Damals (ihr werdet es vielleicht nicht miterlebt haben) 1975 wr ich eine junge Musikerin und fasziniert von der Möglichkeit, selbst halbwegs professionell aufzunehmen: Ich habe mir vom letzten Geld eine Revox A77 (9,5/19; Halbspur) gekauft. Heute hat mein Sohn die Faszination der Tonaufnahme erkannt, und am SAE den Audio - Engeneer Kurs absolviert (wie sich zeigt ohne Nutzen für eine berufliche Laufbahn - oder weiß jemand einen Job in Österreich für einen SAE Tontechniker, der mit Musik zu tun haben will???) In seiner Freizeit soll er jetzt ein Tonband der Schwiegergroßmutter digitalisieren - das ist aber offensichtlich in einer geringeren Geschwindigkeit und wohl auch in Viertelspur (er hört zu viel durcheinander) aufgenommen. Die technische Ausstattung ist also eine Revox A77, ein Laptop mit sicher ausreichend professioneller externer Soundcard und Standardsoftware für Tonaufnahmen. Mir ist es gut gelungen, meine eigenen Tonbandaufnahmen zu einer CD zu machen, aber vin Spezialfragen bin ich schon zu weit weg und er hat von diesen Problemen in seiner Ausbildung nichts gehört - Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, diese Aufgabe zu lösen (Der Laie denkt daran, etwas an den Tonköpfen des Bandgeräten abzudecken - aber womit?; Dem Bandgeschwindigkeitsproblem sollte sich wohl softwaremäßig beikommen lassen! Würd mich sehr freuen, wenn eine einfache alte Frau eine Lösung anbieten könnte, und sei es mit Hilfe von jungen Profis!
Ohne 4 Spur Tonband wird das nix werden, und das mit der Tonhöhe einfach verändern wird auch nicht so einfach funktionieren, und keine gute Qualität liefern. Aber für jedes Problem gibt's eine Lösung - schick mir doch ein email!
Hallo, Halbspur-Bänder auf Viertelspur-Köpfen abzuspielen bedeutet das nur eine (die linke) Seite abspielbar ist - da hilft kein Zukleben. Es gibt genügend alte Halbspurgeräte gebraucht günstig zu erstehen (am besten vielleicht eine entsprechende A77). Nach dem Überspielen einfach wieder veräußern und gut ist. Gruß, Christopher
Vielen Dank für die Antwort - es geht allerdings nicht darum, ein Halbspur - Band auf Viertelspur abzuspielen, sondern umgekehrt, Viertelspur auf Halbspur. Nach meinen Infos sollte ein Tonkopf für Halbspur die gesamte obere bzw. untere Hälfte des Bandes (je nach Laufrichtung bzw. bei Stereo beide zugleich - bei Mono die beiden gemischt - aber es sollte auch möglich sein, bei Stereo nur r oder l abzuspielen - also nur eine Hälfte des Bandes zu lesen) lesen, während Viertelspur diese zwei Hälften nochmals halbiert - also ganz unten und unter Hälfte der unteren Hälfte bzw. nach dem Umdrehen dir anderen zwei Vierteln liest (oder umgekehrt - ist immerhin schon 30 Jahre her, dass ich mich damit beschäftigt habe!). Aber wie gesagt - Laie - Versuch, technischen Dingen mit ganz gewöhnlichem Hausverstand beizukommen ist nicht immer zielführend! Aber danke nocheinmal, vielleicht gibts noch Vorschläge - bin fasziniert, dass so schnell Antworten kommen!
In Stereo läuft 1/4 der Spurbreite von 6,3 mm für den linken Kanal und 1/4 der Spurbreite von 6,3 mm für den rechten Kanal zusammen in einer Richtung und dann wurde das Band umgedreht wieder zurück überspielt. Wenn du nun einen Halbspurkopf zur Wiedergabe nimmst, dann hört eine Spur die Viertelspur hin und gleichzeitig die Viertelspur zurück, also rückwärts. Die 4 Spuren sind folgendermaßen angeordnet - von oben nach unten: links hin, rechts zurück, rechts hin und links zurück. Damit hört der Linke Halbspurkopf: Viertelspur links hin und rechts zurück und der rechte Halbspurkopf: rechts hin und links zurück. Es gibt also deutliche Probleme mit der Kanal-Trennung. Das klingt nicht gut.
Ein in 1/2-Spur aufgenommenes Band auf einer 1/4 Spur Maschine abgespielt ist - abgesehen vom schlechteren Rauschabstand prinzipiell ja kein Problem. Umgekehrt (1/4-Spur Band mit 1/2-Spur Gerät) gehts nicht. Ausnahme: die Spule ist auf der Rückseite 100%ig unbespielt, dann sollte es funktionieren, jedoch gibts gratis ein unnötiges extra Bandrauschen von der den leeren 1/4-Spuren dazu. Das liesse sich dann am besten mit einer Maschine mit übereinstimmenden Spurformat vermeiden. Und dann sollte die Geschwindigkeit natürlich auch korrekt sein ...also nicht so einfach, das Ganze, wenn man nicht das korrekte Abspielgerät hat. Wie gut, dass wir heute nur noch digital aufnehmen, da sind die Probleme zwar nicht weniger geworden (im Gegenteil), aber immerhin liegen sie woanders ;)
Es gibt dabei nur eine vernüftige Lösung - wenn auch umständlich: Den Tonkopfträger gegen einen Viertelspurträger austauschn, die Maschine wiederagabeseitig kalibrieren und dann überspielen. Alles andere ist Murks. Die Firma Revox kann bestimmt noch Viertelspurköpfe als Ersatz liefern. Georg "Tonzauberere" ist da der richtige Ansprechpartner. Ggf. kann man nach der Digitalisierung mit einem Restaurationsprogramm (z.B. DART Pro 98) die Aufnahmen etwas entrauschen.
wenn auch umständlich: Den Tonkopfträger gegen einen Viertelspurträger austauschen, die Maschine wiederagabeseitig kalibrieren und dann überspielen.
Jemanden zu finden, der einem die Überspielung durchführt oder eine passende Tonbandmaschine ausleiht, dürfte weniger auwändig und preiswerter sein ...
Ah tach auch, vielleicht einfach mal bei Ebay nach ner alten Heim-Maschine von Grundig und Konsorten schauen oder auf dem Trödel. Ansonsten schau doch mal im "Bandmaschinen-Forum nach". Die kennen sich mit dem ganzen alten "Heim-Trödel" sehr gut aus.Vielleicht findest Du da jemanden, der bei Euch in de Nähe ist. Gruß Markus P.
Danke euch allen für die Tips - mein Sohn hat es jetzt geschafft, die Sachen in den Computer zu spielen und auch das Downpitchen hat funktioniert, wie er sagt sogar ohne großen Qualitätsverlust (dürfte sich um nostalgisches Familienmaterial handeln, bei dem Verständlichkeit über HiFi - Qualität steht!)
Ah tach auch, war das nicht Ritchie Blackmoore, der sich vor seine Marschalls immer so ein altes Röhren-TK von Grundig oder ähnliches davorgeschaltet hat, um die Verstärker so richtig schön überfahren zu können. Man kann mit nem alten TK schön spielen :-) Gruß Markus P.