Ich habe den Thread über den Streit über die SAE gelöscht. Grund: Einerseits hat Werbung der SAE hier nichts zu suchen! Andererseits schießen die Antworten an Florian Stärk übers Maß hinaus. Es sind nicht nur persönliche Angriffe, sondern sie sind z.T. auch geschäftsschädigend für die SAE und zwar in einem Maße, daß die SAE u.U. sogar rechtliche Schritte gegen den einen oder anderen Schreiber unternehmen könnte. Das aber möchte ich vermeiden und ich glaube hier auch Sinne Jörg's gehandelt zu haben. Wir haben in der Vergangenheit schon oft genug Diskussionen über die SAE geführt, sodaß sich jeder seine eigene Meinung über dieses Institut bilden kann. Schlagabtäusche wie in dem benannten Thread, schießen aber übers Ziel hinaus und sind genauso unerwünscht wie aufdringliche Werbung.
Hallo, ich habe den text nicht gelesen, aber bin jetzt etwas verunsichert. Denn zum einen Spare ich grade sehr hart auf den diplom kurs bei der SAE. Zum anderen habe ich immer gedacht das es eine, wenn nicht sogar die beste Audioschule ist weltweit. keine Ahnung was der betruffende geschrieben hat, aber ich halte es für wichtig das neulingen wie mir nicht seine erfahrunge vorenthalten werden. Sonst schreibe ich irgendwann hier den gleichen threat wie er es getan hat???...ALL
wie immer man auch zur SAE steht: Die Äußerungen des einen oder anderen Teilnehmers waren derart unqualifiziert, daß man sie auf keinen Fall so stehen lassen kann. Denn es waren Äußerungen die die SAE hätte veranlassen können, rechtliche Schritte dagegen einzuleiten wegen Verleumdung! Ich möchte meine Meinung über die SAE hier nicht kundtun. Nur so viel: Ich kenne Absolventen, die waren nicht zufrieden, und ich kenne andere wiederum die waren zufrieden und einem solchen habe ich sogar die Bürgenunterschrift für eine ordentliche VDT-Mitgliedschaft gegeben.
An die notorischen Lästerer gegen die SAE: Überlegt Euch mal, ob bekannte Koryphäen der Audiotechnik wie z.B. Eberhard Sengpiel, Jörg Wuttke, Stefan Peus, Gerhard Steinke, Dr. Günter Theile, Dr. David Griesinger und viele mehr, derart unqualifizierte Äußerungen gegen dieses Institut oder gegen eine Firma machen würden und dies noch öffentlich! Mehr sage ich nicht zum Thema "Zensur"!
ich hoffe, das paßt hier rein: ich will versuchen, ALLs Frage möglichst sachlich zu beantworten, ohne dabei irgendetwas als "gut" oder "schlecht" werten zu wollen. Die SAE ist sicherlich die erfolgreichste Audioschule, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, daß sie eben weltweit verbreitet ist. Was dieses weltweite Netzwerk dem einzelnen Studenten oder Absolventen bringt, hängt allerdings in erster Linie vom Studenten oder Absolventen selbst ab. Es ist also nicht so, daß man automatisch die tollen Kontakte kriegt, nur weil man einen Kurs dort belegt (das ist ja eigentlich logisch, aber man vergißt das leicht - letztlich ist man eben selbst für seine Karriere verantwortlich. Die SAE ist kein Arbeitsamt für Tonmenschen...) Inhaltlich: Wer Klassik aufnehmen will, ist an der SAE falsch. Klassik für Veröffentlichungen bei größeren Labels erfordert eigentlich immer ein Tonmeisterstudium (sei es UdK, sei es Wien, sei es sonstwo). Wer hingegen hauptsächlich Bands live mischen oder Elektronikzeug machen will, der braucht dazu nicht unbedingt 10 Semester Tonmeisterstudium mit E-Technik-Feinheiten, Kammermusikaufnahmen und Klavierunterricht. Die SAE kann man, denke ich, ungefähr in der Mitte zwischen "learning by doing" (dem Kaffekocher-Kabelputzer-Pultresetter-Zweitmischer-Produzenten-Karriereweg) und einem Ton-Studium ansiedeln. Man lernt von vielem die Grundlagen und wird vor vielen Anfängerfehlern bewahrt, aber 6 Jahre Praxiserfahrung (wie man sie bei Learning by doing und auch beim Studium typischerweise bekommt) kann die SAE nicht ersetzen, und sie kann auch keinen Arbeitsplatz garantieren (das kann zwar ein Tonmeisterstudium auch nicht, die Chance ist aber doch höher, weil die Auswahl eher *vor* dem Studium passiert). Auch hängt sehr viel vom einzelnen Dozenten ab.
