Frage zu Messverfahren und Eingangsimpedanz für Preamps

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi,
da es mich immer noch brennend interessiert und ich auf diesem Gebiet einige grandiose Wissenslücken habe, würde ich gerne etwas für mich weiterkommen und euch befragen:
Wie wird der Frequenzgang eines Mikro-Preamps gemessen? Mit einem MLS Puls aus einem Generator und direkt in den Eingang des Verstärkers und dann mathematisch mit dem original Puls verrechnet?
Wenn ja, so hier meine Frage:
Vernachlässigt man dabei nicht die typische Impedanz des Mikros? Oder wird diese elektronisch simuliert?
Außerdem ist mir bei meinem Audient ASP008, an dem man ja die Eingangsimpedanz des Preamps wählen kann, aufgefallen, dass die verschiedenen Eingangsimpedanzen deutlich anders klingen; im Klartext: je höher dei Eingangsimpedanz, desto "klarer"/"deutlicher" das Signal. Als Mikro habe ich ein CMC6mit Mk21 verwendet.
Warum? Ist dann im Endeffekt der Frequenzgang nicht sogar nebensächlich, solange man ihn kennt und korrigieren kann?
Liegt es dann an diesen Faktoren, dass Preamps z.b. wie der BG1 von DAV oder der HV3 von Millennia trotz "lineal glattem Frequenzgang" tatsächlich unterschiedlich klingen, wie ich mich erstaunt selbst überzeugen konnte? Oder sind hier andere Dinge (von Netzteil bis slew-rate) eher relevant?

Vielen vielen Dank für jegliche Erläuterungen!
Grüsse
Leif
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Antwort#2
Ich kann Deine Frage nicht beantworten, hätte aber meinerseits eine Frage: Hast Du mal die Auswirkungen der Ausgangsimpedanz von Mikrofonen in dem Zusammaenhang getestet? Vielleicht kann man da ja ähnliches feststellen.
Erdie
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Antwort#3
Hallo Leif,

es ist klar, daß durch unterschiedliche Quellenimpedanzen der Frequenzgang des Mikrofonverstärkers auch unterschiedlich ausfallen kann - aber nicht unbedingt muß - und infolge dessen klingt es dann auch verschieden.
Im allgemeinen sollte man mit der Quellenimpedanz den Frequenzgang messen. Dazu braucht man kein MLS-Puls und aufwendige Rechenarbeit, sondern es genügt ein Tongenerator am Eingang und ein Millivoltmeter am Ausgang. Bezugsfrequenz ist 1000 Hz. Dann jault man den Generator von 20 Hz bis 20 kHz durch und sieht sich die Abweichungen am Ausgang gegenüber 1000 Hz an.
Sollte bei einem MV ohne eingeschaltetes Trittschallfilter unmeßbar kleine Abweichungen ergeben.
Slew-Rate: Slew-Rate und Frequenzgang hängen direkt miteinander zusammen.
Wenn der Verstärker bei maximaler Ausgangsspannunge noch die 20 kHz ohne Pegelabfall gegenüber 1 kHz übertragen kann, ist auch zwangsläufig die Slew-Rate ausreichend groß.
Ansonsten auch mal die verschiedenen Eingangsimpedanzeinstellungen mit dem kleinstmöglichen Generatorinnenwiderstand durchmessen. Es sollten keine Abweichungen untereinander vorhanden sein.

MfG
Rainer
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Antwort#4
habe ich nicht getestet, weil... wie? hast du eine konkrete vorstellung?
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Antwort#5
Hi,
danke für deine Antwort, nur, warum ist es klar, dass unterschiedliche Impedanzen anders klingen? Wegen sich ergebenden TP Filtern?
Grüsse
Leif
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Antwort#6
Man müßte möglichst gleich Mikrofontypen mit unterschiedlichen Abschlußimpedanzen haben - ist wohl unrealistisch, weil zu viel Unwägbarkeiten.
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Antwort#7
Nicht die unterschiedlichen Impedanzen klingen unterschiedlich, sondern daraus resultierende Frequenzgangfehler führen dazu.
Sind die Eingangswiderstände des Verstärkers rein ohmisch und auch die Quellwiderstände der Mikrofone, so wird sich dies nur im Pegel bemerkbar machen.
In der Regel aber haben sowohl Mikrofonquellimpedanzen als auch Verstärkereingangsimpedanzen außer den ohmschen Anteilen auch noch Blindanteile, also kapazitiv oder induktiv. Diese können dann durch ihre Frequenzabhängigkeit den Frequenzgang verbiegen, was dann als Klangänderung wahrgenommen wird.
Allerdings sollte man auch ein wichtiges Phänomen beachten:
Vermeintliche Klangunterschiede sind oftmals nur Pegelunterschiede (die dann durch die unterschiedlichen Quell- und Eingangsimpedanzen hervorgerufen werden). Leichte Pegelunterschiede täuschen häufig Klangunterschiede vor. Ein Punkt auf den viele Hifi-Freaks sehr leicht hereinfallen.

Grüße
Rainer
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Antwort#8
Hi,
also im Klartext nicht berechnbare Filtereffekte mit Resonanzphänomenen bei verschiedensten Ferquenzen? HAbe ich das richtig so verstanden?
Das mit dem Pegel ist klar, die lautere CD klingt definitiv besser....;)
Grüsse und Danke
LEif
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