Hallo! Ich besitze zwei Aktivmonitore plus Aktiv-Subwoofer. Nun ist das Problem, daß der Subwoofer die Signale 1:1 (ohne Highpass) zu den Monitoren durchschleift, was ich ändern möchte. Naheliegend wäre also eine Frequenzweiche, die die Summe in Subwoofer- und Monitorsignal splittet. Da ich aber überhaupt keine Ahnung von Frequenzweichen habe und es z.B. bei T. Preise von 49.- bis 2000.- gibt, wäre ich hier auf Tipps angewiesen. Interessant wäre in diesem Zusammenhang vielleicht auch die Möglichkeit, einen Subwoofer und mehrere Aktivmonitore miteinander betreiben zu können, was wahrscheinlich aber mit einem einfachen Umschalter gelöst werden könnte. Vielen Dank im Voraus & viele Grüße! Michael
Moin auch! Es gibt im Carhifi sogenannte Trimodeweichen! Da kannst du ganz gemütlich einen Monosub und deine Monitore anschließen.Die kosten eigentlich kleines Geld und funktionieren ganz gut. Du müsstest aber schauen, dass die Hi -outs auch wirklich nen Highpass haben. Sonst weichen bauen/lassen. Ist nicht so schlimm wie es sich anhört.
Hallo Michael, die Frage ist zunächst, was Du erreichen möchtest. Bedenke, daß die akustischen und elektrischen Filter am Ende ein sinnvolles Ganzes ergeben müssen. Tiefpaß des Subwoofers und Hochpaß der Satteliten (elektrisch und ggf. akustisch) sollten dieselbe Filterordnung und Polstelle haben. Aktivweichen gibt es wie Sand am Meer und es gibt keinen Grund zu der Annahme, daß irgendeine davon "schlecht" ist. Aber Du brauchst eigentlich nur einen Hochpaß (der Tiefpaß ist ja schon im Sub), ob sowas kommerziell erhältlich ist, weiß ich nicht. Einfach eine Weiche davorschalten geht nicht ohne weiteres, da z.B. eine Weiche 4. Ordnung mit dem vorhandenen Sub-Tiefpaß (z.B. 2. Ordnung) einen Tiefpaß 6. Ordnung gibt, während der Hochpaß nur 4. Ordnung ist. Welche Ordnung hat der elektrische Tiefpaß des Sub? Sollte der elektrische Tiefpaß 2. Ordnung sein (was ich hoffe), dann reicht es, die Baßreflexrohre von den Satteliten zu verschließen. Das ergibt einen akustischen Hochpaß 2. Ordnung mit hoffentlich ungefähr mit derselben Eckefrequenz wie der elektrische Sub-Tiefpaß. Mit dem Verschließen der Reflexrohre unterbindest Du zudem verzerrungsträchtige große Membranauslenkungen im Tieftonbereich (was vermutlich Dein Ziel ist). Noch eine Frage zum Schluß: Der Betrieb mehrerer Monitore mit einem Subwoofer meint keine Surround-Wiedergabe, sondern den Betrieb mehrerer Paare Stereo-Lautsprecher mit einem Sub, wenn ich Dich richtig verstanden habe? Gruß Andreas
Hallo Andreas, vielen Dank für Deine Antwort! Zuerst zu Deiner Frage: "Der Betrieb mehrerer Monitore mit einem Subwoofer meint keine Surround-Wiedergabe, sondern den Betrieb mehrerer Paare Stereo-Lautsprecher mit einem Sub, wenn ich Dich richtig verstanden habe?" Genau das habe ich gemeint, also mehrere Stereo-Satelliten mit dem selben Subwoofer zu benutzen. Was die Weiche betrifft: Der Hintergrund für meine Überlegung ist der, daß ich sichergehen möchte, eine saubere Trennung zwischen Satelliten und Sub hinzubekommen. Im Moment kann ich nur den Subwoofer (relativ mühevoll) auf die Satelliten abstimmen, ohne jedoch die Möglichkeit zu haben, die Trennfrequenz höher anzusetzen als durch die Satelliten vorgegeben. Dieses würde ich aber u.a. deswegen gerne tun, da die Satelliten in der Nähe ihrer unteren Grenzfrequenz zu Gehäuseresonanzen neigen. Leider kann ich Dir gerade nicht sagen, welche Ordnung der Tiefpaß des Subwoofers hat, werde aber später (wenn ich im Studio bin) im Handbuch nachschauen. Viele Grüße! Michael
Hallo Michael, miß doch den Amplitudenfrequenzgang des Subs im Nahfeld (direkt vor der Lautsprechermembran), daraus ist auch die Charakteristik des Tiefpasses erkennbar. kannst Du den eingebauten Tiefpaß im Sub abschalten? Sonst stehen die Chancen um eine "saubere" Trennung eher schlecht. Machbar ist alles, aber der Aufwand steigt. Da ist es fast empfehlenswerter, schnell selbst einen Sub zusammenzuschustern, der dann mit einer frei durchstimmbaren Frequenzweiche funktioniert. Das ist weder teuer, noch arbeitsintensiv. Beispiel: Aus 22m Spanplatte oder MDF ein würfelförmiges Gehäuse mit 45cm Kantenlänge bauen, Loch mit der Stichsäge reinsägen, so daß ein Peerless SLS 12 (30cm Durchmesser, ca. 80?) reinpaßt. Das Volumen kann man mit Altkleidern füllen, Verstrebungen sind nicht notwendig. Apropos: Deine Satteliten haben unter 100Hz ziemlich sicher keine Gehäuseresonanzen, weil das Gehäuse sehr klein gegen die Wellenlänge ist - der schlechte Klang hat vermutlich andere Ursachen. Bei geschlossenen Boxen kann auch ein Anfänger nichts falsch machen. Dazu irgendein Leistungsverstärker (ca. 100W) und eine durchstimmbare Frequenzweiche (z.B. Behringer CX 2310, ca. 100?), fertig. Der SLS 12 ist für geschlossene Gehäuse optimiert, wenn der erzielbare Maximalpegel nicht reicht, baut man noch einen... oder zwei oder drei...... Mehrere Subs sind auch unter raumakustischen Aspekten besser, als einer. Gruß Andreas
Hallo Andreas! Vielen Dank für Deine Tips! Nein, den TP kann ich nicht ausschalten, werde dann mal über die Alternative des Subwoofer-Selbstbau nachdenken. Hört sich wirklich relativ einfach und preiswert an. Was die "Gehäuseresonanzen" betrifft: vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, die Satelliten fangen bei tiefen Signalanteilen und hohen Lautstärken (allerdings noch nicht annäherend halber möglicher Lautstärke) an, einen unangenehmen, zerrig-matschigen "Resonanz"-Ton zu erzeugen, der aus der Rückseite der Boxen kommt (Bassreflexöffnungen sind allerdings vorne). Ich bin bisher davon ausgegangen, daß das Problem mit einem höher angelegten HP gelöst werden könnte. Langfristig wird wahrscheinlich aber nur die Anschaffung einer besseren Abhöre die wirklich gute Lösung sein. Ich werd einfach mal schauen, ob ich das Problem überhaupt mit einer Weiche in den Griff bekommen könnte (werde mir irgendwo mal eine ausleihen). Danke nochmal und viele Grüße! Michael