""Wer hingegen hauptsächlich Bands live mischen ... will"" SAE-Absolventen werden in der Beschallerbranche allgemein NICHT akzeptiert. (War das schon wieder Verleumdung, Rainer?) Ansonsten: Ich weiß nicht was andere nach mir heute noch geschrieben haben (dank der frühzeitigen Löschung...), mein Beitrag war eine Retourkutsche an den Herrn SAE-Manager, der mich initial meinerseits persönlich angriff. Die Löschung zumindest meines Beitrags ist nichts anderes als Zensur, ein Eingriff in das Recht freier Meinungsäußerung, der Vorwurf einer "Verleumdung" ist somit ein unhaltbarer, kleinbürgerlicher Duckakt. Aber nichts anderes hatte ich erwartet. Ich kann selber für meine Beiträge geradestehen und brauche dafür nicht unser Kindermädchen Rainer - schönen Dank. Viel Spaß beim Löschen dieses Beitrag, eine erneute Zensur.
"wer...Bands...mischen...will" "SAE-Absolventen...NICHT akzeptiert". Was ich schrieb, war NICHT, daß die Standardkarriere eines SAE-Absolventen die Beschallung sei. Was ich schrieb, war: Wer live mischt, braucht kein Klavierquintett aufnehmen zu können, braucht kein Klavier spielen zu können, und braucht keine E-Technik-Details genau zu verstehen. Ich möchte doch darum bitten, daß (nicht nur meine) Beiträge genau gelesen werden und nicht Dingen widersprochen wird, die ich nie geschrieben habe. Ich kenne durchaus SAE-Leute, die live mischen.
""Ich möchte doch darum bitten, daß (nicht nur meine) Beiträge genau gelesen werden und nicht Dingen widersprochen wird, die ich nie geschrieben habe."" Mal langsam: Das habe ich auch nicht getan. Ich wollte nur ausführen wie es ist: SAE-Absolventen werden in der Beschallungbranche nicht akzeptiert. Du jedoch beharrst auf das Gegenteil, indem Du schreibst: ""Ich kenne durchaus SAE-Leute, die live mischen."" Ich auch. Ich kenne auch Leute, die überhaupt-keine=NULL-Ahnung haben und es zum allgemeinem Mißvergnügen trotzdem tun. Darum sagt das erstmal gar nichts aus, ob wir SAE'ler kennen, die Live mixen. Warum werden sie nicht akzeptiert? Weil sie von der (Live-)-Praxis keine Ahnung haben, nicht von dem was verlangt wird auf Baustellen - es sei denn sie haben das vorher irgendwo gelernt - dann hätten sie sich die SAE aber auch sparen können. Wer in die Veranstaltungsschiene will sollte eher die Ausbildung zum Veranstaltungstechniker machen. SAE ist eine Studioschule. Übrigens: Um elektronische Musik zu produzieren brauche ich auch keine SAE.
