Proberaum für Schlagzeugaufnahme anpassen

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Startbeitrag#1
Hallo,
ich möchte eine befreundete Band aufnehmen, und dabei erweist sich folgendes als äusserst schwierig.
Bei der Problembehandlung sollte es sich jedoch nicht um perfekte Bedingungen handeln, sondern um die optimierung der Ist-Zustände.
Der Proberaum ist, wie sollte es anders sein, längs quadratisch, aber die beziehungen der Seitenlängen sind zueinander nicht symetrisch (immerhin). jedoch sind die Wände alle parallel.
Ich möchte lediglich das Schlagzeug in diesem Raum aufnehmen. Gitarren und Bass werden in meinem Studio aufgenommen.
Bei der Musik handelt es sich um progressiven Funk, dass bedeutet das der Schlagzeuger sowohl Ghostnotes als auch krumme Wirbel spielt (sehr dynamisch).
Die Höhe über den Becken beträgt ca. 1,5 m.
Das Schlagzeug Gerüst ist an sich ziemlich groß.
Der Proberaum ist als Raum-im-Raum konstruiert.
Die Decke ist mit Styroporplatten zweireihig beklebt (die Abstände sind von einem Akustikingenieur berechnet worden, was jedoch nichts heißen soll).
Die Frage ist jetzt:
- wie ich das Schlagzeug am günstigsten im Raum plaziere (wahrscheinlich unsymetrisch im Raum).
- wie und womit ich die Wände bearbeiten kann, um ein optimum an Akustik zu erreichen.
Ich scheue mich bei der Realisierung nicht vor aufwendigen Aufstellungen von Akustikwänden und umbauten im Raum. Mich interessiert nur, ob es gewisse Richtlinien und Grundgesetzte gibt, die man einhalten sollte!
Wie z.B.:
- wie weit soll das Schlagzeug von der Wand wegstehen?
- Soll das Schlagzeug längs, oder doch lieber quer im Raum aufgestellt werden?
- wie viele Aufstellwände sind nötig? (für jeweiliges Konzept)
- ist es erforderlich die Ecken mit Material zuzustellen? (z.B. mit Schlagzeug Bags)
- ist es Sinnvoll, die Decke über den Becken mit Pyramidenschaum zu bekleben? Oder töte ich damit nur die Höhen, und verstärke damit den Anteil der Mitten- und Tieffrequenzen?
Bei meinem Equipment handelt es sich um:
- Mixer: Mackie Onyx 1640
- Soundkarte: 2x EWS MT88 von Terratec (Wandler sind von Tascam entwickelt und die sind seit nun 10 Jahren unverändert!!!!!!!!! :)
- Mikros: AKG D112, 414, 3000 .... Shure SM57
- EFX: ART Kompressoren/Gates
Achso, und zuguterletzt: DDRUM4, ich triggere das Schlagzeug noch zusätzlich auf: BASS, SNARE und den vier TOMS.
Tja, dann lasst mal was von Euch hören!
Danke im voraus.
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Antwort#2
moin!
also es gibt z. b. diese 3 möglichkeiten.

1. mit vielen decken an mic ständern den raum platt machen sozusagen das drumset einzelten.
2. wenn du sowiso BD SN und toms trigerst, mach ne becken einzelmikrofonierung und stopf das ganze in einen schönen hall aus der hallschleuder. achte darauf das was du aus dem ddrum ziehst ohne hall ist und jage es in den "beckenhall". bei den beckensignalen wird sich ein Low cut anbieten.
3. studio mieten
2 und 3 sind kombinierbar.
das ist alles massiv suboptimal aber low budget ist eben kompromissbehaftet und immer fast schiefgegangen.
man muss sich halt anhören was passiert, was u.u. dazu führt das man mit den testaufnamen in sein studio fährt und hört, zurückfährt ändert, wieder ins studio.....
mehr kann ich dir nicht sagen, wenn du wissen wilst wie man ne rick rubin aufname unter suboptimalen bedingungen macht, finde heraus was rick rubin als suboptimal aber ausreichend ansieht und begebe dich auf dieses level.
grüße
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Antwort#3
Hi Miralem,
leider sagst du nichts über die asoluten Abmessungen des Raumes LxBxH aus.
Ich vermute du möchtest ein Closed Miking durchführen. Hier ist die Raumakustik untergeordnet, weil sich (fast) alle Mikrofone direkt am Fell befinden....
Wozu sollen die Trennwände sein? Es gibt doch nichts abzutrennen weil du die Drums solo aufnimmst.
Positioniere das Drumset so das es schön frei steht, Kickdrum nicht zu dicht vor der nächsten Wand. Baue deine Mikros auf und du wirst sehen das man garnicht soviel machen muß.
Eventuell kommt eine "Abtunnelung der Baßdrum in Frage, hier wird das Kickmikrofon vor der Baßdrum positioniert und der Weg vom Kessel bis zum Mikro mit einem "Tunnel" aus Decken überbrückt um das Übersprechen der Toms zu verkleinern. Wird z. B. genutzt wenn du einen "druckvollen" Klang brauchst, Druckempfänger ausprobieren (bitte keine Doppelmembranmikros, sondern eine "echte Kugel").
Falls du Ambience-Mikrofone aufstellen möchtest, kann es schon sinnvoll sein, schallharte Flächen mittels Vorhang / Absorbtionswand zu entschärfen.
Es handelt sich hier um eine künstlerische Tätigkeit, erlaubt ist was gefällt. Bring ordentlich Zeit und Experimentierfreude mit, das ist besser als alle hier geposteten Tips.
Gruß
M. Hein
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