Was im Netz des öfteren so behauptet wird

Erstellt 23 Antworten24 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Leute,
bei solchen Kommentaren werde ich manchmal etwas sauer:
http://www.musiker-board.de/vb/showpost.php?p=1076386&postcount=8
Kann es sein, daß hier kommerzielle Interessen ein Rolle spielen, oder ist die Unwissenheit wirklich soo extrem? Ein "Experte" sollte es doch besser wissen. Ich selbst würde mich nicht als Experten titulieren - aber alles ist anscheinend relativ.
Erdie
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Antwort#2
"die Großmembranmikrofone können die tiefen Frequenzen besser aufnehmen"
Sagte
Bernd Neubauer
Application Engineer
Sind das jetzt die Ingenieure der PISA-Generation?
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Antwort#3
Ich nehme jedenfalls lieber Neumann als Beyerdynamic für Flügel, ganz egal wie groß die Membran ist. Es kommt ja nicht auf die Größe an, sondern auf die Technik ;)
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Antwort#4
Autsch, tut das weh!
"Ingenieure der PISA-Generation" oder Entwickler aus der Marketingabteilung...
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Antwort#5
Der meinte vermutlich, dass bei GM Mikrofonen der Nahbesprechungseffekt mit entsprechender Tiefenanhebung stärker ausfällt, als bei KM Mikros.
Mit "Bass" im Sinne von Tiefbass hat der Effekt allerdings nicht wirklich viel zu tun.
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Antwort#7
Das kann einfach nicht wahr sein, dass
Bernd Neubauer
Application Engineer
beyerdynamic GmbH & Co. KG
so etwas nur denken kann:
"Großmembranmikrofone können die tiefen Frequenzen besser aufnehmen als die Kleinmembranmikrofone."
Ein Ingenier einer Mikrofonfirma!
Technical sales:
Bernd Neubauer, Application Engineer
Phone +49 (0) 71 31 / 617 - 202
Fax +49 (0) 71 31 / 617 - 224
[E-Mail-Adresse entfernt]
Siehe: http://www.beyerdynamic.com/cms/About_us.25.0.html?&L=1



Die unwahre Behauptung
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Antwort#8
Deshalb frage ich ja: Wird sowas gesagt, weil der Verkauf von teuren GM größere Gewinne bringt? Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, daß der das wirklich glaubt. Mir hätte das jemand als blutiger Anfänger erzählen können und ich hätte es damals geglaubt. Aber ich habe schnell dazugelernt und das erwarte ich von einem Ingenieur einer Mikrofonfirma gefälligt auch. Ich erwarte sogar, daß der sich besser auskennt als meine Wenigkeit - worauf soll ich mich denn dann noch verlassen? *Kopfschüttel*
Erdie
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Antwort#9
Ich kopiere mal hier die vorsichtige aber gute Antwort von Erdie auf das Posting von Bernd Neubauer, dem Marketing-Ingenieur von beyerdynamic mit seiner falschen Behauptung: "Großmembranmikrofone können die tiefen Frequenzen besser aufnehmen als die Kleinmembranmikrofone."
Kann das sein, daß jeder Kleinmembran-Druckempfänger dem besten GM -Druckgradientenempfänger haushoch überlegen ist? Und kann es sein, daß Jörg Wuttke, Chefentwickler bei Schoeps, genau diese Aussage, die Du hier oben gemacht hast, in seinem bekannten Mikrofonbuch dementiert? Ehrlich gesagt ist mir als Physiker auch nicht klar, warum beim Mikrofon die Membrangröße das Übertragungsverhalten bei tiefen Frequenzen begünstigen soll, es sei denn, Du versucht das Mikrofon als Lautsprecher zu verwenden.
Bei Mikrofonen spielt der Stahlungswiderstand keine Rolle, denn es wird keine signifikante Leistung zwischen veschiedenen Medien transformiert. Das wird immer vergessen und augenscheinlich "groß" mit "viel Bass" assoziiert. Große Membrane sind ein Kompromiss, den man in der Vergangenheit eingehen mußte, weil die Elektroniken noch nicht rauscharm gebaut werden konnten, um die geringeren Ströme von kleinen Membranen zu verstärken. Der Kompromiss manifestiert sich in einer verfärbungsreichen Wiedergabe. Dieses ist aber nicht gefordert, wenn es möglichst neutral sein soll. Und bei einem Klavier kann ich mir nicht vorstellen, daß man es wirklich verfärbt haben möchte. Bei Stimmen ist das schon etwas anderes. Auch Traditionen sollte man hinterfragen, auch wenn es um ein Neumann-Mikrofon geht, das schon von Tonmeistergenerationen für den gleichen Zweck auf die gleich Art und Weise verwendet wurde.
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Antwort#10
Habe mal an die Geschäftsleitung von beyerdynamik geschrieben. Bin mal auf die Reaktion gespannt.
Werde sie hier posten.
mfg
Gerhard
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Antwort#11
Oh Weia, und ich bin dann hinterher noch schuld;) Ich wollte dem Mann aber nicht vor das Schienenbein treten. Das ist nicht mein Stil. Jeder darf seine Meinung sagen, auch wenn sie falsch ist. Wer sich dabei blamiert, ist selber schuld.
Erdie
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Antwort#12
Ich habe deinen Namen nicht erwähnt !!!! Sondern nur die URL des Originaposts in dem Musikerforum weitergegeben.
Wenn hier einer Haue kriegt, dann ich. Aber ich glaube ich bin immer noch höflich gewesen.
mfg
Gerhard
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Antwort#13
Schon klar, sollte auch mehr ein Spaß sein. Deshalb das ";)"
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Antwort#14
Hallo Erdie,

