Chor hinten bei Stereo und Suround 3/2

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Antwort#21
Hallo Eberhard,
"" gut finde ich, dass es hier jemanden gibt, der in dem von mir 1994 gezeichneten "verwirrendem" Blatt den recht umfassenden Informationsgehalt erkennt ""
Das ehrt und wundert mich zugleich -- bin ich doch bloss Hobby-Tonmensch mit Selbststudium...
Aber das liegt wohl daran, dass z.B. ein Kennlinien-Datenblatt eines Transistors oder einer Röhre ganz ähnlich funktioniert -- Kurve des Zusammenhangs von Variable A vs. Variable B, bei einem bestimmten Wert eines Parameters C. Wenn der fein gequantelt ist, kann man auch C vs. A, bei gegeben B konstruieren, usw. In 3-D sind das halt parallele Schnitte bei einem bestimmten Wert auf einer Achse... Bei so einer 3D-Transistor-"Kennfläche" sieht man z.B. sofort was er mit einem Audiosignal an einer nicht-Ohmschen Last macht: Änderung in den Verzerrungen, wenn die Fläche in grösserer Umgebung des gewählten Arbeitspunktes nicht eben wie eine Schaltafel ist...
Noch ein wichtiger 3D-Fall für Audio: Frequenzgang von Amplitude und Phase, geht wunderbar. Amplitude = Radius, Phase = Winkel, log(Frequenz) = Z-Achse, also polare Zylinder-Koordinaten. Sieht man sofort alles was man sehen will, sehr anschaulich. Ein Allpass wird dann zu einer schönen exakten Wendel im dem Bereich wo seine Gruppenlaufzeit konstant ist, danach wird einfach die Rotation "langsamer" und bleibt dann asymptotisch stehen, die Anzahl der halben Umdrehungen relativ zu dieser Asymptote ist seine Ordnung, die Ansicht aus Richtung der Frequenzachse ist praktisch die Ortskurve, etc. Würde man z.B. Elektrotechnikstudenten das alles an einem 3D-Modell erklären, würden sie die Zusammenhänge sehr viel leichter erfassen... ich selber habe über 10 Jahre gebraucht das alles zu erkennen, eben weil man es als lauter zersplitterte zweidimensionale Einzelgraphen vorgesetzt bekommt.

"" Im Link habe ich mal für dich ein Blatt neu auf meinen Server gegeben, um zu zeigen, dass mir schon vor vielen Jahren das Problem der gewählten Quadranten bekannt war. ""
Interessant, gestern (bei meiner Download-Session) war das Blatt auch schon da, unter dem leicht anderen Namen:
http://sengpielaudio.com/StereoLautsprecherlokalisationMitPegelUndLaufzeit.pdf
Aber bei über 500 PDFs auf der Seite kann man als Webmaster schonmal was übersehen ;-)
Zurück zum besagten grossen Kennlinien-Blatt: es müsste doch recht umfangreiches Zahlenmaterial existieren, die derzeitigen Kurven hat ja auch jemand nach Messwerten gezeichnet... Mit Deiner umfangreiche Tabelle für die Hörereignisrichtung vs. delta-L bzw delta-t haben wir z.B. schon mal die Achsschnittpunkte im 1.ten Quadranten in sagenhafter 1% Staffelung:
http://sengpielaudio.com/HoerereignisrichtungDurchPegelBzwLaufzeit.pdf
Bleibt die Frage, ob es zum Auffüllen der Quadranten genug Messpunkte in z.B. 10% Staffelung gibt, oder ob diese aus anderen Graphen zurückentwickelt/interpoliert werden können...
So, jetzt ist aber gut, ich verschwende wertvollen Serverplatz, und dann auch noch off-topic ;-)
Schöne Grüsse, Klaus S
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Antwort#22
Hallo Klaus,
Hobby-Tonmenschen können im Wissen um die Tontechnik völlig mit "Studierten" gleichziehen. Das habe ich schon einigemale erlebt. Im Spezialwissen können sie diese selbst überholen.
Die vorliegenden Daten, besonders auf dem Gebiete der Psychoakustik, sind sehr streuend und widersprüchlich und solche Kurven müssen mühsam zusammengetragen werden. Hier oben gibt es ein Stück der Kurven so wie sie der Däne G. Simonsen gefunden hat und wie sie Michael Williams aufgezeichnet hat. Hier sieht man die weißen Flächen in den zwei Quadranten. Da ist eben unerforschte Wüste. Intensity habe ich an der y-Achse durchgestrichen, denn die hat da nichts zu suchen.
Wenn man ein schönes Modell hat, dann kann man daran schnell etwas erklären und komplizierte Vorgänge sind leicht zu erfassen. Es dauert aber sehr lange, bis es zu einem Anfangs-Modell kommt, an dem dann weitergebastelt wird.
Solltest zu am bildlichen und datenmäßigen Erfassen der Aufnahmebereiche sämtlicher Mikrofonsysteme interessiert sein, dann maile mir doch mal. Meine Mailadresse ist hier oben im Kopf.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com


Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
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Antwort#23
Hm, ich finde interessant, dass sich die Kruemmung bei der 30°-Kurve aendert.
Es waere interessant, wo sich zwischen der 20° und 30°-Kurve die Wendepunkte
befinden...
ebs, wie ist die Referenz fuer die Graphik?
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#24
Hallo AH,
die Referenz ist: "Michael Williams", The Stereophonic Zoom", A variable microphone system for stereophonic sound recording. February 1991, Eigenverlag.
Wird vertrieben vom Autor persönlich. Er ist immer am AES paper stand ansprechbar.
Die Daten sind aus einer Diplomarbeit von G. Simonsen, Acoustics Laboratory, Technical University, Lyngby, Denmark.
Ich habe Hinweise, dass diese Datenwerte für die Aufnahmepraxis etwas zu klein sein sollen. Mir ist das klar, wenn man weiß, das die Testsignale Maracas und andere Klicks waren und man Signale dieser Art möglicherweise nicht aufnimmt.
Aber für die Theorie ist das völlig ausreichend.
Viele Grüße
ebs
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