Archivierung

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
So, da es ja im 8-Spur Thread schon angesprochen wurde und auch erwünscht war, machen wir doch mal eine Sammlung draus.
Neben dem Kopiereffekt bei Analog-Band und dem selbst-Auflösen von CD´s etc etc.
alle kennen das Problem: wie halte ich mein Archiv in Ordnung, so dass ich in 10 Jahren auch noch mal reingreifen kann und die gleiche Qualität habe.
Da ich glücklicherweise nicht die riesigen Datenmengen habe, spendiere ich so alle drei Jahre eine neue Festplatte, die dann dementsprechend größer ist, und da wird dann alles draufkopiert.
Sicherlich nicht die schönste Lösung aber für mich O.K.
was tut ihr?
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Antwort#2
Interessantes Thema.
Wechselnde Festplatten - eine Moeglichkeit. Vielleicht muesste man eine software entwickeln, die die Daten zusaetzlich in einer fehlerkorrigierenden Codierung speichert. Der Speicherbedarf wuerde zwar dadurch steigen, aber die Reproduktionssicherheit auch.
Bei der Codierung fuer digitale Medien kommen zwar (auf niedriger Ebene) ebenfalls Fehlerkorrektur-Mechanismen vor - aber man koennte dies auch mal in groesserem Umfang probieren.
Als erster Schritt taugt natuerlich Redundanz: Mehrfach speichern.
Liest hier jemand mit, der Erfahrung mit Archiven bei Rundfunk oder dgl. hat? Wie wird dort vorgegangen?
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#4
Moin...
"Vielleicht muesste man eine software entwickeln, die die Daten zusaetzlich in einer fehlerkorrigierenden Codierung speichert. Der Speicherbedarf wuerde zwar dadurch steigen, aber die Reproduktionssicherheit auch. [...] Als erster Schritt taugt natuerlich Redundanz: Mehrfach speichern."
Gibt's doch alles längst: Beide Formen kombiniert, nennt sich RAID.
"Bei der Codierung fuer digitale Medien kommen zwar (auf niedriger Ebene) ebenfalls Fehlerkorrektur-Mechanismen vor - aber man koennte dies auch mal in groesserem Umfang probieren."
Was meinst du mit größerem Umfang? Viel mehr Fehlerkorrektur als jetzt schon macht IMHO nicht furchtbar viel Sinn. jedenfalls nicht bezogen auf Alterung der Medien. Jetzt reicht doch die Fehlerkorrektur schon längst aus, um die Daten auch bei Lesefehlern mit einer hervorragenden BER zu reproduzieren - nehmen wir mal DAT evtl. aus. Solange das Medium mitspielt. Echte Datenverluste kommen doch derzeit bei den Medien wie HD, CD, DVD erst dann vor, wenn der Totalverlust des Mediums (oder eines kompletten Sektors) bereits eingetreten ist, jedenfalls bei sorgfältiger Behandlung. Dagegen aber hilft auch eine "stärkere" Fehlerkorrektur nicht, sondern ausschließlich Redundanz, verteilt auf mehrere Medien. womit wir wieder bei RAID u.ä. wären.
Gegen rein alterungsbedingten Verlust hilft wohl derzeit nur regelmäßiges Umkopieren - was allerdings bei den heutigen Medienpreisen und den erzielbaren Geschwindigkeiten kein großes Problem sein sollte. Die Herausforderung ist eher eine logistische, nämlich rechtzeitig dran zu denken. Also ein System zu entwickeln, nach dem man seine Archive beizeiten "behandelt"...
Jens
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Antwort#5
... Neben dem Kopiereffekt bei Analog-Band und dem selbst-Auflösen von CD´s etc etc.
alle kennen das Problem...