""Was ich schrieb, war: Wer live mischt, braucht kein Klavierquintett aufnehmen zu können, braucht kein Klavier spielen zu können, und braucht keine E-Technik-Details genau zu verstehen."" Das ist auch schon wieder ein bißchen neben der Spur. 1. Wenn ich ein Klavierquintett also Beschallen wollte bräuchte ich also all diese Fähigkeiten nicht, nur wenn ich es aufnehme?? 2. Und überhaupt: Warum muß ich wenn ich die sog. "E-Musik" aufnehmen will mich mit "E-Technik-Details" und Klavierspielerei auskennen (also nach Deiner Meinung wohl Toningeneur/Meister sein), kann aber auf dieses verzichten wenn ich z.B. Rockmusik aufnehme? Soll diese betagte und unlogische Theorie das all die beruhigen, die in langen Semestern all diese Fähigkeiten hart trainiert haben (aber in den wenigsten Fällen wirklich brauchen, solange sie in der Produktion sind)? Ist somit das klassische Studium eine Elite-Ausbildung für die E(lite)-Musik, und SAE & Co. die (kostenpflichtige) zweitklassige Ersatz-Ausbildung für zweitklassige Musik, ein Breitensport? Alles nur Fragen übrigens - ich will ja nicht falsch zitieren. Gruß, Christopher
Lass mich das noch mal wiederholen, hafi69: Wenn der Student erfolgreich ist, haette er es auch ohne SAE geschafft, und wenn er versagt, ist die SAE schuld ? Machst du es dir da nicht etwas einfach? Im uebrigen muessen SAE Absolventen von niemandem anderen 'akzeptiert' werden, als von deren Arbeitgebern und Kunden. Solange das so ist, wirst du wahrscheinlich in Zukunft noch mehrere kennenlernen. gruss, Rudi
"Die SAE ist sicherlich die erfolgreichste Audioschule, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, daß sie eben weltweit verbreitet ist." Hier wurden Ursache und Wirkung vertauscht: SAE ist weltweit verbreitet, weil sie erfolgreich ist. gruss, Rudi
Hallo, ich stimme überhaupt nicht überein mit der Annahme, dass man als Live-Techniker kein so grundlegendes Wissen der Musik beherrschen bräuchte. Ich denke sogar eher, dass es - wenn man den Vergleich schon machen muss - abhängig von der jeweiligen Produktion teilweise sogar wichtiger sein kann, als bei Aufnahmen. Denn - ein guter live-engineer ist immer aktiv. Dies kann bedeuten, dass er die ganze Zeit "mitmischt", also andauernd die Mischung anpasst, hier und da mittels Gain-riding Akzente setzt (oder diese dynamisch beschränkt). All dies kann man nur überzeugend leisten, wenn man ein tieferes Verständnis von dem besitzt, was man am Ausverstärken ist. Leider wird die P.A.-Technik immer wieder unterschätzt. Es ist nicht ohne Grund, dass viele grössere Musical-, Theater- oder Musikproduktionen sich erfahrener Engineers bedienen, die einen deutlichen musikalischen Background besitzen. Dass die SAE keine guten P.A.-engineers liefere, ist ein ein wenig unfaires Statement - dafür ist die Ausbildung ja schliesslich auch nicht prinzipiell gedacht. Daneben ist eben die Beschallungswelt so kompliziert, dass es selten jemanden gibt, der aus heiterem Himmel alles beherrscht... oft muss das meiste in der Praxis erlernt werden. Viele Grüsse, Dirk
Allmählich gewinne ich den Eindruck, daß wir alle eigentlich dasselbe sagen wollen, aber uns munter gegenseitig mißverstehen... Wenn ich ein Klavierquintett für ein renommiertes Klassiklabel aufnehme, dann werden an den Klang natürlich andere Ansprüche gestellt, als wenn ich das über eine größere Menschenmenge in einer Arena beschallen will (wie oft wird ein Klavierquintett in der Arena spielen...?). Zum Erfolg und der Verbreitung der SAE: war zuerst die Henne oder zuerst das Ei? Für Tontechnik im Musikbereich braucht es immer ein Verständnis der Musikrichtung, mit der man es zu tun hat, genauso wie ein Filmtonmeister auch von den übrigen Bereichen der Filmerei eine gewisse Grundahnung haben sollte. Ein tiefes Verständnis von Klassik *kann* man auch ohne Musikstudium erreichen, das ist aber sicherlich ein sehr sehr steiniger und langer Weg. Daß man nicht zwingend Klavier spielen können muß, um ein guter Musiker zu sein, zeigt sich z.B. an Thomas Quasthoff - das Klavierspiel ist aber wohl der zuverlässigste Indikator und gehört deshalb mit Recht zu Aufnahmeprüfungen dazu (freilich sind Ausnahmen in entsprechenden Fällen - Quasthoff! - notwendig und sinnvoll). Ich selbst kann nicht allzu gut Klavier spielen, und habe (deshalb...?) auch kein Tonmeisterstudium, sondern studiere (noch) Musikwissenschaft. Und trotzdem nehme ich größtenteils sog. E-Musik auf, und erhalte auch einen "natürlichen" Klangeindruck - NICHT den 2-Mics-im-Ohrabstand-in-der-14.-Reihe-rechtsaußen-Matsch. Meine Kunden - meistens ambitionierte Laien in mehr oder weniger renommierten Ensembles, und nicht unbedingt unter Leitung von Simon Rattle oder James Levine - sind zufrieden mit dem Ergebnis und dem Weg dorthin. Als kürzlich ein Wackelkontakt an einem meiner Mikros auftrat, hätte mir aber etwas mehr E-Technik-Wissen gutgetan, dann hätte ich 66 Euro Reparatur bei Neumann sparen können...und wenn ich keine Noten lesen könnte (auch mal in ner Partitur), dann fiele mir der Schnitt von Klassik sehr viel schwerer. Partiturlesen lernt man nicht an der SAE. Wichtiger als alle Ausbildung ist doch eigentlich die Vorstellung von dem was man hören will. Diese Vorstellung wird in einem Studium geprägt, aber auch in 6 Jahren Hocharbeiten in der "U-Musik"-Studioszene. Nicht jedoch in 9 Monaten SAE-Intensiv-Diplomkurs (wo man dafür lernt wie man eine Neve richtig bedient - übrigens: daß die SAE inzwischen auch AMS Neve besitzt, zeigt wohl ihren Einfluß...). Auch von der SAE kommt hin und wieder ein guter Live-Mischer oder einer, der Klassik aufnehmen kann. Die Mehrzahl der Absolventen (NICHT der Anfänger, die dann abbrechen und sagen "ich war an der SAE") wird wohl tatsächlich in die U-Musik-Studioszene gehen.
