Hallo zusammen, Ich hab mal eine Frage der etwas anderen Art. Ich nehme bald an einem Business Plan Wettbewerb teil, und weil Gitarre spielen und Aufnehmen mein groesstes Hobby ist, dachte ich dafuer an ein Business Modell, dass es uns armen Studenten (und allen anderen denen Geld, Know-How, Equipment oder Zeit fehlt) ermoeglicht, einen amtlichen Amp-Sound zu erhalten. (Das uralte problem...) Hier meine frage: mal alle technischen Problemchen beiseite gestellt, wie gross sollte man dafuer den Markt einschaetzen? Sprich: wieviele leute, weltweit, betreiben Gitarren-Homerecording? Bisher versuche ich das anhand von Forums-Beitraegen und Page-Hits von spezifischen Webseiten einzuschaetzen, aber eigentlich steh ich noch komplett im dunkeln. Toll waere natuerlich, falls jemand dazu Forschungsberichte haette, aber selbst eine grobe schaetzung wuerde mir schon viel weiterhelfen. Tausende / Zehntausende / Hundert- / oder eher Millionen? Bin fuer jedes feedback dankbar. Danke fuer eure Zeit, schoenen Tag noch. Daniel :)
Ich befürchte, dass da ein ohnehin sehr kleiner Markt schnell weiter schrumpft. Denn die Amp-Modelling-Technik trägt mittlerweile Früchte, die vor wenigen Jahren noch kaum denkbar gewesen wären. Und - du willst ja Homrercordler ansprechen - es dürfte sehr schwierig werden, etwas anzubieten, das dem, was ein Amateur inzwischen anstellen kann, so weit überlegen ist, dass dieser bereit ist dafür Geld zu bezahlen - und zwar so viel, daß du dabei auf deine Kosten kommst. Denn mit einem Marshall als Plugin wirst du da nicht kommen können... ;-) Ein so eng begrenztes Angebot kann (denke ich) nur funktionieren, wenn du ein exklusives Angebot mit edelster Hardware, jahr(zehnt)elanger Erfahrung und Top-Referenzen machen kannst. Aber dann hast du den Homerecording-Sektor auch schon verlassen. Vielleicht wäre ich auch einfach nicht mutig genug dafür - ich wünsche dir viel Erfolg und Glück (vielleicht habe ich ja Unrecht und schätze den Markt falsch ein)... Schöne Grüße Jörg
MOIN! ich sehe das ähnlich, aber im zuge dessen das viele leute mitlerweile ein "studio ohne aufnahme raum" haben wäre vieleicht ein reiner " gutklingender recording raum" interessant. mikrofoniertes dort, line signale im eigenen mixing raum. also nicht nur auf gitarren spezialisiert. da du ja große pulte, und periferie einsparst könntest du günstiger sein. grüße
Michael Wagener hat im GS-Forum mal so'ne Idee geaeussert. Sprich, sich ein trockenes Signal schicken lassen, es mit seiner unendlichen Erfahrung durch den heiligen Gral der Verstaerkertechnik jagen und mit einem Weltklassemikrofon in ein Weltklassesuperduperpreamp aufzunehmen. Dann zurueck an den armen Hobbymusiker, welcher es dann irgendwie in seine restlichen Spuren reinmischt ;-)
Nicht nur Re-amping sondern auch Re-rooming und Re-miking sozusagen ;) Würde sicher super funktionieren, wenn das Signal wirklich trocken wäre. Mit Stromgitarre direkt aufgenommen mag das gehen, aber was ist mit beliebigen mikrofonierten Signalen? Und ausgerechnet Stromgitarre ist ja nun das Instrument, was am leichtesten auch in schlechten Räumen und mit mäßigem Mikrofon nah abgenommen werden kann und noch brauchbar klingt.
...außerdem hat der Amp-Sound auf massiven Einfluss auf die Spieltechnik. Gute Ergebnisse (zumindest musikalisch) beim "Re-Amping" halte ich daher für unwahrscheinlich. Schöne Grüße Jörg
Hey Zusammen, das ist gutes feedback, aber nur um die sache mal weiter zu spinnen: (und kann ja gut sein dass ich spinne.. will nur mal mit jemandem drueber reden) Die sache ist doch dass trotz amp-simulatoren unterm strich die meissten aufnahmen mit roehren amp und guten mikros gemacht werden. (natuerlich +signalweg und know how). Ich frag mich halt, was passiert wenn man jetzt mal ne website aufmacht, wo man zwischen verschiedenen amps, einstellungen, und mikro-aufstellungen waehlen kann, files hochlaed, und dann 2-3 files (mikros einzeln) zurueck bekommt.. Also noch schoen selbst behandelbar.. Wenn man das ganze schoen billig haelt, pro minute abgerechnet, waere das nicht nuetzlich fuer alle die sonst nicht an gute recording moeglichkeiten kommen? Ich meine.. Ich krieg im leben keine am(p)tliche aufnahme aus dem Pod raus, egal wieviele plugins ich da drauf schmeisse. Aber mit Amp und Mikro kann ich den sound schon meisst fast so lassen. Kein vergleich. Weiterhin: Bands koennten damit geld sparen, weil im gegensatz zu professioneller studiozeit die fehlgeschlagene takes ja nicht bezahlt werden muessen. Kleine studios koennten sich zeit sparen, den ganzen kram auf-und einzustellen. Ausserdem koennten sie dadurch zugang zu Amps haben, die sonst nicht weit verbreitet sind (Diezel z.B.) Hobbyisten wuerden immernoch einen besseren sound bekommen, als ein plugin liefert. Das problem mit amp-feedback kann man ja auch umgehen, indem man vor seinem billig amp zuhause einspielt.. dann stimmt auch das "feeling." Und zum schluss: Gutes Audio Equipment verliert ja so gut wie keinen wert.. Falls der laden also nicht laeuft, behaelt man eben ein paar gute sachen und verkauft den rest wieder. Da das ganze ja immerhin WELTWEIT funktioniert, frag ich mich halt, ob man nicht wenigstens ein paar tausend leute damit ansprechen kann. Danke fuer feedback. Wuerde mich echt interessieren ob da irgendwo ein fehler liegt... Daniel :)
