Sonic 61 Surround-Mikrofonstativ

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Antwort#2
UVP sind nicht ganz preiswerte 379.-Euro. Das steht auf der Website, die Du genannt hast.
Ich habe keine Ahnung, wie man sich mit so einem fixierten Gestänge auf unterschiedliche Aufnahmesituationen einstellen kann. Für Atmo-Aufnahmen im Wald wär das vielleicht was, eine andere Anwendung fällt mir hierfür nicht ein. Auf welche Überlegungen gehen denn da fest eingestellten Winkel und Abstände zurück? Und: Ist der Rear-Center dazu da, um zu verkaufenden Stückzahlen an Mikrofonen zu steigern?
:)
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Antwort#3
da eine Phantomschallquellenortung hinter uns (und auch seitlich von uns) nicht funktioniert, sondern nur vor uns, wäre ein rear center durchaus eine sinnvolle mögliche Erweiterung zu den bestehenden 5 oder 7 Kanälen.
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Antwort#4
wobei man mich bitte nicht falsch verstehen soll - ausser für Athmo taugt so eine fixe Vorrichtung relativ wenig.
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Antwort#5
Danke Tonzauberer, du kommst genau auf den Punkt. Dieser 6-zackige Stern ist praktisch und für Atmoaufnahmen im Fußballstadion, wo's wirklich nicht so drauf ankommt, recht nützlich: Also zum Beispiel für Video-Reportagen und einfachen Dokumentationen.
Für künstlerische Sourround-Sound-Aufnahmen in 5.1 ist diese Surround-Krake, ähnlich der Atmos 5.1-Krake völlig unflexibel und nicht brauchbar. Die Mikrofonabstände sind dafür wirklich zu klein. Man kann damit keine schön geschlossene Surround-Sound-Abbildung eines Orchesters mit angenehmer Umhüllungsräumlichkeit für seine Surround-Lautsprecher herstellen.
Praktisch ist eben nicht immer optimal. Es kommt immer darauf an, was man möchte. Optimal oder nur praktisch.
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Antwort#6
Hallo Georg,
wie kommst Du denn zu dem Schluss, dass seitliche Phantomquellenabbildung nicht möglich sei? Ich habe das mehrmals hinbekommen, und Kollegen haben mitgehört und bestätigt. Es wundert mich, dass dieser Glaube noch immer besteht.
Abbildung hinter einem sehe ich auch als unmöglich an, jedenfalls in einer ITU-Anordnung, wie wir sie im Moment verwenden.
Gr.
Dirk
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Antwort#7
Das 4-kanal IRT-Kreuz reicht als Atmo für eine Reportage völlig aus und ist viel einfacher zu handhaben als der 6-zackige Stern mit dem unnötigen Hinten-Center.
Der Sprecher bekommt für seinen Bericht ein eigenes unabhängiges Mikrofon für den Center-Lautsprecher.
Da gibt es auch Phantomschallquellen auf den Seiten und hinten, wenn man sich eben mal in die jeweilige Richtung dreht. So wie es Dirk F schreibt.
Üblicherweise gibt es beim Surroundsound schon seitliche Phantomschallquellen, nur sind die nicht so stabil in der Lokalisation, wie vorne.


