Mobiles Recording - Tücke des Objekts oder Torheit des Subjekts?

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Antwort#21
Buuah, sorry, aber den Ares BB mag ich nicht sonderlich, seit ich mal einen bei einem Ludwigsburger Studentendreh ausprobiert habe.
1. relativ geringe Kapazität (Speicherkarten...)
2. die Qualität der Preamps ist m.E. des Namens Nagra nicht würdig, sondern spielt eher in der Tascam-DA-P1-Liga.
3. mäßige Erkennbarkeit des Displays
4. umständliche Konfiguration über Weichgummiknöpfe (Pegel zwar reproduzierbar, aber nicht schnell angleichbar, da man in 1-dB-Schritten einstellt) - Selbst für Minimal-O-Ton mit einem Mikro braucht man also vorgeschalteten Mischer
5. Nur Phantomspeisung. Im Filmbereich trifft man doch immer mal wieder auf ein MKH 416-T - welches m.E. etwas seidiger klingt (Geschmackssache).
Gegenüber meiner alten Nagra IV habe ich jedenfalls keine nennenswerte Klangverbesserung wahrnehmen können, die solche Flexibilitäts- und Arbeitsablaufseinbußen rechtfertigen würde.
Mit einer Nagra V hatte ich leider noch nicht das Vergnügen...
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Antwort#22
Nach neuerlichen Problemen mit "Hopsern" (diesesmal beim Export aus Nuendo!) werde ich dem Rechner noch eine letzte Chance geben: komplette Neuinstallation und dann mal sehen. Demnächst mal einen HD24 eines Bekannten ausprobieren. Wenns noch ein paar solche Sprung-Geschichten gibt, wird vermutlich auch ein HD24 angeschafft. Kostet ja auch nicht mehr als ein Laptop. Dann hat man zumindest die Daten erstmal sauber, und kanns dann immer noch im Nuendo feinziselieren. Zur Zeit lasse ich immer einen DAT mit dem Mix, den ich vor Ort mache, mitlaufen - und wenn mal ein Sprung da ist, ist es fast immer zumindest auf Consumerlautsprechern unhörbar, wo die DAT-Aufnahme reingeschnitten wurde.
Mit der Qualität der Preamps meines MOTU bin ich an sich zufrieden: die sind doch ziemlich neutral. Die Tücke scheint weniger in den Geräten zu liegen als vielmehr zwischen Arbeitsspeicher und Festplatte.
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Antwort#23
Hallo Rainer,
wenn Du wegen der Klagen Deiner Kollegen den Schluss ziehst, dass es allgemein noch keine befriedigende Lösung bezüglich der mobilen Aufnahmesysteme gibt, so möchte ich Dir wenigstens in Teilen wiedersprechen.
Auch wenn sich das Umsehen am Genfer See bestimmt lohnt. :-)
Ich denke man muss die Anwendungsfälle schon unterscheiden.
Für den Filmbereich oder die 2- oder 4-Spuraufnahme ist die Nagra ganz Sicher neben (wenigstens einem) weiteren Mitbewerber(n) die Wahl der Wahl... besonders wenn es auch um (auto)Synchronisation zu den Arriflex oder Aaton Kameras geht.
Keine Frage, Nagras sind auch hervorragend für Klassik- oder sonstige Aufnahmen geeignet... aber ist das der Weisheit letzter Schluss?
Woran lässt sich mobiles Aufnahmesystem definieren?
Akkubetreibbar?....
Wie ist denn im Fall der Nagra die Senkelbeschaffung für die kommenden Jahre sichergestellt?
Wenn Du das Schlepptop und seine Interfaces mit den Sony PCM 701 gleichsetzt, tust Du ganz sicher beiden Systemen unrecht...
und ich kann mir nicht vorstellen dass Dir das nicht bewusst ist. ;-))
Immerhin haben die altbackenen Sonysysteme(PCM's) auswertbare Fehlerprotokolle eingeführt, von denen heutige digitale Systeme nur träumen können: Average, Hold, Parity, Mute... welcher Recorder oder Player gibt das denn in Klartext heute noch aus und wenn, wie ohne eine undokumentierte Automatik?
Ich kenne nicht einen, Du?
Oder kennst Du den 'Abgriff' in Deinem Player/Brenner dafür?
(Sicher war F1 erst der Anfang...)
Anders herum: es gibt durchaus Laptop-Systeme, die stabil laufen und sehr gute Ergebnisse bringen... nur werden hier kaum Posts eingestellt, die positiv bewerten, sondern eher die, die fragestellend Probleme behandeln.
Dafür gibt es ja auch keinen Preis. :-)
Ich arbeite mobil auf Stromnetzebene u.a. mit einem HD 24 XR und bin seit 4 Jahren sehr zufrieden damit... bis auf die Tatsache, dass es bis heute trotz aller Ankündigungen keine gute Remote dafür gibt... aber diese ist für den mobilen Einsatz sowieso eher Nebensache.
Ansonsten bin ich mit einem Toshiba Schleppie unterwegs, in Kombination mit Multi/ und Fireface. Alle Komponenten sind auch über Akku/ Batterie zu betreiben (also auch mit MKH 80 oder 800 ;-)), wo immer man möchte...also nicht nur in Kirchen, sondern auch am Teich nebenan oder im städtischen Klärwerk, je nach Auftragslage... :-)
Das würde ich schon mobil nennen...
Einzige Ausnahme ist manchmal die Tatsache, dass ich bei Wohnzimmeraufnahmen meiner 'Band' nicht neben meinen Instrumenten auch noch mein Rec.-Equipment mitnehme.
Sicher gibt es viele wie von Dir angesprochenen Tücken des Objekts, aber verteufeln bringt uns doch nicht weiter.... wohingegen ein so schön geführtes Forum im Falle des 'Anreizes' durchaus allen helfen kann... ;-)
CU, lieben Gruss
Thomas
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Antwort#24
Hallo Rainer,
für diese Lösung habe ich mich bereits vor knapp drei Jahren entschieden. Einen 24-Spur HD-Recorder von Mackie, im gleichen Rack ein paaar Mikrofonvorverstärker und ein KH-Verstärker mit Mischfunktion. Damit kann ich ohne weiteres Zubehör (Mikros natürlich ausgeschlossen) bereits bis zu acht Spuren aufnehmen und auch reinhören. Wenn´s denn mehr sein soll, schleppe ich ein betagtes Mitec-Pult mit, mittels selbstgebauter Adapterkiste kann ich von da aus per Sub-D Kabel bis 24 Spuren in den Recorder bekommen. Da ich nicht die Direkt-Ausgänge, sondern die Inserts anzapfe, kann während der Aufnahme hurtig gemischt werden, ohne dass die Aufnahme damit zu kratzen. Lediglich den Gain muss man anfangs sorgfältig einpegeln und dann in Ruhe lassen.
Mit dieser Ausstattung ist so manche Live-Cd entstanden, und bisher hat sich keiner über den Klang der Mitec Vorverstärker beschwert ;-).
O.k. es passt nicht in die Hosentasche, stellt dafür aber auch keinen Kompromiss dar.
Tönende Grüße
Martin
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Antwort#25
Hi TobiH,
ich weis nicht wie gut das Programm die Samplingrate wandelt. Ich habe ja keine Profisoftware, sondern ich nutze grade mal ein paar kleine Linux-Programme. Ich erinnere mich im Forum etwas über Wandler gelesen zu haben, die die Samplingrate auf ähnliche weise ändern.
Liebe Grüße,
Rebecca
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Antwort#26
Wie ist denn im Fall der Nagra die Senkelbeschaffung für die kommenden Jahre sichergestellt?

