Reihenfolge einer Jazz-Aufnahme???

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo alle zusammen!
Bin Amateurmusiker und habe folgende Frage an Euch:
Muss für ein bestimmtes Projekt eine Nummer aufnehmen. Habe mir dafür 3 Instrumentalisten und 2 Sänger gesucht! Es ist sozusagen eine zusammengewürfelte Band!
Es wird Piano, Bass, Schlagzeug und Gesang (manchmal 2 stimmig) aufgenommen.
In welcher Reihenfolge würdet ihr das ganze angehen. Alle Musiker werden wahrscheinlich aus Zeitgründen nie gleichzeitig im Studio sein können.
Im Cubase wird das Metrum vorprogrammiert sein.
Hab das noch nicht sooft gemacht und wäre über ein paar Tipps sehr sehr dankbar.
Danke im Voraus
LG
ZitierenPost melden
Antwort#2
Reihenfolge einer Jazz-Aufnahme???
Keine Frage. Es gibt nur eine Antwort. Alle Jazzer müssen unbedingt zusammen spielen und auch so aufgenommen werden.
Alles andere ist doch nur musikalischer Unsinn!
ZitierenPost melden
Antwort#3
Das Arrangement steht ohnehin schon und für improvistation ist nicht viel platz. das stück darf nur max. 3:30 dauern! und wie gesagt: es wird sich auch zeitlichen gründen nicht ausgehen alle musiker gleichzeitig aufzunehmen.
ZitierenPost melden
Antwort#4
Wenn man demnächst die Beethovensonate für Klavier aufnehmen möchte, dann fragt man wohl auch:
Soll ich zuerst die linke Hand aufnehen und dann die rechte Hand oder ist es eher umgekehrt zu empfehlen?
Die Antwort ist eigentlich: Weder noch, nur zusammen. Oder wenn das einem über die Hutschnur geht, dann sagt man noch zynisch:
Aber nicht vergessen, vorher unbedingt die Klickspur aufzunehmen.
Kopfwackel.
Günni
ZitierenPost melden
Antwort#5
Im Jazz gibt es keinen fixen Rhythmus. Es geht leicht vor und zurueck, die Musiker stellen sich aufeinander ein.
Nimm Dir irgendeine Aufnahme und miss mal genau die Zeiten zwischen einzelnen Schlaegen - lass Dich ueberraschen...
Aber: Ich weiss von einer Produktion der Kleinen Nachtmusik, die von einem einzelnen Musiker eingespielt wurde.:-)
Wenn es wirklich unumgaenglich ist, wuerde ich die Reihenfolge
Drums - Klavier - Bass - Gesang
(oder Drums - Bass - Klavier -Gesang)
waehlen; im Einzelfall haengt es aber eher vom Arrangement ab.
Gruss,
Mathematiker
PS: Jazze selber am Klavier...
ZitierenPost melden
Antwort#6
Wenn man demnächst die Beethovensonate für Klavier aufnehmen möchte, dann fragt >man wohl auch:
Soll ich zuerst die linke Hand aufnehen und dann die rechte Hand oder ist es eher >umgekehrt zu empfehlen?
Als Midi aufnehmen, quantisieren und über Plugin-Piano abspielen.
Wie sonst?
ZitierenPost melden
Antwort#7
Hallo,
Schlagzeug als erstes, evtl. falls machbar zusammen mit Bass bzw. Piano. Dann restliche Instrumente, zum Schluss Vocals. Es empfiehlt sich die Instrumentenspuren (alternativ auch Gesang) als Basictrack für die Schlagzeugaufnahme vorher einmal aufzunehmen (z.B. per Midispur, um bei der aufnahme Korrekturen im Arrangement vornehmen zu können), um die Orientierung zusätzlich zum Klick für den Drummer zu erleichtern.
Grüße
Martin
ZitierenPost melden
Antwort#8
hört sich jetzt dusselig an, aber ich glaube bei jazz ist es echt wichtig alle gleichzeitig aufzunehmen!! jedenfalls ist das meine erfahrung!!
jazzer gehen mir zwar menschlich gehörig auf dei nerven, aber sie haben ohren für ihre mitmusiker und können sich meistens ratzfatz auf deren sinnloses gedudel einstellen!!
das wird man bei einer step by step aufnahme kaum so in dieser form hinbekommen, also fehlt vermutlich schonmal die seele!
wenn das zeitlich nicht klappen sollte, fang mit dem schlagzeug und dem bass an! piano druff, dann die gesänge!
eventuell wäre es ratsam den song vorher einmal mit nem billigen rekorder bei der probe aufzunhmen und als piloten bei der aufnahme drunterzulegen.
zumindest wäre es hilfreich um mit den herren und damen musikern bestimmte passagen im vorfeld zu klären!!
na, denn starke nerven
Inti
ZitierenPost melden
Antwort#9
Tja wenn es um Pop oder Rock im weitesten Sinne gehen würde, mache ich das auch wie hier schon vorgeschlagen. Wobei ich bei einer Probe gerne mal die Vocals mitschneide um sie bei der Aufnahme schonmal Roh dabei zu haben.
Aber grade der Jazz lebt von der kommunikation zwischen den Musikern.
