erstmal der Link: http://www.erdie.de/adagio.ogg Ich würde gerne die ersten Kommentare abwarten bevor ich sage wie die Aufnahme entstanden ist. Danke Erdie
@Erdie. Mir fehlen ein wenig die Tiefen, und es hallt mir zu sehr. Wie wäre es die Aufnahme mit Kugelflächenmikrofon zu machen? Die Herstellung derselben dürfte doch für Dich mit Deinen Kugeln keine Probleme bereiten. :-) Nur eine Idee einer Unbedarften.
Wie wäre es, die Aufnahme mit Kugelflächenmikrofon zu machen?
Vorsicht! Du meinst bestimmt nicht so etwas wie das KFM6 von SCHOEPS (s. Link), sondern die bekannten Kugelaufsätze mit einem Durchmesser von 50 ... 70 mm für Druckempfänger? (Leider habe ich keinen Player für *.ogg istalliert, weil ich mich weigere, meinen Rechner mit zig Programmen vollzustopfen und kann deshalb Erdies Pröbchen nicht hören. Aber mit der "Kugelfläche" - s. Link - wäre die Aufnahme bestimmt noch halliger geworden.)
Sollte es denn klingen wie eine Hammond Orgel im Wohnzimmer? Persönlich hätte ich durchaus noch etwas mehr Eindruck vom Raum gewünscht. In der Hörprobe empfinde ich das Instrument etwas singulär, insbesondere dominieren die hohen Töne den Eindruck. Bei vielen meiner Orgelaufnahmen musste ich meist meine Ansichten den Wünschen der Organisten unterordnen: Die wollten den Eindruck fast immer wesentlich indirekter ("mehr Raum") haben, als ich. MfG -kln
es ist ein Software - Synthesizer, der auf Orgelklänge spezialisiert ist (keine Samples!): http://users.skynet.be/solaris/linuxaudio/aeolus.html Bitte seid mir nicht böse, ich wollte niemanden vera*****. Nur wenn ich sofort gefragt hätte: "Hier ist eine Orgelsimulation, wie findet Ihr die etc..), dann kann das Ergebnis nicht mehr unvoreingenommen sein. Ich wollte testen, ob der Klangeindruck kritischen Ohren standhält oder sofort als Kunstprodukt entlarvt wird. Mir persönlich gefällt der Klang sehr und ich finde die Natürlichkeit beeindruckend. Erdie
@Juppy. "Du meinst bestimmt nicht so etwas wie das KFM6 von SCHOEPS (s. Link), sondern die bekannten Kugelaufsätze mit einem Durchmesser von 50 ... 70 mm für Druckempfänger?" Doch, an dieses Teil (KFM& von Schoeps oder einen entsprechenden Selbstbau) hatte ich gedacht.
Doch, an dieses Teil (KFM6 von Schoeps oder einen entsprechenden Selbstbau) hatte ich gedacht.
KFM6: Nettes Teil, mein Lieblingsmikrofon, aber leider nur dort, wo es paßt. Es paßt aber nicht immer, oft genug ist eine andere Mikrofonierung besser. Selbstbau: Ein KFM6 kann man nicht nachbauen. Die Kapseln des Mikrofons sind eine Spezialkonstruktion (schon von außen sichtbar) und es findet eine an die Kapseln angepaßte Entzerrung in den Impendanzwandlern statt. Ergo: Ein Selbstbau eines Trennkörpermikrofons auf Basis einer Kugel ist als Experiment sicherlich interessant und gute Aufnahmen werden auch damit machbar sein. Aber der "Nachbau" wird die Features eines "echten" KFM 6 nicht erreichen. (Zitat Hersteller: "Der Frequenzgang dieser Summe ist konstant, gleich ob im direkten oder im diffusen Schallfeld gemessen, und es wird ein frequenzunabhängiges Bündelungsmaß* erreicht.")
