Als Antwort auf: Re: Mikrofonsammlungs - Umfrage geschrieben von Stefan am 21. Juni 2005 >23:12:01: gute Frage, ich habe nur eins und habe das seltenst benutzt. Ich denke aber, die Kugel ist um einiges neutraler als die Niere (ist doch allgemein so?). Vergleiche zur CK62-Kugel habe ich nicht gemacht. Aber mein Rat: Wenn kostenlos UND zusätzlich zu ORTF, dann kannst Du da kaum was falschmachen, >ein schlechtes Mikro ist das nicht, und wenn selbst Schoeps-Verwöhnte ein Behringer-Kügelchen >lobpreisen, dann gehst Du DAMIT auf jeden Fall auf Nummer sicher. Auch meine ehemaligen >AT3032-Kugel-Elektrets zu 200EUR waren klanglich jeder/meiner Kritik erhaben.
Das AT3032 kenne ich nicht (nur das vergleichbare AT3031, das mir klanglich nicht gefaellt) . Die Behringer Kugel hatte ich auch noch nicht in den Haenden. Wer hat sich positiv (in diesem Preissegment) ueber sie geaeussert? Und wofuer wurden sie verwendet? Gruss, Mathematiker
Geschrieben von Mathematiker am 09. August 2005 18:21:41:
Das AT3032 kenne ich nicht (nur das vergleichbare AT3031, das mir klanglich nicht gefaellt).
Also als "vergleichbar" würde ich Mikrofone mit Nieren- und Kugelcharakteristik eher nicht bezeichnen, auch wenn sie zur selben Produktlinie gehören. Das Funktionsprinzip von Druck- u. Druckgradientenempfängern ist ja doch recht unterschiedlich, und die Unterschiede merkt man z.B. auch bei dem von dir angesprochenen Behringer B-5, das für mich nur mit den Kugelkapseln brauchbar ist. Ich bin sogar recht zufrieden mit meinen B-5, wenn ich daran denke wie billig die waren - obwohl ich sie lieber ohne Nierenkapseln und dafür noch ein paar Euro billiger gekauft hätte. ;-) Was gefällt dir eigentlich an den AT3031 nicht? Ich finde sie recht gut, relativ neutral klingend u. vielseitig verwendbar. Gruß (mit ß, weil das u davor lang ausgesprochen wird) ;) Andi
Mit "vergleichbar" meine ich die Verarbeitungsqualitaet. Ist ja unterstes Preissegment. Was mir an den 3031 nicht gefiel? Der Klang. Ich hatte sie zweimal im Einsatz. Ein Paerchen als Holzblaeserstuetze im Orchester als AB. Ein Paerchen fuer Holzblaeser-Kammermusik als ORTF. War mir zu schrill, klang ein bisschen nach "oe". Habe ich mit EQ korrigieren muessen, aber nur einigermassen koennen. Man koennte nun einwenden, es waere an der Mic-Position gelegen, da ja Holzblaeser sehr unterschiedlich abstrahlen. Allerdings bin ich selber Holzblaeser und nehme seit etlichen Jahren Kammermusik auf - traue mir also zu, wie ich die Mics zu positionieren haette. Dazu muss ich auch fuer meine Bewertung noch sagen, dass ich haupsaechlich AKGs verwende, bei Kleinmembran die C480er-Reihe, die klingen insgesamt "matter" aber klarer, und ich bin deren Klang gewohnt. Gruss (mit Doppel-S, weil manche alten Rechner mit 7bit-Codierung kein scharfes S haben) Mathematiker
moin! das die c 480/ck61 zuweilen etwas matt klingen wird klar wenn man sich die frequenzschriebe anschaut: http://www.akg.com/products/powerslave,mynodeid,186,pid,224,id,224,_language,DE,_view,specs.html es ist zu erkennen das die "neumann-höhen-beule" fehlt. bei aufnahmen aus größerer distanz muss man dann den EQ einsetzen. ich verwende die c 480/ck61 kombination sehr gerne, da ich meist auf recht kurze distanz arbeite. (drums, git ect) abundzu mal höhen zugeben ist mir aber deutlich lieber als fast jedesmal absenken. grüße (nein ich arbeite nicht für akg)
Ich arbeite auch nicht für AKG, daher behaupte ich mal, das die C480 mit den CK6x-Kapseln so die wirklich einzigen voll empfehlenswerten Kondensator-Mikros im Sortiment sind, incl. aller Großmembranen. Schade, das AKG gerade diese Spitzenserie im Marketing Stiefmütterlich behandelt, anscheinend kennen nur sehr wenige überhaupt diese Serie.
