Mobiles Recording - Tücke des Objekts oder Torheit des Subjekts?

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Startbeitrag#1
Hallo Kollegen,

also wenn ich mir so die Klagen über die diversen Probleme mit den mobilen Aufnahmesystemen hier so lese, dann ziehe ich daraus den Schluß, daß es einfach noch keine befriedigende Lösung gibt.
Laptop als Aufmahmemaschine, Motu-Feuerdraht-Interface, und was da alles für Kombinationen vorzufinden sind. Und überall ähnliche Probleme: Mangelhafte Qualität der Mikrofonverstärker, Probleme mit der Software u.v.m. - Tücke des Objekts oder Torheit des Subjekts? Letzteres glaube ich kaum, denn es können doch nicht alle dumm sein!?
Da sucht mancher verweifelt nach brauchbaren Harddisklösungen...
Die DAT-Recorder haben ausgedient (DAT ist in der Industrie Auslaufmodell) und auch dort bestanden die Probleme mit den Aussetzern.
Ich war diese Bandwirtschaft jetzt endlich leid und habe mir ein Harddiskrecorder gekauft. Einen "richtigen" HD-Recorder, weil ich von dem ganzen Schlepptop/Motu/USB/Firewire/-Gelumpe nichts halte. Denn dann sind wir wieder genauso weit wie seinerzeit mit der Kombination "Sony PCM 701" (oder F1) PLUS Studiointerface (damals von RTW) PLUS Videorecorder für die Aufzeichnung des digitalen und ins Videoformat transferierte Tonsignal (plus das ganze Kabelgewurschtel dieser Geräte untereinander).
Wer keine Kosten scheut und etwas dauerhaftes sucht der ist gut beraten, wenn er sich mal am Genfer See umsieht.... Dort findet man etwas was keine Wünsche mehr offen läßt (außer dem einen, es zu besitzen!). Diese Dinger haben auch hochwertige Mikrofonverstärker.

MfG
Rainer

Mein Vorschlag für einen Harddiskrecorder - läßt keine Wünsche mehr offen!
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Antwort#2
Nur kannst du mit dieser Nagra auch nur auf 2 Spur aufnehmen. Was machst du, wenn du vor Ort ein Orchester mit 16 Kanälen Mehrspur-aufnehmen willst?
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Antwort#3
vom wesentlichen her super! wie siehst du den r4 von edirol? ähnliches konzept, aber wie sind die preamps?
lg matthias
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Antwort#4
Für Mehrkanal ist dieses Gerät auch nicht gedacht. Für Mehrkanallösungen gibt es auch fertige Stand-alone-HD-Recorder von Fostex und von Tascam.
Allerdings mache ich meine sämtlichen Orchester-Aufnahmen, selbst ganze Oratorienaufnahmen mit Soli, Chor und Orchester nicht auf Mehrspur, sondern mische sie direkt auf Stereo ab.
Und: Was für Kapazität ist denn notwendig, um einen Aufnahme mit 24 Mikrofonen zu machen die mehr als 3 Stunden lang dauert wie z.B. J.S.Bach's Matthäuspassion (dieses Werk ist eines der längsten Werke in der klassischen Musik)? Da bräuchte ich alleine für diese Aufnahme schon bei 24 bit/48kHz/24 Kanäle eine Kapazität von 40 GB.

Grüße
Rainer
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Antwort#5
Da Du gerade auf den Edirol ansprichst: In der letzten Ausgabe der "Tonmeisterinformation" des VDT ist ein langer Artikel drin über mobile Aufnahmegeräte und da ist auch etwas über den Edirol gesagt. Das Gerät wird nicht sehr gelobt, weil es professionellen Ansprüchen nicht gerecht wird. Das Hauptproblem sind die kleinen 3,5er Klinkenbuchsen. Bessere Alternative ist da der Marantz oder der Fostex FR2. Alternativ zum Nagra V könnte noch der Nagra Ares BB sein, der ist auch halb so teuer wie der Nagra V.