ich habe mir auch den Artikel gelesen. Und mußte dabei sofort an Jörg Wuttkes Aufsatz "Das Mikrofon zwischen Physik und Emotionen" denken in dem er diesen Aberglauben widerlegt hat.
Gewiß kann es sein, daß bei extremer Nahbesprechung die Tiefenanhebung größer ist als bei einem Kleinmikrofon WEIL eben der Gradient der ja für den Membranantrieb verantwortlich ist, dann größer ist. Aber die generelle Behauptung daß GM-Mikrofone bessere Tiefenübertragung hätten ist ein weit verbreiteter Irrtum und stammt von denen die das mit dem Lautsprecher vergleichen, dabei aber nicht verstanden haben, daß es beim LS auf LEISTUNGsübertragung ankommt für die große Flächen bzw. große Hübe erforderlich sind, während ein Mikrofon eigentlich nie klein genug sein kann, um nicht eine Störung im Schallfeld durch Beugungserscheinungen zu verursachen.

MfG
Rainer
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Antwort#15
Es kommt ja nicht auf die Größe an, sondern auf die Technik ;)
Behaupten die mit der 22mm-Sportausführung...;-)
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Antwort#16
ich hebe hervor:
"Technical Sales"
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#17
Wo kommen wir noch hin, wenn die Verkaufs-Heinis der Firmen Unwahrheiten verbreiten, nur um ihre Produkte an den Mann zu bringen. Kann es ja wohl nicht sein.
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Antwort#18
Die Rückantwort auf mein Mail an Beyerdynamic:
Hallo Herr xxx
vielen Dank zuerst einmal für Ihre Rückantwort. Wie Sie sicherlich im Board schon gesehen haben, habe ich natürlich schon festgestellt, dass meine Aussage total falsch war bezüglich dieser Mikrofone. Natürlich haben Sie hier zu 100% Recht. Leider habe ich wohl tatsächlich mein "Hirn" nicht eingeschalten. Also nochmals vielen Dank für Ihre freundliche Rückinfo.
Liebe Grüße
beyerdynamic GmbH & Co. KG
Bernd Neubauer / Application Engineer Pro Audio
Theresienstr. 8
D-74072 Heilbronn / Germany

fon : +49(0)7131-617-202
fax : +49(0)7131-617-224
mobile : +49(0)175-7265039

email : [E-Mail-Adresse entfernt]
www.beyerdynamic.com
Gruss
Gerhard
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Antwort#19
Da sind wir schon lange angekommen.
Brauner bietet Imagebroschüren statt technischen Dokumentationen, beim Durchlesen einiger Neumann-Dokumente (insbesondere das Jubiläumsbuch) kann man auch nur mit dem Kopf schütteln. (Auch wenn andere Dokumente von Neumann wieder solide Informationen vermitteln. Bei Neumann scheint man manchmal noch zu wissen, was Marketing und was Information ist.)
Bei anderen Herstellern von Soft- und Hardware sieht es auch nicht besser aus.
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Antwort#20
Wie kommt's eigentlich, dass dort zwei Leute von Mikrofonfirmen mitlesen - nämlich von Shure und von Beyerdynamic - sich aber hier niemand blicken lässt... Haben die Angst, hier zerrissen zu werden? ;-)
Vielleicht ist es auch ganz gut hier, ohne Marketing-Blabla. Andererseits wären ein paar "echte" Mikrofonentwickler, die aus dem Nähkästchen plaudern, auch mal was nettes. Die werden aber wahrscheinlich besseres zu tun haben...
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