wer kann mir einen Preamp für klassische hohe Tenorstimme empfehlen, kein Channel-Strip, sondern ein reiner einkanaliger Mik-Preamp, eventuell auch ohne Röhre. Nur wirklich professionelle brauchbare Sachen... (Und wer weiss welche davon nicht sooo viel kosten : ) Danke schonmal
Wenn ich einmal EBS zitieren darf: "Es gibt ja nicht einen Löffel nur für Erbsensuppe" Ebsowenig gibt es einen Preamp für hohe Tenöre. Preamps gibt es wie Sand am Meer. Solange du uns nicht verrätst, mit welchen Mikro's und wie du den/die hohen Tenor/Tenöre mikrofonieren willst, kannst du sicher keine hochqualifizierte Antwort kriegen. Ein Behringer Mikro passt sicher nicht zu einem ADT Preamp, für ein Brauner Mikro ist vielleicht nicht ein Behringer Preamp die allererste Wahl. Und was meinst mit 'nicht sooo viel kosten' - 100?? 500? 3000? ? Sag doch einfach ganz konkret wo deine Schmerzgrenze ist. Dann wirst dir hier sicherlich gerne und qualifiziert geholfen. mfg Gerhard
Also, erstens bin ich selber der Tenor, mache aber nicht so sehr klassische Aufnahmen. Aber dass mag ich jetzt wirklich nicht ausführlich erklären. Geht in den Berich Allerweltsmusik. Nimm bitte das Wort Behringer in meiner Gegenwart nicht mehr in den Mund. Ich benütze meistens ein TLM 103. Bis jetzt bin ich mit dem DBX 386 (allerdings nur mit sehr wenig Röhrenbeimischung)gut gefahren, möchte aber noch etwas neutraleres und etwas hochwertigeres. Ich stelle mir vor, nicht mehr als 2000 Euro zu bezahlen, bin aber glücklich, wenn es die Hälfte oder weniger ist (wirklich gut wäre es, wenn es nur ein Vorverstärker ohne EQ und Schnickschnack ist) .
also in der High-End-Liga gibt es nicht passende Preamps (ohne nichts) wie Sand am Meer! Wie mikrofoniere ich: Ich stelle das Mikrofon hin und singe rein. Je nach Stück zwischen 10 und 50 cm. Ich habe braunes Haar und eine Brille, was ja für den Sound auch ausschlaggebend ist, wegen der Reflexionen... Ich hoffe, dass das genug Angaben sind.
Lieber Blaubar, Du bist in dieses Forum gekommen um eine kompetente Antwort von Profis zu erhalten, belächelst uns Profis aber nun wenn wir nach den genauen Details Deiner Situation fragen, die wir benötigen, um einen Rat nach bestem Wissen und Gewissen zu geben. Das ist nämlich der Unterschied zwischen den Profis und den Nicht-Profis: Während letztere aus Prinzip nach dem "einen" rufen, ohne nachzudenken ob es in dieser Situation tatsächlich das adaequate Mittel ist, wird der Profi zuerst alle notwendigen Informationen sammeln, um dann eine Entscheidung darauf basierend zu treffen. Wenn Du uns diese Informationen nicht zur Verfügung stellen kannst, dann wundere Dich nicht wenn Du keine vernünftigen Antworten bekommst. Georg
Entschuldigung, bin mir einen solchen Umgangston nicht gewohnt. Im übrigen bin ich professioneller Musiker und habe doch auch schon mit namhaften Studioprofis zu tun gehabt, die irgendwie angenehmer im Umgang waren. Bei Euch kann man ja nur falsch fragen. Wenn ihr einen Koch fragt, wie er einen guten Risotto macht, schnauzt er euch auch nicht an und schimpft euch, dass ihr Diletanten seid, überhaupt so zu fragen. Offenbar scheinen meine Fragen nicht beantwortbar...