Grüße
Rainer
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Antwort#6
Ja....die Nagra V ist wirklich nett....
Ich besitze die "Vorgängering" Nagra DII, noch bandbasiert, dafür aber 4 Kanäle hochwertigste Mikrofonvorverstärker und 4 Kanäle Aufnahme (oder 2 Kanäle 24/96, wer's braucht)... Habe ich mir nach langem Ringen mit mir selbst geleistet, und bereue es kein Stück.
Georg


Nagra DII
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Antwort#7
Obacht, soweit ich weiss kann der Ares BB nur komprimiertes Audio aufzeichnen und hat nur 16Bit-Wandler.
Wirkliche Nagra-V Alternative ist meines Erachtens der Fostex-FR2.
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Antwort#8
Hallo Rainer,
Für Mehrkanal ist dieses Gerät auch nicht gedacht. Für Mehrkanallösungen gibt es auch fertige Stand-alone-HD-Recorder von Fostex und von Tascam.
Und: Was für Kapazität ist denn notwendig, um einen Aufnahme mit 24 Mikrofonen zu machen die mehr als 3 Stunden lang dauert wie z.B. J.S.Bach's Matthäuspassion (dieses Werk ist eines der längsten Werke in der klassischen Musik)? Da bräuchte ich alleine für diese Aufnahme schon bei 24 bit/48kHz/24 Kanäle eine Kapazität von 40 GB.
Allerdings mache ich meine sämtlichen Orchester-Aufnahmen, selbst ganze Oratorienaufnahmen mit Soli, Chor und Orchester nicht auf Mehrspur, sondern mische sie direkt auf Stereo ab.
Das macht aber nicht jeder so, und aus gutem Grund.
Das stimmt. Aber solch eine harddisc kostet heutzutage weniger als demensprechende Bänder. Ich nehme immer mit einem stabilen harddiscrecordingsystem multitrack auf.
Gr.
Dirk
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Antwort#9
Hi,
ich mache es genauso wie Rainer, was die Erstellung einer Mischung vor Ort anbelangt. Jedoch läuft bei mir auch immer neben dem DAT noch eine Mehrspur (Alesis HD 24) mit. Damit habe ich auch immer noch die Option, eine Neumischung erstellen zu können. Außerdem habe ich für die Stereosumme ine Redundanz. Vor der Mehrspur bin ich immer mit zwei DAT Rekordern herausgefahren. Auch ich halte von diesen ganzen PC-Mobil-Sachen nicht viel. Der PC kommt bei mir nur beim Schnitt zum Einsatz.


