Nahbesprechungseffekt - Was ist das?

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Startbeitrag#1
Hallo Leute!
Ich hab nächste Woche meine Tontechnik Prüfung und ich kapier den Nahbesprechungseffekt nicht.
Könnt ihr mir da bitte weiterhelfen???
Ich find im Internet einfach keine "gscheite" Erklärung..
Also ich stell mir das so vor:
Der Effekt tritt ja nur bei Druckgradientenempfängern auf. Das heißt, der Schall kann auch auf die Rückseite der Membran auftreffen.
Trifft nun eine Schallwelle mit hoher Frequenz auf die Membran, so wird diese nicht gebeugt. Bei tiefen Frequenzen jedoch wird die Schallwelle gebeugt und trifft mit einer Phasendifferenz (da längerer Weg) auch auf die Rückseite der Membran. Dabei ist die Phasenverschiebung so, dass der Ausschlag der Membran verstärkt wird -> Höherer Pegel -> Bassanhebung.
Dass bei einer Acht der Nahbesprechungseffekt stärker ist, als bei einer Niere kann man so erklären (?): Da die 8 kein Laufzeitglied hat, trifft die gebeugte Schallwelle "mit voller Wucht" auf die Rückseite der Membran. Bei der Niere ist da ja noch ein Laufzeitglied dazwischen, welches die Schallwelle auf der Rückseite schwächt.
Stimmt das denn so weit???
Nun zu dem Gradientenschaubild.
(Amplitude über Frequenz; Kurve steigt an bis fü und fällt dann wieder ab.)
-> Bei tiefen Frequenzen schlägt die Membran kaum aus, da Amplitude bei einer bestimmten Länge (z.B. 4cm Mikrofonkapseldurchmesser) sich kaum verändert.
Wenn aber die Membran kaum ausschlägt, werden tiefe Frequenzen nur sehr leise "gehört". Oben hab ich aber festgestellt, dass durch die Beugung der Wellen gerade die tiefen Frequenzen angehoben werden.
Kann mir jemand diesen Widerspruch lösen?
Jetzt hab ich da noch was von einem Filter gehört. Dieser Filter hat die Aufgabe, den Gradienten so anzuheben, dass die Kurve gerade ist.
Wenn ich doch schon eine Bassanhebung hab (aufgrund der Wellenbegung) wozu brauch ich dann noch n Filter, der die tiefen Frequenzen anhebt?
Ich kapier gar nix mehr.....
Dankbar für jede Hilfe
Gruß Beni
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Antwort#3
Dass bei einer Acht der Nahbesprechungseffekt stärker ist, als bei einer Niere kann man so erklären (?):
Da die 8 kein Laufzeitglied hat, trifft die gebeugte Schallwelle "mit voller Wucht" auf die Rückseite der Membran.
Bei der Niere ist da ja noch ein Laufzeitglied dazwischen, welches die Schallwelle auf der Rückseite schwächt.

Bei Mikrofon Niere und auch bei Acht braucht der Schall eine Laufzeit, um von der Vorderseite der Membran auf seine Rückseite zu kommen.
Dass ausgerechnet und alleine die "Niere" da unbedingt ein "extra" akustisches Laufzeitglied hätte, stimmt nicht. Schallverzögerung ist nur eines von den allgemeinen Mikrofonbauartprinzipien.
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Antwort#4
Die wirklich ausführlichste Erklärung zum Nahbesprechungeffekt gibt es hier rechts, die achte Zeile von oben:
"Zustandekommen des Nahbesprechungseffekts von Daniel Mariano".
Eine interessante Arbeit.


Beste Erklärung zum Nahbesprechungeffekt (rechts, achte Zeile)
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