mich würde interessieren ob es etwas bringen könnte, in einem verhältnismäßig kleinen Raum, der zum größten Teil mit basotect gedämmt ist, ein Podest aus Holz ( evtl. Rauhspund ) zu bauen, auf welchem ich das Schlagzeug postionieren würde. Bis jetzt habe ich als Bodenaufbau nur Teppichboden auf Beton, welche sich wahrscheinlich nicht als akustisch ideale Materialien auszeichnen. Ich habe gehört, das Holz den Klang positiv beeinflußt? In vielen größeren Studios sieht man fast ausschließlich Parkettboden - diese haben aber meißt auch andere Abmessungen als mein Aufnahmeraum... Daher meine Frage, ob es sinnvoll wäre in einem relativ kleinen Raum einen Holzfußboden bzw. Podest in Erwägung zu ziehen... Die Raummaße wären: 4,7 x 3 x 2,25 (Höhe ) Danke für eure Antworten!
Ja, Holz klingt warm und Stein klingt kalt. Das merkt man schon beim Anfassen. Trompetenblech klingt kalt und Klarinettenholz klingt warm. Das kann man doch hören. Ich würde für den Klang des Schlagzeugs in seiner Umgebung nur Edelholz mit schöner Maserung verwenden.
Wenn du ausser herablassenden Kommentaren nichts beizutragen hast, dann spar dir doch deine wertvolle Zeit, anstatt solche Beiträge zu schreiben. Dir dürfte wohl klar sein, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob ich einen Teppichboden oder Holzboden habe? Und dass auch zwei "schallharte" Materialien wie z.B. Holz und Beton sich durchaus unterschiedlich verhalten können - abhängig vom Untergrund? So ein Holzboden ist üblicherweise schwimmend auf einer Trittschalldämmung (Laminat, Parkett) verlegt, bzw. auf einer Bohlenunterkonstruktion (Dielen) mit einem Hohlraum, während Beton sicher nicht mitschwingt. Ob Teppich oder Parkett sinnvoller ist, hängt neben den Maßen des Raums sicher auch von evtl. vorhandenen Möbeln und der Wandbeschaffenheit ab (vorhandene Dämpfungsmaterialien?). Parkett (bzw. noch besser Laminat) hat den Vorteil, pflegeleicht zu sein und durch (lose) Teppiche flexibel den Erfordernissen einer Aufnahme angepasst werden zu können. Wer einen Raum mit schallhartem Boden versieht, eine oder zwei Wände fix bedämpft und den Rest mit variablen Stellwänden und Teppichen besorgt, kann verschiedene Raumakustiken in Minutenschnelle realisieren. Nicht völlig zu vergessen ist auch der athmosphärische Aspekt: Eine "wohnliche" Umgebung verbessert zwar nicht die technische Qualität der Aufnahmen, kann aber positiv auf die musikalische Leitung der Interpreten wirken. Daher wäre ein (optisch!) "warmer" Parkettboden sicher einem nackten Estrich vorzuziehen. Jens
Podest ist eher problematisch, weil akustisch schwer sinnvoll zu planen. Holzboden kann aber ein Experiment wert sein. Einfach auf dem Teppichboden Laminat oder ähnliches Verlegen, das spart die Trittschalldämpfung und funktioniert auch. Auf Laminat rutscht das Schlagzeug. Also muss doch wieder ein kleiner Teppich rein. Wie groß ist denn der Raum? bleibt dann noch wesentlich Holz über? Je kleiner der Raum, desto vorteilhafter (nach meiner bescheidenen Meinung) ist Beton-Teppichboden (die eher tote Variante). Bei Unzufriedenheit mit dem Klang auch mit der Position des Sets im Raum experimentieren! Grüße Opi
"Einfach auf dem Teppichboden Laminat oder ähnliches Verlegen, das spart die Trittschalldämpfung und funktioniert auch." Funktioniert, ist aber wegen der i.A. dann fehlenden Dampfsperre nur bedingt zu empfehlen (Schimmel!). Jens
Das Posting von Laif ist mir schon verständlich und gefällt mir; wird doch warmes Holz seit Stradivari ungerechtfertigt viel zu hoch als musikalischer Akustikstoff eingeordnet. Falsche Meinung: gegen kalten Beton hilft warmes Holz (Laminat?). So einfach ist das nicht. Optisch ist gegen Holz nichts einzuwenden. Endlich mal jemand, der gegen diesen "Zopf" aufmüpfig ist. Das sollte auch .Jens erkennen.
