagekräftiges Kriterium zur Beurteilung der Monokompatibilität. Zusammen mit dem Stereosichtgerät als Ergänzung schon eher. Meiner Auffassung nach, ist die Monokompatibilität eine subjektive Frage, die man eher nach Gehör als nach rein physikalischen Kriterien beurteilen muß.