Das mit dem gutklingenden analogen "Bandsättigungs-Effekt" ist eher ein Märchen. Nimm mal eine Geige oder einen Sänger auf und fahre diese voll in die Bandsättigung. Das klingt scheußlich verzerrt. Ausnahmsweise können bestimmte impulshafte perkussive Klänge mit diesem Höhenbegrenzungseffekt etwas "kompakter" klingen. Das ist auch bei den analogen Tonspuren einer Betacam so. Digitale Spuren werden prinzipiell immer voll in der Band-Sättigung betrieben.
hi, bandsättigung heißt möglichst alle teilchen auf dem band zu magnetisieren. auf der digitalen ebene gibt es keine bandsättigung. im gegensatz zu analog steigt auf der digitalen ebene der thd, je leiser das signal ist. netten tag noch
Moin... "auf der digitalen ebene gibt es keine bandsättigung." Natürlich. Bei Speicherung digitaler Daten auf Magnetmedien (auch auf Band) werden diese lokal bewusst gesättigt, um eine maximale "Signalschärfe" zu erhalten. So war das IMHO gemeint. Dass daraus in der digitalen Welt keine Verzerrungen des Audiosignals resultieren, ist aber ebenfalls richtig ;) Jens
Du meinst sicher den akustischen Effekt der durch Bandsättigung auftritt. Ansonsten muß bei einer digitalen Aufzeichnung das Band bis in die Sättigung magnetisiert werden, um eine maximale Stabilität der Magnetisierung zu erreichen. (Stichwort: Hysteresekurve)
Hallo, ja, wie wird denn da anhand der Hysteresekurve des Bandes magnetisiert? Von der analogen Magnetaufnahme kenne ich das Bestreben, möglichst eine linereare Übertragung der Spannungen auf das Band zu erreichen... Mir scheint, dass man bei der digitalen Aufzeichnung sich weniger um die lineare Übertragung sorgen machen brauch, da man es ja mit einem zeitdiskreten Signal zu tun hat. Wird im allgemeinen mit höheren Magnetesierungen gearbeitet? Und wie verhält sich das Magnetisieren bezüglich dem sicherlich aus hochfrequenten Anteilen zusammengesetzte Signal? (sprich: was bleibt da übrig) Gr. Dirk
ein für digitale Aufzeichnungen konzipierter magnetischer Informationsträger muß im Gegensatz zur analogen Aufzeichnung eine rechteckige Hysteresekennlinie aufweisen. Der Magnetisierungsstrom muß dann eine Mindesthöhe haben, damit die Sättigung auch erreicht wird. Man braucht sich auch keine Gedanken machen über Linearität, denn es gibt ja nur 2 Zustände: Magnetisiert oder nicht magnetisiert bzw. Magnetisiert und Magnetisiert in entgegengesetzter Polarität. Die eigentliche digitale Information ob "high" oder "low" wird ja durch den Aufzeichnungscode definiert. "LLHH" entspricht dann einer Null und "LHLH" entspricht der Eins. Das Magnetisieren hinsichtlich hochfrequentem Signal ist eine Frage des Magnetpigmentes, der Relativgeschwindigkeit zwischen Band und Kopf sowie der Spaltbreiten des Lesekopfes. MfG Rainer