Da wirst du es schwer haben eine lebendige Aufnahme hinzubekommen.
Eigentlich sollte die Androhung einen Click zu programmieren die Musiker schon aus dem Studio treiben.
Kein guter Rat aber wenn es nicht möglich ist die Musiker geichzeitig ins Studio zu
bekommen, such dir andere.
ZitierenPost melden
Antwort#10
LOL! ....Androhung eines Clicks..., hihi!!
Naja, wenn man nicht einigermassen Clickfest ist, hat man eigentlich gar nix im Studio zu suchen, denke ich!!
Aber, von wegen andere Mucker suchen, das bringt ihn hier nicht weiter!!
Aber es ist echt teilweise ´ne Katastrophe wie sowas ablaufen kann!!
Wichtig wäre wirklich noch im Vorfeld rauszubekommen, in wie weit an dem Song noch rumgetüftelt werden soll! diesen dann auf Proberaum Niveau aufnehmen (einfache Case reciht aus) sich schonmal verinnerlichen und im Zweifel bei der Aufnahme auf das Provisorium hinweisen!! Mach den Leuten klar, das sie bei einer glecihzeitigen Aufnahme mehr die Möglichkeit hätten aufeinander einzugehen, als das in der angestrebten Aufnahmesituation der Fall sein wird!
Daraus können erhebliche Schwierigkeiten entstehen (können, nicht müssen!!!!). Ich kenne das aus eigener Erfahrung, das gerade Jazzer, die sonst alle zusammen rummachen dann genau hier komplett "versagen"!!
Behalte auf jeden Fall die Kontrolle und nimm dir raus Pausen zu machen, wenn du sie brauchst!!! Man muss den Leutchen verständlich machen das es sich hier um ernsthafte Arbeit handelt und man nicht aus purem Vergnügen seine zeit verdaddeln möchte!
Mir scheint als wäre das eine dieser Sachen, die man Kumpelhaft macht und sich damit tierisch in die Nesseln setzt, weil der gute Bekannte für möglichst wenig bis gar kein Geld bei minimalstem eigenem Einsatz, das höchst mögliche, technisch perfekteste Ergebnis haben möchte um dann trotzdem kein gutes Wort dran zu lassen!!
Inti
ZitierenPost melden
Antwort#11
Naja, wenn man nicht einigermassen Clickfest ist, hat man eigentlich gar nix im Studio zu suchen, denke ich!
Dann geht die wirkliche Musik raus und der mechanische Motor rein.
Schade, denn dann ist alles kaputt.
Es mag sein, dass du das aber nicht hören würdest, weil abgestumpft.
Das Thema heißt immer noch "Reihenfolge einer Jazz-Aufnahme".
ZitierenPost melden
Antwort#12
Das funktioniert nicht, alle Musiker müssen sich hören sonst kann keiner spielen. Wenn nicht improvisiert wird ist es kein Jazz, und hört sich auch nicht danach an. Ich kenne keine Jazz-CD die getrennt aufgenommen wurde. Deshalb versagt auch das beste Cubase-Home-Studio vollends...
cu
Christian
ZitierenPost melden
Antwort#13
Nun ja...ich hab mal mit zu einer Jazzcombo zusammengewürfelten Orchestermusikern gespielt. In den vorhandenen Noten stand dann immer sowas wie "16 Takte Solo", die wurden dann auch gespielt, aber vom Blatt. Eine Pressekritik gab es auch hinterher, da wurden vor allem die Improvisationen gelobt...
Gruß
Claus
ZitierenPost melden
Antwort#14
Hi
ist ja auch logisch das die Kritik gut war. Du kannst jedes Solo transkripieren und vom Blatt abspielen (das ist schon eine Leistung an sich) es fällt halt erst dann auf, wenn die Leute live dann genau dasselbe spielen... also Improvisation jeder Art kann man natürlich ausnotieren und spielen lassen. Improvisation ist natürich auch nur dann richtig gut, wenn man eine klare Handschrift des Musikers erkennen kann... wenn du ein Solo von Miles Davis vom Blatt spielen lässt, werden die Leute erstmal sagen klasse, aber Kenner werden abwinken und sagen klingt wie Miles...
ciao
Christian
ZitierenPost melden
Antwort#15
Das Arrangement steht ohnehin schon und für improvistation ist nicht viel platz. das >
stück darf nur max. 3:30 dauern! und wie gesagt: es wird sich auch zeitlichen gründen >nicht ausgehen alle musiker gleichzeitig aufzunehmen.
hmm, es geht halt auch um harmonische Sachen beim Improvisieren. Die Musik sollte sich halt gut ergänzen. Das heisst wenn der Solist in einer bestimmten Tonhöhe nudelt, dann spielt der Pianist halt die optimale Begleitung dazu also möglichst nicht die selben Töne wie der Solist. Umgekehrt ist das kaum möglich, denn der Solist wäre dann zu eingegrenzt... ausserdem lebt die Musik von ständigen Spannungsbögen die zusammen aufgebaut werden... viele Solisten wiederholen dann z.B. ständig Phrasen das wäre stinklangweillig wenn der Schlagzeuger darauf nicht reagieren würde und z.B. sämtliche Becken mit ins Spiel bringt...

ciao
Christian
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.