So ganz aus der Luft ist das aber doch nicht: Stein schwingt hochelastisch mit allem mit, was kommt und reflektiert mehr oder weniger neutral. Holz hingegen vernichtet relativ viel Schallenergie durch seine Zähigkeit - gerade bei hohen Amplituden! Damit wird der Oberwellengehalt tendenziell geglättet. Durch seine geringe Masse lässt es sich auch leichter anregen und schwingt schneller akustisch wirksam mit. Damit ändert sich frequenzabhängig die Konstellation zwischen den Lautstärken für die ersten Millisekunden des Tones und den später Folgenden. Das ergibt zeitlich betrachtet einen vollkommen anderes Mit- und Nachklangverhalten. Dies alles gilt aber nicht bei bei Instrumenten, bei denen Holz direkt verbaut ist, sondern auch dann, wenn nenneswerte Holzmassen direkt im Schallfeld mitagieren. Ein Beispiel sind Holzbühnen/Podeste in "kalten" Kirchen, die mehr Funktion haben, als nur die Musiker optisch zu erhöhen: In der Festebug in FFM z.B. steht der Flügel auf einem großfächigen Holzpodest das durchaus Auswirkung auf den refelktieren Klang hat: Man kann auch in weniger Lauten Passagen das Instrument mit den Händen fühlen. Der so reflektierte Klang (u.a. vom Resonanzboden) ist ein deutlich anderer, als der eines typischen Steinbodens und in den Mikros durchaus wahrnehmbar.
Beton ist DANN wasserdicht, wenn man ein Dichtmittel beigesetzt hat. Das ist i.d.R. in Innenräumen nicht der Fall, es sei denn, sie liegen im Keller direkt auf dem Boden auf. Podeste sollten aber so oder so immer belüftet sein.
Lieber Joe... Du willst gegen einen "Zopf" anrennen, der hier überhaupt nicht einschlägig ist. ICH renne gegen einen "Zopf" an, der hier im Forum leider sehr verbreitet ist: Nämlich dem Fragesteller Dinge (z.B. "Esoterik") zu unterstellen, die im Posting gar nicht anklingen. Das Stichwort "warm" ist im Originalposting nicht gefallen. Ebenso hat er nicht gefragt, "welches Holz" oder gar in welche Richtung die Maserung zu verlaufen hat. Er hat eine ganz vernüftige, sachliche Frage zu den akustischen Eigenschaften verschiedener Bodenbeläge (in die wie gesagt auch typische Verarbeitungs- und Bauweisen mit eingehen können!) gestellt und kann IMHO eine ebenso sachliche Antwort erwarten statt platter und unkonstruktiver Häme. Beiträge wie die von dir und Laif schaden dem Niveau dieses Forums fast mehr als das eigentliche, gelegentlich Aufflackernde Esoterikgequatsche. Jens
Moin... Ich bin auch kein Baufachmann. Und ich habe mich mit der Erklärung für eine Notwendigkeit einer Dampfsperre zwischen Trittschalldämmung und Estrich auch immer etwas schwergetan. Nachdem ich versucht habe, mehr darüber herauszufinden (was mir nicht vollständig gelungen ist) scheint es darum zu gehen, dass der Wasserdampf von OBEN nicht direkt mit dem kalten Estrich in Berührung kommt und dort kondensiert. Ich habe auch mal aus Sparwut ein Laminat direkt auf altem (gereinigten) Teppich verlegt und würde das nicht wieder machen... Schön sah das nachher drunter nicht aus. Jens
Hallo .Jens, lebst du auf dieser Welt? Darum nimmt man neuerdigs auch gern Laminat anstatt Holz, weil das billiger ist. Das sieht so schön aus und man glaubt auch an einen edlen Holzklang. Das habe ich erlebt. Glaube versetzt Berge.
