Re: Vovox Kabel

Erstellt 19 Antworten20 Beiträge
Startbeitrag#1
Wenn Ihr den/die Unterschiede zwischen einem ordentlichen Kabel und den VoVox nicht hört, solltet Ihr keine "Tonarbeit" mehr machen - für Messtechniker gibt es vielleicht noch Jobs. Leider gibt es zu viel esoterischen Kram, in diesem Fall ist Eure Meinug/Aussage aber mehr als unfair - Augen auf und Ohren zu !
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Antwort#2
Erkennst du bestimmte Kabel im Blindtest mit mehreren Alternativen?
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Antwort#3
In einem Thread habe ich folgende Witz gefunden (wir waren ja vorher beim Witze erzählen):
"Kurz gesagt klingt das Kabel saugeil, und ist das beste Kabel das ich bis jetzt gespielt habe."
Also Leute: Schmeisst Euro Voxbox in den Eimer und kauft euch ein Vovox. Klingt viel geiler und ist erst noch billiger. Oder?
Übrigens: Ich persönlich finde, dass Musik bei 61 Prozent Luftfeuchtigkeit am besten klingt!!
Ein für diese Zwecke geeigneter Luftbefeuchter kann bei mir für 12'560 Euro bestellt werden. Dieser wird in einem Schweizer Bauerndorf auf 1000 Meter Höhe biologisch angesäht.
So, ich glaub ich muss aufhören... In diesem Sinne gute Nacht!
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Antwort#4
Ich möchte mal alle diese selbsternannten Gurus und Baalspriester sehen wie sie bei einem Doppelblindtest versagen, wenn es um "hörbare Unterschiede" zwischen Kabeln geht. Macht Euch doch nicht selbst etwas vor, sonden bleibt auf dem Boden der Realität. Anderenfalls hört Ihr auch daß einen Aufnahme plötzlich viel besser klingt obwohl kein Mensch etwas am Mischpult etc. verändert hat (hat es alles schon gegeben - selbst erlebt - bei Musikern die ich ansonsten sehr schätze!).
Im Übrigen haben wir wichtigers zu tun als zu vergleichen ob etwas "besser" oder "schlechter" klingt oder ob Kabel klingen.
Wer sich allerdings auf das Niveau der High-End- und Hifi-Freaks begeben will, darf ruhig vergleichen.
ICH höre jedenfalls immer noch Musik und nicht "Kabel". Hifideliker hören nicht Musik, sondern hören "Unterschiede".

MfG
Rainer
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Antwort#5
lol
heutzutage wird aus jeder noch so grossen hovno geld gemacht;-). gute kabel sind natürlich wichtig. aber normale gut abgeschirmte kabel mit dem jeweils passenden querschnitt für die jeweilige anwendung reicht aus. die drähte im innenleben eines verstärkers sind auch stinknormale kabel von der rolle;-). und da fängt schliesslich alles an. daher die kabel alle am besten so kurz wie möglich halten. dann hat man keinen qualitätsverlust.
den qualitätsunterschied zwischen normalen kabeln und dem vovox high end kabeln für hifi freak spielkinder will ich selbst mal hören. vorher glaube ich sowas nicht
P.S. hovno wortsperre im forum;-). dann halt so




http://www.alexanderness.de
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Antwort#6
Ok Rainer, aber ich hätte gerne erstmal gewusst, was das Vovox Kabel überhaupt ist? Welche elektrischen Daten und mechanische Eigenschaften hat es? Weviel Euro kostet es pro Meter und lässt es sich individuell konfektionieren?
Das sind zunächst erstmal die Fragen, die ich habe. Bislang sind mir nämlich nur diffuse Behauptungen bekannt (z.B. dass Dirk Brauner das Kabel empfiehlt, dass es ungewöhnliche Daten hat und somit messtechnisch relativ schlecht abschneidet und dass es vergleichsweise preiswert ist). Keine Ahnung, ob diese Behauptungen stimmen, mich interessiert dieses Kabel auch nach einem Artikel in einem Magazin, welches man ja noch nicht mal als populärwissenschaftlich bezeichnen kann, nicht sonderlich.
Aber Threads über Kabel sind genau so legitim, wie über Raumakustik oder unsere beliebten Mikrofonvorverstärker. Wir sind doch inzwischen so erwachsen, dass wir uns hier nicht auf die Ebene 'ich höre was, was Du nicht hörst' einlassen, oder?
