Amp-Abnahme.. wie gross sollte raum sein?

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
ich hab mir jetzt mal vorgenommen in aller Ruhe einen huebschen Aufnahmeraum fuer meinen Gitarren Amp zusammenzubauen, und da werde ich bestimmt noch 1000 Frage zu haben. Aber zuerst wuerde ich gerne wissen, wie gross so ein Raum sein sollte. (Kann sowas auch klein sein? Halbe Garage?) Tonale Stilrichtung ist Heavy Metal, also laut und fett.
Neben den verbreitesten Techniken von dynamik-Mikro and der Membran und Kondenser ein bisschen weiter weg scheint ja auch gerne noch ein Mikro etwas weiter hinten im Raum eingesetzt zu werden.. gibts da Gedanken zu?
Ich hab mal gelesen, dass tiefe Frequenzen ja eine gewisse Distanz brauchen, um sich zu entfalten. Ist das Mikro dann dafuer da?
Und wie ist das mit dem Raumklang generell.. sollte ich da Daemmung an die Wand basteln bis nichts mehr reflektiert?
Fragen ueber Fragen,
ich hoffe das nervt euch nicht.
Danke fuer die Hilfe,
Daniel :)
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Antwort#2
Wenn Du Richtung Metal aufnehmen willst ist die Grösse der Raumes eigentlich nicht relevant, weil Du in diesem Fall am besten 'nah mikrofonierung'' machen solltest. Wenn Du da ein Raummikro setzt klingt's hinterher nur matschig aber sicher nicht knackig. Aber immer dran denken: Die saubere Spieltechnik und ein wirklich gut eingestellter Amp sind 75% des Gesamtsounds. Klingt der Amp schon Sch****e nützt Dir auch die Aufnametechnik nichts. Beste Aufname-Ergebnisse bekommst Du mit einem SM57 in Achse zu einem Lautsprecher einer z.B. 4 x 12" Box. Beste Position ist zwischen Membrane und Kalotte zielen. Abstand am besten zwischen 3 und 5 cm von der Bespannung entfernt damit Du keine Nahbesprechungseffekte bekommst, in diesem Fall matschige Bassüberhöhungen. Dann am besten 2 oder gar 4 Spuren Gitarre einspielen (Wall of sound principle)und zwar so tight wie möglich (am besten nach Klick spielen) und das ganze gut links rechts verteilt.
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Antwort#3
Abstand am besten zwischen 3 und 5 cm von der Bespannung entfernt damit Du keine Nahbesprechungseffekte bekommst.
am besten 'nah mikrofonierung'' machen.
Schau mal, wie wenig (?) Nahbesprechungseffekt du bei 2 inch = 5 cm bei 200 Hz bekommst.
Ja, das macht knackig. Aber ...
Bei akustischen Instrumenten bekommst du so niemals den "ganzen" Klang,
sondern nur ein kleines Bisschen davon, was völlig unnatürlich klingt und
außerdem immer klein und mikrig wirkt, je näher du rangehst.
Großer Sound hat auch mit dem Abstand vom Klangkörper zu tun.
Das gilt besonders für akustische Instrumente.
Unter der Bettdecke klingt es eben nicht gut :-)
Wenn du ein "Brett" oder einen Synthi direkt abnimmst, so ist das etwas anderes.
Da willst du ja extra etwas Synthetisches und Fremdartiges haben.
... und nicht an "Mozart" denken.


Shure SM57 Mikrofon und Nahbesprechnung
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Antwort#4
Raummikro wird immer gerne gemacht vorallem wenn der Raum gut klingt...
...und dann bei Mix nicht genommen, weil es für Metal zu matschig klingt.
Den Nahbesprechungseffekt kann man mildern indem man das Mikro leicht schräg stellt.
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Antwort#5
Hier geht es aber um Metal aus dem Amp und nicht um Konzertgitarre :)
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Antwort#6
Hallo zusammen,
Vielen Dank fuer die Ideen, das hilft mir sehr.
Nochmal zum zusammenfassen, der tiefe "Tschumm-Tschumm" sound bei gedaempften Anschlaegen kommt also nicht von einem Raummikro, ja?
Dachte bisher immer, das waere ein Teil davon.. nagut, was gelernt :)
Und zweitens, wie ist das mit dem Raum an sich. Klein kann er also sein, aber sollte ich ihn auch mit Daemmung vollstopfen? Und sollte die speaker-box vom boden entkoppelt werden? (weitestgehendst...)
Danke weiterhin fuer alle Vorschlaege,
tollen Tag noch,
Daniel
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Antwort#7
moin!
der tschumm tschumm kommt gerne mal von der rückwand, einer 4x12".

grüße
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Antwort#8
Ob du die Box entkoppelst oder nicht, ist wohl Geschmackssache. Normalerweise wohl eher nicht, schätze ich. Es sei denn es wird so laut daß die Box auf dem Boden scheppert.
Zum Raum: bei naher Abnahme ist der Raumeinfluß normalerweise nicht gewünscht. Ein bißchen Dämpfung kann also nicht schaden - ist andererseits aber auch nicht sooo kritisch, denn man ist ja so dermaßen innerhalb des Hallradius, daß der geringe Raumanteil eher nicht ins Gewicht fallen dürfte, solang keine Flatterechos drin sind. Gegen Raumresonanzen kann man ja auch mit leichter Umpositionierung vorgehen, solang es nur eine Schallquelle ist. Eleganter ist es natürlich, die Resonanzen gezielt zu bedämpfen. Absorber, Diffusoren, etc...da kommt dann der Akustiker ins Spiel ;)
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Antwort#9
tschumm tschumm kommt gerne mal von der rückwand, einer 4x12".
Und meisten stärker als gebraucht.
Box im Raum irgendwie schräg aufbauen um stehende Wellen zu vermeinden.
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Antwort#10
Nun, es ist so das dieser tiefe Ton in der Tat direkt aus dem Amp kommt. Vorausgesetzt Du hast deinen Amp auch so eingestellt und du hast die richtige Palmmuting-Technik.
Ein Raummikro ist absolut unnötig. Völlig überbewertet. Meine bevorzugte Signalkette ist: LesPaul Custom mit original Gibson 75 Pickup, SuperOverdrive SD1 oder Tubescreamer, Marshall JCM800 2210 Serie OHNE Modings, gerades Marshall 1960 Cab mit G75 Speakern. Ab gehts!!
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Antwort#11
Hahaha, ja die alte Rückwandkrankheit. Genau dagegen gibt es Spaxe im Baumarkt. Meine 4 x 12" rattert nicht mehr von der Rückwand, sondern dröhnt so wie sich das gehört nur noch von vorne. \m/
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Antwort#12
Also wie schon vor mir erwähnt ist die größe des Raumes relativ unrelevant. Was man allerdings beachten sollte ist, das man die Mikrofone richtig positioniert. Beispiel, SM57 (ist immer jut) direkt auf den Dom des Speakers (schöne scharfe Säge für Prägnanz) und z.B. eine Großmembran (KSM32, AT4033a o.ä) eher auf die eigentliche Pappe (ca. die Mitte zwischen Sicke und Dom) für ordentlich Pfund. So kannst Du durch das richtige Mischungsverhältnis der beiden Mikrofonsignale recht gut den gewünschten Sound modellieren. Gut ist auch, wenn man eine Box mit zwei Speakern hat...und natürlich sollte die Box bzw. auch Verstärker und Gitarre schon in etwa dem späteren Klangwunsch entsprechen. Gitarren brauchen Mitten!!!
Gruß Shogun
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