Also ich kenne das Problem des "Selbst-Auflösens" von CDs überhaupt nicht und wundere mich immer wieder darüber, welche Probleme manche Leute mit CD- oder DVD-Rohlingen haben. Sogar meine vor ca. 8 Jahren gebrannten CD-Rs mit Cyanin-Datenschicht (Typ 0 und 1) von Ritek und CMC - das waren damals die billigsten und hatten einen schlechten Ruf wegen der angeblich sehr schlechten Haltbarkeit - sind noch immer problemlos lesbar und haben eine geringe Fehlerrate. Sie lagen die ganze Zeit in einem Raum, der im Sommer ziemlich warm wird und im Winter oft wenig beheizt ist und waren nicht einmal besonders gut vor Licht geschützt (allerdings auch nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt). Genauso gut haben sich bei mir auch alle anderen CD- und DVD-Rohlinge verschiedenster Marken gehalten, egal mit welchem Laufwerk sie gebrannt wurden. Ich hab nur immer darauf geachtet, dass sie nach dem Brennen gut lesbar waren.
Gruß,
Andi
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Antwort#6
Zitat:"Also ich kenne das Problem des "Selbst-Auflösens" von CDs überhaupt nicht und wundere mich immer wieder darüber, welche Probleme manche Leute mit CD- oder DVD-Rohlingen haben. Sogar meine vor ca. 8 Jahren gebrannten CD-Rs...."
Naja was sind auch 8 Jahre unser Archiv geht auf über 30 Jahre zurück. Natürlich nicht CD`s.
Aber da sind auch CD`s dabei, die jetzt so um die 15 Jahre auf dem Buckel haben.
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Antwort#7
[...]
Dagegen aber hilft auch eine "stärkere" Fehlerkorrektur nicht, sondern ausschließlich Redundanz, verteilt auf mehrere Medien. womit wir wieder bei RAID u.ä. wären.
[...]
Ja, und mit RAID 1 (mirroring) hatte ich auch geraume Zeit vertrauensvoll gearbeitet.
Dann kam (unter hohem Zeitdruck) mal das Problem, aber nicht eine Festplatte im Array war schuld, sondern das Mainboard wurde durch aufgeblähte Elkos lahmgelegt. In so einer Situation, wo man ganz schnell an die Daten muß, hilft natürlich auch kein RAID.
Seitdem werden bei mir wichtige Speicherungen parallel auf zwei Platten in zwei verschiedenen PCs im Netz abgelegt. Dabei hilft eine einfache Sync-Software. Damit hat man Vorkehrungen gegen mehr Problemsituationen als nur mit einer defekten HD.
Die Festplatten sind heute preisgünstig mit sehr hohen Kapazitäten verfügbar, welch andere sinnvolle (und preisgünstige) Möglichkeit hätte man denn, derart große Kapazitäten anderweitig zu sichern?
Archivierung im eigentlichen Sinn (Langzeitaufbewahrung) ist damit aber wohl auch nicht praktizierbar. Ein Kollege sagt da immer: Jahrtausende alte Keilschriften kann man heute noch lesen, aber nicht mehr Daten-Magnetbänder aus den 60er Jahren.
MfG -kln
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Antwort#8
Hallo Zusammen,
da Archiverfahrungen gefragt werden, hier meine:
- Livemitschnitte (vor Ort abgemischt) lager ich als 1x DAT (Original) und 2x CD-R (Master) im Archiv (seit 1998 keine Probleme)
- Mehrspurproduktionen (D160) bleiben so lange wie möglich auf den D160-Festplatten (8 Stück) und wandern als WAV-Files unbearbeitet auf DVD-RAM ins Archiv. Das bearbeitete Master kommt wieder 2x CD-R ins Archiv.
Bisher bin ich mit dieser Methode gut gefahren
Viele Grüße
Torsten


Duo con anima
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Antwort#9
Stimmt.... was benutzt du denn für eine Sync-Software? Gibts für sowas Freeware im Netz?
Gruß Rolf
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Antwort#10
.... was benutzt du denn für eine Sync-Software? Gibts für sowas Freeware im Netz?
Es ist die Shareware ADCS (Advanced Directory Comparison and Synchronization) von www.heatsoft.com (30 $). Es gibt eine voll funktionsfähige Testversion zum Download, die nach 30 Tagen registriert (und bezahlt) werden soll, wenn man sie weiter benutzen will.