Moin... "lebst du auf dieser Welt?" Ja, ich denke schon. "Darum nimmt man neuerdigs auch gern Laminat anstatt Holz, weil das billiger ist." Richtig. Und bis auf die Deckschicht ist es im wesentlichen auch Holz (Pressspan o.ä.). Und weil das so ist und weil es sich durch die zum Parkett völlig identische Verlegetechnik fast genauso wie Massivholz verhält (akustisch), erreicht man auch eine genauso geartete Raumakustik wie bei Parkett. "Das sieht so schön aus und man glaubt auch an einen edlen Holzklang." Oh, ihr Kleingeister... Das hat nichts mit Glauben zu tun, sondern mit schlichten physikalischen Fakten. Holz wie Stein oder Betion sind bei glatter Oberfläche "schallhart". Holz von etwa 1cm Dicke, was auf einer entsprechenden Unterlage schwimmend verlegt wird, schwingt aber im Gegensatz zu Steinboden mit und der (im wesentlichen aus Luft bestehende) Untergrund in Form einer Trittschalldämmung stellt so etwas wie einen Hohlraumresonator dar. Dass sich Holzboden und Steinboden akustisch SEHR verschieden verhalten, kannst du leicht ausprobieren, wenn du mir nicht glaubst. Nimm einen harten Gegenstand (ein Hämmerchen z.B.) und klopfe damit (vorsichtig, wir wollen ja keine Macken haben) auf a) Fliesen oder Steinboden b) Parkett oder Laminat a) macht bestenfalls leise "pling" (bei einem metallischen Hammer) b) macht ein deutlich vernehmbares "tock" "Das habe ich erlebt. Glaube versetzt Berge. " Herrje. Hier hat niemand (ausser Dir, Joe und Laif) vom "edlen" Holzklang gesprochen. Es geht um ganz ordinäre Raumakustik! Und wo wir beim Erleben sind: Ich hatte letztes Jahr das Vergnügen, bei Verwandten Laminat zu verlegen. Vorher war Teppich drin. Und nach Rausreißen des Teppichs (vor dem Verlegen des Laminats) war nur der nackte Estrich auf dem Boden. Ansonsten waren die Räume leer, mit Rauhfaser tapeziert. Man hört einen sehr deutlichen Unterschied zwischen allen drei Varianten, wenn man mal in die Hände klatscht oder sich auch nur unterhält. - Teppich (bei sonst leerem Raum): einige diskrete Erstreflexionen, wenig bis kein nennenswerter Nachhall. - Stein (Estrich): Halliger Raumklang, viel (relativ) hochfrequenter Nachhall. - Laminat: Deutlich(!) weniger Nachhall als bei Estrich "pur", wenn auch nicht ganz so trocken wie mit Teppich. Insbesondere Höhen sind nicht ganz so präsent wie bei Stein. Quizfrage: Möchtest du lieber mal ein Schlagzeug in einem Holzschuppen hören oder in einem gleichgroßen gefliesten Raum? Jens, der sich wundert, wieviele Leute hier das angebliche "Glauben" kritisieren, selbst aber keine Fakten nennen.
Hallo Joe! Kann es sein, daß Du Dich bereits im fido.tontechnik.de beteiligt hast (schon ein paar Jährchen her!) und Dir Wormeldange ein Begriff ist? Gruß Juppy
Hallo Joe! Ich hatte damals im fido.tontechnik.ger einen Joe kennen gelernt, der aus Wormeldange stammt und nach England übersiedelte. Dieses Örtchen in Luxemburg nahe der deutschen Grenze war ihm als Wirkungsbereich wohl zu klein ... Gruß Juppy
Hat dies - neben den Reflexionen - nicht auch etwas mit einer Wirkung als Resonanzkörper zu tun? Wenn ich das Glück habe, bei einem Kirchendienst auf einem Podest zu sitzen (ggfs. auch nur mit dem Baß-Stachel, Stuhl steht auf der gleich hohen nächsten Stufe), habe ich deutlich weniger "zu tun", der Baß spielt wie von selbst...
Kann durchaus sein. Es kommt darauf an, wie das Podest resoniert. In Deinem Fall dürfte der Stachel die recht energiereichen Schwiugngen des Basses an das Podest abgeben. Wie gesagt, hängt das sicher sehr vom Podest ab. Bei Schlagzeug bin ich nicht so sicher, ob das gut käme, wenn die bass drum im Podest resoniert. Wir hatten bei unserem damaligen Mini-Drumraum einfach das Podest mit Dämmung ausgestopft.
moin! ich möchten mal noch ein weiteres material in die runde werfen... ich habe bei mir im studio OSB verlegt. hat den vorteil das die BD nicht wegkann, weil die oberfläche "rau" ist. die platten lassen sich nach dem nut und feder prinziep verlegen. ansonsten ist das auch nur holz und leim. mann sollte aber mit barfussen füßen aufpassen wenn man zu schlurfendem gang neigt.
"man(n) sollte aber mit barfussen füßen aufpassen wenn man zu schlurfendem gang neigt..." Wie wahr. Ich habe die Platten nach einigen 'genervten' Monaten in meiner MK- Regie geschliffen und versiegelt (Gerätschaften von befreundetem Parkettleger übers Wochenende geliehen). Nun bekam zwar keiner mehr Splitter in den Füßen ;-), aber es ist nicht nur mechanisch "glätter" geworden ... (Teppich hilft). So "schön" wie die OSB Platten sind, unversiegelt möchte ich sie nicht empfehlen, zumal (und das war bei mir der ausschlaggebende Grund bei mir) sie 'ohne' auch ewig "stinken", besonders wenn sie mal ein bisschen feucht werden (z.B. bei Reinigung).