Hallo Daniel, die Idee an sich ist ja ganz nett, aber wie ich Produktionsprozesse und speziell Gitarrenaufnahmen so sehe ist die ganze Sache doch nicht nur der Amp und das Mikro, sondern vor allen Dingen auch das Instrument und der Spieler. Nehmen wir mal an ich bekäme ein Gitarrenfile von einem mittelmässigen Gitarristen mit einem mittelmässigen Instrument, dann kommt am Ende-auch wenn ich meinen Matchless mit meinem Royer Mikrofon aufnehme- auch nur ein mittelmässiges Signal raus. Dabei hab ich noch nichtmal berücksichtigt, dass die Art des aufzunehmenden Signals doch auch sehr stark vom Zweck, den es in einem vorhanden Arrangement erfüllen soll, abhängt. DAs heisst ,dass am ENde der Kunde der nun ein Weltklassesignal erwartet doch nur enttäuscht ist und nie mehr wiederkommt, weil er die Ursache in meiner schlechten Arbeit und nicht in seinem schlechten Spiel sieht. Grüsse Jens
Hallo Jens! Ich habe auf der Seite von "holodeck" gestöbert und zwei Mikrofone aufgelistet gefunden: M149 und M147 Gibt es klangliche Unterschiede zwischen M147 und M149 in der Einstellung "Nierencharakteristik"?
moin! nur eine frage hätt ich noch: wie stellt denn derjenige der dir das di signal file schickt den amp ein? gain,eq,boosts etc. zumal dann wenn er diesen nicht kennt, diezel z.b. grüße
Hallo es gibt zwischen diesen beiden Mikrofonen tatsächlich klangliche Unterschiede, die wahrscheinlich auf die verschiedenen Bauarten zurückzuführen sind. So stelle ich bei Gesangsaufnahmen eine gute Auswahl von Mikrofonen vor den Sänger und versuche möglichst objektiv zu entscheiden, welches Mikrofon für den jeweiligen Sänger am besten ist. Meist "gewinnt" das 147 gegen das 149, wobei auch oft das Brauner "siegt". Was soll ich sagen, ist schon ein Luxus über eine gute Auswahl von Mikrofonen zu verfügen. Das 149 ist allerdings durch die schaltbare Richtcharakteristik deutlich vielseitiger,z.b. benutze ich es sehr gerne als OH oder als alleiniges Drummikro. Ist schon ein tolles Mikrofon und sieht auch so gut aus:) Grüsse Jens
Ist schon ein tolles Mikrofon und sieht auch so gut aus:)
...und ich meine auch, dass ein imposantes GM-Mikrofon den Künstler/Solisten zu ganz anderen Leistungen anspornen kann, als ein technisch in vielen Fällen überlegenes und weniger dominantes KM. Die Gestaltung des Klangs und das Erreichen der Klangvorstellung hängt dann auch nicht unwesentlich mit diesem psychologischen Aspekt zusammen. Ein Thema, über das man lange -und auch kontrovers- diskutieren kann :)
Moin Jeff, gute frage, und ein paar ideen hab ich dazu. Einstellung findet durch ein grafisches Interface auf der Seite statt, und presets koennen abgespeichert werden. Standardmaessig wuerde ich eine ganze menge voreingestellte presets anbieten, die stilmaessig einiges abdecken, und zu jedem preset gibts ein paar audio-demos, die veranschaulichen, wie verschiedene riffs mit ihnen klingen. Kann man huebsch in Flash programmieren, damit man auch A/B vergleichen kann. Ob man dann noch ein paar klicks presence, oder etwas weniger mitten haben will, kann man das dann darauf basierend einschaetzen (hoffentlich ;).
Aber gute frage.. definitiv einer der potentiellen knackpunkte. Wuerde mich interessieren was Du davon haeltst. Daniel :)
...das seh ich auch so und wird von vielen Kollegen unterschätzt, denn letztendlich ist Aufnahme und Musikproduktion zu mindestens 50% Psychologie. Grüsse
Zur Psychologie: Irgendwo hier hat mal jemand vorgeschlagen, ein Schoeps vertikale Niere (also wohl CCM4V) in ein leeres Gehäuse eines GM-Mikros zu bauen :)
moin! flash .... hm führt bei mir immer dazu das ich die seiten nicht anschaue, kein bock auf plug ins runterladen. einfach halten! ich befürchte das wird auf folgendes hinauslaufen: du bekommst ein file das mit einer schlechten stratt kopie über eine 19? behringer di aufgezeichnet wurde. schickst 5 versionen zurück bis derjenige zufrieden ist und es klingt wie system of a down. dann bekommt er das ganze nicht in seinen c 1000, ohringer, terratech, free vst, eq nur reindrehen mix gebastelt so das es klingt. da er aber wiss wie´s läuft gibt er dir die schuld weil du schei**e abgeliefert hasst und viel zu teuer warst. vortann macht er dich in sämtlichen einschlägigen homrecordlerforen fertig, als gemeinschaftsproduktion mit dem getarnten behringer developer der allen glaubhaft macht das das mit nem v-amp nicht passiert wäre. du siehst ich bin skeptisch, aber probiers doch, viel erfolg! (wirklich!)