Deine Frage ist in der Tat so nicht beantwortbar, daher ist die Frage schlecht gestellt. Es handelt sich naemlich immer um das Zusammenwirken mehrerer Komponenten fuer ein Gesamtsystem. Wo die optimalen Loesungen liegen, haengt dabei entscheidend von den Umstaenden ab. Ein dbx-MicPre ist aber dennoch recht leicht zu uebertreffen (ich mag ihn ueberhaupt nicht). Wenn ich Dir jetzt ein paar Spitzen-Hersteller wie Avalon, Millenia Media oder die Universal-Audio-Nachbauten an den Kopf werfe - was hast Du davon? Du gibst dann Geld fuer Namen aus. Noch dazu, wenn Du sagst, Du stellst irgendein Mic hin und singst aus 10-50cm Entfernung? Gerade die Mic-Position hat auf den Klang viel mehr Einfluss als der Pre-Amp! Der MicPre verstaerkt nur das, was bereits vom Mic kommt. Du kannst auf gut Glueck aber auch die Tec-Awards der letzten Jahre durchgehen, wenn Du bloss irgendein "nahmhaftes" Geraet willst. Testberichte gibt es ausserdem online en masse - google und etwas Eigeninitiative koennen helfen. Gruss, Mathematiker
Ungeachtet der obligatorischen Grundsatzdiskussion, die in diesem Forum unausweichlich ist so wie das Amen in der Kirche, erschwert sich die Suche weil es kaum so gut wie keine Geräte gibt, die sich lohnen würden und die nicht besonders umfassende Auskunft Deinerseits. Zwei fallen mir ein - als einziger Mono Preamp: SPL Gainstation "1", als "Premium" Version = mit Eingangsübertrager. Hat zwar zusätzlich eine Röhrenstufe samt Limiter "on board", die ist aber komplett abschaltbar, dennoch sehr essentiell. Optionaler A/D. Best Buy, es gibt keine anderen Mono-Alternativen in der noch bezahlbaren Preiskategorie. Alternative: Der neue Neve Portico Stereo-Pre. (Falls Du *auch* klassische Musik produzierst ist eine Stereo-Aufnahme mit zwei Mikros in einem akustisch brauchbaren Raum der Schlüssel für einen natürlichen Eindruck.) Übrigens würde ich das Mikro gleich mittauschen, denn das ist m.E. ein ebenso schwaches Glied wie Dein bisheriger Preamp, allerdings wesentlich Klangentscheidener. Lasse Dich nicht vom Namen Neumann blenden, das TLM103 wird sich nur ganz selten als optimales Gesangsmikro herausstellen, weil es färbt, aber nicht unbedingt "schön". Vergleiche es mit einem MG 930/940 und einem Brauner Phantom und einem neutralem KM-Mikro, z.B. MG M300 und entscheide dann, welches Mikro *wirklich* zu Deiner Stimme paßt. Dieses Prozedere bringt u.U. 80% Fortschritt, während die Auswahl einer Mikrovorstufe vielleicht nur 20% ausmacht. Dies als Denkanstoß. Gruß, Christopher
Danke für die aufschlussreiche Antwort. Zuerst zum TLM: Ich habe das Mikrofon mit dutzenden anderen im Test veglichen und es gefällt mir halt schon sehr gut. Phantom von Brauner hat mir gar nicht (für meine Zwecke) gefallen. Und mich erstaunt, dass du das TLM nicht so toll für Gesang findest. Ich kenne nebst mir einige Sänger, die damit wirklich grosse Sachen aufgenommen haben. Mir persönlich gefällt die Färbung in den unteren Mitten gut. Die Gainstation habe ich mir auch schon überlegt, wusste aber nicht, ob die was taugt. Den DBX werde ich mitnichten weggeben, nur so. Aber ich bedanke mich nochmals für den Input.
ich werde den Eindruck nicht los, dass in diesem Forum frustrierte und unsympatische Leute ihre Zeit verbringen. Ich kann hier sagen, was ich will, ich werde eingestampft. Und da ich auf der Suche nach konstruktivem Rat bin, und nicht Leute, die prinzipiell alles schlecht finden, werde ich dieses Forum nicht mehr aufsuchen.
Das ist Deine freie Entscheidung. Wenn Du meinst, es sachlich besser zu wissen als die Forenteilnehmer hier, die sich taeglich mit der Materie befassen - bitte, gib doch Geld aus wofuer Du willst. Gerade den Fachmann zeichnet aus, dass er weiss, wo Grenzen liegen, was Sinn macht, und was nicht. Du hast hier jetzt etliche Antworten bekommen, die Dir verstaendlich zu machen suchten, dass Deine Frage in einen Bereich faellt, wo es einhellig heisst "so geht es serioes nicht". Ich habe bloss versucht, Dir nahezubringen, warum es so nicht geht. Entweder Du nimmst Dir diese gut gemeinten sachlichen Stellungnahmen zu Herzen, oder Du meinst, es besser zu wissen und wirst halt mit einer Geldinvestition auf die Nase fallen... Die Natur verhaelt sich leider nicht so, wie man sich das wuenscht, sondern wir muessen uns an dem orientieren, was uns die Natur vorgibt und welche Moeglichkeiten sie uns offeriert. Das Satz mit dem "Loeffel fuer Erbsensuppe" stammt uebrigens von Eberhard Sengpiel, der unter anderem zwei Grammys gewonnen hat. Frustriert ist er sicher nicht...aber er schreibt hier im Forum. Gruss, Mathematiker
also in der High-End-Liga gibt es nicht passende Preamps (ohne nichts) wie Sand am Meer!