Also: mal wirkliche Fakten über das Kabel auf den Tisch! Gibt es keine? Erst dann hab ich den Verdacht, dass Vovox eine geschickte Marketingkampagne fährt, genauso, wie sie dem HiFi-Sektor Traumumsätze beschert. Vielleicht ist dort das Feld ja abgegrast. Die Aura um Mikrofone eignet sich sehr gut für ähnliche Vermarktungsmechanismen.
Gruss
Stefan
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Antwort#7
Über die wundersamen VOVOX-Klangleiter findet man hier alles.
Edle Worte und Preisangaben.
http://www.vovox.ch/neu/content_d/index.html
Schon das Wort "Klangleiter" muss mit einem Geld-Aufschlag bezahlt werden.
Was ist so etwas schon gegen ein schnödes Kabel :-)
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Antwort#8
blöd nur dass es Klang garnicht leitet, sondern nur das elektrische Abbild ebendieses :). Echte "Klang"leiter wären z.b. ein Holzbalken, eine Eisenbahnschiene, ein Schwimmbecken, ein Gartenschlauch....
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Antwort#10
Das Schnurtelefon als echter "Klangleiter"; nach einer Idee von Georg.
Material: etwa 6 m Paketschnur, 2 Plastikbecher (z. B. Joghurtbecher), Nagel oder Bohrer
Bau und Durchführung:
Bohre in die Böden der Dosen je ein Loch, ziehe den Klangleiter durch und mache ans Ende einen Knoten. Spanne die Klangleiter straff. Eine Person spricht leise in den einen Becher, die andere lauscht mit dem Ohr am anderen Becher.
Versuchsergebnis:
Wie hängt die Schallübertragung von der mechanischen Spannung des "Klangleiters" ab?
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Antwort#11
Warme Worte, heisse Luft! ...schon gesehen die Website, aber ich hatte doch vorhin ein paar Fakten verlangt. Genauso der Artikel in diesem Magazin. Die einzigen objektiven technischen Daten ist die Kabellänge in Meter. Das glaube ich ausnahmsweise mal.
Ein Kabel kann man ja auch als Filter innerhalb einer Signalkette betrachten und von daher denke ich schon, dass sich der Klang mehr oder weniger hörbar ändert (nicht verbessert), jedoch fehlt mir hier jede physikalische Überlegung zu diesem Übertragungssystem.
Es gibt zudem seriöse Methoden für Hörtests, deren Ergebnisse sich wissenschaftlich auswerten lassen. Warum macht das keiner?
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Antwort#12
weil man dann schwarz auf weiss bestätigt hätte dass der Klingeldraht genauso klingt wie das Super-Mega-klangleitende Hifi Kabel.
Es gibt zwei wichtige Faktoren beim Kabelkauf - Schirmung und Kapazität, wobei bei "üblichen" Längen (unter 100 Metern), nur die Schirmung relevant ist.
Andere Faktoren, wie verwendetes Material z.b. für den Mantel und die Verarbeitung zeigt sich ausschliesslich in der Haltbarkeit des Kabels (was natürlich mit der Zeit auch "hörbar" wird).
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Antwort#13
achja und noch mein alter Spruch: "Verrücke das Mikrofon um 2 Zentimeter, und du hast mehr Klangunterschied als durch alle Kabel dieser Erde."
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Antwort#14
Die Texte, die man auf der VOVOX-Seite finden, erinnern mich sehr an die Argumente, die ich auch aus der Esotherik-Ecke der HiFi-Szene kenne.
--- Zitat ---
"Das Kabelende mit der VOVOX® -Etikette sollte immer beim Signal-Empfänger eingesteckt werden.
VOVOX® Klangleiter funktionieren auch dann, wenn sie entgegen der Laufrichtung angeschlossen sind. Auch an den angeschlossenen Geräten entsteht dadurch kein Schaden."
--- Zitat Ende ---
Ähm, ...
Bei HiFi verstehe ich das noch, daß das Signal von einem Gerät zum anderen fließt, aber bei der symmetrischen Signalführung fließt der Strom doch einmal zum Folgeverstärker hin, und in der anderen Ader der Strom genau in die entgegen gesetzte Richtung ... ähm ... oder ist das im Aufbau des Kabels berücksichtigt?
>:->
--- Zitat ---
Wickeln Sie die Kabel nach Gebrauch sauber und ohne Knoten auf
Vermeiden Sie extreme Knickungen.
--- Zitat Ende ---
Schon nach dem ersten Außeneinsatz dürften die Kabel nichts mehr mit den netten Fotos von den Drähten unterm Mikroskop zu tun haben. Wenn die Struktur der Klangleiter dann lädiert ist - klingt das Kabel dann immer noch gut?