@Juppy. Ich spiele bei weitem nicht in Deiner Liga. Ich bin nur eine Privatperson die ein paar Geräusche aufnimmt, und gelegentlich ein bischen Musik in unterschiedlichen Situationen. Also kein Profi. Demnach ist mein Bedarf, mit dem ich vernünftige Aufnahmen realisieren kann, erheblich kleiner als meine Bedürfnisse. So bin ich gezwungen Kompromisse einzugehen und zu improvisieren (und noch viel zu lernen ;-)). Deshalb muß ich auf "Mc Gyver-Lösungen" zurückzugreifen, um annehmbare Ergebnisse zu erzielen. Das diese nicht so perfekt sind wie das Profiwerkzeug von Schoeps ist selbstredend. Weil ich in der "Aufnahme" nach meinem Geschmack zu wenig tiefe Orgeltöne wahrgenommen hatte und viel zuviel Hall dachte ich mit meiner Hausfrauenlogik über eine Lösung für Erdie nach. Zuerst dachte ich an Grenzflächenmikrofone, und beim weiteren "nachdenken" viel mir dann die Schopskugel ein. Denn in der "Aufnahme" (im Gegensatz zu anderen Aufnahmen von Orgeln) hatte ich nicht den Eindruck vor einer Orgel zu sitzen. Selbstverständlich fehlt mir die Erfahrung mich korrekt auszudrücken ... ... und zu beurteilen wann welches Mikrofon passt. Aber das weis Erdie auch, weil er meine Grenzen einschätzen kann (Mailverkehr). Ich hoffe das dann die Profis ein bischen nachsichtig sein können wenn ich öfters mal stuss schreibe, und meine Gedanken äußere ... ... auch wenn sie völlig deplaziert sind.
Hallo Machiko, Deine Aussagen zeugen IMHO von Sachverstand und Du brauchst Dich in keiner Weise für den Inhalt Deiner Beiträge zu rechtfertigen. Das ist schon gut so ;) Jetzt nochmal zur Sache an sich: Den Punkt mit den fehlenden tiefen Frequenzen kann ich persönlich nicht nachvollziehen, mein Eindruck ist anders. Vielleicht liegt es an der Abhörsituation? BTW hatte ich ja oben schon erwähnt, daß es sich um eine Simulation handelt, die ich sehr beeindruckend finde. Bei künstlich erzeugten Signalen sind tiefe Frequenzen ja i. d. R. kein Problem, so daß ich das Problem, falls es besteht, bei der Erzeugen der Signale leicht beheben ließe.. Grüße Erdie
Ich spiele bei weitem nicht in Deiner Liga. Das diese nicht so perfekt sind wie das Profiwerkzeug von Schoeps ist selbstredend.
... dafür ich spiele nicht in Deiner beruflichen Liga ... ;-) Und annehmbare Ergebnisse garantiert das KFM6 keinesfalls. :-o Auch wenn die Feststellung ketzerisch ist: Wichtiger als das "Profiwerkzeug" sind die Musiker. Man hört eher die Qualität der Musiker als die der Aufnahmegeräte. >:-> Ein Jahr nach einer Produktion interessiere ich mich nicht mehr für das SetUp. Ob ich meine Aufnahmen dann noch selber hören möchte, ist (fast) ausschließlich eine musikalische Frage - also nahezu ausschließlich vom Interpreten abhängig. Neumann hatte kurze Zeit auch eine Kugelfläche im Programm. Unter dem Link findest Du weitere Informationen (wobei mich die technischen Daten stutzen lassen: 10 Ohm Ausgangsimpendanz bei 2 mA Stromaufnahme pro Kanal ... ?)
Stimmt -es klingt schon sehr nach Orgel, zumindest ist es besser als das, was mir bislang an Orgelsamples untergekommen ist. Zwei Dinge wäre IMHO verbesserungswürdig: 1. Man könnte dem virtuellen Spieler aweng mehr Agogik beibringen ;-) 2. Die "gefühlte Deckenhöhe" des Halles ist zu niedrig - man kommt sich fast wie in einer Krypta vor; diese Art Hall kenne ich auch aus "modernen" Kirchen der 70er: kreisrunde Grundfläche, Rauhputzoberfläche innen... ;-) Zuwenig Tiefen? Finde ich gar nicht; ich vermute mal, das 32''-Register wurde bei der "Aufnahme" nicht eingesetzt... ;-))
Der Witz ist der, daß es ja gar keine Samples sind sondern synthetisch generierte Klänge. Und das finde ich an diesem Beispiel besonders beeindruckend. Gruß Erdie
Hallo Juppy, das mit den 10 Ohm Quellimpedanz und 2 mA Ruhestrom hat eine ganz einfache Erklaerung: (1) Das Teil wurde so konzipiert, dass es auch ohne Aufwand auf Tonadernspeisung umgestrickt werden konnte - fuer die Filmindustrie-Kundschaft... (2) Die Daten sind echt und nicht wirklich besonders. Schaue Dir mal einige der aelteren HF-Kondensator-Mikros von Sennheiser an... Gruss Micha ===