Meines Wissens liefert Sennheiser für den Medizinalbereich Mikrofone, die ohne jegliche Metallteile auskommen und nach so einem optischen Prinzip arbeiten. Einsatzgebiet: Talkback-Mikrofon in Kernspintomographen. Ich glaube, Diskussionen über die Klangeigenschaften erübrigen sich an dieser Stelle erstmal ;)
@stefan. stefan schrieb: "Meines Wissens liefert Sennheiser für den Medizinalbereich Mikrofone, die ohne jegliche Metallteile auskommen und nach so einem optischen Prinzip arbeiten. Einsatzgebiet: Talkback-Mikrofon in Kernspintomographen." Hierzu ein schöner Beitrag (schon mal im Tontechnikerforum verlinkt): http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19822/1.html stefan schrieb: "Ich glaube, Diskussionen über die Klangeigenschaften erübrigen sich an dieser Stelle erstmal ;)" Im unteren Link steht im Beschreibungstext, das es sich für Lifeauftritte bei Musicals eignen würde.
Bei diesem Produkt handelt es sich um das weltweit erste Mikrofon, das akustische Schwingungen rein optisch aufnimmt. Einsatzbereiche sind insbesondere alle hoch belasteten EMV-Anwendungen aber auch in der Tomographie für vielfältige medizinische Untersuchungen. Das Mikrofon ermöglicht eine bessere Patientenversorgung, denn erstmals ist eine direkte Arzt-Patienten-Kommunikation bei der Untersuchung im Tomographen möglich und sichert Wettbewerbsposition und Arbeitsplätze bei den Projektpartnern. Das optische Mikrofon ist je nach Anwendungsfall in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich.
Mikro-Optisches Mikrofon für messtechnische und akustische Anwendungen
Differentialkondensatoren? Ich nehme an, Du meinst Kondensatorkapseln mit 2 Gegenelektroden und der Membran in der Mitte? Dieses Prinzip wird von Sennheiser in der gesamten neuen MKH-Serie verwendet.
@Rainer. Rainer schrieb: ----------------------- Differentialkondensatoren? Ich nehme an, Du meinst Kondensatorkapseln mit 2 Gegenelektroden und der Membran in der Mitte? Dieses Prinzip wird von Sennheiser in der gesamten neuen MKH-Serie verwendet. ----------------------- Ja, das sind Differentialkondensatoren. Danke für die Info, das Sennheiser sie in der MKH-Serie verwendet. Nutzt ein Hersteller das Differentialprinzip auch für dynamische Mikrofone? Liebe Grüße, Machiko
Moin... "Dann könnte man auch den Neugeborenen gleich einen Adapter hinter die Ohrläppchen unter die Haut implantieren, wobei die digitalen Signale des MP3-Players direkt als Trommelfell-Membran-Postion übertragen werden. Dann braucht man keine Kopfhörer mehr. Das wünschen sich fast alle Jugendlichen. " Was sollen solche dümmlichen Kommentare zu ernstgemeinten Beiträgen? Du fällst mir immer wieder durch Beiträge auf, die zur Sache nichts beitragen und statt dessen irgendwelchen Gruppen gegenüber zynisch-herablassend sind. Wenn du nur trollen willst, dann geh doch bitte woanders spielen. Jens
Moin... "Optische Abtastung der Membrane: Meines Wissens ist bei der Firma Sennheiser eine derartige Entwicklung im Gange aber noch nicht bis zur Marktreife entwickelt." Optische Abtastung an sich, bei der am Ausgang des Sensors wieder eine analoge Spannung proportional zur Membranauslenkung anliegt, ist nicht wirklich neu und _prinzipiell_ kein Problem. Dazu benutzt man einfach die Membran als Spiegel und trifft im Ruhezustand der Membran eine Fotodiode (z.B.) genau "halb". Die Auslenkung der Membran sorgt dann dafür, dass der reflektierte Strahl relativ zur Fotodiode "wandert" und diese mal mehr, mal weniger "bedeckt". Was ich allerdings im Kopf habe, kommt ohne anloges elektrisches "Zwischensignal" aus: man stelle sich vor, man "zähle" einfach digital Interferenzmaxima bei der Bewegung der Membran. Macht man das geschickt mit zwei oder drei Wellenlängen, kann man sogar einerseits die Richtung der Bewegung bzw. die absolute Membranposition (nicht nur die relative zum vorhergehenden Sample) bestimmen, zum anderen kann man nach dem Nonius-Prinzip auch die Auflösung mit vergleichsweise geringem Aufwand drastisch steigern. Das Problem ist zunächstmal nur, dass heutige Membrane für solche Experimente einfach zuwenig Hub machen - man müsste dann wie gesagt u.U. ganz neue Membranen konstruieren. Oder mit Vielstrahl-Interferometrie arbeiten oder oder oder... Jens
"Nutzt ein Hersteller das Differentialprinzip auch für dynamische Mikrofone?" Das wären dann zwei Gegengleiche Spulen, die die Membran antreibt. So was ähnliches gibt es bei E-Gitarren. Nennt sich Humbucker. Ob das bei Mikrofonen elektromagnetisch-mechanisch geht würde mich auch interessieren. Ich schätz mal, 2 Spulen ist ein bischen schwer. /Tonmaus
... ich fand den aber witzig ... Oder hast Du noch nie jene Köppe mit quäkendem "HÄNDIE" als MPEG-Player durch die Straßen laufen sehen? Für die _und_ihre_Umwelt_ wäre ein solches Implantat je nach Sichtweise eine Wohltat und/oder eine Erleichterung.
