PA-Ton an Videokamera (Camcorder)

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Startbeitrag#1
Wir verstärken die Akteure unserer Laienspielgruppe über Funkmikrofone (jeder Schauspieler hat eines) über einen kleines PA-Verstärker für das Publikum. Die Lautsprecher hängen im Saal. Nun haben wir das gesamte Schauspiel von einer normalen Videokamera (Camcorder) im Saal aufnehmen lassen (Abstand etwa 15 Meter zur Bühne). Leider kamen auf das eingebaute Kamera-Mikrofon alle Nebengeräusche (Jubelgeräusche, Beifallsäußerungen und mehr...) mit drauf und überdeckten die gesprochenen und gesungenen Worte der Akteure, so dass man den Text nicht mehr verstehen konnte.
Meine Idee: Anschluss eines Kabels an den Monitorausgang des Bühnenverstärkers (etwa 0,7 Volt, niederohmig) dann 15 Meter Kabel zur Kamera.
Und nun das Problem: Wie passe ich den hohen Pegel an den etwa 2 Millivolt-Mikrofoneingang (Ra etwa 2 k-Ohm) der Kamera an? Mit einem regelbaren Widerstand (Poti) wird das wohl auf die Entfernung nicht funktionieren (unbefriedigender Frequenzgang). Einen Spannungsfolger mit einem Transistor (BUZ 71) oder mit einem Op-Amp könnte ich anfertigen. Schaltung ist vorhanden. Ich hätte dann am Ausgang die gleiche Tonspannung wie am hochohmigen Eingang, nur mit einem Ohm Ausgangswiderstand. Falls diese Möglichkeit funktioniert, welchen Poti-Wert muss ich in den Ausgang schalten (10 k-Ohm oder 50 k-Ohm oder weniger oder mehr)?
Ich habe schon bei Firmen angefragt. Dieses Problem hat angeblich bisher niemand dort vorgebracht. Offensichtlich machen alle Laien ihre Videoaufnahmen mit dem eingebauten Mikrofon des Camcorders.
Wer kann hier helfen?
Gruß
Norbert H.
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Antwort#2
Hallo Norbert,
du brauchst nicht so einen Aufwand treiben, lege einfach einen Spannungsteiler so aus, daß der Mikroeingang der Kamera einen Widerstand von ungefähr 200 Ohm sieht, und alles wird gut (ein Widerstand von 68 kOhm in Serie mit einem Einstellpoti von 1 kOhm, und die Spannung an dessen Schleifer abgreifen, da hast du gleich noch eine Abgleichmöglichkeit).
HTH Jörg
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Antwort#3
Hallo,
Seh ich auch so ... Schlimmstenfalls brummt es (Brummschleife). Dann evtl. einen Audioübertrager zwischenklemmen, wenn der Versuch der Betriebs der Kamera über eine aufgewickelte Kabeltrommel aus Plastik(!) nichts verbessert. Oder zur Potentialtrennung eine passive DI-Box nehmen, mit eingeschalteter Vor-Dämpfung von -20dB oder -30dB und GND-Lift, evtl. danach nochmal ein 1k-Poti (dort einbauen) falls es immer noch zuviel Pegel ist (und beim Spezial-Kabel XLR-F auf RCA Pin 1 und Pin 3 verbinden, sowie den Poti-Fusspunkt auf Pin3, den Schleifer auf Pin2). Kann man ja alles zuhause an einem CD-Player Ausgang testen...
Grüsse, Klaus S
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Antwort#4
Ist das nicht alles an der unsäglichen unsymmetrischen 3,5 mm Stereo-Klinke am Camcorder-Audio-Eingang?
Wie soll man da Pin 1 und 3 verbinden?
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Antwort#5
Hi Norbert,
das reine Mischpultsignal wird dir auch kein zufriedenstellendes Ergebnis liefern, da hier ja nur die Stimmen der Akteure zu hören sind. Das klingt dann sehr unnatürlich und man vermißt die sog. "Atmo", Publikumsreaktionen etc. Achte mal drauf wie laut der Applaus bei einer Fernsehsendung z.B. ist. Guter Ton ist also immer eine Mischung aus beidem.
Gruß
Carsten
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Antwort#6
Moin...
"Ist das nicht alles an der unsäglichen unsymmetrischen 3,5 mm Stereo-Klinke am Camcorder-Audio-Eingang?"
Ui! Da erdreisten sich doch die Hersteller von Consumer-Kameras, die Eingänge für Aufsteckmikrofone (Kabellängen bis zu einem geschlagenen Meter!) tatsächlich unsymmetrisch auszuführen...
"Wie soll man da Pin 1 und 3 verbinden? "
Lesen hilft: Hier war die Rede vom Einsatz einer DI-Box, die selbstredend ein symmetrisches Signal an XLR liefern "möchte". Beim Verbinden des DI-Box-Ausgangs mit dem unsymmetrischen Kamera-Eingang kann man schon zu Recht auf die Idee kommen, die Pins 1 und 3 am Ausgang der Di-Box zu verbinden...
Jens
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Antwort#7
...blöde Frage: hat die Kamera keinen Line-In (über Cinch-Buchsen)? XL-1 z.B. hat das.
Für einen natürlicheren Klang vielleicht noch eine Raum/Gesamtklang-AB dazupacken und alles über Auxwege auf die Cam?
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Antwort#8
...oder den PA-Mix separat mitschneiden und in Ruhe zuhause mit dem Ambience-Sound des Kameramikrofons mischen? Mit variablem Verhältnis, selbstredend, also z.B. Ambience nur dort richtig hochziehen, wo es passt und die Performance auf der Bühne nicht "zudeckt"...
Ich habe damit bei Mitschnitten von unseren Bandauftritten ganz gute Erfahrungen gemacht. Das Anlegen ist ein bisschen Tricky, aber bezüglich Synchronität ist einmal anlegen pro Song bisher immer genug gewesen, damit es nicht "auseinanderläuft".
Jens
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Antwort#9
PA-Ton extra aufnehmen ist schon die beste Wahl, nicht nur in Punkto Tonqualität, sondern auch dadruch, dass du dann mit der Kamera auch beweglich bist, ohne störende Kabel.

Zitat:
Das Anlegen ist ein bisschen Tricky, aber bezüglich Synchronität ist einmal anlegen pro Song bisher immer genug gewesen, damit es nicht "auseinanderläuft".
So ist es, lässt sich aber durch einen Schlag auf eine Trommel schnell wiederherstellen, sofern sie im Bild und auf der seperaten Audio-Aufzeichnung vorhanden ist. Notfalls reicht auch ein Trommelschlag, der im Video-Ton und auf der Audio-Aufzeichnung zu hören ist, hier ist nur das Delay durch die Luft zu beachten (ca. 1 Bildframe pro 14 Meter). Auseinanderlaufen werden die beiden Aufzeichnungen nicht so schnell. DV und DAT oder Minidisc sollten mindestens eine Stunde ohne sichtbare Laufzeitunterschiede funktionieren.
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Antwort#10
Hallo,
mal bei den Videoamateuren schauen.
Ich kann mich erinnern das es ein kleines Kästchen (eine Art Minimixer) mit Blitzschuh im Zubehörhandel für Video-Semiprofis (z.B. Strobl) gab.
Das hatte Line-In, Mikrofon-In und Mikrofon-Out und hat sogar noch die Aussteuerautomatik von Consumerkameras überlistet.
Alles eben Semi-Prof-Technik.
Viele Grüße
Torsten


conanima
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