4-Kanal IRT-Kreuz für Atmo-Dokumentation
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Antwort#8
Nun, es ist eben nicht nötig, per se seinen Kopf in die jeweilige Richtung zu drehen.
Gr.
Dirk
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Antwort#9
Servus Dirk,
Du bekommst natürlich eine Abbildung "die irgendwo zwischen Front und Rear" liegt hin, sonst würden wir ja keinen "umhüllenden" gesamtklang zusammenbekommen - aber es ist eben eine diffuse Umhüllung ohne genaue lokalisation.
Das lässt sich ganz schön mit den "klassischen" surroundbeispielen wie z.b. die den hörer umkreisenden Schritten darstellen. Während bei klassischer ITU-Aufstellung nur auf der Front eine gute Lokalisation möglich ist, erweitert ein Surround-center das auch auf die hintere Ebene. Erst aber wenn zwei zusätzliche Seitenlautsprecher im Spiel sind, die den großen Bereich von Front bis Surr schließen, ist auch auf den Seiten eine halbwegs stabile Lokalisation möglich.
Das liegt nicht alleine an unserem Kopf und wie wir hören, sondern auch daran, wie die LS aufgestellt werden.
So bin ich der Meinung das, wenn man LS "sparen" will, zwei seitlich aufgestellte Surround-LS und ein Surround-Center bessere Ergebnisse liefert als die standard-ITU, wobei das leider stark signalabhängig ist.
Wenn man aber sowieso nur diffuse Raumsignale auf den Surr liegen hat, ist die Lokalisation in diesen Ebenen irrelevant, dann geht es nur um die "Umhüllung" - und diese ist auch mit 5 LS bei einer guten Aufnahme problemlos möglich.
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Antwort#10
... die "Umhüllung" - und diese ist auch mit 5 LS bei einer guten Aufnahme problemlos möglich.
Richtig. Nur hört man wirklich bei den meisten Aufnahmen von klassischen Darbietungen an den Seiten das große "scharze Loch" ohne Schall und hinten ist wieder eine kleinere Raumebene, die mit vorne nichts zu tun hat. Es geht auch total kein Orchsterschall seitlich über die Frontlautsprecher L und R hinaus. Das Orchester ist da meistens wie "abrasiert". Das ist direkt peinlich.
Dabei hat Polyhymnia doch die gute Lösung.
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Antwort#11
Hallo Georg,
ich verstehe schon Deinen Punkt, ich sage nur, dass es nicht so ist. :-) Ich habe das damals mehrmals hinbekommen, auch seitlich eine stabile und ziemlich hörpositionunabhängige Phantomquellenabbildung zu erreichen. Prinzipiell ist das noch nicht einmal so fürchterlich schwer. Leider verbreitet sich im Moment immer noch der Gedanke, dass es nicht möglich ist wegen theoretischen Ausführungen von Kollegen, die wahrscheinlich oft ein wenig zu entfernt vom praktischen Geschehen sind.
Daneben ist es wahrscheinlich kommerziell nicht wirklich interessant, und viele Studios haben nicht genügend Zeit, um zu experimentieren, oder sie kriegen es einfach nicht hin. Eine neue Abhörumgebung erfordert das Zurückgehen zur Basis und das Entdecken der Gesetzmässigkeiten. Wir wissen eben immer noch nicht hinreichend bescheid, wie unser Gehörorgan wirklich funktioniert.
Meine Erfahrung ist, dass man die seitliche Abbildung bis in die Nähe der LS und RS ziemlich gut hinbekommt.
Gr.
Dirk
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Antwort#12
Dirk F meint zu Seitenschallquellen: "Leider verbreitet sich im Moment immer noch der Gedanke, dass es nicht möglich ist wegen theoretischen Ausführungen von Kollegen, die wahrscheinlich oft ein wenig zu entfernt vom praktischen Geschehen sind."
Dass jemand beim Surround-Sound Angst vor der Positionierung seitlicher Phantomschallquellen hat, sehe ich nicht, denn alle kennen den deutlichen Beitrag von ebs: "Seitliche Phantomschallquellen gibt es nicht - wirklich?"
Vom IRT München wurden anfänglich mal solche theoretischen praxisfernen Gedanken gedruckt und in einer früheren Ausgabe der Mikrofonaufsätze von Wuttke kam als Echo der unglückliche Ausdruck: Seitliche Phantomschallquellen gibt es nicht.
Ich denke es gibt heute keine Tontechniker mehr, die "ein wenig zu entfernt vom praktischen Geschehen sind." Wir sind doch alle eher Praktiker.




Seitliche Phantomschallquellen gibt es nicht - wirklich?
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