... wo alles amputiert scheint gibt es viel Raum zum Implantieren. In Berlin hat mich dieser Usus vorige Woche wieder super genervt. Hier in Wien scheint die Unsitte noch nicht angekommen. Oder- wird sie auch nicht, denn in den Öffis toleriert man hier nicht mal den Verzehr von Döner -wegen des Gestanks. Grüße, Tonmaus
Jens hat schon recht. Wenn Du keine Sachbeiträge liefern kannst, dann sei lieber ganz ruhig, anstatt einen durchaus interessanten Thread durch solchen Unfug zu versauen! Ich werden diesen Subthread und alle unsachlichen Beiträge heute Abend löschen!
Bei dynamischen Mikrofonen braucht man das nicht. Wenn man das herkömmliche (nicht differetiale) Kapselprinzip des Kondensatormikrofons mal mathematisch analysiert, stellt man fest, daß eine quadratische Verzerrung des Signals mit ins Spiel kommt. Diese quadratische Verzerrung wird durch das Differentialprinzip kompensiert. Beim dynamischen Mikrofon dagegen fällt diese quadratische Komponente von vornherein heraus. Daher braucht man kein symmetrisches Prinzip zu bauen. Die Schwingspule mit einem Mittelanzapf zu vesehen um das elektrische Signal erdsymmetrisch zu machen halte ich nicht für sinnvoll, denn es bringt keinen Vorteil, da die Symmetrie des Signals der erdfreien Spule ausreicht um Störungen zu unterdrücken.
Es gibt dynamische Mikrofone, die haben vor der Membran eine weitere Spule deren Wickelsinn entgegengesetzt zu dem der Schwingspule ist. Diese soll evt. von außen einwirkende magnetische Störfelder kompensieren.
Du schreibst: ""Optische Abtastung an sich, bei der am Ausgang des Sensors wieder eine analoge Spannung proportional zur Membranauslenkung anliegt, ist nicht wirklich neu und _prinzipiell_ kein Problem. Dazu benutzt man einfach die Membran als Spiegel und trifft im Ruhezustand der Membran eine Fotodiode (z.B.) genau "halb". Die Auslenkung der Membran sorgt dann dafür, dass der reflektierte Strahl relativ zur Fotodiode "wandert" und diese mal mehr, mal weniger "bedeckt". ""
Wenn man das mal näher betrachtet, setzt dies stillschweigend voraus, daß die Membrane exakt tellerförmig schwingt oder gar Kolbenförmig. Da würde (sofern der Strahl exakt die Mitte der Membran trifft) das auch funktionieren - zumindest prinzipiell. Tatsache ist aber - das sagte mir Jörg Wuttke mal - daß die Membran nicht tellerförmig (natürlich erst recht nicht kolbenförmig) schwingt, sondern in Moden. Es sind also Knoten und Bäuche vorhanden ähnlich wie bei den Cladny'schen Klangfiguren. Was passiert also wenn bei bestimmten Frequenzen gerade da wo der Strahl die Membrane trifft ein Schwingungsknoten liegt? Das mal nur als Gedankenansatz für weitere Überlegungen.