hafi, was stoert Dich an den C414? Ich selber habe mir keine C414 zugelegt, die leihe ich mir lieber (brauchen anscheinend viel Service...:-), aber sie sind klanglich Top-Mics! Ich wuerde sie noch ueber die C480-Reihe stellen. Gruss, Mathematiker
Hallo, an den C414 stört mich erst mal überhaupt nichts, ich habe selbst zwei 414 B-ULS, Arbeitstiere, die dauernd bei mir im Einsatz sind. Ob C414 besser klingen als C480 läßt sich nicht sagen, beide Mikros haben ihren Sinn. Der Nachfolger C 414 B-XLS kostet knapp 1000 EUR. Dafür gibt es auch schon das MG M930 oder noch das Brauner Phantom AE, das C414 mag neutraler sein, aber viele Anwender finden gerade für Stimmen das C414 nicht so toll (das betrifft beide Ausführungen). Auch wenn ich meine C414 seit drei Jahren erfolgreich für Gesänge einsetze, langsam kann ich die Kritik nachvollziehen. Ich würde für Gesang das C414 pauschal nicht mehr empfehlen, sehr wohl aber für viele andere Anwendungen. Die C460/480-Kapseln haben dieses Problem nicht, sie klingen äußerst neutral, in den Höhen angenehmer als ein KM100/184 oder C451CKx. Dieses Mikro läßt sich IMHO zu dem Preis uneingeschränkt empfehlen, denn wer ein KM-Mikro suchst will eher keinen Eigensound sondern Neutralität und Raucharmut. Und diese Anforderungen erledigt dieses Mikro mit Bravour. Deswegen finde ich schade, das viele mit AKG nur die "Blueline"-Serie verbinden, die von Rode, Oktava und AT-Produkten locker vor die Wand gefahren wird. Nun, lange Rede, gar kein Sinn: Für mich sind die C480 das "heißeste Pferd" im AKG-Stall. Leider setzt man da aber offenbar auf die falschen Gäule... Gruß, Christopher
AKG C390 sind wirklich nicht so toll. Klingen fuer mich "topfig", wie wenn es Kammfilter gaebe, selbst wenn nur ein Mic im Einsatz ist und weit und breit keine reflektierenden Waende zu sehen sind. Wie sind Deiner Meinung nach die AT3032 im Vergleich zu den C392? Wofuer setzt Du die AT3032 ein? AFAIK mag Georg Burdicek die C480er-Reihe nicht, wie er mir mal zwischen Tuere und Angel schilderte (ohne zu wissen, mit wem genau er spricht...ist schon laenger her...:-)), auch von einem anderen Kollegen aus seinem Team weiss ich, dass er lieber die Schoepse den AKGs vorzieht. Nunja, "de gustibus non est disputandum". Gruss, Mathematiker
....schlecht zugehört Herr Kollege :) Ich schätze die 480er sehr und propagiere sie auch als "Geheimtipp" in der AKG-Serie.... Ich selber bevorzuge aber nach wie vor die alten 460er, allerdings einzig wegen der praktischen "Verlängerungskabel" a la Schoeps. Die Blueline finde ich eher... nun ja. Trotzdem gibt es manche Einsatzbereiche wo ein Schoeps einfach besser arbeitet. Und meine derzeitigen Allrounder sind die DPA 4006... Aber Du hast recht - über Geschmack kann man nicht streiten :)
N'Abend! Ich konnte meine AT3032 damals nur mit den C460CK62 vergleichen, ich habe momentan (noch) ein C392 was ich nicht brauche, dieses gefällt mir allerdings etwas besser als das C391, welches ich aber nie genau getestet habe - zumindest finde ich die Blueline-Kugel sehr ordentlich (dazu sei noch mal erwähnt: ich bin kein Klassiker!) Beim *alten* Vergleich mit der CK62 Kapsel (dieses war ein Blindtest mit acht verschiedenen Mikros, darunter CK61, CK62, C414, AT3032, AT4050, M160...) gefiel mir das AT3032 nicht schlechter als die C460Ck62-Kombi, die allerdings in den Höhen etwas zurückhaltender war, die 30xx-Serie ist da eher "Neumann-Like". für ein Elektret in der 200EUR-Preislage jedenfalls ein unverschämt gutes Mikro. Am besten gefielen mir übrigens das C460CK61 dicht gefolgt vom C414 (Niere), das AT4050 habe ich danach verkauft, wenngleich auch ein gutes "USI"-ähnliches Mikro. Übrigens wird den Vorgängern C460 dank der Übertrager ein "besserer"(?) Sound nachgesagt als den C480, selber habe ich das noch nicht ausprobiert. Gruß, Christopher
Ich weiss, Dein bevorzugtes System ist 4 DPAs vor das Orchester zu stellen und weiter nichts...:-) Bei den C480 hatte ich Dich anscheinend falsch in Erinnerung. Gruss, Mathematiker PS: Wann gibt es auf Deiner homepage die naechsten Aenderungen?
"Ich weiss, Dein bevorzugtes System ist 4 DPAs vor das Orchester zu stellen und weiter nichts...:-)" aaaah Graz :) Wenns der Saal und die Musik zulässt tu ich das gerne, bin ja ein fauler Mensch. Aber eigentlich nehm ich normalerweise schon zumindest eine Holzstütze dazu... Wegen der Homepage... nun, wenn ich Zeit dazu fände... und Inspiration...