mobile Tonaufnahmen
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Antwort#10
bist du sicher den r4 zu meinen (hat 4 xlr eingänge) und nicht den r1? über den r1 stand hier schon was im forum, der fällt sowieso aus.
gruß matthias
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Antwort#11
basiert die fostex-empfehlung auch auf der qualität der preamps?
an dieser stelle auch danke an alle. anscheinend hat sich eine notebookbasierte aufnahmekultur auch für andere als nicht praktikabel erwiesen.... :-)
das hilft mir schon sehr weiter. mit euren antworten dann hier gegoogelt und schon sieht man, daß tatsächlich die industrie reagiert und momentan einige kompaktgeräte auf dem markt sind.
der edirol r4 (nicht r1!) reizt mich nun wegen der 4 eingänge simultan (sonst muß man ja wieder mit mischpult arbeiten),hat keiner hier nen vergleich z.b. zum fostex?
oder umgedreht: gibt es ein wirklich empfehlenswertes minimischpult mit preamps was in verbindung mit fostex,tascam oder marantz eine gute mobil-lösung ergibt?
danke an alle- matthias
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Antwort#12
Servus matthias!
Die Preamps des Fostex sind sehr gut, rauscharm, und pegelstabil.
Gute kleine Mischpulte sind schwer zu finden, und wenn sie zu finden sind sind sie sehr teuer.
Ich selbst arbeite entweder mit einem (alten, und gerade in Überholung befindlichen) Studer 169 (10/2), bei kleineren Aufnahmen habe ich mir ein gebrauchtes Acousta P50 zugelegt (siehe Bild).
Das ist ein Pult, für den österr. Rundfunk entwickelt, mit 5 Mono-Eingängen umschaltbar Mic/Line, wobei bei Linepegel zusätzlich auf Stereobetrieb umgeschaltet werden kann... Sehr praktisch, es kann auch mit Akkus betrieben werden, sodaß ich gemeinsam mit der Nagra auch vollkommen Stromunabhängig aufnehmen kann und mir somit das schleppen einer USV erspare. Weitere Vorteil ist dass es VCA-basiert ist, sodaß es keine knackende Regler gibt, und dass sich komplette Snapshots abspeichern lassen (Gain, Pan, EQ, Aux, Fader)
Andere hochwertige Klein-Mischpulte gibt es u.a. von Audio Developments aus England, u. U. gibt es auch noch Restbestände der 961er Serie bei Studer (wenn da der Preis nicht wär'). Ansonsten könntest Du ja auch ein kleines Digitalpult, zb. 01V96 ausprobieren....
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Antwort#13
Ein Thema, bei dem ich Wehmut bekomme...
... habe in meiner alten Firma schon vor Jahren erfolglos die Entwicklung eines total schlichten, aber analogseitig professionellen portablen 2-Spur-HD-Rekorders / USB2-Festplatte (24/96, mit MicPre) auf 3.5"-Basis vorgeschlagen, der insbesondere auch beliebig kaskadierbar sein sollte... wollte keiner haben: "Dafür nimmt man doch viel besser einen Laptop und ein MOTU" hiess es dann. Und es hiess weiter: "Ohne aufgeblasenes Schnick-Schnack-Frontend kann man heute nichts mehr verkaufen, und nur mit Qualität kannst du niemand mehr überzeugen." ... (*heul*)...
So endprofessionell gebaut / ausgestattet / modular erweiterbar etc. wie das Nagra V wäre es natürlich niemals geworden...
Grüsse, Klaus S
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Antwort#14
Hallo Rainer.
Ich habe vor einer knappen Woche mal eine Probeaufnahme mit einem Fostex FR-2 und einem Neumann KM184 Pärchen gemacht. Dank diesem Forum habe ich eine für meine Bedürfnisse recht befriedigende Kombination bekommen. :-)
Die Aufnahme stammt aus der Münchener Fußgängerzone, und bildet 2 Musiker ab.
Dabei stellte sich heraus, das man für Außenaufnahmen doch einen etwas besseren Windschutz benötigt.
http://rebecca.machiko.de/audio/Fussgaengermusikanten.ogg
Ich hoffe das Forum kann mit dieser Aufnahme etwas anfangen, und die Qualität vom Fostex FR-2 beurteilen.
Liebe Grüße,
Rebecca
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Antwort#15
Hallo Rainer,
Eine Nagra ist ein schöner Traum. Leider ist der ROI mehr als schlecht.
Bei meinen Aufnahmen läuft zusätzlich zum Stereo-Mix immer der HD Recorder mit. Ohne 'Havarie' Recorder fühle ich mich etwas unwohl. Die Kapazität/Plattenplatz ist heute eigentlich kein Thema mehr. Ich hab einen Mackie SDR mit 2x160Gb und im gleichen Case einen Alesis Masterlink, macht zusammen 5 HE und ist noch ganz gut transportabel. Was eigentlich noch fehlt, ist ein 8 in 2 Preamp mit dem Feature Set des Studio Projects Sp828 ( 8x Mic-Preamp und 8 Kanal Submischer mit Stereoausgang in einer 19 Zoll Einheit.) allerdings mit besseren Preamp's. Dann könnte einen komplette 24 Einzelkanäle UND 24 in 2 Lösung in 8 HE passen.
Dann wäre der Ü-Wagen im PKW komplett. :-)
Gruss
Gerhard
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Antwort#16
was sind denn .ogg dateien und wie hört man sie sich an?
lg m.
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Antwort#18
Hi matthias (der mit dem kleinen m),
oops. Ich komprimiere immer mit OggVorbis, vergesse dabei immer das Windows das nicht beherrscht. Die aktuellen Winamp-Versionen können schon seit einiger Zeit mit OggVorbis Dateien umgehen.
Dabei möchte ich noch erwähnen, das ich gerne Teile der Originaldatei zur Verfügung stellen kann ...
... die Originalaufnahme wurde mit 48 kHz und 24 Bit aufgezeichnet. Ich habe sie dann auf 44,1 kHz und 16 Bit geschrumpft. (Erst von 48kHz auf 192 kHz aufgeblasen und dann auf 44,1 kHz heruntergesampelt. Anschließend von 24 Bit auf 16 Bit "verdichtet".)
Schau doch einfach mal bei http://www.vorbis.com/ vorbei.
Liebe Grüße,
Rebecca
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Antwort#20
(Erst von 48kHz auf 192 kHz aufgeblasen und dann auf 44,1 kHz heruntergesampelt...
Warum denn dieser Umweg?
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