Am besten kauft man sich von einem anderen Anbieter die Porzellan-Abstandshalter, um die teueren VOVOX-Kabel nicht auf dem dreckigen Boden verlegen zu müssen. (s.: SPIEGEL vom 12.12.'05, S.156 f., 1 Set mit 8 "cable elevators" Porzellanträgern für 290 ?)
Vovox ist ein meinen Augen ein künstliches Produkt von Kaufleuten und Werbefachleuten: Außer flockigen Marketingsprüchen ist zu dem Produkt nichts zu finden. Ingenieure scheinen hier außen vor geblieben zu sein (auch ein Kabel kann man konstruieren und in seinen Eigenschaften berechnen ...). Oder soll ich Finderlohn ausloben für den, der technische Daten zu den Kabeln findet?
Ich habe hier noch ein anderes Problem: Ein namhafter deutscher Hersteller für Röhregroßmembrannmikrofone (dessen Werbung auch vor allem auf "Image" beruht) stellt sich als Vertrieb dieses Kabels vor. Was soll ich als Unbedarfter von dessen Aussagen als Mikrofonhersteller und seinen Produkten halten, wenn er sich hier als Werbe- und Kaufmann erweist?
Abschließend bleiben zwei Fragen:
Wie kalkuliere ich meine Preise und finde auch die entsprechenden zahlungskräftigen Kunden, damit ich mir diese Kabel leisten kann?
Preisbeispiel:
"Voxlink protect S1000 matched XLRm/XLRf,geschirmt, 2x 10m - 2 Stk. Mikrofonkabel der Extraklasse, paarweise abgeglichen und im Koffer verpackt."
Beim MuscStore in Köln für lächerliche 388 ?!
Ich hätte ca. 450 m Mikrofon-/Modulationskabel zu ersetzen ...
Da ist der "GaborLink" doch die preiswertere Alternative - diese "Klangschalen" funktionieren sicher genauso gut!
Apropos "gematched":
Welche Streuungen hat das Kabel eigentlich oder wie wird es gefertigt, wenn Kabel paarweise ausgesucht werden müssen?
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Antwort#15
Wenn man diese Kabel benutzt, MUSS man sich vor der Benutzung informieren, woher die Stromversorgung kommt:
a) Atomstrom gibt diesen strahlenden Klang, wohingegen
b) Strom aus Windkrafft eben diesen frischen Klang bringt im Gegensatz zu:
c) Strom aus Kohle ergibt diesen unglaublich warmen Klang.
Diese Kombination kann man dann beliebig mit weiteren Voodoo Produkten kombinieren um dem Klang jedes beliebige Attribut zu verleihen.
Aber was machen wir dann mit den Musikern?
Die Amerikaner haben da ein treffendes Zitat: Garbage in, garbage out.
Auf Deutsch: Exkrement rein, Exkrement raus. Da helfen dann auch keine Kabel mehr.
Schönen Sonntag noch
Gerhard
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Antwort#16
da haste noch was vergessen:
Mit Strom aus Windkraft, kannst keine Aunahmen machen....
viel zu viel Rauschen!!
MfG
Evert
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Antwort#17
... dies gilt nicht für Windkraftanlagen, deren Strom ist luftig leicht ...
... das (wuchtige, kraftvolle, abrasive) Rauschen ist den Hochgebirgswasserkraftwerken vorbehalten.
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Antwort#18
Kraß: das Mädchen tanzt genau zu "Theme and Variations", was grade bei mir läuft.
Bei Windkraft-Strom braucht man halt Rycote-Produkte. Ob es da was für Brauner-GMs gibt?
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Antwort#19
... Strom aus Kernkraftwerken ...
... es sei denn Mann möchte Vintage-Sound haben, dann kommen nur Gezeitenkraftwerke in Frage.
Für High-Tech KMs würde ich nur Strom aus geothermischen Kraftwerken verwenden, es sei denn es wird eine gestochen scharfe Brillianz verlangt, dann kommt nur eine Solar-Toweranlage in Frage.
"Bei Windkraft-Strom braucht man halt Rycote-Produkte. Ob es da was für Brauner-GMs gibt? "
Dies wäre mal eine Frage bei Tim Taylor wert, Binford hat sicherlich etwas passendes auf Lager ...
... oder er bespricht das sogar mal in Tool Time?
Dann würde ja mal ein Tool Time Gruß den Tontechnikern gelten ...
... wobei dann sicherlich interessante Unfälle zu sehen sind und ein wirklich großes GM.
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Antwort#20
Ich denke mal, daß hier die Satire beendet werden sollte. Daher schließe ich diesen Thread jetzt.

MfG
Rainer
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