Dipl.Arbeit/Kunstkopf

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo
Ich bin gerade in den Vorbereitungen für meine Dipl.Arbeit die über einen Kunstkopf geht.
Jetzt muss ich natürlich so viele Infos und Literatur zusammen bekommen wie nur möglich.
Drum dachte ich mir ich frage die profis also euch.
erste Frage: hat jemand büchertipps für mich die in die Richtung Kunstkopf gehen?
Beziehungsweise hatt schon mal wer so ein ding gebaut?
ich weis das ich nicht die besten Mikros verwenden kann da das Geld nicht dafür reicht. ich dachte an kleinmembran Kondensator mics mit Kugelkarakterristik.
Mein weiterer Plan: Ich dachte mir ich nähme mir einen Torso von einer Schaufensterpuppe wo ich den Kopf aufsäge die Ohren aussäge und die Mikros einsetzte.einen abdruck von meinen Ohren mache (negativ )und mit Industriekleber den Gibs ausfülle.diese würde ich dann an die Puppe anbringen in dem ich den ansatz ausfräse und die Ohren mit Industriekleber anbringe. das ganze dachte ich werde Ich auf einen Mikständer befestigen und die outputs an der unterseite des Torsos montieren!Ideen dazu?
Es ist nur ein schneller auszug von dem was ich mir vorstelle aber es würde den Ramen sprengen denke ich und ich weiss das Ihr euch darunter was vorstellen könnt!

Ich bedanke mich sehr für eure hilfe und ich würde euch wenn ihr interesse habt gerne auf dem Laufenden halten wie es voran geht.
Danke noch mal
Max
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Antwort#2
Der Kunstkopf ist mause-tot.
Der am meisten für Aufnahmen zur Kopfhörer-Stereofonie benutzte war dabei der diffusfeldentzerrte Kunstkopf von Neumann KU81.
Der Kunstkopf ist allein für die Wiedergabe über Kopfhörer geeignet.
Hier findest du Artikel über diesen Neumann-Kunstkopf:
http://www.neumann.com/infopool/history/produkte.php?ProdID=ku81
Weitere Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kunstkopf
Lies auch diese Weblinks unten bei diesem Artikel:
Gehören eigentlich Ohrsignale in unsere Lautsprecher?
Der Ohrabstand - Welcher denn?
Kunstkopf als Stereomikrofon ? kritisch betrachtet
Gruß Jockl
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Antwort#3
Hier fragt jemand in der "Audio Community" an: "Ich würde gerne einen eigenen Kunstkopf bauen!
Kann mir vielleicht irgend wer Tipps geben, oder hat vielleicht jemand einen Schaltplan, den er mir zukommen lassen könnte?"
http://www.audio-community.de/nuke/forum_beitrag_211.html

Einführung in die "kopfbezogene Stereofonie", die man besser "Kopfhörer-Stereofonie" nennen sollte, denn das Stereo-Lautsprecherhören funktioniert nur wenn man mit seinem Kopf eben logischerweise kopfbezogen hört.
http://www.originaltonmeister.de/Hauptseiten/Diplom/KuKoDaRed_Einfuhrung.pdf
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Antwort#4
ich denke, der äußere Abdruck der Ohren ist nicht so entscheident wie die Nachbildung des inneren Gehörgangs. Außerdem spielt es sicherlich eine große Rolle, welches Material mit welchen akustischenEigenschaften verwendet wird (ist das Material homogen?) ich persönlich würde lieber verschiedene Materialien bzw. Ohrformen benutzen und anhand derer die unterschiedlichen Eigenschaften dieser Materialien/Formen darstellen, anstatt zu versuchen einen "amtlichen Kunstkopf zu bauen..viel Erfolg
kyuri
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Antwort#5
Ich denke, der äußere Abdruck der Ohren ist nicht so entscheidend, wie die Nachbildung des inneren Gehörgangs.
Der innere Gehörgang ist im Kunstkopf gerade nicht notwendig, denn man möchte ja nicht über Kopfhörer den Kunstkopf-Gehörgang und zusätzlich noch den eigenen Gehörgang hören. Das wäre falsch.
Wenn man einen Kopfhörer aufsetzt, dann amputiert man seine eigenen Ohrmuscheln und den Abstand der Ohren. Die sind einfach mal weg!
Deshalb muss der Kunstkopf nachhelfen und schöne Ohrmuscheln im richtigen Ohr-Abstand mit den Mikrofonen nachbilden.
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Antwort#6
Der Kunstkopf ist mause-tot.
Für industrielle Aufnahmen, leider ja.
Ich behaupte: Weil der "Walkman" und andere tragbare Gerätchen, die mit Knopf im Ohr betrieben werden, zu spät auf den Markt kamen.
Dennoch lasse ich, wann immer möglich, eine Kunstkopfaufnahme mitlaufen (Sennheiser MKZ 2002 Kopf mit Soundman Minimikros), weils für Kopfhörer-/Ohrknopf-Wiedergabe nichts angenehmeres gibt. Man hörts eben nicht innerhalb des Schädels, sondern außenrum, wie man eben so was auch ohne Technik hören würde.
Schau mal auf der Neumann-Website.
Tip: Google mal nach "Klaus Genuit". Der war Anfang der 1980er Jahre mit einer Neu-Erfindung des Kunstkopfes an der RWTH Aachen beschäftigt. Raus kam der Kunstkopf von "Head Acoustics".
Übrigens: Eine Aufnahme mit Kunstkopf heißt im Englischen "binaural". Auch unter diesem Stichwort gibt es so manches.
Viele Grüße
Michael
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Antwort#7
Hier wird einiges über den Kunstkopf erzählt:
http://www.audio-community.de/nuke/modules.php?name=4nForum&file=viewthread&tid=195
Kunstkopfaufnahmen werden oft für natürlich gehalten, weil der Anfänger nicht bemerkt, wie diese Aufnahmeabbildung über Kopfhörer gehört sich ganz unnatürlich beim Kopfbewegen in der Richtung mit hin und herbewegt. Das ist nicht gut.
Hinten ist immer gut hinten zu hören. Vorne kommt sehr selten wirklich schön vorne.
Das Hören von Kunstkopfaufnahmen klingt eben nicht so natürlich, wie es gerne schön-geredet wird.
Über den Klang beim Anhören solcher Kunstkopfaufnahmen über Stereo-Lautsprecher braucht man gar nicht erst zu reden.



Über den Kunstkopf
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Antwort#8
klar, da habe ich nicht richtig nachgedacht!
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