Vielleicht findet man aber auch noch andere in Freeware.
MfG -kln
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Antwort#11
Hallo kln,
Du schreibst:
"Die Festplatten sind heute preisgünstig mit sehr hohen Kapazitäten verfügbar, welch andere sinnvolle (und preisgünstige) Möglichkeit hätte man denn, derart große Kapazitäten anderweitig zu sichern?"
Natürlich hast Du Recht wenn Du schreibst, dass es Festplatten mit sehr hoher Kapazität gibt... aber meine Erfahrung mit den Platten 'extremer Speicherdichte' ist nicht die Beste.
Wir haben einen Rechner, der ständig 'on' ist und der über ein Raid mit 8 Platten à 300 GB verfügt, was ja noch lange nicht das Ende der am Markt erhältlichen Speicherdichte bedeutet. Eigentlich sollten die Platten anhand der nicht vorhandenen Ein-/Ausschaltroutinen ein recht gemütliches Leben führen können... denkt man.
Innerhalb von sieben Monaten sind uns im vergangenen Jahr 5 Platten 'abgeraucht', einmal sogar 2 Zeitüberlappend.
Da wir unser RAID noch zusätzlich auf ein externes RAID spiegeln konnten wir Datenverlust vermeiden, ansonsten hätten wir wenigstens 2 Monate Arbeitszeit verloren.
Es handelte sich übrigens um Maxtor HD's, eine externe 400er hat auch schon nach wenigen Monaten das Zeitliche gesegnet. Seitdem verwenden wir keine Maxtor Platten mehr und haben deutlich weniger Stress, aber es war und ist eine teure Erfahrung.
Sicherlich kann die Betrachtung der MTBF von Bedeutung sein, die von immer weniger Herstellern überhaupt noch (und wenn eher ungern) genannt wird, in Anbetracht der immer 'billiger' werdenden Fertigung.
'Echte' Serverfestplatten sind hier durchaus ihr Geld Wert.
Meine Meinung.
Lieben Gruß
Thomas
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Antwort#12
[...]
Wir haben einen Rechner, der ständig 'on' ist und der über ein Raid mit 8 Platten à 300 GB verfügt, was ja noch lange nicht das Ende der am Markt erhältlichen Speicherdichte bedeutet. Eigentlich sollten die Platten anhand der nicht vorhandenen Ein-/Ausschaltroutinen ein recht gemütliches Leben führen können... denkt man.
[...]
Vor einiger Zeit habe ich mal gelesen (wohl in der c't), dass IDE-HDs nicht für Dauerbetrieb vorgesehen sind, sondern nur für jeweils 8 Stunden on, danach immer ein Stillstand von wieder 8 Stunden. Für Dauerbetrieb seien andere (teurere) Ausführungen (SCSI) vorgesehen. Gleichwohl haben wir in mehreren PCs als Einzel-HDs IDE Ausführungen rund um die Uhr schon seit 3 Jahren ohne Ausfälle laufen. Im Übrigen wird wohl auch zu wenig auf die Platten-Temperatur im Betrieb geachtet. Da habe ich bei uns schon 60 Grad beobachtet und auch mal gelesen, dass sich bei häufigen Temperaturen über 50 Grad die MTTF (Mean Time To Failure) etwa halbiert.
Aus Erfahrungen hört man immer wieder, dass es da signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern gibt. Vielleicht kann man neben der MTBF auch noch die jeweils gewährte Garantiezeit mit betrachten; die bewegt sich ja von 2 bis 5 Jahre.
MfG -kln
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Antwort#13
War ein guter Tipp, danke vielmals, und prompt hab ich im Google unter dem stichwort "file synchronization" auch ein wunderbares Freeware-Tool gefunden, zu besichtigen unter http://allwaysync.com/.
Da ich dieser Frage schon seit geraumer Zeit nachgehe, und mir schlicht und einfach der oben genannte Begriff zur Suche gefehlt hat: Herzlichen Dank dafür!
Schöne Grüße Rolf


http://allwaysync.com/
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