Diese Frage möchte ich allerdings wirklich ernsthaft aufgreifen: Welche brauchbaren Mehrkanalvorverstärker ( 2 ... 8 Kanäle) gibt es derzeit, die man an die Bühne stellen kann und die nichts anderes machen als das (Kondensator-)Mikrofonsignal zu verstärken und niederohmig sym. über XLR ausgeben, solide konstruiert und obendrein robust genug für Wanderzirkus sind?
Hm, muss der XLR-Ausgang sein, oder reicht auch TRS? Generell denke ich zB. mal an die LakePeople oder den RME-Octamic. Ich selber besitze aber keines der beiden Geraete. Gruss, Mathematiker
moin! ich habe fix mal das "studio technik aktuell" sonderheft vom studio magazin aufgeschlagen und: 1 kanal pre amp: ams neve 1073 ab 2775? lake people f 355 ab 600? (elektr. sym.) adt tool mod ohne geh. und netzteil ab 290? (findet im moment nur auf der shop seite erwähnung, baugleiche komponenten wie tool kid) 2 kanlige gibts deutlich mehr. grüße p.s. auf das blödsinnige rumgeplänkel antworte ich nicht mehr!
Ich habe mir den ganzen Thread mal durchgelesen. Es gibt zwar Leute die können eben mal nicht sachlich antworten, aber wenn Du so unpräzise Formulierungen triffst, darfst Du Dich über die Reaktionen mancher nicht wundern. Zum eigentlichen Problem: Es gibt keine "Mikrofonverstärker für hohe Tenorstimmen" und auch keine für "Klassische Musik" und genausowenig für andere Genres von Musik. Es gibt nur Mikrofonverstärker die rauscharm sind und solche die es nicht sind. Das A und das O beim Mikrofonverstärker ist, daß er RAUSCHARM ist und geringen Klirrfaktor hat. Alles andere ist philosophisches Geschwafel. Und wenn er wirklich "professionellen" Anprüchen genügen soll, dann setzt dies voraus, daß er auch HF-einstrahlfest ist und mit symmetrisch-erdungsfreien Eingängen ausgestattet ist. Das sind z.B. sämtliche Rundfunkverstärker der Serien "V *76" der verschiedenen Hersteller. Wenn ich Dir einen guten Mikrofonverstärker dieser Art empfehlen darf, dann kaufe Dir von Lawo den V 976/17. Der kostet so um die 800,-? und ist in Runfunknormkassette zum Einbau. Was das TLM 103 betrifft: Es ist ein abgespektes U87, denn die Kapsel ist die selbe. Ich habe zwar auch Neumann-Mikrofone, arbeite aber mit dem U87 für Tenorstimmen nur äußerst ungern, weil es einfach zu sehr verfärbend ist, wegen der Großmembrankapsel. Nimm Dir ein KM 84, oder KM 140 oder äquivalente Typen von Schoeps, Sennheiser, MTG - kurz gesagt: Kleinmembranige Typen. Hören Dir diese eine Zeit lang an und Du möchtest keine großmembranige mehr verwenden. Was Du bei der Aufnahme schon in verfärbter Form vorliegen hast, läßt sich nie wieder korrigieren. Daher meine Empfehlung mit Kleinmembranern. Vergiß auch bitte nicht, daß jeder Sänger im Grunde genommen überhaupt nicht weiß und nicht wissen kann, wie seine eigene Stimme wirklich klingt! Und wenn Du über Mikrofonverstärker mehr wissen willst, lies bitte mal meinen Artikel in untenstehendem Link. Ansonsten gilt: Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück. Streitereien gibt es in allen Foren, aber wenn man mit der Tür ins Haus gefallen kommt, darf man sich nicht über die Reaktionen der Teilnehmer wundern die schon lange hier die Tenne fegen.