Hallo Kollegen,
über die SAE ist hier schon sehr viel geschrieben worden - positives und negatives. Es wird immer ein Streitthema bleiben. Und deshalb bitte ich Euch, die Diskussion zu beenden. Ich werde den Thread dann auch in Kürze schließen.
Nur soviel zum Allgemeinen:
Es gibt keine Schule - egal ob staatlich anerkannte Hochschule, Fachhochschule, Uni, oder Privatschule, die Absolventen auf die Menschheit losläßt die alles dann perfekt können! Allein schon die Tatsache daß wir alle in einem Job arbeiten, der es mit Elektronik im weitesten Sinne zu tun hat, sollte uns klar werden lassen, daß die technische Entwicklung derart schnell voran schreitet, daß man von einer "Halbwertzeit" spricht. D.h., daß nach der Studienzeit die Hälfte von alldem was man gelernt hat wieder veraltet ist.
Das bedeutet: Jeder muß sich auch nach dem Studium selbst weiterbilden, anderenfalls kann er einpacken.
Und die rauhe Praxis "an der Front" lernt man sowieso erst im Beruf.
Wer gerade sein Examen gemacht hat, gerade seine Diplomarbeit geschrieben hat, kann noch nichts! Es ist wie beim Führerschein: Wer gerade seinen Führerschein gemacht hat, kann noch nicht "Autofahren" - er hat nur die Berechtigung ein solches Gefährt zu führen, mehr nicht!
Und wer sein Tonmeister- oder Toningenieurdiplom (egal ob von FH, Uni oder SAE/SFT oder sonstwo her) hat lediglich die Grundlagenkenntnisse. Die Praxis muß er sich im Laufe der Jahre aneignen.
Ein Beispiel den ein Kollege mir mal erzählte:
Ein frisch gebackener Diplomingenieur (Maschinenbau, TH-Status!) kommt in die Werkstatt und hört vom Meister, daß eine spezielle Schraube mit bestimmten Festigkeitseigenschaften gebraucht wird. Diese muß angefertigt werden, da im Handel nicht erhältlich. Der Dipl.Ing streitet sich mit dem Meister rum und will diesem klar machen was er alles zu beachten hat, geht dann an seinen Schreibtisch, macht dort die kompliziertesten Berechnungen sogar mit Differentialgleichungen, und bis er fertig ist und dem Meister sagen will was dieser zu tun hat, hat der Meister die Schraube auf der Drehbank ferig gedreht und zwar ohne große Berechnungen sondern ausschließlich nach seiner jahrelangen Praxiserfahrung....
Und jedesmal wenn der Dipl.Ing in die Werkstatt kam fragten ihn die Mitarbeiter "na, brauchste wieder 'ne Schraube?"
Grüße
Rainer
über die SAE ist hier schon sehr viel geschrieben worden - positives und negatives. Es wird immer ein Streitthema bleiben. Und deshalb bitte ich Euch, die Diskussion zu beenden. Ich werde den Thread dann auch in Kürze schließen.
Nur soviel zum Allgemeinen:
Es gibt keine Schule - egal ob staatlich anerkannte Hochschule, Fachhochschule, Uni, oder Privatschule, die Absolventen auf die Menschheit losläßt die alles dann perfekt können! Allein schon die Tatsache daß wir alle in einem Job arbeiten, der es mit Elektronik im weitesten Sinne zu tun hat, sollte uns klar werden lassen, daß die technische Entwicklung derart schnell voran schreitet, daß man von einer "Halbwertzeit" spricht. D.h., daß nach der Studienzeit die Hälfte von alldem was man gelernt hat wieder veraltet ist.
Das bedeutet: Jeder muß sich auch nach dem Studium selbst weiterbilden, anderenfalls kann er einpacken.
Und die rauhe Praxis "an der Front" lernt man sowieso erst im Beruf.
Wer gerade sein Examen gemacht hat, gerade seine Diplomarbeit geschrieben hat, kann noch nichts! Es ist wie beim Führerschein: Wer gerade seinen Führerschein gemacht hat, kann noch nicht "Autofahren" - er hat nur die Berechtigung ein solches Gefährt zu führen, mehr nicht!
Und wer sein Tonmeister- oder Toningenieurdiplom (egal ob von FH, Uni oder SAE/SFT oder sonstwo her) hat lediglich die Grundlagenkenntnisse. Die Praxis muß er sich im Laufe der Jahre aneignen.
Ein Beispiel den ein Kollege mir mal erzählte:
Ein frisch gebackener Diplomingenieur (Maschinenbau, TH-Status!) kommt in die Werkstatt und hört vom Meister, daß eine spezielle Schraube mit bestimmten Festigkeitseigenschaften gebraucht wird. Diese muß angefertigt werden, da im Handel nicht erhältlich. Der Dipl.Ing streitet sich mit dem Meister rum und will diesem klar machen was er alles zu beachten hat, geht dann an seinen Schreibtisch, macht dort die kompliziertesten Berechnungen sogar mit Differentialgleichungen, und bis er fertig ist und dem Meister sagen will was dieser zu tun hat, hat der Meister die Schraube auf der Drehbank ferig gedreht und zwar ohne große Berechnungen sondern ausschließlich nach seiner jahrelangen Praxiserfahrung....
Und jedesmal wenn der Dipl.Ing in die Werkstatt kam fragten ihn die Mitarbeiter "na, brauchste wieder 'ne Schraube?"
Grüße
Rainer