Hallo Rainer! So ganz unsachlich finde ich diese Abschweifungen gar nicht ... Musik - also das, womit wir, abgesehen von einem persönlichen Fable, auch unsere Brötchen verdienen - ist genauso Kultur wie das Konsumverhalten der Käufermasse. Daß Inhalte durch Beliebigkeiten ersetzt werden, die eher von Marketinganalysten gemacht werden (tokyo hotel, diverse bauchnabelfreie Hüpfer, ...) und die "Hardware"Industrie mit Händies und anderen Lifestyle-Asseccoires die passenden Medien zur geistfreien Dauerberieselung liefert, ist durchaus ein Phänomen, das man betrachten kann. Dies ist zwar keine neue Erscheinung; Schon Einstein kam zu der Erkenntnis, daß manchem das Rückenmark als Gehrin genügt, um im Gleichtakt zu Militärmusik zu maschieren ... Aber natürlich kann man sich auf seinen Elfenbeinturm zurück ziehen. Ob man damit allerdings noch den Anspruch stellen kann, "Mensch zu sein", lasse ich offen. Nur wären dann viele "Kreative" resp. deren (Kulturelle) Leistungen aus Vergangenheit und Gegenwart überflüssig. Unsere Arbeit übrigens auch ...
Das Problem jeder Schallwandlung - in was auch immer (elektr. Spannung, dig. Signal, ...) - wird das schallaufnehmende Element (= Membran) sein. Solange dies nicht akzeptiert wird, endet jede Überlegung auf dem Holzweg statt wirklich weiter zu führen ...
Könnte es keine Mikrofone geben, die (von Bändchen einmal abgesehen) völlig ohne Membran laufen würden? Ich stelle mir seit Gestern ein Laseranemometer vor, das die Luftbewegungen Dreidimensional erfasst und in Töne umwandelt. Damit könnte man (geeignete interpretationsfähige Hardware vorausgesetzt) von einer idealen Kugel bis hin zum idealen Richtmikrofon alles realisieren. Drei (voneinander richtungsunabhängige) Laseranemometer messen die Luftbewegungen, und deren Dichte (Dichte bestimmt sich aus der Anzahl der Luftteilchen und er Temperatur). Daraus ließe sich der gegenwärtige Schalldruck und seine Richtung anhand der Richtungsvektoren des Schalldruckes direkt aus einem Fluid (egal ob Luft oder Wasser) herauslesen, ohne das man eine Membran benötigen würde. (Theoretisch) Dazu noch ein passendes Wandlergerät, das bestimmte Richtungsvektoren des derzeitigen Druckes ignoriert könnte man sogar auf einem Punkt genau beliebige Richtungen (gerichtet nach derzeigigen Hörgewohnheiten) gleichzeitig aufnehmen. Will man verschiedene "klassische" Kapseln simulieren, dann braucht man nur richtungsabhängige Größenfaktoren nehmen, und man kann so Nieren und Achten sowie Hypernieren realisieren (in beliebiger Anzahl). Das einzige was rauscht wäre dann die Brownsche Molekularbewegung. Und aus ists mit dem Patent. Liebe Grüße, Machiko
Ich fürchte, gewisse physikalische Gesetzmäßigkeiten lassen sich nicht so einfach überwinden. Ein (Laser-)Anemometer (wir erinnern uns: ein Meßgerät, um (Gas-)Strömungen und Geschwindigkeiten zu messen) wird über ähnliche Probleme stolpern, die wir bereits von Groß- und Kleinmembranmikrofonen kennen: Je kleiner die Membran, desto größer das Rauschen, je größer die Membran, desto größer die Beeinflussung des Schallfeldes und die Frequenzabhängigkeit der Richtcharakteristik etc.. Aber ich bin gerne gespannt, ob eine solche Entwicklung "Quantensprünge" liefern kann ...
Moin... "Ein (Laser-)Anemometer (wir erinnern uns: ein Meßgerät, um (Gas-)Strömungen und Geschwindigkeiten zu messen) wird über ähnliche Probleme stolpern, die wir bereits von Groß- und Kleinmembranmikrofonen kennen: Je kleiner die Membran, desto größer das Rauschen," Das ist sicher richtig, man braucht hier zur Steigerung der Empfindlichkeit und/oder Erzielung eines besseren Signal-Rausch-Verhaltens eine größere durchströmte Fläche. "je größer die Membran, desto größer die Beeinflussung des Schallfeldes und die Frequenzabhängigkeit der Richtcharakteristik etc.." DAS hingegen ist falsch, denn im Gegensatz zu einer Membran würde eine optische Abtastung der Luftbewegung diese nicht ihrerseits stören, bzw. der Schall wird auch nicht am Lichtfeld wie an einer massiven Membran gebeugt etc. Die Frequenzabhängigkeit der Richtcharakteristik wäre zwar im Prinzip da, aber da man wie gesagt gleichzeitig und am EXAKT gleichen Ort alle drei Raumrichtungen gleichzeitig vermessen kann, könnte man das herausrechnen. Nicht so bei der Membran, wo alle Schalldruckgradienten(-komponenten), die in der Membranebene liegen, "verloren" sind. Man wird aber vermutlich auf andere Probleme stoßen. Jens