Nagra V (Rainer) - Festplatte oder (jetzt neu) CF-Speicherkarte
Nagra DII (ich) - unproblematisch, Reserven für mehr als 2 Jahre vorhanden und Quantegy produziert wieder.
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Antwort#28
Hallo Rainer,
obwohl ich Dir grundsätzlich recht gebe, möchte ich noch einwerfen, dass es Anwendungen gibt, die den Einsatz von Laptop mit Audiointerface unumgänglich machen. Wenn vor Ort umfangreiche Edits, Sampling, Einbinden eines Geräuscharchivs usw. gefragt ist, geht mE kein Weg an Kombination Latop/ Soundkarte vorbei. Ich benutze dafür 2 Powerbooks mit eben MOTU plus externen 8-fach AD Wandler und hatte gottseidank nie Probleme (selbst vor ein paar Jahren noch mit einem G4/500 konnte ich 18 Spuren gleichzeitig aufnehmen ohne Probleme). Die Qualität cder MOTU on-board Wandler ist natürlich nicht erstklassig, aber man sollte das immer in Relation des Preises sehen. Deshalb hat man ja auch die Möglichkeit max. 10 weitere A/D-Wandler digital zu verbinden, so dass die Qualität nach Bedarf erhöhen kann.
Wie gesagt für reine Live-Recordings ist sicher ein dedizierter Rekorder die erste Wahl, für mobile "Produktion" im weiteren Sinn sind für mich die Computer das flexiblere und letztlich schnellere Werkzeug.