Ich denke das eigentliche "Problem" der SAE ist, das sie Gewinne machen wollen und müssen. Das ist jetzt garnicht als Vorwurf gemeint sondern eine Tatsache, ist halt kein gemeinnütziger Verein. Das hat aber zur Folge, das dort jeder sein "studium" machen kann. Und da haben wir den Salat. Denn es kann einfach nicht jeder, genau so als wenn du jeden Dachdecker werden lassen würdest und die hälfte muß abbrechen, da sie nicht schwindelfrei sind. Und so verbreitet sich auch die schlechte Meinung zur SAE. Du hast 10 Studenten, fünf brechen ab, da sie es nicht packen, drei kannst du vergessen, weil sie den Job nicht können einer ist Arbeitslos und einer hat nen Job. So zehn Meinungen wieviele sind schlecht? Und der eine der nen Job hat, hätte ihn wahrscheinlich auch so bekommen, er hat sich halt nur selber bei der SAE WEITERGEBILDET!! Ich selber kenne fünf SAE "Absolventen" 3 mit und 2 ohne Abschluß. Keiner davon arbeitet in der Branche und ich kenne auch Leute, die bei der Personalentscheidung SAE Absolventen sofort von vornerein abgelehnt haben, mit der Begründung "Fachidioten" braucht kein Mensch (dies spiegelt nicht meine Meinung wieder!!!!)
""Lass mich das noch mal wiederholen, hafi69: Wenn der Student erfolgreich ist, haette er es auch ohne SAE geschafft, und wenn er versagt, ist die SAE schuld ?"" Wo steht das bitte?? ""Im uebrigen muessen SAE Absolventen von niemandem anderen 'akzeptiert' werden, als von deren Arbeitgebern und Kunden. Solange das so ist, wirst du wahrscheinlich in Zukunft noch mehrere kennenlernen."" Da habe ich auch gar kein Problem mit ;-)
"Zum Erfolg und der Verbreitung der SAE: war zuerst die Henne oder zuerst das Ei?" Das ist ein unpassender Vergleich, auch die SAE hat mal ganz klein angefangen und ist dann stetig gewachsen. http://sae.edu/history.php "Partiturlesen lernt man nicht an der SAE." Diese Aussage ist so pauschal falsch. Partiturlesen ist nicht im Lehrplan der Diplomstufe, jedoch Bestandteil des Degreekurses. Gruss, Rudi
Leider schau ich viel zu selten hier ins Forum, aber das lohnt sich ja wirklich. Der Unterhaltungswert der SAE-Threads ist wirklich hoch. So wie es aussieht bin ich der einzige, der die Antwort von hafi69 nicht kennt, da ich wie bereits erwähnt leider viel zu selten hier ins Forum schaue. Aber nach all den Aussagen hier hat sich die Antwort wohl auch nicht zu lesen gelohnt. @hafi69 Wenn Du mir die Antwort, die zensiert wurde, nochmal geben möchtest: [E-Mail-Adresse entfernt] -> ganz privat und ohne Zensur dritter. Soweit die Wortmeldung vom Betroffenen, mehr gibts wohl nicht zu sagen. Wir drehen uns im Kreis, und mir ist schon ganz schwindlig. Grüße Florian