Grüße
Martin
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Antwort#29
Du hast recht: In der VDT-Info wurde der r1 beschrieben - der schnitt dabei nicht gut ab. Der r4 macht mir da einen weitaus professionelleren Eindruck und liegt in der Preisklasse des Fostex FR2.

MfG
Rainer
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Antwort#30
Ich weiß zwar nicht wie die Mikrofon-VV des Fostex FR2 sind. Ich werde es demnächst austesten und mit der Nagra V vergleichen, da ich mir außer der Nagra V auch noch den FR2 gekauft habe - sozusagen als Havariegerät. (Die Lösung mit dem Havariegerät ist niemals schlecht, auch wenn es Nagra ist, die als Hauptgerät läuft, denn 100% Betriebssicherheit gibt es nicht.
Grundsätzlich kann man aber sagen, daß die Mikrofonverstärker von Nagra IV und Nagra V über jeden Zweifel erhaben sind und diese sollten dann als Maßstab dienen.
Ich gehe davon aus, daß die MV im Fostex FR2 inzwischen in der Qualität besser sind, als bei den Vorgängergeräten dieses Herstellers. Ich hatte mir in 1994 den DAT-Recorder "Fostex PD2" gekauft, als Alternative zum "Stelladat", weil Stellavox bis auf weiteres nicht liefern konnte. Habe den PD2 auch heute noch und ich möchte ihn auch nicht ausmustern. Es ist ein sehr kompfortables Gerät.
Allerdings die Mikrofonvorverstärker lassen an Qualität zu wünschen übrig und sind nicht mit Nagra vergleichbar. Ihre Schwäche besteht einerseits an der geringen HF-Einstrahlfestigkeit und andererseits an der mangelhaften Übersteuerungssicherheit. Dem Verhalten der Mikrofonverstärker nach zu urteilen, scheinen einfach nur nicht-einstellbare Vorverstärker vor den Line-Verstärkern zu sitzen, und die Pegeleinstellung wird am Ausgang der Lineverstärker vorgenommen anstatt wie sonst bei Mikrofonvorverstärkern üblich, durch Einstellen der Gegenkopplung bewirkt. Das hat dann zur Folge, daß die Verstärkung eigentlich immer gleich ist und nur der Ausgangspegel abgeschwächt wird, wodurch die Übersteuerungsgefahr auch immer gleich groß ist. Man sieht es daran, daß die Ü-LED-Anzeigen auch dann aufleuchten, wenn die Pegelregler ganz zurückgedreht sind.
Bei VV mit Verstärkungseinstellung in der Gegenkopplung treten diese Probleme nicht auf, weil die Verstärkung dann immer nur so hoch eingestellt wird, wie man sie braucht. Das hat dann auch Vorteile hinsichtlich des Rauschens des MV.
Ich hoffe, daß beim neuen FR2 sich diese Erkenntnis durchgesetzt hat, und die Eingangsschaltung dementsprechend verbessert wurde.

MfG
Rain
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Antwort#32
Auch Presonus hat mit dem M80 auch sowas im Programm (2 HE).
Was mir an dem Studio Projects Teil gut gefallen hat, ist die Möglichkeit bis zu 4 Geräte zu kaskadieren, also bis zu 32 in 2. Nur habe ich keine Meinung zu der Audio Qualität des SP828. Die VV des Audient ASP008 und die Features des SP828 wäre so eine ideale Kombination.
Gruss
Gerhard
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Antwort#33
Naja, selbst die Matthäuspassion würde ich nicht unbedingt mit 24 Mikrofonen erschlagen wollen..... ;-))
Aber ich bin bei Livemitschnitten eher Perfektionist; manchmal ist es m.E. sinnvoll gewisse Stützen an gewissen Stellen etwas anzuheben (natürlich nicht so, daß man's "merkt" ;-)- und das mache ich doch dann lieber in Ruhe zuhause...
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Antwort#34
ich dachte immer der m80 sei nur preamp... mal wieder zu schlampig die homepages durchgelesen...
trotzdem könnte der tfpro ein kompromiss sein, damit könntest du zumindest 30 kanal in 2 für allerdings 6000 euro dann bauen... braucht man das?
grüsse
leif
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